Horst Bastian

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Autor von Die Brut der schönen Seele, Die Moral der Banditen und weiteren Büchern.

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Horst BastianDie Brut der schönen Seele
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Die Brut der schönen Seele
Die Brut der schönen Seele
 (5)
Erschienen am 01.03.1993
Horst BastianDie Moral der Banditen
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Die Moral der Banditen
Die Moral der Banditen
 (4)
Erschienen am 31.10.2009
Horst BastianGewalt Und Zärtlichkeit - 2. Roman,
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Gewalt Und Zärtlichkeit - 2. Roman,
Gewalt Und Zärtlichkeit - 2. Roman,
 (3)
Erschienen am 01.01.1986
Horst BastianGewalt Und Zärtlichkeit - 1. Roman,
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Gewalt Und Zärtlichkeit - 1. Roman,
Gewalt Und Zärtlichkeit - 1. Roman,
 (2)
Erschienen am 01.01.1987
Horst BastianGewalt und Zärtlichkeit
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Gewalt und Zärtlichkeit
Gewalt und Zärtlichkeit
 (2)
Erschienen am 01.01.1981
Horst BastianNicht jeden Tag ist Beerdigung Roman
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Nicht jeden Tag ist Beerdigung Roman
Nicht jeden Tag ist Beerdigung Roman
 (1)
Erschienen am 01.01.1981
Horst BastianGewalt und Zärtlichkeit : Roman.
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Gewalt und Zärtlichkeit : Roman.
Gewalt und Zärtlichkeit : Roman.
 (1)
Erschienen am 01.01.1974
Horst BastianDIE Krimi - Die Brut der schönen Seele
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DIE Krimi - Die Brut der schönen Seele
DIE Krimi - Die Brut der schönen Seele
 (0)
Erschienen am 01.08.2012

Neue Rezensionen zu Horst Bastian

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Heike110566s avatar

Rezension zu "Gewalt und Zärtlichkeit" von Horst Bastian

Rezension zu "Gewalt und Zärtlichkeit" von Horst Bastian
Heike110566vor 8 Jahren

Der dritte Teil des Roman-Zyklus, erschienen 1981 im Verlag Neues Leben (DDR), beschäftigt sich mit der Zeit wenige Wochen vor dem 13. August 1961 und die Jahre danach. Horst Bastian (1939-1986) befasst sich sehr kritisch mit dieser Epoche. Viele Menschen denken, dass die Literatur der DDR unkritisch gegenüber dem eigenen Land war und das kritische Äußerungen nicht verbreitet wurden, aber: dieser Roman zeigt, dass dem durchaus nicht per se so war.
Auch in diesem dritten Band der Reihe geht es um Max Spinnt, dem Jungen aus Bruch, der nun als FDJ-Funktionär hauptamtlich arbeitet, und dessen Familie, die kleine Frau Spinnt, dem Reiter, Max' großer Liebe, Karin, die aber mit einem anderen verheiratet ist und so weiter. Eingebettet aber alles in eine Rückschau auch auf die Gesellschaft in der DDR jener Jahre.
Der Reiter heiratet endlich die kleine Frau Spinnt, die Mutter von Max. Karin fährt die Hochzeitskutsche ins Dorf. Am Nachmittag, während alle beim Feiern sind, verunglückt der Sohn von Karin und ihren Mann bei einem Unfall mit einem Traktor tödlich. Karin stürzt in eine Krise. Ihre Reaktion: Flucht nach Hamburg. Es ist wenige Wochen vor dem 13. August 1961. - Max erfährt von Karins Flucht in den Westen. Er reist in die BRD, will Karin zurückholen. Aber noch bevor er ihr dort begegnet, ist der Morgen des 13. August. Er erfährt über die westlichen Medien, dass die DDR-Führung die Grenze begonnen hat dicht zu machen. - Ad hoc muss er zurück nach Hause. Aber wie? - Er reist illegal in die DDR ein, indem er im Norden Berlins über dort einen noch offenen "grünen Streifen" in die DDR eindringt. Von den Kampfgruppen wird er gestellt und landet in Untersuchungshaft. ...
Der Autor ist Kommunist, parteiisch. Aber: er ist nicht unkritisch. Auch nicht gegenüber diesen Ereignissen jener Zeit. So liest man in den Roman zB Stellen, wie:
"Aber unmittelbar an der Grenze, im Zentrum der Stadt, hatten ihn einzelene Episoden tief berührt, ja erschüttert: winkende, rufende, weinende Menschen vor und hinter der Postenkette, Junge und Alte, Kinder, Männer und Frauen. Zerrissene Familien ab heute, behinderte, vielleicht gar gesprengte Freundschaften. Ehrliche Trauer. Wirklicher Schmerz."
Oder zu dem gesellschaftlichen System Sozialismus:
"Doch jedes Jahr in den Zeitungen vermerkt man uns Hunderte von Helden - hohe Tiere und davon sehr viele. Regierung und Funßjonäre, auch Arbeiterfiteranen, wobei ich mich frag, sind das solche wie ich, ich kenn nämlich keinen, nun ja, ich bin nicht viel rumgekommen, und plötzlich, Max, tun mich schlechte GEdanken bedrängen, böse Gedanken: die Hohen, die ehren sich gegenseitig, gib heute du mir, geb morgen ich dir. Friher war es so iblich, gewiß - gerade darum tut es mir weh. Schöne Absichten habt ihr, wirklich sehr gut, nur tut ihr die Menschen zu häufig verletzen - die ist die Mehrzahl von der, nicht wahr-, seid ihr zu oberflächlich, würdigt sie nicht genügend, seid zu sehr beschäftigt mit Zahlen und zu wenig mit euch. [...] Sozialismus nicht wahr, braucht Menschenliebe zu allererst. Ohne Liebe wird er verkümmern wie ein Baum ohne Regen."
Der Roman bietet viel: die ganze Palette von Gewalt und Zärtlichkeit. Ein Roman, der meines Erachtens auch heute noch sehr lesenswert ist.
Der Roman ist auch ohne Vorkenntnis der anderen beiden ersten Bände verständlich und daher auch einzeln lesbar, da es eine entsprechende Einführung innerhalb des ersten Kapitels gibt, sodass man die Zusammenhänge und Personen entsprechend kennt.

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Heike110566s avatar

Rezension zu "Gewalt Und Zärtlichkeit - 2. Roman," von Horst Bastian

Rezension zu "Gewalt Und Zärtlichkeit - 2. Roman," von Horst Bastian
Heike110566vor 8 Jahren

Der zweite Roman des fünfteiligen Romanzyklus (1974-
1987) des DDR-Schriftstellers Horst Bastian (1939-
1986), der wie der erste Roman noch 1974 im Verlag
Neues Leben (DDR) erschien, beschäftigt sich mit der
Zeit nach dem 17. Juni 1953 (gerechtfertigte Proteste
gegen die Arbeits- und Lebensbedingungen in der DDR,
die allerdings von westlichen Antikommunisten dann zur
versuchten Konterrevolution missbraucht wurden) und
der Zeit kurz vor dem 13. August 1961 (der Tag an dem
die DDR die Grenzen zur BRD dicht machte),
Der Autor betrachtet diese Zeit durchaus nicht einseitig,
sondern zeigt, wie auch schon im ersten Teil, Fehlentwick-
lungen im DDR-System auf. Zur Sprache kommen zB zu-
nehmender Selbstbetrug (Obwohl Heizwerk und Brikett-
fabrik noch gar nicht dazu in der Lage sind, wird der Pro-
bebetrieb gestartet, weil der 1. Mai ist und es eben sein
muss. Um zu zeigen wie toll alles funktioniert, muss Rauch
aus dem Schornstein aufsteigen. Dazu werden kurzerhand,
zur Täuschung, Autoreifen verbrannt.) und auch wie
schnell man in Konflikt mit der Staatsmacht kommen kann
(Dr. Bachler, inzwischen 1. Kreissekretär der SED, wird
von der Staatssicherheit aus seinem Büro "zur Klärung
eines Sachverhalts" abgeholt, weil er sich gegen die Rin-
deroffenställe aussprach, und verschwindet für mehrere
Tage von der Bildfläche.). - Aber auch die subversiven
Anstrengungen des Westens, dessen Ziel die Zerstörung
der DDR ist, werden klar benannt: Embargo, Sabotage ...
sowie die Konsequenzen der offenen Grenze (Menschen
aus der DDR arbeiten im Westen und tauschen dann zum
Schwindelkurs oder betreiben Schiebereien oder auch die
zunehmende Fluchtwelle nach Westen).
Daneben kommen aber die zwischenmenschlichen Bezie-
hungen nicht zu kurz, wie die "komplizierte" Beziehung
zwischen Karin Brösel und Max Spinnt oder die zwischen
der "kleinen Frau" Spinnt und Dr. Bachler.
Ein Stück lesenswerte DDR-Geschichtsbetrachtung in Ro-
manform emotional und spannend dargeboten.

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Heike110566s avatar

Rezension zu "Gewalt Und Zärtlichkeit - 1. Roman," von Horst Bastian

Rezension zu "Gewalt Und Zärtlichkeit - 1. Roman," von Horst Bastian
Heike110566vor 8 Jahren

Dieser erste Roman des fünfteiligen Romanzyklus (1974-
1987) des DDR-Schriftstellers Horst Bastian (1939-
1986) erschien 1974 im Verlag Neues Leben (DDR).
In diesem ersten Band werden die schweren Jahre nach
Ende des Zweiten Weltkriegs, genauer gesagt die Zeit
vom Heiligabend 1945 bis zum 17. Juni 1953, geschildert.
Am besagten Weihnachtsabend kommt Dr. Bachler, Tier-
arzt, in das brandenburgische Dorf Bruch geritten. Er wur-
de vom Bauer Brösel gerufen, dessen einziges Pferd im
Sterben lag. Auf dem Hof vom Brösel begegnet er der
"kleinen Frau" Spinnt und deren kranken Sohn Max. Die
Schicksale dieser drei Menschen, die sich in dieser Nacht
durch jene Begegnung miteinander verbanden, stehen im
Mittelpunkt des Werkes. Dabei sind die Entwicklungen
konsequent, aber durchaus nicht immer geradlinig.
Mit Enthusiasmus und aus tiefer Überzeugung gehen sie
an den Aufbau eines neuen, eines besseren Deutschlands.
Dabei stoßen sie auch auf Unwägbarkeiten und Wider-
stände. Aber sie glauben an ihre Sache und dass dies der
richtige Weg ist, den sie gehen.
Bastian verklärt diese Menschen aber nicht, sondern seine
Helden haben Ecken und Kanten, machen Fehler, bege-
hen Ungerechtigkeiten, sind Menschen. Sympathische
Menschen.
Höhe- und Schlusspunkt des ersten Romans sind die Er-
eignisse des Jahres 1953. Stalins Tod und die durchaus
berechtigte zunehmende Unzufriedenheit der Menschen in
der jungen DDR mit den real existierenden schlechten Ar-
beits- und Lebensbedingungen, die dann allerdings von
westlich-gesteuerten Antisozialisten zum Tag X - zum Tag
der Abrechnung, dem 17. Juni 1953, mißbraucht werden.
Der Autor schildert die Verhältnisse aus Sicht eines Kom-
munisten, aber dennoch nicht idealisiert und einseitig, son-
dern gesteht auch begangene Fehler und Unrecht ein.
Der Roman ist daher, trotz seiner teilweise etwas über-
zogen ideologisch eingefärbten Form, zweifellos lesens-
wert.

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