Horst Bienek

 3,7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor*in von Workuta, Mein Lesebuch und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Horst Bienek (1930-1990) war Schriftsteller, Künstler und Filmemacher. In den 1960er-Jahren arbeitete er u.a. beim Hessischen Rundfunk und als Lektor bei dtv, ehe er ab 1968 als freier Schriftsteller in München lebte. Bis 1990 leitete er die Literaturabteilung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Neben zahlreichen anderen Preisen erhielt er den Wilhelm-Raabe-Preis und den Jean-Paul-Preis.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Horst Bienek

Cover des Buches Workuta (ISBN: 9783835312302)

Workuta

(1)
Erschienen am 02.02.2013
Cover des Buches Grammatik der Liebe (ISBN: 9783492019941)

Grammatik der Liebe

(1)
Erschienen am 01.12.1984
Cover des Buches Die erste Polka (ISBN: 9783942788441)

Die erste Polka

(0)
Erschienen am 24.06.2019
Cover des Buches Königswald oder Die letzte Geschichte (ISBN: 9783446141353)

Königswald oder Die letzte Geschichte

(0)
Erschienen am 01.01.1984
Cover des Buches Mein Lesebuch (ISBN: 9783596258413)

Mein Lesebuch

(1)
Erschienen am 01.06.1987
Cover des Buches Erde und Feuer (ISBN: 9783423103749)

Erde und Feuer

(0)
Erschienen am 01.03.1992
Cover des Buches Septemberlicht (ISBN: 9783423015660)

Septemberlicht

(0)
Erschienen am 01.02.1993

Neue Rezensionen zu Horst Bienek

Cover des Buches Workuta (ISBN: 9783835312302)
W

Rezension zu "Workuta" von Horst Bienek

WinfriedStanzick
Rezension zu "Workuta" von Horst Bienek

Der Schriftsteller Horst Bienek war mit seiner vierbändigen oberschlesischen Chronik „Gleiwitz“ mit den Bänden:

• Die erste Polka (1975)
• Septemberlicht (1977)
• Zeit ohne Glocken (1979)
• Erde und Feuer (1982)
einer meiner Lieblingsschriftsteller in den Jahren meines Studiums. Ich wusste damals auch von seiner Verhaftung und Internierung in einem sibirischen Straflager und habe mir nach der Lektüre der vier Romane auch das schon 1968, dem Jahr, als er sich als Schriftsteller selbständig machte, erschienene Buch „Die Zelle“ gekauft und es gelesen, in dem er ohne seine biographischen Bezüge deutlich zu machen, den Zustand des Gefangenseins literalisierte.
Kurz vor seinem Tod 1990 brachte ihn ein Erlebnis bei einer Lesung aus der „Zelle“, als ihn ein alter Mann fragte, warum er nicht über Workuta geschrieben habe, wo er doch zwischen 1952 und 1955 vier lange harte Jahre verbrachte, dazu, seine Erinnerungen an diese Zeit niederzuschreiben.
Sein Freund und langjähriger Verleger Michael Krüger fand das Manuskript nach Bieneks Tod in dessen Wohnung und hat es nun mit einem langen und sehr persönlichen Nachwort versehen zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgelegt. „Wie viel musste er, ganz klassisch,. Verdrängt haben, um vierzig Jahre nicht über Workuta zu schreiben?“
Obwohl vom Autor nicht ganz abgeschlossen, weil ihm der Tod zuvorkam, ist dieser Text ein literarisches Fragment von großer Eindruckskraft. Es ist ein knappes Zeugnis nicht nur über die damalige Unrechtszeit, sondern es atmet tiefe Einsichten über die generellen Grundzüge von Menschlichkeit und Unmenschlichkeit.

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