Holzapfel Katrin

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Rezension zu "Wer hat Angst vorm Höllenhund?: Geschichten vom Fährmann 1" von Holzapfel Katrin

Der Fährmann von Regensburg
annluvor einem Jahr


"Die wilde Jagd reitet in drei Tagen. Bis dahin müssen die Hunde gefunden sein, oder ich nehme mir welche von euch, Menschenkind."

Raunächte sind immer eine Herausforderung für Maximillian von Taxis - Fährmann von Regensburg. Doch dieses Jahr scheint schlimmer zu sein: böswillige Feen streifen durch die Straßen - damit nicht genug sind auch noch Frau Holles Hunde verschwunden. Eben jene Hunde, die die Wilde Jagd eröffnen und damit zur wichtigen Ausstattung der mächtigen Alten gehören. Maximillian steht ordentlich unter Druck um seine Stadt unter Kontrolle zu halten.


Die Geschichte wird von Max selbst erzählt und ist gespickt mit seinen Gedanken und Kommentaren. Während er sich einerseits bemüht Erklärungen zu liefern, kann er sich auch in nebensächlichen Beschreibungen verlieren.


Die Erzählung beginnt mit dem ersten Kampf gegen einen Hänsel und eine Gretel. Schon da wird ersichtlich, dass die bekannten Märchengestalten hier einen anderen Charakter haben. Und Begegnungen mit diesen folgen noch. Auch Frau Holle ist nicht die liebenswerte Alte, die man kennt. Daneben sind es Vampire, Teufel, Dämonen und Werwölfe, die Castra Regina - das Drüben - bewohnen, aus dem diese Wesen in unsere Welt wechseln.
Dieses Castra Regina wird im übrigen von einem von Thun regiert, mit dem Max eine gegenseitige Abneigung teilt. Beide sind zudem die Fährmänner der jeweiligen Städte, sodass sie die Verantwortung für die Einhaltung der Regeln tragen.


Während von Thun dafür einen richtigen Zugang zur Magie hat, ist Max auf andere angewiesen. Er als Geisterhand kann magische Momente zwar in Gegenstände binden und damit einsetzen, dazu benötigt er aber ein Geisterauge. Dies ist seine beste Freundin Cass, die die Momente aufspüren und für ihn sammeln kann.
Durch diesen komplexen Hintergrund dauerte es ein bisschen, bis genügend Erklärungen gegeben wurden und ich in die Geschichte finden konnte. Nicht immer fand ich die Erzählweise angenehm, da ich einige Beschreibungen überflüssig fand und Max Kommentare nicht immer erheiternd.


Interessant fand ich die Krankheit von Cass, die weder ihre eigenen noch die Gefühle anderer erkennen und einordnen kann. Als liebenswerter Part kam eine junge Höllenhündin hinzu, die Max auf Schritt und Tritt folgt.


Fazit: Die Idee, die hinter der Geschichte steckt, fand ich interessant aber sehr komplex. Mit Max wurde ich nicht immer warm, da er öfters das Offendichtliche nicht erkennt und sich dafür für meinen Geschmack zu oft in Selbstmitleid und abwertenden Kommentaren anderen gegenüber ergeht. Dadurch konnte ich die Erzählung nicht ganz so genießen, wie ich wollte.

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