Horst Bienek

 3.6 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Workuta, Klaus Kinski, Hörspiele und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Horst Bienek

Horst Bienek, 1930 in Gleiwitz (heute Gliwiee) geboren, wurde unmittelbar nach dem Krieg zum Demontagearbeiter zwangsverpflichtet. Ein Jahr später zog er nach Köthen/Anhalt. Nach demAbitur volontierte er bei der Tagespost in Potsdam, 1951 wurde er in die Meisterklasse Bertolt Brechts am Berliner Ensemble aufgenommen. Noch im selben Jahr wurde er verhaftet und nach langer U-Haft zu 25 Jahren Zwangsarbeit in der Sowjetunion verurteilt. 1955 wurde Bienek amnestiert, ging in die Bundesrepublik, arbeitete zunächst beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt, danach als Lektor und schließlich als freier Schriftsteller in München, wo er 1990 starb.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Horst Bienek

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Cover des Buches Workuta (ISBN:9783835312302)

Workuta

 (1)
Erschienen am 01.02.2013
Cover des Buches Grammatik der Liebe (ISBN:9783492019941)

Grammatik der Liebe

 (1)
Erschienen am 01.12.1984
Cover des Buches Heimat (ISBN:9783446144002)

Heimat

 (0)
Erschienen am 01.01.1985
Cover des Buches Wer antwortet wem (ISBN:9783446163966)

Wer antwortet wem

 (0)
Erschienen am 01.01.1991
Cover des Buches Königswald oder Die letzte Geschichte (ISBN:9783446141353)

Königswald oder Die letzte Geschichte

 (0)
Erschienen am 01.01.1984
Cover des Buches Beschreibung einer Provinz (ISBN:9783446137806)

Beschreibung einer Provinz

 (0)
Erschienen am 01.01.1983
Cover des Buches Gleiwitz (ISBN:9783446199033)

Gleiwitz

 (0)
Erschienen am 19.09.2000
Cover des Buches Die erste Polka (ISBN:9783942788441)

Die erste Polka

 (0)
Erschienen am 24.06.2019

Neue Rezensionen zu Horst Bienek

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Rezension zu "Workuta" von Horst Bienek

Rezension zu "Workuta" von Horst Bienek
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Der Schriftsteller Horst Bienek war mit seiner vierbändigen oberschlesischen Chronik „Gleiwitz“ mit den Bänden:

• Die erste Polka (1975)
• Septemberlicht (1977)
• Zeit ohne Glocken (1979)
• Erde und Feuer (1982)
einer meiner Lieblingsschriftsteller in den Jahren meines Studiums. Ich wusste damals auch von seiner Verhaftung und Internierung in einem sibirischen Straflager und habe mir nach der Lektüre der vier Romane auch das schon 1968, dem Jahr, als er sich als Schriftsteller selbständig machte, erschienene Buch „Die Zelle“ gekauft und es gelesen, in dem er ohne seine biographischen Bezüge deutlich zu machen, den Zustand des Gefangenseins literalisierte.
Kurz vor seinem Tod 1990 brachte ihn ein Erlebnis bei einer Lesung aus der „Zelle“, als ihn ein alter Mann fragte, warum er nicht über Workuta geschrieben habe, wo er doch zwischen 1952 und 1955 vier lange harte Jahre verbrachte, dazu, seine Erinnerungen an diese Zeit niederzuschreiben.
Sein Freund und langjähriger Verleger Michael Krüger fand das Manuskript nach Bieneks Tod in dessen Wohnung und hat es nun mit einem langen und sehr persönlichen Nachwort versehen zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgelegt. „Wie viel musste er, ganz klassisch,. Verdrängt haben, um vierzig Jahre nicht über Workuta zu schreiben?“
Obwohl vom Autor nicht ganz abgeschlossen, weil ihm der Tod zuvorkam, ist dieser Text ein literarisches Fragment von großer Eindruckskraft. Es ist ein knappes Zeugnis nicht nur über die damalige Unrechtszeit, sondern es atmet tiefe Einsichten über die generellen Grundzüge von Menschlichkeit und Unmenschlichkeit.

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