Horst Eckert Schattenboxer

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Inhaltsangabe zu „Schattenboxer“ von Horst Eckert

Je höher das Amt, desto tiefer der Fall
Erst vor einem Tag stand Vincent Che Veih von der Düsseldorfer Kripo vor diesem Grab: Pia, die 17-jährige Nichte eines Kollegen, hat sich das Leben genommen und wurde hier beigesetzt. Jetzt liegt eine zweite junge Frau inmitten der Blumen und Trauerkränze. Tot – und entstellt von zahllosen Verletzungen, Spuren eines tagelangen Martyriums. Abgelegt am Ende einer stürmischen Nacht. Warum ausgerechnet hier? Die beiden Frauen kannten sich nicht, trotzdem glaubt Vincent an eine Verbindung. Er beginnt, einen alten Mordfall aufzurollen und stößt auf ein Komplott, in dem seine eigene Mutter, eine bekannte RAF-Terroristin, eine Rolle spielt …
Ein kluges Spiel mit Realität und Fiktion um den Mord am ehemaligen Treuhandchef Rohwedder.

Spannung pur.

— Bonbosai

Vincent Che Veih ermittelt in Sachen Vertuschung und kommt einem Komplott auf die Spur in der er selbst ein wichtige Rolle spielt - spannend

— Kerstin_KeJasBlog

Neues von Vincent Che Veih: Ein Serienmörder und gleichzeitig eine neue Spur zu einem alten RAF-Attentat. Spannender Politthriller.

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    Schattenboxer

    PMelittaM

    06. December 2017 um 18:23

    Hauptkommissar Vincent Che Veih bekommt es mit mehreren Fällen zu tun. Ein Mordfall wird neu aufgerollt, da eine Entlastungszeugin des verurteilten Mörders auftaucht, nahezu parallel wird auf dem Grab Pia Zieglers, Augenzeugin des Mordes und damals schwer verwundet, eine Leiche gefunden. Rückblicke führen den Leser in das Jahr 1991 zum Mord an einem Treuhandchef, für den die RAF verantwortlich gemacht wurde.Ob und wenn ja, wie das alles miteinander zu tun hat, erfährt der Leser im Laufe der Lektüre des Romans, der immer wieder mit neuen Informationen und überraschenden Wendungen aufwartet, und dem Leser eine Menge Spannung bietet. „Schattenboxer“ ist der zweite Fall mit Vincent Veih, der nicht nur mittlerweile Leiter des Düsseldorfer KK 11, sondern auch der Sohn einer RAF-Terroristin ist. Mit seiner Mutter, inzwischen aus der Haft entlassen und mit verschiedenen Projekten auch weiterhin bekannt, will er möglichst wenig zu tun haben, was allerdings nicht immer gelingt, wie auch sein aktueller Fall wieder zeigt.Auch für mich war es der zweite Band mit Vincent Veih, allerdings las ich von hinten nach vorne (der erste Band wird demnächst folgen). Horst Eckert gelingt es überzeugend, deutsche Vergangenheit, Politik und fiktiven Kriminalfall zu einem komplexen und spannenden Roman zu verbinden. Als Leser, vor allem als nicht mehr ganz junger, wird eine ganze Reihe Erinnerungen geweckt, die RAF und die deutsche Wiedervereinigung sind u. a. Themen dieses Romans. Jedem Kapitel ist eine Rückblende vorangestellt, die zunehmend mehr Informationen liefert und es dem Leser ermöglicht, sich über das Geschehen und die Kriminalfälle seine eigenen Gedanken zu machen. Die Ermittlungsergebnisse des aktuellen Falls ergänzen diese perfekt, so dass es dem Leser ermöglicht wird, die Rätsel schon vor dem Ermittler lösen zu können, ohne ihm die Spannung zu nehmen.Die Charaktere wirken authentisch, vor allem Vincent Veih gefällt mir gut. Die Lösung des aktuellen Kriminalfalls ist womöglich etwas zu abgehoben, aber nicht völlig unrealistisch, die Lösungen der älteren Fälle dagegen überzeugen sofort. Der Leser kann, wenn er will, recherchieren, inwiefern vor allem die Rückblenden fiktiv sind bzw. auf welchen historischen Ereignissen oder Persönlichkeiten der Autor hier aufsattelt. Schade finde ich, dass der Roman kein Nachwort Horst Eckerts enthält, in dem er zur Thematik Stellung nimmt bzw. von seinen Recherchen erzählt.Mir hat der Roman sehr gut gefallen, ich bin durch die Seiten geflogen, habe mich über das Geschehen und manche Charaktere geärgert, mit anderen gebangt und den Roman am Ende zufrieden zugeklappt. Von mir gibt es 4,5 Sterne, die ich gerne aufrunde, und eine Leseempfehlung, für jene, die gerne spannende Kriminalromane und Thriller lesen und vor politischen Hintergründen nicht zurückschrecken.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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    PMelittaM

    05. December 2017 um 10:53
  • eBook Kommentar zu Schattenboxer von Horst Eckert

    Schattenboxer

    Hadim

    05. December 2016 um 14:06 via eBook 'Schattenboxer'

    Das Buch ist nicht so gut wie die bisherigen Eckert-Romane: Die Handlung enthält zu viele Strenge, die nicht glaubwürdig miteinander verstrickt werden können, und einige Charaktere wirken arg klischeehaft. Spannend ist es aber allemal.

  • Dunkle Machenschaften - zu Zeiten der RAF und noch heute?

    Schattenboxer

    Kerstin_KeJasBlog

    28. November 2016 um 14:21

    Nach „Schwarzlicht“ ist der 2. Band „Schattenboxer“ um den sympathischen Polizisten und Dienststellen-Leiter Vincent Che Veih ein Lese-Muss für alle, die sich noch für die ‚alten‘ Geschichten interessieren. Viele Rückblicke lassen noch einmal die Zeit um die RAF und deren Taten erwachen. Auch wenn diese Geschichte im Buch fiktiv ist, kann man deutlich herauslesen um wen oder was es da eigentlich geht.  Hinzu kommt die spannende Geschichte um eine ermordete junge Frau, deren Leichnam auf dem Grab einer Selbstmörderin gefunden wird. Sehr gelungen fand ich diese Kombination – ein Mord an einer jungen Frau und ein scheinbar unschuldig einsitzender junger Mann – beides führt auf so viele verschlungene Pfade aus Verwirrungen und üblen Machenschaften. Vertuschung, Korruption, Erpressung.  „Ich kann nicht klein beigeben, beschloss er. Wie könnte ich noch in den Spiegel gucken? Dann wäre ich Teil der Verschwörung, des Verbrechens, der Korruption. ( Buch Seite 378) Mittendrin eben dieser Vincent (er hasst seinen zweiten Vornamen). Ein Mann der hohe Ansprüche stellt an seine Arbeit und die Kollegen. Ehrhaft und dadurch so manchem ein Dorn im Auge, verfolgt er die Spuren und bringt sich dabei selbst in Gefahr. Seine Vergangenheit als Sohn einer Terroristin und eines nationalsozialistischen Großvaters trägt wohl deutlich dazu bei, dass er es anders und vor allem besser machen will. Dabei bleibt das Privatleben auf der Strecke, was gerade jetzt, da seine Freundin die journalistische Entdeckung schlechthin publik machen will, in arge Bedrängnis kommt.  Personen aus seiner Vergangenheit tauchen wieder auf, Erinnerungen bekommen Sinn und irgendwie scheinen sehr mächtige Organisationen ihre Hände im Spiel zu haben. Die Story ist rasant, wie auch der Schreibstil. Es gibt keine unnötigen Drumherum-Erzählungen sondern ist immer auf den Punkt. Jetzt und hier genauso wie in den Kapiteln die in der Vergangenheit spielen. Kurze Episoden die enorme Auswirkungen auf einzelne hatten und dadurch letztendlich zu Vincent und seinen Ermittlungen führt. Der Autor hat ein Händchen für Spannung und eine tolle Erzählweise. Den Protagonisten Vincent mochte ich schon im ersten Band sehr, seine Mutter die auch hier wieder oft erwähnt wird ist zwar nervig  (für Vincent nicht minder als für mich), aber ihre Rolle ist durchaus wichtig. Auch wie einzelne,  fast schon zufällig wirkenden Situationen und Details miteinander verknüpft wurden hatte was – sehr gut recherchiert und ganz viel eigene Fantasie mit eingebracht.  Ich musste höllisch aufpassen mit den Zeitangaben und den Namen der einzelnen Mitwirkenden. Im Laufe des Buches entdeckte ich aber den roten Faden, er war eigentlich schon von Anfang an da, hatte sich aber raffiniert getarnt und führte mich in einen immer tiefer werdenden Sumpf. Die Schatten lösten sich auf und bekamen Gesichter und Namen. Wer mit den Wörten Rohwedder, RAF, Treuhandanstalt und BND etwas anfangen kann, und gerne Zeithistorisches mit Fiktivem vermischt liest, ist mit „Schattenboxer“ bestens bedient. Jetzt freue ich mich auf Band 3.c)K.B. 11/2016

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  • Vincent Veih Band 2

    Schattenboxer

    Alex1309

    28. September 2016 um 07:37

    Wie schon beim ersten Buch rund um den Ermittler Vincent Veih, hat mich der Schreibstil von Horst Eckert von Anfang an gefangen genommen und ich wollte an jeder Stelle des Buches unbedingt wissen wie es weitergeht. Die handelnden Personen konnte ich mir wieder gut vorstellen und auch über Vincent Veih erfährt man in diesem Band noch ein bisschen mehr. Ich finde es nach wie vor klasse, dass er seine Ecken und Kanten hat. Für mich macht ihn das sympathisch. Der Thriller hat ausreichend überraschende Wendungen, baut den Spannungsbogen geschickt auf und hält ihn bis zum Schluss. Von mir wieder eine klare Leseempfehlung für Band 2 um Vincent Veih.

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  • Der Fall Rohwedder.

    Schattenboxer

    Gulan

    06. August 2016 um 11:05

    „Natürlich gab es die RAF nicht bloß in den Knästen. Die Herrhausen-Aktion war die Antwort darauf, dass unser letzter Hungerstreik im Frühjahr 1989 erfolglos geblieben war.“ „Heißt das...“ „Weil es keine Zusammenlegung der Gefangenen gab, musste der Bankier sterben. Eine kraftvolle Demonstration, so war es damals beschlossen worden. Aber wir haben mitbekommen, dass sich die Linke abgewandt hat. Wir hatten die Lage falsch eingeschätzt. Deshalb haben wir danach die Strategie geändert. In Weiterstadt ging es gegen die Unterdrückung durch Strafjustiz und Knast. Dabei sind auch keine Menschen zu Schaden gekommen.“ „Und wie passt Winneken ins Konzept?“ „Winneken? Das waren wir nicht.“ Für Sekunden war es still im Raum. „Keiner, den wir kannten“, fügte Brigitte hinzu. „Die Winneken-Aktion hat uns selbst überrascht.“ „Warum haben Sie sich nicht davon distanziert?“ „Damit hätten wir Schwäche gezeigt. Eine zweite RAF – wir hatten Angst, unsere letzten Unterstützer zu verlieren. (S. 112-113) Hauptkommissar Vincent Veih hat alle Hände voll zu tun: Die 17jährige Pia hat Selbstmord begangen. Sie war Zeugin in einem Mordfall, in dem der vermeintliche Täter Thabo Götz eine Wiederaufnahme des Verfahrens erreicht hat. Veih soll die Arbeit der Kollegen im alten Fall beurteilen. Da wird auf einmal einen Tag später die Leiche einer jungen Frau auf Pias Grab aufgefunden, die Tote war Mitglied einer Kampagne für die Freilassung von Thabo. Kurz darauf verschwindet eine weitere junge Frau aus dem Umfeld der Kampagne. Zeitgleich recherchiert Veihs Freundin Saskia in der alten Mordsache Rolf-Werner Winneken, ermordet 1991 von der RAF und fördert Erstaunliches zutage. Veih merkt bald, dass es eine Verbindung zwischen allen Fällen gibt: Den linken Liedermacher René Hagenberg, ein guter Freund seiner Mutter Brigitte. „Schattenboxer“ ist der zweite Band der Reihe um den Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Che Veih. Im ersten Teil „Schwarzlicht“ gab es bereits einen spannenden Parforceritt durch die politische bundesdeutsche Landschaft, in dem zahlreiche vergangene politische Affären in die Handlung eingeflochten wurden. Autor Horst Eckert gilt als einer der renommiertesten Vertreter des politischen Kriminalromans in Deutschland. Beim vorliegenden Buch hat er einen Thriller geschrieben, der auf erstaunliche Weise mehrere Subgenres der Kriminalliteratur vereint: Polizeiroman, Serienmörderthriller und Politischer Krimi. Zum einen gibt es im Buch klassische Merkmale des Psychothrillers. Kurze Abschnitte in denen das Opfer in seinem Gefängnis beschrieben wird, der Täter, der sich auf die Folterung vorbereitet. Schon das erste Opfer wurde vor der Ermordung brutal misshandelt, so dass die Polizei schon bald nach einem Psychopaten als Täter Ausschau hält, nachdem eine weitere junge Frau verschwindet. Zum anderen beschreibt Eckert sehr detailliert die Ermittlungen, die Aufgabenteilung innerhalb der Polizei, dazu gehören natürlich auch das Betriebsklima und die üblichen Ränkespiele. Vincent Veih ist inzwischen Leiter des Kommissariats und verlangt so einiges von seinen Untergebenen. Überhaupt ist die Hauptfigur ist ein interessanter Charakter. Vincent ist der unbestechliche Bulle schlechthin, sucht nach der Wahrheit und schaut auch bei Verfehlungen der Kollegen nicht weg. Privat ist er mit der Journalistin Saskia liiert, hat aber so langsam Zweifel an der Beziehung mit der jüngeren, alleinerziehenden Mutter. Sein Verhältnis zu seiner Mutter ist schwer gestört, da sie ihn als Kind abgegeben hat, um als RAF-Terroristin in den Untergrund zu gehen. Aufgewachsen ist er bei den Großeltern unter dem strengen Regime des Großvaters, der eine schreckliche Vergangenheit als Kriegsverbrecher hatte. Dennoch hat Vincent den Beruf des Großvaters ergriffen. Als Polizist ist er jedoch ein rotes Tuch für seine Mutter, die dank ihrer Autobiografie plötzlich wieder im Rampenlicht steht. Der Mord an Detlev Karsten Rohwedder (im Roman: Rolf-Werner Winneken) am 01. April 1991 ist jedoch der rote Faden im Buch. Offiziell ist Rohwedder, damals Präsident der Treuhandanstalt, das letzte Mordopfer der RAF, von der auch ein Bekennerschreiben gefunden wurde. Doch bis heute gibt es Unklarheiten und Theorien, dass die RAF möglicherweise doch nicht hinter dem Anschlag steckte. Nicht klar ist unter anderem, warum sich die RAF Rohwedder als Opfer ausgesucht haben soll, galt Rohwedder doch als Sanierer mit Augenmaß. Der neoliberale Ausverkauf der ostdeutschen Wirtschaft begann so richtig erst mit seiner Nachfolgerin Birgit Breuel. Als Täter im Fall Rohwedder gilt übrigens Wolfgang Grams, der 1993 bei dem ominösen GSG 9-Einsatz in Bad Kleinen ums Leben kam. Die ganze Thematik lässt auf jeden Fall Raum für Mutmaßungen. Vor Horst Eckert spekulierte unter anderem schon Autorenkollege Wolfgang Schorlau in „Die blaue Liste“, ob tatsächlich die RAF Rohwedder getötet hat. Insgesamt ist „Schattenboxer“ eine gelungene Fortsetzung der Reihe (Ende August erscheint Band 3 „Wolfsspinne“), bei der vor allem die ungewöhnliche Familienkonstellation der Hauptfigur heraussticht. Auch wenn einer der Stränge etwas abrupt endet, gelingt Eckert ein spannender Plot mit politischem Hintergrund (einen zusätzlichen Sympathiepunkt bekommt der Autor von mir für die Einflechtung meiner Heimatstadt Kempen in die Story). Ich werde der Reihe auf jeden Fall treu bleiben.

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  • Leserunde zu "Wolfsspinne" von Horst Eckert

    Wolfsspinne

    Horst_Eckert

    Liebe Thriller- und Krimi-Fans! Ich möchte euch ganz herzlich zu einer Leserunde meines neuen Thrillers „Wolfsspinne“ einladen. Es ist, nach "Schwarzlicht" und "Schattenboxer", der dritte Fall für Vincent Che Veih, Kriminalhauptkommissar in Düsseldorf. Und darum geht es: Eisenach, 2011: Zwei Männer liegen tot in ihrem Wohnmobil. Sie waren Teil eines rechtsextremistischen Terror-Trios, das Deutschland Jahre lang unerkannt in Angst und Schrecken versetzt hat. Alles deutet auf Selbstmord hin, doch Ronny Vogt kennt die Wahrheit. Er hat den „Nationalsozialistischen Untergrund“ für den Thüringer Verfassungsschutz beobachtet. Und er muss für immer über das schweigen, was unter dem Codenamen „Aktion Wolfsspinne“ geschah. Heute arbeitet Ronny als verdeckter Ermittler im Düsseldorfer Drogenmilieu. Als Hauptkommissar Vincent Veih ihn im Zuge einer Mordermittlung befragt, droht seine Tarnung aufzufliegen. Seine Vergangenheit holt ihn ein und sein Leben gerät endgültig aus den Fugen … Ein Politthriller, der die offizielle Version zum Thema NSU in Frage stellt. Ich freue mich über eure Bewerbungen bis zum 9. August.Eine Frage an alle Bewerber um ein Verlosungsexemplar: Wie hast du das vor knapp fünf Jahren erlebt, als bekannt wurde, dass der NSU hinter den jahrelangen sogenannten Dönermorden steckte? Wie geht es dir, wenn du von der Verstrickung des Verfassungsschutzes oder vom NSU-Prozess in München hörst? Welche Gefühle löst das aus?Ich werde versuchen, alle Fragen, die ihr vielleicht habt, möglichst zügig zu beantworten. Habt schon mal vielen Dank für euer Interesse! Und viel Glück bei der Verlosung und Spaß beim Lesen!Mit herzlichen Grüßen aus der SchreibstubeHorst Eckert „Eckert hat sich als einer der großen deutschen Krimiautoren etabliert. Seine Polizeithriller sind populär und packend.“ (Die Welt Kompakt) Ein erstes Interview zum Roman findet ihr hier: http://www.horsteckert.de/interview-ueber-wolfsspinne.html Einen Werkstattbericht, wie ich mich dem Stoff genähert habe, hier: http://www.horsteckert.de/verbrannt-und-geschreddert.html

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    • 311
  • Der Autor kann es einfach

    Schattenboxer

    robbylesegern

    12. May 2015 um 12:24

    Auch in seinem neuen Buch " Schattenboxer" der nach " Schwarzlicht " der zweite Fall des Ermittlers Vincent Che Veih ist, gelingt es Horst Eckert souverän Fiktion und Realität zu verschmelzen und einen superspannenden Thriller zu schreiben, der die Ermordung des Präsidenten der Treuhandanstalt " Detlef Rohwedder", hier Werner Winneken genannt ,als Dreh ,- und Angelpunkt hat. Ausgangspunkt dieses spannenden Thrillers ist die Ermordung von Detlef Rohwedder, hier Werner Winneken genannt, der von dem RAF Terroristen Wolfgang Grams 1991 umgebracht worden sein soll. 10 Jahre später kann er anhand von DNA Analysen überführt werden. Doch eine Bestrafung bleibt aus, weil er 1993 in Bad Kleinen Selbstmord begeht. Diesen Ausgangspunkt hat sich Horst Eckert ausgesucht, um daraus einen gut recherchierten und spannenden Thriller zu konstruieren, den ich mehr als realistisch fand. 2014, die Tochter eines Polizeikollegen wird nach einem Selbstmord beerdigt. Jahre vorher war sie bei einem Mord Zeugin und wurde selbst, weil sie das Opfer schützen wollte durch eine Kugel getroffen und saß seitdem im Rollstuhl .Auch Vincent Veih, mittlerweile Leiter des KK11, ist auf Pias Beerdigung. Ihr damaliger Freund, Thabo Götz, wurde als mutmaßlicher Mörder überführt und sitzt seitdem im Gefängnis. Doch es kamen immer wieder Zweifel an seiner Täterschaft auf und so hat sich eine Initiative gebildet, die es schafft, dass der Fall noch einmal aufgerollt wird. . Einige Tage nach der Beerdigung, findet man auf Pias Grab eine Mädchenleiche mit deutlichen Folterspuren. Warum liegt dieses Mädchen auf Pias Grab ? Kann Vincents Mutter, die früher selber in der Terrorszene war ,Vincent weiterhelfen und was hat ihr ehemaliger Freund der Liedermacher Hagenberg mit der Sache zu tun ? Steht der Mädchenmord damit in Zusammenhang, oder handelt es sich hier um zwei unterschiedliche Fälle ? Horst Eckert versteht es Spannung entstehen zu lassen, indem er nachweisliche Fakten mit seiner Fantasie vermischt. Mir gefällt es, dass er politische Themen als Aufhänger nutzt, um darum herum eine Geschichte zu spinnen, die ich mir durchaus als real vorstellen kann. Ich denke, in unserem Staate Deutschland geschehen und geschahen viele Dinge, die für den einfachen Bürger niemals durchschaubar werden und dass der Mauerfall viele undurchsichtige Geschäfte zur Folge hatte, weiß man nicht erst seit heut. Der Autor vermischt diese Dinge mit einer wirklich spannenden Geschichte, lässt seine wirklich sympathischen Ermittler realistisch reagieren und bringt auch immer etwas aus dem privaten Umfeld seiner Protagonisten mit in die Geschichte, was ich sehr angenehm finde. Seine Figuren sind facettenreich gezeichnet, ausbaufähig für hoffentlich noch viele spannende Folgen und sein Schreibstil ist flüssig und spannend . Leider sind Horst Eckerts Bücher bei mir immer sehr schnell durchgelesen , weil sie den Leser wirklich an den Seiten kleben lassen. Volle Leseempfehlung für ein spannendes Buch.

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  • Leserunde zu "Schattenboxer" von Horst Eckert

    Schattenboxer

    Horst_Eckert

    Leserunde zu „Schattenboxer“ von Horst Eckert Liebe Thriller- und Krimi-Fans! Ich möchte euch ganz herzlich zu einer Leserunde meines neuen Thrillers „Schattenboxer“ einladen. Es ist, nach "Schwarzlicht", der zweite Fall für Vincent Che Veih, Kriminalhauptkommissar in Düsseldorf und Sohn einer RAF-Terroristin. Und darum geht es: Erst gestern stand Vincent vor diesem Grab: Pia, die 17-jährige Nichte eines Kollegen, hat sich das Leben genommen und wurde hier beigesetzt. Jetzt liegt eine zweite Tote inmitten der Blumen und Kränze, entstellt von zahllosen Verletzungen, Spuren eines tagelangen Martyriums. Warum hat ihr Mörder sie ausgerechnet auf Pias Grab abgelegt? Pia und die ermordete Alina kannten einander nicht, und doch glaubt Vincent an eine Verbindung. Er beginnt, einen alten Mordfall aufzurollen, und stößt auf ein Komplott, in dem seine eigene Mutter, eine bekannte RAF-Terroristin, eine Rolle zu spielen scheint. Und dann verschwindet eine weitere junge Frau ... Eine Leseprobe findet ihr hier: http://www.rowohlt.de/fm90/131/Eckert_Schattenboxer.pdf Ich freue mich auf eure Bewerbungen bis zum 3. März! Bitte gebt mir mit der Bewerbung auch eine Antwort auf folgende Frage: Wie wäre heute dein Verhältnis zu deiner Mutter, wenn sie dich im Alter von sieben Jahren weggegeben hätte? Ich freue mich sehr auf eure Antworten - und auf die Diskussion mit euch über meinen neuen Roman! Euer Horst Eckert http://www.horsteckert.de

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    • 396
  • Schattenboxer

    Schattenboxer

    Ayda

    29. April 2015 um 18:22

    Klappentext: Dein Gegner ist mächtig. Er zeigt sich nicht. Du kämpfst gegen Schatten. Erst gestern stand Vincent Che Veih von der Düsseldorfer Kripo vor diesem Grab: Pia, die 17-jährige Nichte eines Kollegen, hat sich das Leben genommen und wurde hier beigesetzt. Jetzt liegt eine zweite junge Frau inmitten der Blumen und Trauerkränze. Entstellt von zahllosen Verletzungen, Spuren eines tagelangen Martyriums. Abgelegt am Ende einer stürmischen Nacht. Warum ausgerechnet hier? Pia und die ermordete Alina kannten einander nicht, und doch glaubt Vincent an eine Verbindung. Er beginnt, einen alten Mordfall aufzurollen und stößt auf ein Komplott, in dem seine eigene Mutter, eine bekannte RAF-Terroristin, eine Rolle spielt. Dann verschwindet eine weitere junge Frau ... Meine Meinung: "Schattenboxer" ist das erste Buch,welches ich vom dem Autor Horst Eckert gelesen habe. Das erste Buch um den Kripobeamten Vincent Che Veih heis "Schwarzlicht". Allerdings kann man Schattenboxer auch für sich lesen,da es eine abgeschlossene Geschichte ist. Der Schreibstil ist sehr flüssig und spannend zu lesen. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und konnte ich einen spannenden Lesefluss die Geschichte verfolgen. Wir erleben hier eine sehr interessante Ermittlung,in dem es ganz viele Verwirrungen und Fragen gibt. Wie erleben auch immer wieder Rückblenden aus der Zeit der Mutter von Vincent. Diese sind sehr wichtig und sollten gut verfolgt werden. Vincent ist ein wirklich sehr sympathsicher Character,einerseits wirkt er etwas grau und grummelig aber auf der anderen Seite hat er ein großes Herz , einen authentische Persönlichkeit und macht seinen Job sehr gut. Das Cover gefällt mir auch ganz gut und ist passend gestaltet . Die Buchgröße ist so praktisch klein und liegt trotz gebundener Form nicht so schwer in den Händen. Die Kapitel sind in einer angenehmen Länge gehalten. Die einzelnen Handlungsstränge und Puzzleteile sinde sehr intelligent und passend zusammengefügt und werden am Ende sehr gut aufgelöst... Mir hat "Schattenboxer" sehr gut gefallen und ich gebe eine klare Leseempfehlung mit 5 Sternchen... Autor: Horst Eckert, 1959 in Weiden/Oberpfalz geboren, lebt seit 26 Jahren in Düsseldorf. Er studierte Politische Wissenschaft und arbeitete fünfzehn Jahre als Fernsehjournalist. 1995 erschien sein Debüt „Annas Erbe“. Seine Romane gelten als „im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit“ (Deutschlandfunk). Sie sind in mehrere Sprachen übersetzt sowie preisgekrönt (u.a. Friedrich-Glauser-Preis für „Die Zwillingsfalle“, Krimi-Blitz für „Schwarzer Schwan“). www.horsteckert.de (Quelle:www.rowohlt.de)

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  • Komplex, fesselnd und spannend bis zum Schluß

    Schattenboxer

    Girdie

    27. April 2015 um 20:36

    „Schattenboxer“ von Horst Eckert ist der bereits zweite Fall für den Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Che Veih. Es ist allerdings kein Nachteil, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, da dieser Fall in sich abgeschlossen ist. Für Vincent Veih sind die aktuellen Ermittlungen in einer Mordserie wie Schattenboxen, denn kaum glaubt er Hinweise zur Auflösung der Vorkommnisse gefunden zu haben, scheinen diese nicht als Beweis herhalten zu können. Der Fall führt ihn zunächst zu weiteren Ermittlungen, die zwei Jahre zurückliegen und an denen Kollegen beteiligt waren. Und schließlich reichen die Ereignisse noch weiter in die Vergangenheit zu einem bedeutenden Fall nationalen Ausmaßes. Bei seinen Nachforschungen stößt er auf Widersprüche, aber Veih bleibt hartnäckig und lässt sich nicht einschüchtern. Pia, 17 Jahre alt, hat sich das Leben genommen. Sie war die Tochter eines Kollegen von Veih. Vor ungefähr zwei Jahren war sie als Tatzeugin dabei, als einer ihrer Freunde erschossen wurde. Der Fall soll wieder aufgerollt werden, und aufgrund einer neuen Zeugenaussage wird vermutet, dass der damals als Mörder verurteilte Thabo eventuell freigesprochen werden kann. Doch ist dieser Umstand eine Erklärung für Pias Selbstmord? Das junge Mädchen, das am Tag nach der Beerdigung von Pia auf deren Grab abgelegt wird, gehörte einer Initiative an, die Freiheit für Thabo fordern. Ihr Körper trägt grausame Spuren von Verletzungen. Eine weitere Verbindung der Mädchen zueinander besteht offensichtlich nicht. Während Vincent im Zuge des bevorstehenden Gerichtsverfahrens beauftragt wird, die damaligen Ermittlungen der Kriminalpolizei auf Korrektheit zu überprüfen, verschwindet eine junge Frau, die ebenfalls der Initiative für Thabo angehört hat. Wird Vincent es schaffen, den Serientäter zu stellen, bevor er sein nächstes Opfer töten kann? Vincent Veih hatte keine einfache Kindheit. Aufgewachsen ist er als Sohn einer linksextremistischen Mutter und eines rechtsextremistischen Großvaters. Doch aus beidem hat er Schlüsse gezogen für sein eigenes Leben. Er wohnt allein. Obwohl er im Moment wieder eine neue Beziehung hat, fühlt er sich sehr von seiner Freundin beansprucht. Im Vordergrund steht für ihn der Beruf, gerade bei den aktuellen Ermittlungen, bei denen eine rasche Aufklärung wichtig ist. Veih lässt sich nicht verbiegen und bleibt seiner selbst treu, auch nachdem von ihm aus den eigenen Reihen Loyalität eingefordert wird. Die Wahrheit ans Licht zu bringen ist für ihn vorrangig, auch dann noch, als seine Aufklärungsversuche ihn in Reichweite eines Geheimdienstes führen. Er ist nicht bei allen beliebt, weiß aber durchaus einzulenken. Auch das macht ihn mir sympathisch. Sowohl der Prolog als auch der Beginn der sieben Teile des Buchs führen den Leser in eine weiter zurückliegende Vergangenheit, bei denen Situationen geschildert werden, die in die aktuellen Fallermittlungen mittelbar hineinspielen und vor allem der Erklärung des Verhaltens einiger beteiligter Personen dienen. „Schattenboxer“ ist ein komplex aufgebauter Krimi. Die Verflechtungen der Handlungen aus den verschiedenen zurückliegenden Zeiten mit den aktuellen Geschehnissen zeigen sich erst nach und nach und erhalten so den Spannungsbogen über den gesamten Krimi hinweg. Viele Dialoge bieten häufig einen raschen Wortwechsel, über den man nur so hinweg fliegen kann. Mich hat der Krimi von Beginn an gefesselt und konnte mich überzeugen. Es gefällt mir auch, dass ich viele Handlungsorte des Buchs kenne und mir daher auch die Szenen, die an öffentlichen Plätzen spielen, besonders gut vorstellen kann. Gerne empfehle ich ihn weiter und freue mich auf Folgebände.

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  • Präziser Politkrimi

    Schattenboxer

    Gwhynwhyfar

    15. April 2015 um 17:54

    Vincent Veih, Leiter des KK11, muss einen Mord aufklären. Auf dem Grab einer Selbstmörderin, der 17-jährigen Nichte eines Kollegen, liegt die übel zugerichtete Leiche einer jungen Frau. Es gibt nur eine Verbindung zwischen den beiden: Eine Initiative, die sich für die Freilassung eines verurteilten Mörders einsetzt, den sie für unschuldig halten. Vincent soll die Akten von damals prüfen, der Wiederaufnahmeprozess steht bevor. Plötzlich findet sich Zeugin, die sich damals illegal im Land aufhielt, nicht aussagen wollte. Sie behauptet nun, mit dem Verurteilten zur Tatzeit zusammengewesen zu sein. Zwei Fälle für Vincent. Dann verschwindet eine weitere junge Frau, die Kollegin der Ermordeten auf dem Grab. Vincents Freundin, eine Journalistin, recherchiert für ein Buch über die RAF. Sie glaubt durch Vincent beste Möglichkeiten zu haben, an Informationen zu kommen: Polizeiunterlagen, die Mutter. Vincent geht das zu weit. Wer hatte damals Horst-Werner Winneken ermordet? Gab es wirklich die dritte Generation der RAF. Vincents Mutter, eine ehemalige RAF-Terroristin, präsentiert zur gleichen Zeit ihre Autobiografie. Und nun verschwindet auch noch Vincents Freundin. Horst Eckert ist wieder ein spannender Politkrimi gelungen. Vincent befindet sich im Strudel der Ereignisse und muss an vielen Stellen recherchieren. Seine Ermittlungen werden ständig boykottiert. Es besteht der Verdacht, der Beweismanipulation durch Kollegen und auf der anderen Seite versucht das BAK etwas zu vertuschen. Seine Mutter ist auch nicht kommunikativ, wenn es um ihre Vergangenheit geht und schon gar nicht der abgetakelte Polit-Barde, der ein Comeback versucht, ein Freund seiner Mutter. Veits Freundin rückt ihm obendrauf auf die Pelle, will mit ihm zusammenziehen, ihr Junge braucht eine Vaterfigur. Vincent boxt gegen Schatten. Ein spannender Plot, einzelne Ereignisse die Stück für Stück verbunden werden, spannend bis zur letzten Seite. Der Mord an dem damaligen Treuhand-Chef und langjährigen Hoesch-Manager Detlev Rohwedder wurde bis heute nicht aufgeklärt. So könnte es gewesen sein. Horst Eckert verknüpft Fiktion mit Geschichte. Die Polizeiarbeit wird realistisch dargestellt, die kantigen Charaktere geben der Geschichte den letzten Schliff. Ein rundum gut zu lesendes Buch in präziser, schnörkelloser Sprache.

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  • Tatort Düsseldorf

    Schattenboxer

    Baerbel82

    Um es gleich vorwegzunehmen, „Schattenboxer“ ist bereits der zweite Fall für den Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Veih. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Worum geht es? 1.4.1991: Detlev Rohwedder alias Rolf-Werner Winneken, der Präsident der Treuhandanstalt, wird in seinem Haus von einem Scharfschützen ermordet. Am Tatort wird das Bekennerschreiben eines RAF-Kommandos gefunden. Der oder die Täter konnten jedoch damals nicht ermittelt werden. Erst durch eine im Jahre 2001 durchgeführte DNA-Analyse konnten Haarspuren vom Tatort zweifelsfrei dem RAF-Terroristen Wolfgang Grams zugeordnet werden, der aber bereits 1993 in Bad Kleinen Suizid beging. Dies öffnet natürlich Tor und Tür für Spekulationen beziehungsweise krude Verschwörungstheorien. 23 Jahre später, am 10.3.2014: Vincent Che Veih, den wir bereits aus dem Vorgängerroman „Schwarzlicht“ kennen, leitet inzwischen das Düsseldorfer KK11. Er ist unterwegs zu einer Beerdigung. Pia Ziegler hat Selbstmord begangen, nachdem sie Zeugin eines Mordes wurde. Der mutmaßliche Täter war ihr damaliger Freund, Thabo Götz. Angeblich hatte er Julian Pollesch im Streit erschossen. Aber nun kommen Zweifel auf und der Fall soll erneut vor Gericht. Stefan Ziegler, Pias Onkel, ist selbst Polizist und war seinerzeit zuerst am Tatort. Möglicherweise wurde einiges vertuscht und Spuren manipuliert. Vincent und seine Kollegen Anna und Dominik sowie Praktikantin Sofia ermitteln… Vincent ist der Sohn einer RAF-Terroristin. Brigitte ist inzwischen Fotografin und hat grad ihre Memoiren veröffentlicht. Ihr Verhältnis ist schlecht. Denn sie hatte Vincent im Alter von sieben Jahren weggeben und so ist er bei seinem Großvater aufgewachsen, der ebenfalls Polizist war, aber auch ein Nazi. Kurze Zeit später wird auf Pias Grab die Leiche einer jungen Frau gefunden. Wie sich bald herausstellt, handelt es sich um Alina Linke. Sie wurde vor ihrem Tod brutal misshandelt und gefoltert. Gibt es eine Verbindung? Angeblich kannten sich die Mädchen nicht. Schnell ist klar, dass es sich um einen Serientäter handeln muss… Ein bekannter Liedermacher, ein skurriler Kunststudent, Alinas Freundin Franziska und auch Vincents Freundin Saskia, eine Journalistin, die ein Buch über Winneken schreiben soll, werden ebenfalls in den Fall verwickelt. Es handelt sich um eine fiktive Geschichte, die auf Tatsachen beruht, aber auch Verschwörungstheorien enthält. Ein gut recherchiertes Buch, mit einem ganz intensiven Spannungsbogen und einem überraschenden Finale. Viele Ebenen des organisierten Verbrechens und des Ermittlungsapparates werden berührt. Geheimdienstliche Aktivitäten sind im Spiel. Der einzelne Mensch wird oftmals hart getroffen von den Handlungen der Mächtigen und ihrer brutalen Handlanger. Zitat: „Rasch trank Vincent die Tasse leer. Keine Zeit für ein Frühstück. Er steckte einen Apfel ein. Ein weiterer turbulenter Tag stand ihm bevor, die nächste Runde im Schattenboxen.“ Fazit: Ein äußerst lesens- und empfehlenswerter Thriller!  

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    • 2
  • Der mit den Schatten boxt...

    Schattenboxer

    ChrischiD

    12. April 2015 um 21:57

    Auf dem Grab der 17-jährigen Pia, Nichte eines Polizisten, die sich das Leben genommen hatte, wurde nur einen Tag später eine weitere junge Frau gefunden. Mit deutlichen Anzeichen tagelanger Folter wurde sie einfach abgelegt, regelrecht entsorgt. Hauptkommissar Vincent Veih fragt sich, ob es zwischen den beiden Mädchen eine Verbindung gibt und beginnt mit den Ermittlungen. Dabei stößt er auf Hinweise, die einiges ins Wanken bringen können, und trifft gleichzeitig auf Gegner, die unbedingt verhindern wollen, dass er zu tief gräbt... Nicht nur Hauptkommissar Vincent Veih ahnt noch nicht mit welchem Gegner er sich dieses Mal anlegt, auch der Leser kann das wahre Ausmaß des Geschehens nicht vorhersehen. In „Schattenboxer“ ermittelt er in seinem zweiten Fall und stößt dabei auf Geheimnisse aus der Vergangenheit, mit denen niemand gerechnet hätte. Wer „Schwarzlicht“ zuvor nicht gelesen hat, wird sich jedoch auch nicht allzu verloren fühlen, denn wichtige Informationen zu den handelnden Personen werden noch einmal zusammengefasst, so dass man auch als Neuling einen recht guten ersten Eindruck erhält. Dass Veihs aktueller Fall mit einem Fall aus der Vergangenheit zusammenhängt, wird für den Leser schnell offensichtlich, schließlich erhält man immer wieder kurze Ausschnitte, die sich mit vergangenen Ereignissen beschäftigen. Doch auch, wenn man hier relativ detaillierte Einblicke erhält, ist es dem Leser nicht möglich jegliche Zusammenhänge herzustellen, denn es gibt noch einiges, was man nicht erfährt und sich auch nicht unbedingt zusammenreimen kann. Entsprechend gespannt ist man darauf wie sich schließlich alles zusammenfügen wird, um nachvollziehen zu können, welche Gedankengänge man möglicherweise hätte weiter verfolgen sollen. Die Spannung wird von Anfang an aufgebaut und steigt von Seite zu Seite stetig an. Da kein Abriss zu erwarten ist, fliegt man nur so durch die Seiten und merkt kaum wie die Zeit vergeht. Man würde sich fast wünschen, dass man nie ans Ende käme, doch plötzlich ist es da, mit all seinen schier unglaublichen Enthüllungen, die auch den Hauptkommissar nicht kalt lassen. „Schattenboxer“ steht seinem Vorgänger in Nichts nach, fesselt den Leser von Anfang bis Ende und lässt in ihn leicht bedrückter Stimmung zurück, denn eigentlich möchte man sofort den nächsten Band lesen, der hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.

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  • Rezension zu "Schattenboxer" von Horst Eckert

    Schattenboxer

    dorli

    09. April 2015 um 13:05

    Düsseldorf, 1991. Attentat auf Rolf-Werner Winneken, den Präsidenten der Treuhandanstalt, erzählt aus der Sicht des Schützen. Zeitsprung in das Jahr 2014. Vincent Veih und seine Kollegin Anna Winkler sind auf dem Weg zur Beisetzung von Pia Ziegler. Die Nichte des Kollegen Stefan Ziegler hat sich zwei Jahre nach einem Überfall, bei dem sie selbst schwer verletzt und ihr damaliger Freund ermordet wurde, das Leben genommen. Nur einen Tag später eilt Vincent wieder zum Friedhof – die grausam zugerichtete Leiche eines jungen Mädchens wurde auf Pias Grab abgelegt… „Schattenboxer“ ist der zweite Fall für den Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Veih, der Thriller lässt sich aber bestens ohne Kenntnis des vorherigen Bandes lesen. Horst Eckert hat mich mit diesem Thriller von der ersten bis zur letzten Seite fest im Griff gehabt. Die Geschichte wird flüssig und spannend erzählt und der gesamte Handlungsverlauf ist sehr gut durchdacht und ausgefeilt. Man wird hineingezogen in einen Strudel aus vergangenen und gegenwärtigen Geschehnissen - der aktuelle Mord weist Verbindungen zu einem älteren Fall auf, die Aktivitäten von RAF sowie die Verwicklungen und Verstrickungen vom BND spielen eine große Rolle. Während man Vincent durch seinen nicht ganz einfachen Alltag begleitet, werden die zurückliegenden Ereignisse Stück für Stück ans Tageslicht befördert und nach und nach kommen immer mehr überraschende Tatsachen und Verbindungen zum Vorschein. Neben den Ermittlungen machen Querelen mit Kollegen und Vorgesetzten Vincent das Leben schwer. In seinem Privatleben läuft es nicht rund, er und Freundin Saskia entfernen sich immer mehr voneinander. Und auch die Beziehung zwischen Vincent und seiner Mutter ist weiterhin geprägt von Meinungsverschiedenheiten über ihre RAF-Vergangenheit. Aber Vincent Che Veih ist ein Kämpfer, er lässt sich nicht unterbuttern, scheut keinen Gegenwind und bleibt seiner Linie treu – ein starker Charakter, den man gerne bei seinen nicht immer einfachen Ermittlungen und manchmal auch gefährlichen Aktionen begleitet. „Schattenboxer“ hat mich durchweg begeistert. Die stets fesselnde Handlung und die ausdrucksstarken Figuren bieten spannende Unterhaltung und lassen zu keiner Zeit Langeweile aufkommen.

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