Homer Odyssee

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Inhaltsangabe zu „Odyssee“ von Homer

Homers 'Odyssee', entstanden im 8. Jahrhundert vor Christus, ist das älteste Werk der griechischen und abendländischen Literatur. Es beschreibt die abenteuerliche Irrfahrt und die glückliche Heimkehr des Königs Odysseus, der zwanzig Jahre zuvor auf griechischer Seite am Kampf um Troja teilgenommen hatte. Bereits in der Antike nahm die 'Odyssee' eine überragende Stellung ein – und die Wirkung des Werkes auf die europäische Literatur- und Geistesgeschichte ist noch immer ungebrochen. Davon zeugen neben bedeutenden literarischen Werken wie etwa James Joyce’ Ulysses auch zahlreiche Verfilmungen. Die 'Odyssee' – jetzt einer wunderbar lesbaren Prosafassung. Wer sich bisher nicht an Homer heranwagte, weil er sich durch die Versform oder die altertümliche Sprache der vorliegenden Übersetzungen abgeschreckt fühlte, kann in der Übertragung von Karl Ferdinand Lempp die 'Odyssee' als das erleben, was dieses älteste Dokument der europäischen Literatur wirklich ist: ein fesselnder Roman.

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  • Buchverlosung zu "Solid Yol: Das Geheimnis der Honigtröpfer" von Nick Finkler

    Solid Yol: Das Geheimnis der Honigtröpfer
    nick-finkler

    nick-finkler

    Eine neue Welt, bis zum Bersten gefüllt mit Abenteuern und Kreaturen unterschiedlichster Herkunft ... Caspar steht kurz vor seinem Ruhestand, doch der alte Schiffskapitän hat zahlreiche Gefahren und seltsame Ereignisse überstanden und denkt überhaupt nicht daran, in Rente zu gehen. Da kommt es ihm gerade recht, dass er plötzlich einen Leibwächter aus einer anderen Welt hat und nur wenige Wochen später zwischen fantastischen Geschöpfen einem vergessen geglaubten Geheimnis hinterher jagt ...Habt ihr euch schon immer gefragt, was die Personen und Kreaturen in Büchern tun, wenn gerade niemand über sie schreibt?In SOLID YOL - DAS GEHEIMNIS DER HONIGTRÖPFER treiben sich diverse Geschöpfe herum, allerdings sehr real, denn sie können von Menschen besucht werden - wenn man den Eingang gefunden hat! Da gibt es Erdwälzer, Edeltrolle, göttliche Nymphen, Neprecer und viele weitere Wesen, die nur auf einen Besuch warten.Vielleicht begegnet euch ein Werwolf - ist er gut, böse oder irgendwas dazwischen? Möglicherweise seht ihr einen fliegenden Jungen in grünem Gewand - ist das Peter Pan oder jemand anders?Findet es heraus.Klickt auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button und gewinnt mit etwas Glück eines von 7 eBook-Exemplaren des Fantasyromans, von dem kürzlich im Radio gesagt wurde, er sei wegen seiner Fülle an Charakteren so massiv wie George R. R. Martins "Lied von Eis und Feuer" (auch bekannt als Game of Thrones), nur mit deutlich geringerem Politikanteil.Beantwortet mir für die Teilnahme bis zum 14. April 2016 folgende Frage:Welchem Charakter aus euren Bücherregalen würdet ihr gerne einmal persönlich begegnen?Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!Und wenn ihr die Reise gut überstanden habt, wird es euch freuen, dass ich bereits an dem Folgeband TAUSENDFÜRST - DIE MACHT DER HONIGTRÖPFER schreibe. ;)Über eine Rezension würde ich mich natürlich freuen, setze ich aber nicht als Muss voraus.

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  • Rezension zu "Odyssee" von Homer

    Odyssee
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    08. July 2012 um 15:20

    Ferienzeit – Klassikerzeit. Jedes Jahr in den Ferien nehme ich mir einen umfangreicheren Klassiker vor, für den ich im Alltag keine Zeit habe. Diese wunderschöne Ausgabe und die geniale Neuübertragung machen es sehr leicht, sich an dieses Werk heranzutrauen. Der ausführliche Anhang mit Erklärungen und Namensregister sorgen dafür, dass auch Nicht-Altphilologen den Text verstehen. Die Geschichten selbst kennt jeder auf die eine oder andere Art, schließlich ist dieser Text die Grundlage unserer abendländischen Kultur und Vorbild vieler Romane und Filme. Selbst Computerspiele bedienen sich aus dem Fundus dieser Erzählungen. Und Trojanische Pferde stellen nach wie vor eine Gefahr dar, wenn auch heute in einer anderen Form. Wie modern dieser Text ist, zeigt sich auch daran, dass der Held Odysseus des Öfteren weint. Ein Verhalten, das lange als unmännlich galt und erst in neuerer Zeit glücklicherweise weithin akzeptiert wird. Besonders lesenswert macht diese Ausgabe die Neuübersetzung, die den Text entstaubt und gut lesbar macht, dabei aber den besonderen Rhythmus der Verse aufrecht erhält. Wie immer bei Manesse ist die liebevolle Gestaltung des Buches ein besonderer Pluspunkt. Ein aufwändig gestalteter Schutzumschlag, edles Leinen für den Einband, hochwertiges Papier, ein angenehmes Schriftbild und, das liebe ich besonders, ein zweites Lesebändchen für die Fußnoten im Anhang. Dass im Zeitalter des eBooks noch so schöne und hochwertige Bücher hergestellt werden, kann man dem Verlag gar nicht hoch genug anrechnen. Diese Ausgabe werde ich wohl noch oft aus meinem Regal der Lieblingsbücher holen.

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  • Rezension zu "Odyssee" von Homer

    Odyssee
    VeroNefas

    VeroNefas

    15. April 2012 um 17:16

    Inhalt: Homers Odyssee gehört wohl zu denältesten und beeindruckendsten Werken der abendländischenLiteratur. Der Epos beschreibt die Reisen und Abenteuer des KönigsOdysseus von Ithaka und seiner Gefährten, die Zustände, die nachseiner 20 jährigen Abwesenheit in seinem Königreich herrschen. unddas Leben seines Sohnes Telemachos sowie dessen Suche nach dem Vater. Die Odyssee selbst ist in 24 Gesängeaufgeteilt. Zuerst wird die Gegenwärtige Situation in Ithaka, umOdysseus Frau Penelope und seinen Sohn Telemachos beschrieben. Im weiterenVerlauf der Geschichte erfährt man die Einzelheiten über OdysseusIrrwege und Abenteuer, bis hin zu seiner Rückkehr nach Ithaka, wodie Geschichte nach einem Kampf zwischen ihm und den Freiern,schließlich zu einem friedlichen Ende kommt. Meinung: Das Erste, das einem ins Auge stichtist die wunderschöne und edle Aufmachung des Buches. DerSchutzumschlag zeigt eine schwarz – weiße stilisierte Landkarte, diesehr gut zur Thematik des Werkes passt. Der Gold geprägte Titel,umrahmt von einem Ornamentband, hebt sich angenehm lesbar vomUntergrund ab. Zwei Lesebändchen sorgen für die nötige Übersichtbeim lesen, sowohl in der Geschichte, als auch im Anhang. Wichtig aber ist vor allem die hiervorliegende Neuübersetzung des Werkes durch Kurt Steinmann. MeinerMeinung nach, im Vergleich zu der bis Dato gängigsten Version vonJohann Heinrich Voß, eine sehr gelungene und gut zu lesendeÜbersetzung. Sie scheint dem Originaltext um eines näher zu kommen,als andere Ausführungen und bleibt dennoch verständlich. Natürlich dauert es eine Weile, bis man sich in dasSprachmuster, das Reim Schema und die Formulierungen eingelesen hat.Etwas befremdlich mag es z.B erscheinen, dass ein Name nicht einfachnur genannt wird, sondern jeweils und bei fast jeder Nennung mit denzugehörigen Adjektiven versehen wird. So spricht Homer z.B von der”funkeläugigen Pallas Athene”, dem “klugenTelemachos”, oder dem “göttergleichen Odysseus” Zudemist es üblich die Verwandtschaftsverhältnisse zu wiederholen. Alsda wären “Göttin Athene, Tochter des Zeus”, “Telemachos,Sohn des Odysseus”. Hat man aber die sprachlichen Klippenerst einmal umschifft und sich auf die Geschichte eingelassen, sobereitet das Lesen kaum Probleme. Sehr Hilfreich und vor alleminformativ ist auch der ausführliche Anhang des Buches. Neben jeeinem Nachwort von Walter Burkert und Kurt Steinmann, der eine kurzeInformation zur Übersetzungsgeschichte der Odyssee liefert, gibt esauch ein Namensregister, das sämtliche Personen- und Ortsnamen, samtzugehöriger Erklärungen beinhaltet sowie Anmerkungen bzw.Erläuterungen zu jedem Gesang. Diese erleichtern das Lesen ungemein,da sie, für der Verständnis der Geschichte, notwendigeZusatzinformationen liefern, wie z.B ursprüngliche Wortbedeutungoder Kontext. Trotz allem ist die Odyssee natürlichkeine Bettlektüre, die man an einem Abend verschlingt, da das Lesendoch sehr hohe Konzentration erfordert. Mir persönlich aber hat sieviel Spaß bereitet und ich bin froh, diesen Klassiker nun doch endlich gelesen zu haben.

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  • Rezension zu "Odyssee" von Homer

    Odyssee
    VeroNefas

    VeroNefas

    14. April 2012 um 21:57

    Diese Rezension bezieht sich auf die Neuauflage von 2011, aus dem Manesse Verlag *Inhalt:* Homers Odyssee gehört wohl zu denältesten und beeindruckendsten Werken der abendländischenLiteratur. Der Epos beschreibt die Reisen und Abenteuer des KönigsOdysseus von Ithaka und seiner Gefährten, die Zustände, die nachseiner 20 jährigen Abwesenheit in seinem Königreich herrschen. unddas Leben seines Sohnes Telemachos sowie dessen Suche nach dem Vater. Die Odyssee selbst ist in 24 Gesängeaufgeteilt. Zuerst wird die Gegenwärtige Situation in Ithaka, umOdysseus Frau Penelope und seinen Sohn Telemachos beschrieben. Im weiterenVerlauf der Geschichte erfährt man die Einzelheiten über OdysseusIrrwege und Abenteuer, bis hin zu seiner Rückkehr nach Ithaka, wodie Geschichte nach einem Kampf zwischen ihm und den Freiern,schließlich zu einem friedlichen Ende kommt. *Meinung:* Das Erste, das einem ins Auge stichtist die wunderschöne und edle Aufmachung des Buches. DerSchutzumschlag zeigt eine schwarz – weiße stilisierte Landkarte, diesehr gut zur Thematik des Werkes passt. Der Gold geprägte Titel,umrahmt von einem Ornamentband, hebt sich angenehm lesbar vomUntergrund ab. Zwei Lesebändchen sorgen für die nötige Übersichtbeim lesen, sowohl in der Geschichte, als auch im Anhang. Wichtig aber ist vor allem die hiervorliegende Neuübersetzung des Werkes durch Kurt Steinmann. MeinerMeinung nach, im Vergleich zu der bis Dato gängigsten Version vonJohann Heinrich Voß, eine sehr gelungene und gut zu lesendeÜbersetzung. Sie scheint dem Originaltext um eines näher zu kommen,als andere Ausführungen und bleibt dennoch verständlich. Natürlich dauert es eine Weile, bis man sich in dasSprachmuster, das Reim Schema und die Formulierungen eingelesen hat.Etwas befremdlich mag es z.B erscheinen, dass ein Name nicht einfachnur genannt wird, sondern jeweils und bei fast jeder Nennung mit denzugehörigen Adjektiven versehen wird. So spricht Homer z.B von der”funkeläugigen Pallas Athene”, dem “klugenTelemachos”, oder dem “göttergleichen Odysseus” Zudemist es üblich die Verwandtschaftsverhältnisse zu wiederholen. Alsda wären “Göttin Athene, Tochter des Zeus”, “Telemachos,Sohn des Odysseus”. Hat man aber die sprachlichen Klippenerst einmal umschifft und sich auf die Geschichte eingelassen, sobereitet das Lesen kaum Probleme. Sehr Hilfreich und vor alleminformativ ist auch der ausführliche Anhang des Buches. Neben jeeinem Nachwort von Walter Burkert und Kurt Steinmann, der eine kurzeInformation zur Übersetzungsgeschichte der Odyssee liefert, gibt esauch ein Namensregister, das sämtliche Personen- und Ortsnamen, samtzugehöriger Erklärungen beinhaltet sowie Anmerkungen bzw.Erläuterungen zu jedem Gesang. Diese erleichtern das Lesen ungemein,da sie, für der Verständnis der Geschichte, notwendigeZusatzinformationen liefern, wie z.B ursprüngliche Wortbedeutungoder Kontext. Trotz allem ist die Odyssee natürlichkeine Bettlektüre, die man an einem Abend verschlingt, da das Lesendoch sehr hohe Konzentration erfordert. Mir persönlich aber hat sieviel Spaß bereitet und ich bin froh, diesen Klassiker nun doch endlich gelesen zu haben.

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  • Rezension zu "Odyssee" von null null

    Odyssee
    Heike110566

    Heike110566

    08. January 2011 um 09:25

    Das Epos "Odyssee" wurde im 8. Jahrhundert v. u. Z. niedergeschrieben. Ob es tatsächlich der blinde griechische Dichter Homer war, der für die Niederschrift verantwortlich ist, ist umstritten. Aber es ist auch nicht wirklich entscheidend, denn bevor diese mythische Geschichte als Epos auf- und somit festgeschrieben wurde, war sie über Generationen vermutlich mündlich im Volk überliefert worden. Ähnlich den deutschen Volksliedern und Märchen, die erst zu Beginn des 19. Jahrhundert aufgeschrieben wurden. Mündliche Überlieferung bedeutet aber auch Stille-Post-Effekt, wie es Jan Assmann nennt. In dem Kinderspiel "Stille Post" ist es ja so, dass ein Kind dem anderen etwas ins Ohr flüstert. Dieses Kind gibt das Empfangene weiter an das nächste Kind, flüstert ihm die Nachricht ins Ohr. Das Kind wiederum an das nächste usw. Am Ende sagt das letzte Kind das, was bei ihm angekommen ist und dies ust dann dann etwas völlig anderes, als was das erste tatsächlich als Ausgangsinformation geflüstert hat. Während der informationsweitergabe in der Kette verfälschte sich die Ursprungsinformation. Bei diesem Epos ist ebenso davon auszugehen, dass die Ursprungsgeschichte sich über die Generationen verändert hat und daher auch nicht das Werk eines einzelnen Dichters ist, sondern ein Gemeinschaftswerk vieler Menschen. Die "Odyssee" wurde etwa um 700 v. u. Z. so kanonisiert, also in die uns heute bekannte Form gebracht. Das was darin erzählt wird, liegt aber etwa vier bis fünf Jahrhunderte zu dem Zeitpunkt bereits zurück. Die Irrfahrten des Odysseus, die die Basis für das Epos bilden, fanden, entsprechend des Epos selber, in Anschluss an den Trojanischen Krieg statt. Die Zerstörung der Stadt Troja wird von der Forschung auf etwa 1250 v. u. Z. datiert. Dies bedeutet, die Odyssee wäre etwa in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts v. u. Z. einzuordnen. Das in dieser Zeit durchaus reichlich Seefahrer im Raum der Levante unterwegs waren, auch in den Gegenden, die in der Odysssee eine Rolle spielen, ist durch Niederschriften über die sogenannten Seevölker aus der Regierungszeit Ramses II. nachvollziehbar, der zur gleichen Zeit in Ägypten als Pharao herrschte. Die Odyssee erzählt die Geschichte des Odysseus, des Königs von Ithaka, der nach dem Trojanischen Krieg statt nach Hause auf eine Irrfahrt durch das Mittelmeer ging und dort zahlreiche Abenteuer zu bestehen hat. Und das Epos erzählt desweiteren von seiner Rückkunft in Ithaka und wie er dort auf die Freier stieß, die seine Gemahlin Penelopeia umwarben, weil sie seinen Platz einnehmen wollten. Bei all dem ist Odysseus aber nicht auf sich allein gestellt. Pallas Athene, die Tochter des olympischen Obergottes Zeus, steht ihm bei. Sie steht ihm auch bei gegen den Meeresgott und Bruder von Zeus, Poseidon, der Odysseus verfolgt und an der Heimkehr hindern will. Die mykenische Hochkultur, die seit dem 15. Jahrhundert v. u. Z. den südgriechischen Raum und das nordöstliche Mittelmeer beherrschte, ging nach der Zerstörung Trojas trotz des Sieges dem eigenen Untergang entgegen. Um 1200 v. u. Z. waren die meisten Palastanlagen zerstört. Danach folgten vier Jahrhunderte im Raum Südgriechenlands, die heute noch weitestgehend im Dunkel liegen, vor allem auf Grund mangelnder Schriftzeugnisse. Im achten Jahrhundert v. u. Z. begann eine neue Blütezeit, die wir in der Schule als die griechische Antike kennenlernten. Und in diese neue Blütezeit fällt die Niederschrift des Odysseus-Mythos, des Helden aus vergangenen Zeiten, aus einer anderen Blütezeit. Der Mythos hat eine entscheidende Funktion: er dient der Konstituierung der griechischen Nation. Es handelt sich also nicht um ein Werk zur Unterhaltung der Menschen, sondern es sollte zur Genese eines Verbundenheitsgefühls unter den Griechen beitragen. Deutlich wird diese Funkrion auch in den letzten Versen des Epos: "Edler Laertiad', erfindungsreicher Odysseus, | Halte nun ein und ruhe vom allverderbenden Kriege, | Daß dir Kronion nicht zürne, der Gott weithallender Donner! | Also sprach sie, und freudig gehorcht' Odysseus der Göttin. | Zwischen ihm und dem Volk erneuerte jetzo das Bündnis | Pallas Athene, die Tochter des wetterleuchtenden Gottes, | Mentorn gleich in allem, sowohl an Gestalt wie an Stimme." Der griechische Bund ist erneuert, das Reich konstituiert. Und dies unter dem Segen der Götter. Die "Odyssee" lieferte so in ihren ca. 12.000 Versen in 24 Gesängen dem griechischen Volk neben der "Ilias" eine entscheidende Grundlage für ihr Selbstbewusstsein. Im Bündnis erreicht man Größe und Wohlstand. Und dies brachte die Antike ja auch dann in der Folge. In dem Epos findet man zahlreiche Geschichten um die Götter und Menschen. All dies wurde konstutierend für die Bevölkerung. Ähnlich wie die Christen später auf die Erzählungen der Bibel verweisen, konnten so auch die Griechen auf eine Überlieferung verweisen, wenn es um gottgefälliges Verhalten ging, das ja auch zur Stabilität der Machtstrukturen diente. Für heutige Leser ist die "Odyssee" sicher nicht gerade einfach zu lesen. Die Hexameter-Versform entspricht ja nicht unserem normalen Sprachrhythmus. Aber es lohnt sich, sich darauf einzulassen.

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