Hope Mirrlees Flucht ins Feenland

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Inhaltsangabe zu „Flucht ins Feenland“ von Hope Mirrlees

Skandalös finden die Bürger von Dorimare den Umstand, daß ihr Reich an das verrufene Feenland grenzt. Von dort nämlich werden die geheimnisumwitterten Feenfrüchte eingeschmuggelt. Wer davon kostet, zeigt sich empfänglich für die Wunder der Welt und stellt eine Bedrohung der öffentlichen Ordnung dar. Und nun soll ausgerechnet der Sohn eines angesehenen Kaufmanns von den Früchten genascht haben. Ist dies der Grund für sein Verschwinden? Als dann noch ein koboldähnlicher Fremder die jungen Damen der Schule für höhere Töchter ins Feenland lockt, macht sich Meister Nathaniel Hahnenkamm, Bürgermeister und Groß-Seneschall der Hauptstadt Lud in den Nebeln, höchstpersönlich auf die gefährliche Reise in das Reich jenseits der Hügel. In dieser flirrenden Welt, in der die Realität ständig aus den Fugen gerät, entscheidet sich das Schicksal Dorimares.

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  • Flucht ins Feenland

    Flucht ins Feenland

    theatermensch

    28. October 2014 um 00:38

    Die ersten beiden Kapitel fand ich etwas anstrengend. Die nachfolgenden Kapitel sind klasse geschrieben und ich mag den Humor der Autorin. Leider ist das Buch sehr unbekannt.

  • Rezension zu "Flucht ins Feenland" von Hope Mirrlees

    Flucht ins Feenland

    Neyasha

    10. April 2010 um 11:21

    "Lud-in-the-Mist" von Hope Mirrlees erschien 1926 bei Collins, wurde aber erst 2003 mit dem Titel "Flucht ins Feenland" ins Deutsche übersetzt. Die Hardcover-Ausgabe von Piper ist insofern ein echtes Schmuckstück, da sie auch eine Einleitung von Neil Gaiman und ein sehr ausführliches Nachwort von Michael Swanwick (mit Informationen über die Autorin und ihre Werke) enthält. Zum Inhalt: Der Freistaat Dorimare (früher unter der Herrschaft des Herzogs Aubrey, dessen lautliche Ähnlichkeit zu "Oberon" nicht von ungefähr komt) pflegte einst enge Beziehungen zum im Westen gelegenen Feenland. Aber zu Beginn des Romans unterhalten die beiden Länder schon seit vielen Jahren keine Beziehungen mehr. Alles, was mit dem Feenland zu tun hat, wird totgeschwiegen. Dann aber werden Feenfrüchte in die Stadt Lud-in-den-Nebeln geschmuggelt; der Sohne des Bürgermeisters kommt ebenso in den Genuss dieser Früchte wie die Mädchen der "Höheren Töchterschule", die daraufhin über die Hügel ins Feenland verschwinden. Nathan Hahnenkamm, der Bürgermeister, versucht nun, dem Schmuggel ein Ende zu bereiten. Dabei stößt er auf einen alten Mordfall und muss sich schließlich selbst auf den Weg ins Feenland machen. Der Roman von Mirrlees ist kein typischer Fantasyroman. Man findet auf alle Fälle mehr Ähnlichkeiten zu phantastischen Werken der Romantik als etwa zum Herrn der Ringe. Die Bewohner von Lud-in-den-Nebeln erinnern ein wenig an Hobbits (bzw. umgekehrt), aber das ist auch schon alles. "Flucht ins Feenland" ist eher ein Krimi und eine Gespenstergeschichte und ganz nebenbei auch sehr witzig, ohne jedoch wirklich eine Komödie zu sein. Hahnenkamms Reise ins Feenland geschieht erst sehr spät und nimmt nur wenig Raum ein (nur damit hier keine falschen Erwartungen geweckt werden!); bis dahin spielt sich alles in Dorimare ab, wo allmählich das "Fremde" aus dem Feenland immer stärker greifbar wird. Sprachlich ist der Roman ein echtes Juwel. Er ist nicht immer einfach zu lesen, zuweilen fast ein wenig sperrig, aber dafür ist er wunderbar poetisch und wohltuend anders als so manche moderne Fantasyromane, die sich wie ein steriles Beispiel eines Schreibratgebers lesen. Der Beginn ist übrigens recht gemächlich, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Es lohnt sich weiterzulesen!

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