Horacio Castellanos Moya

 3.6 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Der schwarze Palast, Dance With Snakes und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Horacio Castellanos Moya

Horacio Castellanos Moya, geboren 1957 in Honduras, lebte und studierte in El Salvador und Kanada. Dann arbeitete er zehn Jahre als Journalist in Costa Rica und Mexiko.

Alle Bücher von Horacio Castellanos Moya

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Horacio Castellanos MoyaDer schwarze Palast
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Der schwarze Palast
Der schwarze Palast
 (4)
Erschienen am 12.05.2010
Horacio Castellanos MoyaAragóns Abgang
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Aragóns Abgang
Aragóns Abgang
 (0)
Erschienen am 12.10.2005
Horacio Castellanos MoyaDer Waffengänger
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Der Waffengänger
Der Waffengänger
 (0)
Erschienen am 01.03.2003
Horacio Castellanos MoyaDie Spiegelbeichte
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Die Spiegelbeichte
Die Spiegelbeichte
 (0)
Erschienen am 01.01.2008
Horacio Castellanos MoyaDer Traum von Rückkehr
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Der Traum von Rückkehr
Der Traum von Rückkehr
 (0)
Erschienen am 20.08.2015
Horacio Castellanos MoyaDance With Snakes
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Dance With Snakes
Dance With Snakes
 (1)
Erschienen am 28.09.2009
Horacio Castellanos MoyaThe Dream of My Return
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The Dream of My Return
The Dream of My Return
 (0)
Erschienen am 10.03.2015
Horacio Castellanos MoyaTirana memoria/ Tyrant Memory
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Tirana memoria/ Tyrant Memory
Tirana memoria/ Tyrant Memory
 (0)
Erschienen am 01.09.2008

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glasperlenspiel13s avatar

Rezension zu "Der schwarze Palast" von Horacio Castellanos Moya

Rezension zu "Der schwarze Palast" von Horacio Castellanos Moya
glasperlenspiel13vor 6 Jahren

El Salvador im Jahre 1944. Pericles befindet sich im Gefängnis, eigentlich nichts Ungewöhnliches. Kritisiert er doch mit seinen journalistischen Schriften in regelmäßigen Abständen den herrschenden Diktator, der mit seiner Grausamkeit und Ungerechtigkeit das Land im Atem hält. Dieses Mal jedoch soll er länger hinter Gittern bleiben - einen konkreten Grund scheint es nicht zu geben. Seine aufopfernde Frau Haydée schreibt in dieser Zeit ein Tagebuch, um die tragischen Erlebnisse besser verarbeiten zu können.

Freunde und Bekannte machen Haydée Mut und schon fallen auch die ersten Gerüchte über einen möglichen Putsch der Armee. Als es dann wirklich zum Aufstand kommt, steht Pericles und Haydées ältester Sohn Clemente als Radiomoderator an erster Front. Er ruft die Massen auf sich den Putschisten anzuschließen, um die lang ersehnte Freiheit zu erlangen. Zunächst sieht es so aus, als ob alles nach Plan verläuft: der Diktator tot, die Massen stellen sich hinter die Putschisten und die Polizei scheint überzulaufen. Aber wie so oft in der Geschichte läuft es anders. Der General wurde doch nicht getötet und lässt mit unbestechlichen Gefolgsleuten den Aufstand brutal niederschlagen. Es entstehen Todeslisten mit den Namen der Putschisten. Darunter auch Clemente, sein Cousin Jimmy und viele weitere Männer, die dem Bekanntenkreis von Pericles und Haydée angehören. Der Leser erfährt im Wechsel, wie es Clemente und Jimmy gemeinsam auf der Flucht ergeht und Haydée, die zu verzweifeln scheint und die Flucht nach vorn wagt. Mit anderen betroffenen Ehefrauen organisiert sie den illegalen Widerstand, um die Gefangenen frei zu bekommen und weitere Erschießungen durch den General zu verhindern.

"Der schwarze Palast" schildert ausführlich, wie die Politik Familien entzweien kann und aus Freunden Feinde werden. Pericles war nicht immer der unnachgiebige Kritiker des herrschenden Generals, ja er war sogar politischer Berater desselbigen. Und schließlich Pericles Vater, der allen stillen Vorwürfen zum Trotz hinter dem Diktator steht und Haydée das Todesurteil ihres Sohnes Clemente überbringt. Etwas überrascht hat mich das gut betuchte Milieu, was Moya für seinen Roman gewählt hat. So geht Haydée, bevor sie ihren Mann im Gefängnis besucht, noch schnell in den Schönheitssalon, um nicht ganz so desaströs zu erscheinen. Revolution mit Feuchtigkeitsmaske.
Trotzdem empfehlenswert!

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