Honoré de Balzac Vater Goriot

(58)

Lovelybooks Bewertung

  • 56 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(25)
(19)
(13)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Vater Goriot“ von Honoré de Balzac

Diese Hardcover-Ausgabe ist Teil der TREDITION CLASSICS. Der Verlag tredition aus Hamburg veröffentlicht in der Buchreihe TREDITION CLASSICS Werke aus mehr als zwei Jahrtausenden. Diese waren zu einem Großteil vergriffen oder nur noch antiquarisch erhältlich. Mit TREDITION CLASSICS verfolgt tredition das Ziel, tausende Klassiker der Weltliteratur verschiedener Sprachen wieder als gedruckte Bücher zu verlegen und das weltweit! Die Buchreihe dient zur Bewahrung der Literatur und Förderung der Kultur. Sie trägt so dazu bei, dass viele tausend Werke nicht in Vergessenheit geraten. (Quelle:'Fester Einband/08.03.2013')

Beinahe 200 Jahre alt - und dennoch erfasst dieser Roman viele der grundmenschlichen Eigenschaften. Gut lesbar.

— ElyseoDaSilva
ElyseoDaSilva

Hat mir gut gefallen.

— kleine_welle
kleine_welle

Stöbern in Klassiker

Stolz und Vorurteil

Sehr gut! Bester Klassiker aller Zeiten.

buecher_liebe

1984

Ein Buch so wichtig und aktuell wie nie zuvor. Sollte jeder mal gelesen haben.

Antje_Haase

Das Fräulein von Scuderi

Sehr langweilig (ich musste es für die Schule lesen)

Dreamcatcher13

Das Bildnis des Dorian Gray

Eines der Bücher, die mich am meisten beeindruckt haben:)

Hutmacherin

Buddenbrooks

Literaturgeschichte made in Germany - leider heutzutage zur Schul(qual)lektüre verkommen

MackieMesser229

Ulysses

Ich bin froh, dass ich es bis ans Ende geschafft habe! Vielleicht in ein paar Jahren nochmals.

sar89

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • [Rezension] "Vater Goriot" - gesellschaftskritisches Pariser Sittengemälde

    Vater Goriot
    SicaUee

    SicaUee

    01. June 2016 um 23:50

    Um Balzacs Romane zu lesen, benötigt man sehr viel Konzentration und ein gutes Gedächtnis, weil in ihnen stets sehr viele Figuren auftauchen, die in der Regel aus nahezu allen Sozialschichten stammen, so dass man ein breit angelegtes Sittengemälde vorgelegt bekommt. Zudem sind sie in der Regel sehr gesellschaftskritisch und werden dem Realismus zugeordnet. Soviel vorneweg.Ein Werk aus Balzacs Romanzyklus „La Comédie humaine“ („Die menschliche Komödie“) ist „Vater Goriot“. Der frühere Nudelfabrikant Goriot hat zwei Töchter, die er von ganzem Herzen liebt und die er sein Leben lang über die Maßen verwöhnt hat. Beide sind gut verheiratet worden, da Goriot ihnen eine sehr hohe Mitgift mitgeben konnte (und wir wissen ja: mit Geld kann man nahezu alles kaufen, auch den gesellschaftlichen Aufstieg). Nun sollte man denken, dass seine Töchter ihm dankbar sind und mit kindlicher Liebe an ihm hängen – weit gefehlt! Die beiden, Anastasie und Delphine, erinnern sich nur an ihren Vater, wenn sie Geld brauchen und er gibt ihnen alles, was er hat und lebt selbst in ärmlichen, ungenügenden Lebensumständen.Weitere wichtige Figuren sind weitere Bewohner der Pension von Madame Vauquer, in der auch Vater Goriot lebt. Als wirkliche Hauptfigur stellt sich der ehrgeizige, aber mittellose Student Eugène de Rastignac heraus, der sich in Goriots Tochter Delphine verliebt und mit ihr ein Verhältnis eingeht und sich daraufhin auch um Vater Goriot kümmert. Doch dann ergeben sich neue Schwierigkeiten für dessen Töchter, die immer mehr und mehr Geld brauchen...Bei Balzac spielt Geld und damit verbunden Geldgier oder auch Geiz oft eine große Rolle, die, die keins haben, versuchen unter allen Umständen, an welches zu kommen und die, die welches haben, wollen nichts davon abgeben. Es geht um Ruhm und Macht, um Skrupellosigkeit, Egoismus und Eitelkeit – und stets ist da mehr Schein als Sein.Man muss sich, wie gesagt, bei Balzac stets sehr konzentrieren, weil viele Figuren auftreten und die Handlungsstränge sehr komplex miteinander verwoben werden. Da er die Gesellschaft stets schonungslos mit all ihren schlechtesten Eigenschaften schildert, ist die Lektüre in diesem Sinne auch nicht sehr angenehm, vor allem, weil man so vieles wiedererkennt; Geldgier, Unersättlichkeit und der Ehrgeiz, in der Gesellschaft mit allen Mitteln aufzusteigen, sind schließlich zeitlose Ziele der Menschheit.Dennoch lese ich Balzac immer wieder gerne, er ist ein großartiger, meisterhafter Geschichtenerzähler, der wortgewaltig die zeitgenössischen Verhältnisse der Pariser Gesellschaft darstellt. Da Balzac sehr nah an seinen Figuren bleibt, kann man sich gut mit ihnen identifizieren (oder auch jede Identifizierung ablehnen), man empfindet großes Mitleid für Vater Goriot, der alles gibt und nichts zurückbekommt und man empfindet Verachtung mit der oberflächlichen, geldgierigen Gesellschaft, vor allem mit den Töchtern... Wer sich gerne mit gesellschaftskritischen Themen auseinandersetzt und eine komplexe Lektüre nicht scheut, dem kann ich Balzac nur ans Herz legen, es lohnt sich in jedem Fall!

    Mehr
    • 9