Hope Jahren

 3.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Blattgeflüster und Lab Girl.

Alle Bücher von Hope Jahren

Blattgeflüster

Blattgeflüster

 (3)
Erschienen am 03.10.2016
Lab Girl

Lab Girl

 (1)
Erschienen am 02.03.2017

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Buchraettins avatar

Rezension zu "Blattgeflüster" von Hope Jahren

Eher eine Biographie dieser Autorin, die eine Wissenschaftlerin ist
Buchraettinvor 4 Tagen

Ich hatte leider anhand des Titels und des Klappentextes eine andere Vorstellung von diesem Buch. Ich wollte ein Sachbuch lesen, über die Pflanzen dieser Welt, über eine Forscherin und ihre Arbeit. Für mich war es aber eher ein Sachbuch, das eine Art Biographie der Autorin darstellt.
Zu Beginn des Buches berichtet sie lang über ihr Aufwachsen, ihre Kindheit. Sie verbringt viel Zeit bei ihrem Vater in dessen Labors. Später erzählt sie von ihrem Studium, aber auch hier schweift der Text manchmal weit aus. So erfährt der Leser viel von ihrer Arbeit im Krankenhaus, ein Studentenjob. Später erzählt sie auch sehr private Dinge und geht auf ihre Krankheit ein.
Zwischen dem Kapitel sind kurze Kapitel eingeschoben, in denen es auch nur um Pflanzen geht. Die Fortpflanzung, Samen, bestimmte Pflanzenarten. Das liest sich auch gut, aber es gibt keinerlei Bilder oder Zeichnungen. Gerade beim Aufbau von Pflanzen, Fotos zu den bestimmten Pflanzen oder auch um komplexe Zusammenhänge wie die Photosynthese zu erklären finde ich, lässt sich das sehr gut mit Abbildungen darstellen, aber das fehlt hier komplett im Buch.
Für mich der Anteil der Pflanzen zu wenig Raum ein. Es war ganz interessant zu lesen, wie Forscher Geldmittel für ihre Forschung bekommen, welche Arbeit neben der Forschungsarbeit damit zusammenhängt, aber insgesamt war für mich leider nicht so interessant zu lesen.
Der Text arbeitet auch immer wieder mit Dialogen. Hier werden die Unterhaltungen dargestellt. Das mag ich mal, aber ich finde, das brauche ich in einem Sachbuch auch eher weniger.
Gut gefallen hat mir, dass sie den Leser immer wieder direkt anspricht und in den Text und das Buch so einbezieht.
Für war es zu wenig ein Sachbuch über Pflanzen, das ich erwartet hatte, sondern eher eine Biographie dieser Autorin, die eine Wissenschaftlerin ist und über Pflanzen forscht. Leider fehlten komplett Abbildungen oder Fotos im Buch. Auch hinten im Anhang fehlte mir ein Literaturverzeichnis, es findet sich dort nur eine Auflistung der zitierten Werke.
2,5 Sterne

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thursdaynexts avatar

Rezension zu "Blattgeflüster" von Hope Jahren

Forscherinnen Geflüster
thursdaynextvor einem Jahr

Pflanzen, Bäume, eine Geobiologin und ihr Leben. Etwas davon sollte man mögen um diesen großartigen Mix aus Sachbuch und Autobiographie genießen zu können.

Dank Petra Wiemanns Blog: Elementares Lesen ,bin ich über dieses Buchschätzchen gestolpert und Hope Jahren hatte mich von Beginn bis Ende ihrer Erzählung in der Tasche.

Geboren 1969 kämpft sie sich durchs Studium, wird Professorin und muss immer wieder feststellen, dass sie als Frau, zudem noch als Frau, der der ganze äußerliche Schnickschnack komplett unwichtig ist, sehr oft gegen die sogenannte gläserne Decke stösst.

Hope Jahren verehrt dieselben Dinge wie ich: die Natur, die Evolution und die Schönheit, die sich darin verbirgt oder die einen oft auch direkt anspringt und überwältigt. Sie erzählt spannend und mitreißend über ihre Forschung, gewährt Einblicke in das Leben von Forschern in den USA, deren Fachgebiet selten kommerziell verwertbar ist. Erkenntnisgewinn ohne Profit lockt schwerlich Sponsoren.





Blattgeflüster ist aber nicht nur ein wunderbares, stellenweise poetisches (wirklich, ich meine Poesie, nichts, aber auch gar nichts Esoterisches, vergrault hier das Lesevergnügen) Buch über das Reich der Pflanzen. Es ist humorvoll, trotzig und von subtilem Witz, der durchaus von den leicht schrägen Hauptdarstellern lebt.

Hope Jahrens Assistent und bestem Freund Bill, der recht speziell ist und Jahrens Auseinandersetzung mit Panikattacken, die sich aus ihrer manischen depressiven Veranlagung ergeben. Hope Jahren ist eine wundervolle, außergewöhnliche Frau.

„Sie besitzen wahrscheinlich eine Badezimmerwaage, die den Unterschied zwischen einem 82 und einem 84 Kilo schweren Mann anzeigen kann. Ich habe eine wissenschaftliche Waage, die den Unterschied zwischen einem Atom mit 12 Neutronen und einem mit 13 Neutronen erkennt. Ich habe sogar zwei solcher Waagen. Sie werden als Massenspektrometer bezeichnet und sind ungefähr eine halbe Million Dollar wert. Die Universität hat sie mir in dem nicht völlig stillschweigenden Einverständnis gekauft, dass ich mit ihnen wunderbare und zuvor unmögliche Dinge tun würde …

… Ausgehend von einer groben Kosten -Nutzen -Analyse müsste ich jedes Jahr, bis ich im Grab liege, ungefähr vier wunderbare und zuvor unmögliche Dinge tun…




In Hope Jahrens Buch liest man über Freundschaft, Neugier, den Kampf mit einer psychischen Erkrankung zu leben, Forscherdrang, Tricks wie man kostengünstig sein Labor ausstattet, Charles Dickens, die Liebe in vielen verschiedenen Facetten und nebenbei erweitert man staunend sein Wissen. Lacht, ist fasziniert, schmunzelt, leidet mit und ist tief berührt.

Das Beste aber ist, dass während und nach Lektüre die Welt um einen herum wieder ein kleines Stückchen wunderbarer geworden ist.

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killmonotonys avatar

Rezension zu "Blattgeflüster" von Hope Jahren

Rezension: Blattgeflüster
killmonotonyvor 2 Jahren

Hui, dieses Buch war ein steiniger Ritt durch 20 Jahre Berufserfahrung von Hope Jahren, von ihren Anfängen als Studentin, die in der Krankenhausapotheke jobbt, bis zu ihrem eigenen Labor in Honolulu, Hawaii. Zu Beginn des Buches ist man voller Hoffnung, dass Hope aus schlimmen Wohnungen und noch schlimmeren Jobs herauskommt und endlich das große Los zieht. Dann lernt sie auf einer Exkursion Bill kennen und die beiden bleiben ihr ganzes Leben lang Seelenverwandte. Er begleitet sie durch mehrere Staaten, in mehrere Länder, zu einigen Universitäten, wo sie schließlich, nach Jahren des Ärgers, der Nachtschichten und der Angst ihre lebenslange Festanstellung erhält.

So weit, so gut. Die erste Hälfte des Buches las sich wie ein Träumchen, kurzweilig und vollgepackt mit jede Menge interessanten Fakten, hübsch verpackt und ansprechend erzählt, über die Welt der Pflanzen. Aufgeteilt in „Episoden“ erzählt Hope Jahren von ihrem Leben, teilweise so lustig, dass ich laut auflachen musste:

„Du tust so, als sei es nicht das Normalste der Welt, dass ein Typ sich die Haare abrasiert und sie dann in einem toten Baum am falschen Ende der Stadt hortet. Mein Gott, du bist wie besessen.“

Nach ungefähr der Hälfte jedoch wurden die gesammelten Erkenntnisse der Flora und Fauna ein wenig zu viel, man hat zwar allerhand gelernt, aber ihre Lebensgeschichte war weitaus interessanter und sehr bald war ich schon etwas genervt, wenn der schöne Story-Fluss, den sie hatte, unterbrochen wurde durch Pflanzenkunde. Ein Road-Trip nach dem anderen, eine Exkursion durch die Pampa, alles war auf einmal spannender als das wichtigste in Jahrens‘ Leben: Die Pflanzen. Aber selbst ihre Lebensgeschichte konnte mich irgendwann nicht mehr packen, und trotz des sehr gelungenen Schreibstils habe ich gemerkt, wie ich mich immer mehr zwingen musste, das Buch weiterzulesen. Und sowas endet bald in Frustration. Weggelegt habe ich es trotzdem nicht, weil man ja schon wissen wollte, wie z.B. ihre Psychose verläuft, ob sie am Ende die rosigen Seiten der Arbeit als Wissenschaftler zu Gesicht bekommt oder ob sie sich vielleicht trotz der brüderlichen Liebe zu Bill für ihn als Partner in ihrem Leben entscheidet.

Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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