Es geschah in Berlin 1910 - Kappe und die verkohlte Leiche

von Horst Bosetzky 
3,5 Sterne bei12 Bewertungen
Es geschah in Berlin 1910 - Kappe und die verkohlte Leiche
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gabelingebers avatar

Die unspektakuläre Krimihandlung finde ich aber absolut verzeihlich, da die Zeitgeschichte im Vordergrund steht. Und da überzeugt das Buch!

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Inhaltsangabe zu "Es geschah in Berlin 1910 - Kappe und die verkohlte Leiche"

September 1910: In Berlin-Moabit streiken die Kohlenarbeiter. Es kommt zu Unruhen und tätlichen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Nach dem Brand auf einem Kohlenplatz findet man in den rauchenden Überresten die Leiche des Arbeiters Paul Tilkowski. Der jedoch wurde, wie sich schnell herausstellt, zuvor erschossen. Der Fall scheint klar, denn Tilkowski war als Streikbrecher unter den Kohlenarbeitern verhasst. Doch bald tauchen weitere Verdächtige auf. Die verkohlte Leiche ist der erste Mordfall für den jungen Kriminalwachtmeister Hermann Kappe …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783897735545
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Jaron
Erscheinungsdatum:01.05.2007

Rezensionen und Bewertungen

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    Arunvor 4 Jahren
    Berlin 1910

    Kappe und die verkohlte Leiche von Horst Bosetzky

    Ein „Historischer Kriminalroman“, der uns nach Berlin in die Hauptstadt des Deutschen Reiches um 1910 führt.


    Handlung. Polizist Hermann Kappe, 22 Jahre alt, aus der Kleinstadt Storkow – Brandenburg etwa 50 KM von der Hauptstadt entfernt wird durch die Mithilfe eines väterlichen Mentors nach Berlin zur Kriminalpolizei versetzt.
    Der Autor lässt uns teilhaben an der beruflichen wie auch an der privaten Seite von Kriminalwachtmeister Hermann Kappe.


    Meine Meinung. Das Buch besticht vor allem durch die Beschreibungen der Stadt Berlin und seiner Einwohner. Das soziale und politische Leben der damaligen Zeit wird treffend wiedergegeben.
    Die Arbeit der Polizei und Tricks der Gauner werden beschrieben.

    Wir erfahren die Hintergründe des Kohlenarbeiterstreiks des sich über Unruhen bis hin zu Straßenschlachten ausweitet.
    Auch technischer Fortschritt wie die Straßenbahn und die U-Bahn werden in die Handlung eingebaut.
    Obrigkeitsdenken ist noch an der Tagesordnung und Sozialisten sind immer verdächtig.


    Weniger gefallen hat mir die Kriminalgeschichte an sich, diese fand ich total konstruiert und mit vielen Zufällen gesegnet. Die Figur des Gustav Galgenberg ein älterer Polizeikollege nervte mich durch seine Sprüche.
    Deshalb vergebe ich auch nur drei Sterne.

    Kommentare: 10
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    PaulTemples avatar
    PaulTemplevor 4 Jahren
    Der erste Fall

    In Berlin des Jahres 1910 beginnt der 22jährige Hermann Kappe seinen Dienst als Schutzmann. Die Lage in Berlin ist stark angespannt, nachdem die Kohlearbeiter in den Streik getreten sind und offen eine Revolution gegen das Kaiserreich heraufbeschwören wollen. Inmitten dieser aufgeheizten Stimmung geschieht ein Mord - Kappe hat seinen ersten Fall.

    Auch wenn die Kriminalhandkung nicht wirklich innovativ oder atemberaubend ist - das Buch hat mir vor allem durch die zeitgeschichtlichen Hintergründe und Geschehnisse gefallen. Der Arbeiteraufstand in Moabit wird detailgetreu und mit vielpp Hintergrundwissen dargestellt, so dass ich mich schon sehr auf den nächsten Fall Kappes freue.

    Kommentare: 5
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    gabelingebers avatar
    gabelingebervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Die unspektakuläre Krimihandlung finde ich aber absolut verzeihlich, da die Zeitgeschichte im Vordergrund steht. Und da überzeugt das Buch!
    Ein toller Berlin-Krimi

    "Es geschah in Berlin - 1910". So steht es auf dem Einband zu lesen. Von dieser Berlin-Krimi-Serie gibt es bereits etwa 12 Bände, der neuste spielt im Jahre 1948.
    Zeitgeschichte steht da logischerweise im Mittelpunkt. Und die ist in diesem ersten Band denn auch hervorragend in die Krimihandlung eingeflochten - überzeugender notabene als der zu lösende Fall.
    Es geht um die Streikwelle, die Berlin im September 1910 erfasste. Horst Bosetzky breitet dessen Hintergründe sorgfältig und lebendig aus und flicht einen fiktiven Fall in die Fakten ein, mit dem der 22-jährige Hermann Kappe, der Held dieser Serie, betraut wird, ein Polizist, der eben erst vom idyllischen Storkow nach Berlin gezogen ist.
    Die recht einfache und unspektakuläre Krimihandlung enttäuscht zuletzt ein wenig, was ich aber absolut verzeihlich finde, da in dieser Reihe die Zeitgeschichte im Zentrum steht. Wer sich dafür interessiert, kommt voll auf seine Kosten.

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    Jens65vor 10 Jahren
    Rezension zu "Kappe und die verkohlte Leiche" von Horst Bosetzky

    Neben der Darstellung des Falles bemüht sich dieser Roman darum, das Leben und Wirken der Menschen im Berlin des beginnenden 20. Jahrhunderts vorzuführen, was auch größtenteils gelingt. Dabei wird einem immer wieder deutlich, wie neu viele Dinge zu dieser Zeit gewesen waren, die uns heute antiquiert erscheinen und die den Jüngeren unter uns zum Teil ohne nähere Erläuterungen wahrscheinlich gar nichts sagen dürften. Die Arbeiterbewegung wird hier als ein Moment der öffentlichen Wahrnehmung verstanden, die einer unter vielen war, so dass das Schwergewicht, das andere historische Romane zu dieser Zeit darauf legen ein wenig relativiert wird. Was sicherlich seine Berechtigung hat, wenn man bedenkt, wie selten später als historisch relevant betrachtete Aspekt in der jeweiligen Zeit einer Majorität der Beteiligten wirklich bewusst sind.

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    H
    Heinzi56vor 7 Monaten
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    Iravor 2 Jahren
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    Palantirvor 5 Jahren
    Z
    Zkwoschvor 5 Jahren
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    BertieWoostervor 5 Jahren
    ernie312s avatar
    ernie312vor 5 Jahren

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