Horacio Castellanos Moya Der schwarze Palast

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(2)
(1)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der schwarze Palast“ von Horacio Castellanos Moya

El Salvador 1944, der Zweite Weltkrieg wetterleuchtet in der Ferne: Der Journalist Pericles sitzt wegen seiner kritischen Artikel im Kerker, seine Frau Haydée besucht ihn täglich und versorgt ihn mit Informationen und Nahrung. Doch die Situation spitzt sich zu. Es kommt zu einem Putsch, der die Familie auseinander reißt: Während Pericles nicht freikommt, organisiert Haydée unter
dem Deckmantel von Familienfesten den Widerstand der Frauen. Ihr jüngster Sohn geht in den Untergrund und der ältere außer Landes – in einer Kutte getarnt kämpft er sich mit Verve und Witz durch die Mangroven. Castellanos Moya ist ein Familienroman gelungen über Menschen, die in der Not zu ihrer Größe finden.
Es gelingt ihnen, dem Diktator die Maske vom Gesicht zu reißen. Denn Literatur kennt keine Ausgangssperre.

Stöbern in Romane

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

Schön geschriebener Roman, kurzweilig und facettenreich, leider mit Hollywood-Happyend

solveig

Wiener Straße

War mir zu schräg, konnte mich nicht überzeugen.

Sikal

Unter der Drachenwand

Für den verletzten Soldaten Veit Kolbe wird Mondsee zum Mikrokosmos,in dem unterschiedliche Gesinnungen und Lebensformen aufeinanderprallen

TochterAlice

Das Fell des Bären

Eine Vater-Sohn-Geschichte, die den Traum ein Held zu sein zur Wahrheit werden lässt.

Erdhaftig

Die Farbe von Winterkirschen

Anspruchsvoll erzählt: ein starker Inhalt mit einem in sich runden Abgang.

Erdhaftig

Schloss aus Glas (Filmausgabe)

Schon mehrfach gelesen - fesselnde, berührende, außergewöhnliche Familiengeschichte.

Wiebke_Schmidt-Reyer

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Der schwarze Palast" von Horacio Castellanos Moya

    Der schwarze Palast

    glasperlenspiel13

    05. June 2012 um 21:11

    El Salvador im Jahre 1944. Pericles befindet sich im Gefängnis, eigentlich nichts Ungewöhnliches. Kritisiert er doch mit seinen journalistischen Schriften in regelmäßigen Abständen den herrschenden Diktator, der mit seiner Grausamkeit und Ungerechtigkeit das Land im Atem hält. Dieses Mal jedoch soll er länger hinter Gittern bleiben - einen konkreten Grund scheint es nicht zu geben. Seine aufopfernde Frau Haydée schreibt in dieser Zeit ein Tagebuch, um die tragischen Erlebnisse besser verarbeiten zu können. Freunde und Bekannte machen Haydée Mut und schon fallen auch die ersten Gerüchte über einen möglichen Putsch der Armee. Als es dann wirklich zum Aufstand kommt, steht Pericles und Haydées ältester Sohn Clemente als Radiomoderator an erster Front. Er ruft die Massen auf sich den Putschisten anzuschließen, um die lang ersehnte Freiheit zu erlangen. Zunächst sieht es so aus, als ob alles nach Plan verläuft: der Diktator tot, die Massen stellen sich hinter die Putschisten und die Polizei scheint überzulaufen. Aber wie so oft in der Geschichte läuft es anders. Der General wurde doch nicht getötet und lässt mit unbestechlichen Gefolgsleuten den Aufstand brutal niederschlagen. Es entstehen Todeslisten mit den Namen der Putschisten. Darunter auch Clemente, sein Cousin Jimmy und viele weitere Männer, die dem Bekanntenkreis von Pericles und Haydée angehören. Der Leser erfährt im Wechsel, wie es Clemente und Jimmy gemeinsam auf der Flucht ergeht und Haydée, die zu verzweifeln scheint und die Flucht nach vorn wagt. Mit anderen betroffenen Ehefrauen organisiert sie den illegalen Widerstand, um die Gefangenen frei zu bekommen und weitere Erschießungen durch den General zu verhindern. "Der schwarze Palast" schildert ausführlich, wie die Politik Familien entzweien kann und aus Freunden Feinde werden. Pericles war nicht immer der unnachgiebige Kritiker des herrschenden Generals, ja er war sogar politischer Berater desselbigen. Und schließlich Pericles Vater, der allen stillen Vorwürfen zum Trotz hinter dem Diktator steht und Haydée das Todesurteil ihres Sohnes Clemente überbringt. Etwas überrascht hat mich das gut betuchte Milieu, was Moya für seinen Roman gewählt hat. So geht Haydée, bevor sie ihren Mann im Gefängnis besucht, noch schnell in den Schönheitssalon, um nicht ganz so desaströs zu erscheinen. Revolution mit Feuchtigkeitsmaske. Trotzdem empfehlenswert!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks