Honoré de Balzac Verlorene Illusionen

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Inhaltsangabe zu „Verlorene Illusionen“ von Honoré de Balzac

Balzacs schönster Roman in einer fulminanten Neuübersetzung Lucien, der gut aussehende junge Schöngeist aus der Provinz, von Mutter, Schwester und Schwager abgöttisch geliebt und zum Genie erklärt, reist mit deren letztem Ersparten nach Paris und tappt dort in so manche Falle. Die Dichtung bringt ihn nicht weiter, erst als Zeitungskritiker kommt er zu Geld – und zu einer schönen Geliebten. Aber dann verstrickt er sich in Intrigen, und auf einmal steht alles auf dem Spiel. Balzacs unbestechlicher Blick auf das verlogene Treiben der Menschen ist großartige Satire, die Spielarten der menschlichen Komödie sind heute noch gültig.

Ein beeindruckendes Werk, ein Spiegel der Gesellschaft und der Abgründe der menschlichen Psyche.

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    Verlorene Illusionen
    101844

    101844

    24. April 2017 um 17:28

    Verlorene Illusionen ist der Versuch Balzacs, eine ganze Epoche literarisch darzustellen.Das Buch weist keine Kapitelunterteilung auf und ist lediglich in drei Teile gegliedert. Diese Menge an Fließtext will erst einmal bewältigt werden. Das Buch bietet viele Bezüge zu französischer Literatur und deren Autoren. Vor allem Rousseau wird kontinuierlich als Vergleich mit Lucien (dem Protagonisten) aufgeführt.Personen und Orte werden sehr ausführlich beschrieben. Vor Exkursen schreckt Balzac nicht zurück. Dadurch wird das Werk an manchen Stellen langatmig, es gelingt aber auch eine wirklich beeindruckende Darstellung der Ideale und Abgründe der damaligen Gesellschaft. Sprachlich brilliert Balzac durch zahlreiche rhetorische Wendungen, Ausschmückungen und einer insgesamt schönen Sprache. Der Autor lässt sich Zeit und führt alle Handlungsstränge geduldig und minuziös aus. Das erhöht den Spannungsbogen teilweise unerträglich, manchmal passiert aber gerade dadurch seitenlang gefühlt gar nichts. Inhaltlich treffen wir hier auf zwei Dichter der Provinz Angouléme mit gegensätzlichem Aussehen und Charakter. Lucien ist von anmutiger und wunderschöner Gestalt, während David eher grob gebaut und durchschnittlich attraktiv ist. Die beiden verbindet eine Jahrelange Freundschaft und die Zuneigung zu Luciens Schwester Eve.In der Provinz nimmt die Geschichte der Drei ihren Anfang. Es gibt einen ansässigen kleinen Landadel, der eine enorme Scheinwelt kreiert. Niemand ist authentisch oder über Oberflächlichkeiten hinaus gebildet. Ansehen und Ruf gelten über allen anderen Werten. Auch eher arme und bäuerliche Gesellschaftsschichten sind davon betroffen. So sehnt sich Lucien in eben diese Welt mit der Hoffnung und den Illusionen eines sehr jungen Dichters. Er scheint außerstande zu sein, sich innerlich zu verändern und ist generell naiv, ohne eigene Wertvorstellungen oder Willenskraft und dadurch teilweise auch charakterlos. Das schafft eine besondere Stimmung beim Lesen, da es nie so ganz klar ist welche Entscheidungen er treffen wird. Die Handlung wird gespickt mit vielseitigen Wendungen und begeistert durch eine ungeheuerliche Verschwörung über die an dieser Stelle nicht mehr verraten sein soll.Balzac gibt viele Beispiele für die Werte und Normen dieser Provinz und stellt diese oft auch mit trockenem Humor vor. Des Weiteren veranschaulicht er sehr gelungen das harte Gewerbe der Literaten und Journalisten im Paris des 19. Jhdts. Es entsteht oft ein Streit zwischen Moral und Geld der den Lesenden in seinen Bann zieht. Bedeutung, Macht und Abgründe des Zeitungsgewerbes werden in Dialogen eindrücklich erörtert. Zuguterletzt sind noch die drei ursprünglichen Vorworte der Bücher beigefügt, sowie ein informatives Nachwort und ein Register plus Anmerkungen.Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom dtv Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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