Horace Walpole The Castle of Otranto

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Inhaltsangabe zu „The Castle of Otranto“ von Horace Walpole

First published pseudonymously in 1764, The Castle of Otranto purported to be a translation of an Italian story of the time of the crusades. Walpole gives us a series of catastrophes, ghostly interventions, revelations of identity, and exciting contexts. Emma Clery's new introduction and notes make this the definitive edition.

Wenn es von den Monty Pythons wäre, wäre es vielleicht wenigstens lustig.

— sabisteb

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    The Castle of Otranto

    sabisteb

    Was macht ein Berufspoliter, wenn er angepissst von der aktuellen Lage, schmollend auf seinem Landgut sitzt? Genau! Er schreibt einen Roman und zwar einen, zu dem er von einem Traum inspiriert wurde! Irgendwo im Nirgendwo auf der beschaulichen Insel Sizilien, liegt das kleine Reich Otranto mit seinem Schloss. Regiert wird es von Prinz MANFRED! Richtig gelesen Manni ist diesmal keine Mantafahrer, er ist Prinz auf einem Schloss, dem gleich mal zwei Klöster angelagert sind. Klar, Warpole konnte damals nicht wissen, dass Manfred irgendwann man negativ konnotiert sein könnte, aber so ist es heutzutage nun mal, das ist eben dumm gelaufen. Manfred hat zwei Kinder. Eine schöne, kluge Tochter, die er nicht ausstehen kann und ignoriert und einen schwächlichen nicht sonderlich begabten Sohn, den er sehr liebt. Alles was diesen Sohn so besonders macht ist ein Y-Chromosom statt 2 X, heißt, er ist halt ein Mann und daher per se das bessere Kind. Dieser Sohn soll nun Isabella heiraten. Isabelle findet Conrad (so heißt der Sohn, aber das ist eher unerheblich) nicht so wirklich toll, hat aber keine Wahl. Immerhin muss sie keinen alten Sack heiraten, das tröstet sei wohl ein wenig. Am Tag der Hochzeit, die ganze Hochzeitsgesellschaft wartet vor dem Altar, fehlt der Bräutigam (ein Klassiker). Aber diesmal hat er einen wirklich guten Grund zu fehlen: Er wurde von einem RIESIGEN Helm erschlagen. Ein Helm, der einfach aus dem Nichts auf ihn drauffiel und ihn erschlug. Das erinnert stark an den Fuß aus den Monty Python Sketchen, der einfach aus dem Nichts auftaucht und Leute zertritt. Ein junger Mann aus dem Dorf merkt an, der Helm würde aussehen, wie der Helm der Statue von Don Alfonsos Grab. Die Reaktion ist in etwa jene der Steinigungsszene in „Life od Brian“. „“Ay, ay; ’tis he, ’tis he: he has stolen the helmet from good Alfonso’s tomb, and dashed out the brains of our young Prince with it,” never reflecting how enormous the disproportion was between the marble helmet that had been in the church, and that of steel before their eyes; nor how impossible it was for a youth seemingly not twenty, to wield a piece of armour of so prodigious a weight.” Eine nicht unbedingt logische Reaktion, aber das ist man von den Monty Pythons auch nicht gewohnt. An der Stelle erinnerte ich mich, Oups, is nicht von den Monty Pythons, der Autor meint das ernst. Der junge Mann wird unter dem Helm eingesperrt. Prinz Manfred hingegen ist wütend, weil… das ist seine normale Reaktion auf Alles. Er ist immer wütend, egal wegen was. Da schon mal alles für eine Hochzeit organisiert ist, denkt er sich, wäre doch schade und beschließt sich von seiner Frau scheiden zu lassen, denn sie hat ihm nur einen Sohn geboren und der ist nun tot. Aber, seine Braut is ja noch übrig, die kann ja nun er heiraten und seine Enkel selber zeugen, die wären dann halt seine Söhne. Das findet Isabelle irgendwie so gar nicht gut. Conrad war ein doofes Weichei, aber zumindest kein alter Sack. Sein Vater geht sowas von gar nicht, daher rückt sie aus und flüchtet durch geheime Kellergänge in eines der angebauten Kloster. Dabei mach sie die Bekanntschaft des Bauernjungen, der durch einen Spalt unter dem Helm in die Kellergewölbe geraten ist. Der Rest ist leider nicht mehr sonderlich witzig oder unterhaltsam. Manfred will Isabella heiraten, sie ihn aber nicht, sondern den Bauernjungen aus dem Keller. Der liebt aber Matilda die schöne Tochter Manfreds, die Isabellas Pappa heiraten soll. Dazu noch die geheime Herkunft des Bauernjungen Theodore, der eigentlich ein waschechter Prinz ist, der eine schwere Kindheit hatte und von Piraten entführt wurde… Gewürzt mit Gewittergrollen an pathetischen Stellen. Die Dialoge sind reinstes Schmierentheater: “How!” said Theodore; “thinkest thou, charming maid, that I will accept of life at the hazard of aught calamitous to thee?  Better I endured a thousand deaths.” “I run no risk,” said Matilda, “but by thy delay.  Depart; it cannot be known that I have assisted thy flight.” “Swear by the saints above,” said Theodore, “that thou canst not be suspected; else here I vow to await whatever can befall me.” “Oh! thou art too generous,” said Matilda; “but rest assured that no suspicion can alight on me.” “Give me thy beauteous hand in token that thou dost not deceive me,” said Theodore; “and let me bathe it with the warm tears of gratitude.” “Forbear!” said the Princess; “this must not be.” Wie konnte so ein Buch ein Klassiker werden?! Aus zwei Gründen, der Autor war damals im Selfpublishing Geschäft und hat es selber gedruckt. Er war in der ersten Auflage zu feige zuzugeben, dass er das geschrieben hat und meinte, das wäre eine Übersetzung aus dem Italienischen. Als das Buch wider Erwarten ein Erfolg wurde hat er es zugegeben und sich im Ruhm gesonnt. Es bliebt zum Glück sein einziges Werk dieser Art. Die Figuren sin Hölzerne Archetypen, austauschbar, langweilig, profillos. Die Dialoge sie so gestelzt, dass es weh tut. Aber, er hat das gothic Genre begründet und das erste Buch seiner Art muss nicht gut sein, denn es gibt nichts, mit dem es sich messen müsste. So gesehen hat das Buch als Klassiker durchaus seine Berechtigung, auch wenn es schlecht ist. Natürlich habe sich auch an diesem Buch die Gelehrten abgearbeitet, so gehört es sich bei Klassikern und einfach zuzugeben, dass das Buch schlecht ist, das geht in Geisteswissenschaften nicht, denn man wertet nicht. Alles hat eine tiefere Ebene. Also fing man an, das Buch unter psychologischen Gesichtspunkten (Freud, Träume…) zu interpretieren und würzte das mit der damals recht gespannten politischen Lage. Der Autor saß ziemlich in der Tinte, sein Cousin hatte es sich mit dem Herrscher verdorben. Warpole war sauer, gestresst, hatte Gicht, träumte schlecht, das Ergebnis kann man heute noch lesen.

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  • Rezension zu "The Castle of Otranto" von Horace Walpole

    The Castle of Otranto

    jedigirl

    16. February 2010 um 09:42

    Ein Prinz wird von einem gigantischen Helm erschlagen, der zu allem Überfluss auch noch vom Himmel fällt. Die Mutter des Prinzen fällt in jedem der fünf Kapitel mindestens einmal in Ohnmacht und die einzige Sorge des Vaters ist es seine Erbfolge zu sichern. Und wie macht man das am Besten? Genau. Man versucht die Verlobte des nun verstorbenen Sohnes zu ehelichen. Verwechselungen und Enthüllungen sind an der Tagesordnung und gespukt wird auch in dieser ersten aller „Gothic Novels“. Gute Unterhaltung und eine sehr gute Einführung in die Welt der „Gothic Novel“ des ausklingenden 18.Jahrhunderts.

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