Holly Katz Dreiklang

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 0 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Dreiklang“ von Holly Katz

Nach Jahren im Ausland kehrt June mit ihrem Mann, dem renommierten Pianisten Ryan Kelly, nach Berlin zurück und findet sich wieder in einem Leben zwischen seinen Konzerten, ihrem zu schreibenden Buch über Frauen in der Musik - und Damian, Ryans bestem Freund, Geiger und Stachel in ihrem Fleisch. Arrogant, selbstgerecht und eifersüchtig, konnte er nie verstehen, dass Ryan June geheiratet hat - dieses Kind, diese verwöhnte Prinzessin, die ihrerseits nicht ertragen konnte, von Damian nicht gemocht zu werden. June kann Damian nun nicht länger ausweichen, er wird allgegenwärtig und tatsächlich finden sie nach sieben Jahren endlich einen Weg zueinander. Unter den interessierten, amüsierten Blicken Ryans wandeln sich ihre noch immer ambivalenten Gefühle füreinander und im Lauf eines heißen Sommers werden ihrer aller Beziehungen zueinander neu verhandelt. Die Diskussion am Floß scheint Lichtjahre her zu sein, die beiden wirken so entspannt. Damian hat mit Ryan geredet. Sie hat keine Ahnung, was in ihm vorgeht, ist beinahe wütend auf ihn, warum hat er nicht mit ihr gesprochen? Aber sie hat es ja auch nicht gemacht. Ryan kommt herein, drei volle Weingläser in der Hand. "Auf Jorge“, sagt er grinsend und trinkt einen Schluck, während June ihre Hände an einem Küchentuch abwischt und dann ihr Glas nimmt. Die beiden stirnrunzelnd mustert, wie sie da stehen, als sei nichts, als gäbe es nichts, das zwischen ihnen steht. Ryan zieht sie an sich und für einen Sekundenbruchteil wird sie Zeugin des Blicks, den er mit Damian tauscht, bevor er sie küsst. Sie kann es nicht so recht einordnen, was war das? Sie weiß, sie sind wie Brüder, aber so weit wird er nicht gehen. So weit kann er nicht gehen. „Was soll das?“ flüstert sie ihm ins Ohr und sein Griff wird fester. „Ich will nicht, dass du dich quälst, das ist alles. Es ist unnötig“, sagt er, lächelt sie an, als sie den Kopf schüttelt. „Ich habe ihr gesagt, dass ich mit dir geredet habe“, sagt Damian nun, er lehnt an der Anrichte und beobachtet sie mit unergründlichem Gesichtsausdruck. „Dass ich sofort ausziehe, wenn sie es will.“ „Warum redest du, als wäre ich nicht da?“ faucht June ihn an, aber es zeigt keine Wirkung. „Ich dachte, es hätte ein Ende mit der Streiterei“, sagt Ryan ironisch, seine Finger beruhigend auf Junes Schulter. „Es gibt mehr als genug Gründe zu streiten, denn das kann nicht gut gehen. Ich will nicht, dass jemand verletzt wird.“ Ryans Griff wird fester. „June, hier wird niemand verletzt. Es ist okay. Wir sind Freunde, Damian und ich.“ „Ach ja, ihr beide?“ Sie bricht ab, als die Tür aufgeht und Jorge den Kopf hereinstreckt. „Kann man euch helfen?“ fragt er arglos. „Nein, alles in bester Ordnung!“ sagt June in einem Ton, der klar macht, dass er verschwinden soll. Gehorsam schließt er die Tür, während June beginnt, mit unnötiger Gewalt Schafskäse zu zerkrümeln. „Was ist dein Problem? Die Tatsache, dass wir beide dich haben wollen oder die, dass wir weniger Probleme damit haben als du?“ Damian ist so brutal ehrlich, dass es ihr beinahe körperlich wehtut. Sie dreht sich um, die beiden stehen lässig nebeneinander, ein Glas Wein in der Hand, und betrachten sie interessiert. Beinahe fühlt sie sich ausgeschlossen aus ihrer Einigkeit. Ein Lachen bricht aus ihr heraus, sie kann nicht anders. „Dass diese Diskussion gar nicht geführt werden dürfte, ist euch klar, nicht wahr?“

Eine Dreiecksgeschichte unter Musikern, tolle Charaktere, aber nichts für allzu Konservative :-)

— Valentine
Valentine
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen