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Hallorin

vor 3 Jahren

Plauderecke

“Wir lesen Klassiker der Weltliteratur” und im März haben wir uns Honoré de Balzacs "Verlorene Illusionen" vorgenommen.

Wikipedia sagt:
Verlorene Illusionen (frz. Illusions perdues) von Honoré de Balzac entstand zwischen 1837 und 1843 als zeitgenössische Gesellschaftskritik in dreiteiliger Romanform. Der Roman ist Bestandteil seines monumentalen Zyklus' Die menschliche Komödie, in dem es zu den Szenen aus dem Provinzleben (Scènes de la vie de province) gehört. Anhand des Aufstiegs und Niedergangs von Lucien Chardon beschreibt Balzac exemplarisch die Mechanismen, die er im Frankreich der Restauration vorfindet, speziell im Literaturbetrieb, im Journalismus und der vornehmen Gesellschaft. Als solches ist Verlorene Illusionen nicht nur ein Roman, sondern ein Zeitdokument.

Scheint nicht gerade eine Komödie zu sein... nun, lassen wir uns überraschen :)

Unsere Leserunde startet am 1. März.

Wie immer zum Schluß unsere Leserunden-Regeln:
1. Beiträge in den Leseabschnitten mit Spoiler-Haken posten.
2. Beiträge in Kategorien posten, wenn man das vergessen hat, kann man es auch nachträglich ändern.

Autor: Honoré de Balzac
Buch: Verlorene Illusionen

Apfelgruen

vor 3 Jahren

Meine Ausgabe

So, ich habe mir gerade die Ausgabe vom Insel Verlag ausgeliehen. Gekauft hätte ich das Buch nicht; habe an Weihnachten Die Frau von dreißig Jahren gelesen und das war doch recht zäh und wirr, ich habe aber Hoffnung das dieses besser wird (habe ich irgendwo gelesen).

Buchgespenst

vor 3 Jahren

Meine Ausgabe

Ich habe meine Diogenes-Ausgabe (Übersetzer: Otto Flake) aus dem Regal gezogen und schon mal bereit gelegt. Da bin ich mal gespannt.

@Apfelgruen: Die Frau von dreißig Jahren hab ich auch mal gelesen. Das ist aber schon etwas her und ich weiß nichts mehr davon (hm, ein schlechtes Zeichen für das Buch, oder?). Allerdings hat das mich nicht davon abgehalten, mir weitere Balzac-Bände zu holen. Als gar so katastrophal kann ich es also nicht empfunden haben :-)

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Hallorin

vor 2 Jahren

Buch 3, Abschnitt 3
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Balzac spart sich ein Happy End, so es eins wird, tatsächlich für die allerletzten Seiten auf. Oder anders gesagt: alles, was schiefgehen kann, geht nun auch noch schief. David und Lucien agieren gewohnt stümperhaft. Eve ist zwar etwas mißtrauischer und hat offenbar mehr Menschenkenntnis, als die beiden Herren zusammen, aber ihr glaubt man nicht und so nimmt das von Petit-Claud eingefädelte Komplott seinen Lauf und David wandert nun doch ins Gefängnis...

Was soll man da noch sagen? Schlimmer geht's nimmer und im letzten Leseabschnitt muss noch etwas Positives passieren.

Hallorin

vor 2 Jahren

Buch 3, Abschnitt 4
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Apfelgruen schreibt:
Naja gut - letztendlich sind Eve und David glücklich und zufrieden, obwohl sie dermaßen über's Ohr gehauen wurden, immerhin. Aber zufrieden bin ich mit dem Ende nicht. >_< Ich kann es nicht leiden, wenn das Böse gewinnt, auch wenn die Welt so sein mag.

Geht mir auch. Man hat das Gefühl, es müsste noch was kommen...

Ich hatte irgendwie gehofft, der letzte Leseabschnitt würde noch etwas positiver verlaufen, denn von soviel Intrigen, Verrat, Heuchelei, Eitelkeit und Dummheit zu lesen, ist doch richtiggehend *anstrengend*! Also mir zumindest fiel es schwer, diese allerletzten Ränke der Brüder Cointet noch mit Interesse zu lesen. Hm.

Der alte Geizkragen von Vater hat also doch nicht "rechtzeitig" gestorben, wie schade ;)

Hallorin

vor 2 Jahren

Fazit & Rezensionen
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Apfelgruen schreibt:
Insgesamt gesehen ein (kultur-)historisch gesehen ziemlich interessantes Buch, wenn auch stellenweise zu umständlich erzählt und dadurch ermüdend zu lesen. Alles in allem war es zwar ein gutes Buch, aber es hat mir doch eher wenig Freude gemacht es zu lesen, dafür waren mir die Menschen größtenteils zu verdorben, was mich einfach immer furchtbar aufregt beim Lesen.

Ich bin ebenfalls hin- und hergerissen. Es gab viele Passagen, die ich mit großem Interesse und auch Vergnügen gelesen habe, aber alles in allem habe ich jetzt nach dem Ende doch das Gefühl, eigentlich keinen Roman gelesen zu haben, sondern eher eine Abhandlung, ein Lehrstück, fast schon ein politisches Traktat. Das hatte ich so nicht erwartet.

Müsste ich mich für meine nächste Lektüre zwischen einem Werk VON Balzac und einem Werk ÜBER Balzac entscheiden, würde ich die Biographie wählen; ich weiß nicht, ob ich noch so ein depressiv machendes Buch vertragen möchte. Vielleicht habe ich meine Illusionen über Balzac verloren ;)

Apfelgruen

vor 2 Jahren

Fazit & Rezensionen
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Hallorin schreibt:
Vielleicht habe ich meine Illusionen über Balzac verloren ;)

*g* Doch, ich glaube die Kurtisanen müssen noch sein. So offene Enden kann ich ja gar nicht leiden. ;-) Aber wer weiß, am Ende bleibt dann wieder was offen und ich muss die gesamte Comedie Humaine lesen?! Nee, das dann doch nicht!

blauerklaus

vor 2 Jahren

Fazit & Rezensionen
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So, habe das Buch heute beendet. Wahrscheinlich lasse ich mich zu leicht begeistern, aber mir hat der Ausflug mit Lucien in die Welt der Schriftsteller sehr gut gefallen, eigentlich müßte man das nächste Buch direkt hinterher lesen.
Das war mein erster Balzac, es werden bestimmt noch ein paar folgen. Werde mich in den nächsten Tagen mal an einer Rezension versuchen..
Liebe Grüße und vielen Dank an die Mitleser ;-)))

blauerklaus

vor 2 Jahren

Fazit & Rezensionen

Hier meine Rezension:
http://www.lovelybooks.de/autor/Honor%C3%A9-de-Balzac/Verlorene-Illusionen-142937690-w/rezension/1141570270/1141568382

sKnaerzle

vor 2 Jahren

Buch 3, Abschnitt 4
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Cool, da rackert sich David ab, macht Pleite, muss sogar ins Gefängnis und am Ende erbt er ein Weingut und muss nie wieder arbeiten. Das ist mal ein Happy End!

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