Albert muss nach Hause

von Homer Hickam 
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Albert muss nach Hause
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Positiv (57):
Walli_Gabss avatar

Verrückt-liebenswertes modernes Märchen, auf einer wahren Geschichte basierend ...

Kritisch (4):
katikatharinenhofs avatar

Ich fühle mich ver-Albert :-(

Alle 75 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Albert muss nach Hause"

Homer liebt Elsie. Und Elsie liebt Albert. Eigentlich einfach. Bis auf ein großes grünes Manko: Albert ist ein Alligator. Und Homer will sein Badezimmer keinen Tag länger mit einem bissigen Reptil teilen. Elsie entscheidet sich für Homer – unter einer Bedingung: Gemeinsam müssen sie Albert nach Hause bringen. Vom trostlosen West-Virginia ins sonnenverwöhnte Florida. Mit dem Alligator auf dem Rücksitz ihres Buicks unternehmen sie die Fahrt ihres Lebens – und die führt sie weiter, als sie es sich hätten träumen lassen.

"Es ist die geniale Konstruktion des Romans, die den besonderen Reiz ausmacht." NDR Kultur, Ulrike Sárkány

„Einfach unwiderstehlich.“
GALA

"Gute-Laune-Lektüre." MAXI, Juli 2016

„Diese Geschichte ist so unangestrengt und liebevoll erzählt, dass ein Urlaub, in dem man dieses Buch dabei hat, nicht schiefgehen kann, egal, was Hotel, Wetter und Strand einem vorenthalten."
Elke Heidenreich im Literatur Spiegel

„Liebevoller kann man eine verrückte Geschichte kaum erzählen: da reist ein Ehepaar mit einem Alligator namens Albert quer durch Amerika, um ihn in südlichen Sümpfen freizulassen. Albert kommt nach Hause, ja, aber auch Elsie und Homer kommen an: in ihrer Liebe und bei sich selbst. Ich glaube, nach diesem Buch brauche ich dringend einen grinsenden Alligator als Haustier, damit mein Leben auf die Reihe kommt.“
Elke Heidenreich über Ihr Lieblingsbuch Albert muss nach Hause

„Homer Hickam Jr., ehemaliger NASA-Ingenieur und Bestsellerautor, erzählt die (wahren?) Geschichten seiner Eltern so leichtfüßig, dass 528 Seiten bedauerlich schnell ausgelesen sind.“ Auto Bild Klassik

"Endlich wieder ein Hickam! Mit seinen hinreißenden "Rocket Boys" kriegte man sogar Männermuffel ans Lesen."
Elke Heidenreich über Rocket Boys

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959671262
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:528 Seiten
Verlag:HarperCollins
Erscheinungsdatum:09.10.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 14.07.2016 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Walli_Gabss avatar
    Walli_Gabsvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Verrückt-liebenswertes modernes Märchen, auf einer wahren Geschichte basierend ...
    Bezaubernd-skurriler Roadtrip mit Alligator

    „Albert muss nach Hause“ handelt von einem außergewöhnlichen Roadtrip. Elsie und ihr Mann Homer wollen ihren Alligator Albert nach Orlando bringen, wo er vermutlich hergekommen ist – zumindest hat ihn ein von dort stammender Ex-Freund Elsie zur Hochzeit geschenkt. Damals passte Albert noch in eine kleine Pappschachtel, doch inzwischen hat er eine ansehnliche Größe erreicht und es wird Zeit für ihn, das Bergarbeiterstädtchen Coalwood in West-Virginia zu verlassen – findet zumindest Homer. Sorgen bereitet ihm allerdings, dass seine Frau Elsie ihrer Heimat – und eventuell auch ihm – ebenfalls den Rücken kehren will. Homer hofft, dass sich alles regeln lässt, wenn sie Albert erst einmal losgeworden sind. Und so begibt sich das junge Ehepaar auf diese Reise mit ungewissem Ausgang. Ungeplant hat es sogar gleich zwei tierische Begleiter: Neben Alligator Albert kommt auch noch ein so namen- wie herrenloser Hahn mit, dessen Anwesenheit zwar sowohl Romanfiguren als auch Leser vor ein Rätsel stellt, der aber alles in allem eine charmante Figur macht.

    Homer Hickam der Jüngere, ein Jahre nach diesem Roadtrip geborener Sohn von Elsie und Homer, ist Autor und Erzähler dieser so skurrilen wie warmherzigen Geschichte. Zwischen den einzelnen Reisestationen schildert er kurz, wie er von seinen Eltern von den jeweiligen Etappen erfuhr; sie wurden ihm im Laufe seines Lebens nach und nach erzählt. Was in diesem Roman tatsächlich der Wahrheit entspricht, wird sein Geheimnis bleiben. Elsie, Homer der Ältere, Albert und die Reise nach Florida scheint es wirklich gegeben zu haben – und die anderen Geschehnisse? „Die haben wir auch alle gemacht,“ sagt Elsie „auch wenn wir sie nicht gemacht haben“. Als Leser kann man kaum anders, als zu hoffen, dass die Erlebnisse von Elsie, Homer und Albert wahr sind – auch wenn sie teilweise ziemlich verrückt erscheinen und mindestens zwei von den drei Hauptfiguren regelmäßig mehr Glück als Verstand haben. Man wünscht sich, dass Elsie in ihrem Leben wirklich die Chance hatte, sich immer wieder neu zu erfinden und dass Homer tatsächlich mit dieser geduldigen Güte gesegnet war, die ihn im Roman auszeichnet. Und Albert? Die eigentliche Hauptfigur des Buches ist der vermutlich sympathischste Alligator, von dem man je gehört hat. Den möchte man am liebsten am Bauch kraulen, bis er grinst, und ihm dabei seine Glückslaute entlocken, die wie „Yeah-yeah-yeah“ klingen.

    Die drei mit dem zugelaufenen Hahn auf ihrer Reise zu begleiten, fühlt sich wie ein modernes Märchen an. Ein Märchen in dem Kismet eine große Rolle spielt, in dem „das Alpha und das Omega der amerikanischen Literatur“ in Form von John Steinbeck und Ernest Hemingway Gastauftritte haben und in dem man nicht mal den gefühlt in jedem zweiten Teil vorkommenden Ganoven Slick und Huddie böse sein kann. Ein Märchen, in dem mitunter alles möglich scheint und das wie im Flug vergeht. „Albert muss nach Hause“ ist eine bezaubernde Unterhaltung.

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    kokardkales avatar
    kokardkalevor 9 Monaten
    Lustiger, unglaublicher Roadtrip

    Wir begleiten in diesem Buch Elsie, Homer und Albert auf der Reise ihres Lebens. Elsie und Homer sind verheiratet, Albert wurde ihnen geschenkt als Babyalligator. Nun ist er schon so groß, dass Homer verlangt: Der Alligator muss weg. Denn Albert, der Alligator, ist die Sonne, um die Elsies Leben sich dreht und nicht etwa ihr Mann Homer. Beide sind unglücklich in ihrem Leben, aus verschiedenen Gründen. Bei ihrem Roadtrip passieren ihnen ganz verrückte Dinge, mal von einem vierten Passagier, der sich ohne zu fragen, dazugesellt und entweder eine philosophische Figur darstellt oder einfach etwas Unverständliches - denn wann versteht man denn schon im Leben alles, was um einen herum passiert?
    Erzählt wird diese Geschichte jeweils aus Elsies oder Homers Sicht aus der Er-Perspektive, mit kurzen Einblenden von ihrem Sohn, der die eigentliche Geschichte im Rückblick erzählt. Die Einblenden selbst sind nicht chronologisch und aus der Ich-Perspektive erzählt.

    Durch die Einblenden bekommt der Leser das Gefühl, dass diese Geschichte wirklich passiert ist und dass der Autor sie erzählt, so wie er sie von seinen Eltern gehört hat, aber wer weiß - schließlich deutet das ja auch der Untertitel an.

    Die Sprache ist klar und verständlich und wartet dennoch mit ausgesuchten und unerwarteten Begriffen auf, sodass man jede Seite mit Genuss verschlingen kann und rasch durchs Buch kommt.

    Dieses Buch lässt sich mit keinem anderen vergleichen, das ich bislang gelesen habe. Die Handlung ist derart großartig konzipiert und amüsant geschrieben, dass es eine reine Freude ist, sich auf diese Geschichte einzulassen.Volle 5 Sterne von mir!

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    Dions avatar
    Dionvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Bezaubernd.....
    Ein Alligator will nach Hause

    Homer liebt seine Frau Elsie wirklich. Aber die liebt Albert, einen Alligator, und heult immer noch ihrer ersten großen Liebe nach.
    Und doch entscheidet sie sich, das Reptil von West-Virginia nach Florida in seine Heimat zu bringen. Gemeinsam mit Homer. Mit dem Auto. Auf dem Weg dorthin bestehen sie die unmöglichsten Abenteuer und Homer und Elsie finden langsam wieder zueinander...

    Ein wunderbarer Roman über die Liebe und einen Alligator. Die Protagonisten sind ganz toll ausgearbeitet, ich habe Elsie für ihre Teilnahmslosigkeit und Lieblosigkeit gehasst, Homer für seine Aufopferung bemitleidet und den Alligator Albert muss man einfach lieben... ach ja.... und da war ja noch ein Hahn!!!

    Zauberhaft in seinem ganzen Ausmaß, ein Roman, den man gelesen haben muss!

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    katikatharinenhofs avatar
    katikatharinenhofvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich fühle mich ver-Albert :-(
    Ich fühle mich ver-Albert :-(


    Ich kann das Buch nicht wirklich einordnen...Slapstick, Humor, Reisebericht...ich weiß es nicht. Eigentlich ist das Buch gut zu lesen und es gibt auch tatsächlich einige amüsante Stellen zum Schmunzeln. Aber nach Abschluss des Buches frage ich mich, wo eigentlich der Sinn der Geschichte war...
    Elsie ist total nervig mit ihrer ständigen Unzufriedenheit und Nörgelei, sie ist total egoistisch.
    Homer, ihr Mann, vergöttert sie und ist in meinen Augen ein kleines Weichei, weil er sich so gar nicht gegen Elsie behaupten kann...
    Ja und Albert....Albert ist ein Alligator, der bisher die Badewanne von Elsie und Homer blockiert hat. Die Beschreibungen des Alligators ( zufrieden, unzufrieden, genügsam, fröhlich)...nervten mich beim Lesen gewaltig - es ist eben schwierig, einem Tier eine Persönlichkeit zu geben.
    Für mich war die Reise von West Virginia nach Florida eher an den Haaren herbei gezogen und kein kurzweiliger Zeitvertreibt.  
    Ich fühle mich tatsächlich ver-Albert :-(

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    Wichmanns avatar
    Wichmannvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Witzig, Amüsant mit einem Hausch Melancholie am Ende
    Ein Amüsement der besonderen Art

    Redaktioneller Hinweis: Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

    Cover
    Erhabene Schrift, Oldtimer, nur der Alligator passt wohl nicht in’s Auto. Wie im wahren Leben.
    Das Cover trifft das Thema des Buches

    Inhalt
    Noch vor Beginn der Geschichte ist ein Wort zu den Protagonisten zu finden, der das Interesse weckt und das Geheimnis andeutet. Worum geht es eigentlich?
    Das Inhaltsverzeichnis ist schon etwas aussagekräftiger. Für jedes Kapitel wird kurz umrissen, worum es geht und doch: Auch dieses ergibt sich lediglich andeutungsweise, analog der Beschreibung der Hauptpersonen. Ehrlich gesagt, erfährt der Leser nicht viel und doch genug. Beispielsweise, dass es nach der Danksagung am Ende des Buches Fotografien gibt. ‚Wovon denn‘, fragt sich der Rezensent und blättert vor.
    Interessant.

    Die Vorgeschichte ist aus der Sicht des Autors geschrieben und erweckt durchaus den Eindruck, diese Geschichte könnte tatsächlich erzählt worden sein. Passend zum Titel „Und es ist fast genauso gewesen.“
    Schnell ist das Umfeld erzählt und schon ‚klatscht das Fett in die Pfanne‘.
    Das Bild entsteht sofort, nicht wahr?
    Und auch wenn die Geschichte von einem Reptil erstaunlich weitergeht, so ist sie doch unterhaltsam geschrieben. Manch ein Statement könnte tatsächlich aus dem Munde einer Partnerin stammen und dem Manne ein vergnügliches Nachdenken bescheren. Genauso, wie die verzweifelte Antwort des Protagonisten an derlei Stellen: „Was redest du denn da?“, oder die Stelle, an der sein Schweigen mehr sagt als tausend Worte und ‚Mann‘ seinen Stolz herunterschluckt.

    Zielgruppe
    Aus meiner Sicht ist es ein Buch für Jedermann, -frau, Kind und Jugendliche.

    Stil
    Das Buch ist aus der dritten Person heraus erzählt und eingefasst in die personale Erzählperspektive. Dies passt zum Buch, es passt zur Geschichte wie der leichte Humor, der zwischen den Zeilen hervorblitzt und die Story ausleuchtet.

    Verständlichkeit
    Rückblicke sind gut in die jeweiligen Handlungen hineingewoben, sodass sie nicht als störendes Beiwerk daherkommen, sondern unterhaltend das jeweilige Kapitel ergänzen.

    Umfang
    527 Seiten und zwei Bilder. So ist es wohl doch eine wahre Geschichte, die vollständig aber nicht zu ausschweifend erzählt ist.

    Qualität
    Das Werk ist gebunden und hätte das richtige Gewicht problemlos eine Mücke zu erschlagen: Trotz 739 Gramm wäre man beim Erschlagen schnell genug und verblättert durch das eingebundene Stoffbändchen nicht die Seite, einzig, es wäre zu schade für derlei Aktionen. Die Durchscheinbarkeit (Opazität) entspricht dem Standard, sodass sowohl angenehmes Lesevergnügen als auch Umblättern möglich sind.

    Fazit
    Wenn der Klappentext aussagt, diese Reise ‚führt sie weiter, als sie es sich hätten träumen lassen‘, so mag der Leser gespannt sein und einfach nur das Geheimnis genießen.

    Unterhaltung pur und noch viel mehr!

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    hannelore259s avatar
    hannelore259vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der tiefere Sinn blieb mir verborgen...
    Viel zu konstruiert um zu wirken

    Der Roadtrip mit Elsie, Homer, Albert und dem Hahn führt uns quer durch die USA.

    Dabei ist das Ziel das ferne Florida um Albert, das Haustier von Elsie wieder zurück in seine Heimat zu bringen. Denn Albert ist ein Alligator und dem Herrn des Hauses ein Dorn im Auge, was wohl auch daran liegen mag, dass er ein Geschenk von Elsies Jugendliebe zu ihrer Hochzeit ist. Sie hängt so sehr an diesem Tier, weil es sie immer an ihren Schwarm erinnert und so fordert Homer, das Tier muß weg.

    Die beiden machen sich auf die Reise und erleben bei jeder Station sehr verrückte Dinge. Was ich anfang noch sehr amüsant fand, wurde bald langweilig und abgedroschen. Ich dachte mir bei jedem neuen Abenteuer in das sie gerieten, "na klar, dass jetzt auch noch, warum auch nicht?" und fragte mich was der Sinn dieser völlig weit hergeholten Dinge sein sollte, z.B. als Homer Baseballspieler wird und Elsie Krankenschwester.

    Was noch erschwerend hinzu kam, war der nervige Charakter Elsies. Ihre egoistische, selbstgefällige Art fand ich einfach nur furchtbar und für mich war es unklar warum Homer sie so sehr liebt, dass er ihr alles möglich macht.

    Diese ganze Geschichte soll wohl ein tiefen Sinn gehabt haben, der sich mir leider nicht gezeigt hat. Für mich war dieses Buch ein Fehlgriff, weil es sich gezogen hat wie Kaugummi. Die Beziehung der beiden Protagonisten blieb für mich völlig unlogisch und das Ende sollte dann wohl etwas philosophisch werden, hat mich aber nur den Kopf schütteln lassen.

    Nein das war leider gar nicht mein Fall.

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    walli007s avatar
    walli007vor 2 Jahren
    Ich wollte schon immer

    Eigentlich wäre Elsie lieber mit Buddy Ebsen in Florida verheiratet. Doch irgendwie hatte Buddy nur die Schauspielerei und Hollywood und New York im Sinn. Und irgend wie hat der ruhige gut aussehende Homer Hickam (der Ältere) in ihre Suppe gespuckt. Nun sitzt sie mit Homer in Coalwood, West Virginia. Buddys Hochzeitsgeschenk, Albert, ein Alligator, ist ihr ein Trost. So sehr, dass sie Homer darüber fast vergisst. Bis Homer eines Tages der Kragen platzt, denn Albert, der zunächst in einen Schuhkarton passte, ist nach zwei Jahren mächtig gewachsen, und nun heißt es „Albert muss nach hause.“

    Es ist das Jahr 1935 und Amerika leidet unter der Wirtschaftskrise. Für Homer ist es nicht  so einfach, seinen Job als Vorarbeiter-Lehrling in der Mine in Gefahr zu bringen. Doch sein Chef gibt ihm Rückendeckung und ein wenig Geld für die Reise. Und so machen sich Homer und Elsie und natürlich Albert auf den Weg nach Florida.

    Während der Reise gilt es die unglaublichsten Abenteuer zu überstehen, vom Banküberfall bis zum Tornado,  von Begegnungen mit bekannten Schriftstellern bis zur Übernahme von Filmrollen.

    Und letztlich möchte Elsie immer voran, sie ist bereit jeden Beruf auszuprobieren, den sie schon immer haben wollte und meist macht sie es gut. Doch so schnell sie begeistert ist, so schnell ist auch ihr Interesse am nächsten Abenteuer geweckt. Homer dagegen bietet eine ruhige Konstante, ohne dabei langweilig zu sein (vielleicht meint Elsie das manchmal). Er meinst, ist Albert einmal daheim angelangt, soll es doch wieder zurück gehen nach Coalwood.

    Vielleicht muss Elsie erst merken, was sie an Homer hat, und vielleicht braucht sie dazu diese Reise. Vielleicht muss sie von ihrer Jugendschwärmerei Abschied nehmen und findet nur so die Kraft. Vielleicht will sie Homer auch aus seiner Lethargie locken. Doch letztlich scheint Alberts Weg nach hause auch ein Weg für Homer und Elsie aufeinander zu zu sein.

    Glücklicherweise lässt der Autor Homer Hickam (der Jüngere) im Unklaren, wie viel von dieser turbulenten Geschichte seiner Eltern wahr ist und so kann sich der Leser, während er Homer und Elsie begleitet, selbst Gedanken machen, von welcher Episode er wünschte, sie wäre wahr.

    Heimelig, witzig, traurig und fröhlich, ein Familienroman, der ausgesprochen viel zu bieten hat.

    Um Albert zu zitieren, möchte man sagen: „Yeah, Yeah, Yeah!“

    4,5 Sterne

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    Caillean79s avatar
    Caillean79vor 2 Jahren
    Ver-Albert

    Ver-Albert

     Ja, ein klein wenig veralbert kam ich mir schon vor bei dieser Geschichte rund um Alligator Albert und seine „Eltern“ Homer Hickam und seine Frau Elsie. Es ist zwar ein wirklich amüsanter Roadtrip in den USA der 1930er, aber ich bin mir nicht sicher, wieviel Tonnen Seemannsgarn in diesem gut 500 Seiten starken Schmöker stecken. Außerdem gab es einen leichten Hang zum Hanebüchenen, wobei man in dieser Geschichte eher „Hahn-ebüchen“ schreiben muss. Denn eine der kuriosen (trotzdem liebenswerten) Nebenfiguren ist ein Hahn. Namenlos, aber immer nah am Geschehen. Am liebsten auf dem Kopf von Albert oder auf der Schulter von Homer sitzend. Schon daran merkt man – irgendwas stimmt hier nicht.

    Ich kann das Buch irgendwie so gar nicht einordnen. Es las sich wirklich klasse und ich bin förmlich durch die 500 Seiten geflogen. Leicht und amüsant erzählt, ließ es mich oft schmunzeln. Andererseits frage ich mich ein wenig, wo genau der Sinn der Story liegt und was genau denn letztlich die Kernaussage des Buches sein soll. „Nehmen Sie lieber keinen Baby-Alligator auf, wenn er Ihnen per Post in einem Pappkarton mit Luftlöchern zugeschickt wird!“ ??? Nein, ich bleibe dabei – für mich persönlich war die Reise von West Virginia nach Florida eine unterhaltsame Räuberpistole, die ich genossen habe, aber die mich nicht wirklich überzeugen konnte.

    PS: Kleinere Nebenrollen haben übrigens auch Ernest Hemingway und John Steinbeck. Nur falls das jemanden überzeugen kann, das Buch deswegen erst recht lesen zu wollen :-)

    PPS: Die „nur“ 3 Sterne sind gar nicht negativ gemeint. Sie zeigen nur mein Unvermögen, mich zu diesem Buch wirklich zu positionieren. Deshalb eine „neutrale“ Bewertung in der Mitte…

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    tigerbeas avatar
    tigerbeavor 2 Jahren
    Rezension zu "Albert muß nach Hause" von Homer Hickam

    Homer Hickham ist es leid! Albert, der Alligator seiner Frau Elsie, macht ihm das Leben zur Hölle. Also stellt er Elsie vor die Entscheidung: Albert oder ich! Elsie muß lange überlegen, denn sie hängt sehr an Albert. Doch sie kommt zu dem Entschluß, daß Albert dann zurück nach Hause muß. Also machen sich Homer und Elsie mit Albert auf dem Rücksitz des Autos auf den Weg von West Virginia nach Florida. Und sie erleben so einige Abenteuer....

    Dieses Buch ist wirklich sehr, sehr gut. Hier ist Humor, Sentimentalität und Nachdenklichkeit vereint. Das besondere an diesem Buch: Homer Hickam erzählt hier die Geschichte seiner Eltern, es ist also keine erfundene Geschichte. Und genau dies berührt mich so. Wobei man natürlich nicht weiß, ob nicht doch einiges erfunden wurde. Man erfährt sehr viel über das Leben zu Zeiten der Depression, über die schwere die damals über dem Land lag und die Sorgen der Arbeiter. Die Charaktere werden so dargestellt, daß man wirklich das Gefühl hat, hier beobachtet man seine Nachbarn. Man bekommt einen guten Einblick in ihre Gefühle und Nöte, erfährt auch einiges über die Zeit vor Albert. Schön finde ich auch, daß Albert hier einen eigenen Charakter bekommt und nicht einfach  nur "der Alligator, das kalte Reptil" ist. Nein, auch Albert bekommt hier seine Rolle, hat Gefühle und kann diese Ausdrücken. Die Reise der Hickams wird sehr anschaulich beschrieben, hat Höhen und Tiefen und wird mit einem gehörigen Augenzwinkern erzählt.

    Ein Buch, das man einfach lieben muß!







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    Manja82s avatar
    Manja82vor 2 Jahren
    ein außergewöhnlicher Roman, der den Leser auf einen Roadtrip entführt

    Kurzbeschreibung
    Eine Reise ins Ungewisse.
    Ein Alligator zum Verlieben.
    Ein Buch, das glücklich macht.
    „Diese Geschichte ist so unangestrengt und liebevoll erzählt, dass ein Urlaub, in dem man dieses Buch dabei hat, nicht schiefgehen kann, egal, was Hotel, Wetter und Strand einem vorenthalten." Elke Heidenreich im Literatur Spiegel
    "Ich oder der Alligator!"
    Keinen Tag länger will Homer Hickam der Ältere sein Badezimmer mit einem bissigen Reptil namens Albert teilen. Als der Bergwerksarbeiter seiner Frau ein Ultimatum stellt, muss Elsie lange überlegen. Schließlich ist ein Leben ohne Alligator doch sinnlos. Wie alles hier in Coalwood, West Virginia. Die ganze trostlose Stadt liegt unter einer schwarzen Staubschicht begraben. Und selbst vor ihrer Ehe hat die große Depression keinen Halt gemacht. Trotzdem fällt Elsie die Entscheidung – unter einer Bedingung: Sie müssen Albert nach Hause bringen. Zurück nach Florida. In einem alten Buick. Mit Alligator auf dem Rücksitz …
    Mit hinreißendem Humor erzählt der preisgekrönte Autor Homer Hickam von verpassten Chancen, einer großen Liebe und dem absurd-schönen Glück, in Gesellschaft eines grinsenden Alligators zu reisen.
    (Quelle: HarperCollins)

    Meine Meinung
    Bisher kannte ich den Autor Homer Hickam nicht. Als ich nun seinen Roman „Albert muss nach Hause: Die irgendwie wahre Geschichte eines Mannes, seiner Frau und ihres Alligators“ in den Händen hielt war ich zuerst einmal fasziniert vom Titel und dem Cover. Gespannt habe ich also mit Lesen begonnen.

    Homer ist ein wirklich toll gestalteter Charakter, Er kümmert sich liebevoll um seine Frau. Er liebt sie, will, dass es ihr gut geht, das merkt man in jedem geschriebenen Wort. Dabei aber behandelt seine Frau Elise gar nicht nett.
    Elise mochte ich zu Anfang nicht unbedingt gerne. Irgendwie wollte ich nicht glauben, dass sie Homer wirklich liebt. Ihre Eigenarten waren so eine Sache für sich. Allerdings mit der Zeit, mit Fortschreiten der Handlung, aber lernt man Elise sehr gut kennen und versteht nach und nach warum sie ist, wie sie ist.
    Albert hat mir unheimlich gefallen. Ich habe immer wieder vergessen, dass er „nur“ ein Alligator ist. Er wirkte so lebendig auf mich, da hat der Autor wirklich gute Arbeit geleistet. Albert ist der Held der Geschichte, jemand der anderen zuhört, für sie da ist. Sein Freund ist ein Hahn, der leider keinen Namen erhalten hat.

    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und wirklich sehr humorvoll. Man kann sich als Leser im Geschehen fallen lasse und nicht selten musste ich hier wirklich laut lachen. Das hatte ich in letzter Zeit sehr selten bei einem Buch.
    Die Handlung selbst beginnt erst einmal mit einer Erklärung auf wen man im Buch so trifft und was man als Leser so alles erwarten kann.
    Man verfolgt hier die Geschichte von Homer Hickam, dem Jüngeren, der seine Geschichte seiner Eltern erzählt. Es dreht sich darum wie seine Eltern Albert wieder aussetzen wollen. Zwischendrin gibt es immer wieder Einschübe, des Autors, der dem Leser beschreibt wann er die Geschichte von seinen Eltern gehört hat. Seine Eltern hatten wirklich einen Alligator, die Fakten stimmen also mit einer wirklichen Geschichte überein. Allerdings der Autor hat auch ein wenig hinzugedichtet. Was, das erfährt man als Leser nicht. Hier kann man nur spekulieren.
    Die Reise der Eltern ist interessant und auch abenteuerlich. Auf ihrem Weg nach Florida treffen sie auf Schriftsteller oder Elise wird beispielsweise zu einem Cowgirl. Sie erleben viel und als Leser begleitet man sie auf ihrem Weg, der mal steinig und mal geradlinig verläuft und mir noch lange im Gedächtnis verbleiben wird.

    Fazit
    Zusammengefasst kann ich sagen ist „Albert muss nach Hause: Die irgendwie wahre Geschichte eines Mannes, seiner Frau und ihres Alligators“ von Homer Hickam ein außergewöhnlicher Roman, der den Leser auf einen Roadtrip entführt.
    Vorstellbar gestaltete Charaktere, ein humorvoller flüssig zu lesender Stil des Autors und eine Handlung, die interessant gehalten und irgendwie auch anders ist, haben mich wunderbar unterhalten und begeistert.
    Wirklich lesenswert!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    HarperCollinsGermanys avatar

    Vielleicht ist euch unser Alligator Albert schon hier und da begegnet. Schließlich ist er der tierische Star von "Albert muss nach Hause".

    Wir von HarperCollins Germany laden euch herzlich zur Leserunde des neuen Romans

    "Albert muss nach Hause" von Homer Hickam

    ein.

    Bitte bewerbt euch bis zum 01.06.2016 für eines von 30 Leseexemplaren (Vorab-Exemplar Taschenbuch) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.

    Mit hinreißendem Humor erzählt der preisgekrönte Autor darin von verpassten Chancen, einer großen Liebe und dem absurd-schönen Glück, in Gesellschaft eines Grinsenden Alligators zu reisen:

    Keinen Tag länger will Homer Hickam der Ältere sein Badezimmer mit einem bissigen Reptil namens Albert teilen. Als der Bergwerksarbeiter seiner Frau ein Ultimatum stellt, muss Elsie lange überlegen. Schließlich ist ein Leben ohne Alligator doch sinnlos. Wie alles hier in Coalwood, West Virginia. Die ganze trostlose Stadt liegt unter einer schwarzen Staubschicht begraben. Und selbst vor ihrer Ehe hat die Große Depression keinen Halt gemacht. Trotzdem fällt Elsie die Entscheidung – unter einer Bedingung: Sie müssen Albert nach Hause bringen. Zurück nach Florida. In einem alten Buick. Mit Alligator auf dem Rücksitz …

    Du möchtest "Albert muss nach Hause" von Homer Hickam lesen?

    Dann bewerbe dich jetzt um eines der 30 Leseexemplare. Wir sind gespannt auf dich, deine Fragen und Leseeindrücke und würden uns freuen, wenn du deine Rezension dann auf Amazon & Co und auf harpercollins.de teilst.

    Viel Glück und ein tolles Leseerlebnis wünscht dir

    Das Team von HarperCollins Germany

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    Cenerentola89s avatar
    Letzter Beitrag von  Cenerentola89vor 2 Jahren
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