Horst Eckert Sprengkraft

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Inhaltsangabe zu „Sprengkraft“ von Horst Eckert

Es beginnt mit einem alten Fall: Martin Zander und Anna Winkler sollen sich noch mal die AkteSalim Diouris vornehmen. Der Dealer marokkanischer Herkunft ist vor gut eineinhalb Jahren auf offener Straße erschossen worden, der Täter konnte nicht gefasst werden - vermutlich weil ein "Maulwurf" die Ermittlungen torpediert hat. Was niemand wissen kann: Salims jüngerer Bruder Rafi hat sich inzwischen religiösen Fanatikern angeschlossen; der Junge ist eine tickende Zeitbombe. Als die Bombe tatsächlich zündet, spielt das vor allem der Partei "Die Freiheitlichen" in die Karten. PR-Profi Moritz Lemke und die erst jüngst gewählte Vorsitzende Carola Ott-Petersen hatten bislang Mühe, die braune Vergangenheit der Partei vergessen zu machen. Nun haben sie handfeste Argumente, zu viel Toleranz Moslems gegenüber an den Pranger zu stellen: Verse des Korans dienen der Rechtfertigung von Verbrechen an der westlichen Welt. Die Bedrohung ist real - auch in Deutschland. Während aber Moritz mehr und mehr selbst an das glaubt, was er erzählt, kommen Carola Zweifel: Wer lenkt in Wahrheit die Partei?

Ein überaus spannender Krimi mit kurzen Kapiteln aus wechselnden Perspektiven und einer hochaktuellen Thematik!

— Barbara62

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Flugangst 7A

Wieder ein sehr guter Fitzek. Spannend und undurchschaubar bis zum Schluß.

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Untiefen

Ich hätte mir von diesem Buch mehr erhofft.

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  • Ein explosiver Politkrimi

    Sprengkraft

    Barbara62

    Drei Handlungsstränge fügt der studierte Politikwissenschaftler und Fernsehjournalist des WDR Horst Eckert gekonnt zu einem spannenden Thriller zusammen. Da sind einmal die beiden Polizisten Martin Zander und Anna Winkler, die in einem ungelösten Altfall, einem "Cold Case", im Drogenmilieu ermitteln, bei dem es offensichtlich in Polizeikreisen einen Maulwurf gab. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf den Bruder eines ermordeten marokkanischen Dealers, der sich zu einem radikal-islamischen Fundamentalisten entwickelt hat und zusammen mit Gleichgesinnten einen Bombenanschlag plant. In einem dritten Handlungsstrang wird der arbeitslose Journalist Moritz Lembke von einem Düsseldorfer Baulöwen damit beauftragt, der rechtspopulistischen, anti-islamischen Partei „Die Freiheitlichen“ mit Hilfe einer CDU-Aussteigerin ein demokratisches Etikett zu verpassen und sie in den Landtag von NRW zu bringen. Der Bau der Kölner Moschee soll verhindert werden. Ein überaus spannender Krimi mit kurzen Kapiteln aus wechselnden Perspektiven und einer hochaktuellen Thematik und einer Prise Satire!

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  • Rezension zu "Sprengkraft" von Horst Eckert

    Sprengkraft

    robbylesegern

    18. December 2011 um 18:40

    anspruchsvoller, intelligenter und realistischer Thriller "Sprengkraft"war mein erstes Buch von Horst Eckert, das mich aber so überzeugt hat, dass ich sicher andere folgen lassen werde. Ein intelligenter Politthriller wurde mir serviert, der es an Nähe zur Realität nicht fehlen lässt.Ein Thema, das immer wieder aktuell ist wird aufgegriffen, nämlich,die Gefahr, die vom Extremismus unter Islamisten ausgeht, aber auch welche perfiden Machenschaften in Politik und Wirtschaft daraus enstehen können.Da wird einem klar, dass ein geschickt eingesetztes Ereignis zur rechten Zeit, den braunen Sumpf wieder auferstehen lässt, der als "Schläfer"wohl nicht so selten in unserer Gesellschaft schlummert.Einflussnahme durch die Wirtschft in politischen Dingen ist uns nicht fremd und wird uns eigentlich in regelmäßigen Abständen in den Medien präsentiert.Aber auch die Möglichkeit, den Islamismus dazu zu nutzen,unsere Privatsphäre aufzuweichen und uns zum gläsernen Menschen zu machen, greift Eckert geschickt in seinem Thriller auf.Ein korrupter Polizeiapparat, der sicherlich das eine oder andere schwarze Schaf auch in der Realität aufweist, lässt mich immer wieder an das Zitat denken"Wenn ich an Deutschland denke in der Nacht.....". Für mich war dieses Buch ein rundrum gelungenener Thriller,der teilweise superspannend war und mich nachdenklich zurück läßt. Was kann man mehr von einem Buch erwarten ?

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  • Rezension zu "Sprengkraft" von Horst Eckert

    Sprengkraft

    HarryF

    07. October 2011 um 13:49

    "Sprengkraft" ist viel weniger ein Krimi, als viel mehr eine Momentaufnahme der aktuellen politischen Situation. Manchmal etwas langatmig, aber immer sehr interessant und lehrreich, erzählt er eine eigentlich mehrteilige Geschichte mit vielen interessanten Personen.

  • Rezension zu "Sprengkraft" von Horst Eckert

    Sprengkraft

    marion_gallus

    11. July 2011 um 21:35

    Der Kommissar Zander und seine neue Partnerin Anna Winkler sollen einen eigentlich alten Fall aufklären. Es ist 18 Monate her, dass ein marokkanischer Drogendealer erschossen wurde. Der Täter wurde bis heute nicht ermittelt. Damals war Zander noch in der Drogenfahndung beschäftigt, wurde mittlerweile jedoch aus hier nicht erwähnten Gründen in die Mordkommission versetzt. Doch Zander lässt seine alten Kontakte spielen um die Ermittlungen wieder in Gang zu bringen. Zeitgleich nimmt der vom Kölner Kurier gefeuerte und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser haltende PR-Profi Moritz Lemke das Jobangebot der Freiheitlichen Partei an. Ursprünglich waren die Freiheitlichen eine rechte Partei, wollen aber nun ihr Image vollkommen umkrempeln und ihre Wählerschaft in der Mitte suchen. Dann explodiert im Anbau einer Hinterhofmoschee eine Bombe… wer waren die Täter? Sind sie in der rechten Szene zu suchen? Als erstes möchte ich anmerken, dass ich politische Romane eigentlich gar nicht mag. Diese Verwicklungen und Machtspielereien innerhalb der Regierung und deren Apparate interessieren mich nicht besonders. Ich habe Sonntag Mittag mit Sprengkraft begonnen und war heute Nachmittag fertig. Das spricht für den Roman, denn ich konnte ihn schwer beiseite legen, weil ich sehr gefesselt war. Auf der Buchrückseite ist erwähnt, dass Eckert den Vergleich zu Grisham und le Carré nicht zu scheuen braucht. Ich fühlte mich stellenweise – vor allem im Kapitel Staatsgeheimnisse – an die Millenium Trilogie von Larsson erinnert. Auch er gewährte – wie der Autor von Sprengkraft – einen Einblick in die Machenschaften der Regierung und die Verwicklungen zur Politik. Und wie schon bei Larsson war ich in diesem Thriller auch bei diesen Passagen nicht gelangweilt, sondern interessiert und nicht verwirrt, sondern habe den Überblick behalten. Die Handlung wird in zwei Strängen erzählt, anfangs soger in dreien. Die Story um Zander, den Ermittler in der marokkanischen Szene und auf der anderen Seite die Handlung um das Geschehen rund um Moritz Lemke bei den Freiheitlichen. Der Schreibstil ist sehr gut, flüssig und fesselnd. Ich habe gemerkt, dass sich Eckert politisch sehr gut auskennt aber ich habe grossen Gefallen daran gefunden, dass er diese Dinge verständlich und nicht hochkompliziert dargestellt hat. Die Figuren kommen sehr gut rüber, der Ermittler Zander ist mir mit seiner – doch etwas besonderen Art – schnell ans Herz gewachsen. Aber auch die Nebenfiguren aus Politik und Staat und selbst die Muslime hat er sehr gut charakterisiert. Eckert hat auch die Beweggründe der „anderen Seite“ für ihre Taten ausführlich dargelegt und gezeigt, wie ernst diese Menschen den Glauben nehmen, egal wie jung sie sein mögen. Es ist schwierig dies näher zu beschreiben, ohne etwas von der Handlung zu verraten, darum lasse ich diese Einstellung einfach so stehen. Eine Kleinigkeit war mir persönlich zu „übertrieben“, ich bin der Meinung da wäre evtl. weniger etwas mehr gewesen (aber genau diese werde ich wegen Spoiler nicht verraten ;-) ) und das ist der einzige Grund für meinen halben Punktabzug. Ansonsten war ich positiv überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass mich der Thriller so fesselt und er mir so gut gefällt, nachdem ich anfangs dachte als Politthriller würde das nicht gelingen. Aber ich lasse mich ja gerne „umstimmen“ und Sprengkraft ist ein absolut empfehlenswertes Buch. Im Herbst erscheint der neue Roman von Horst Eckert – Schwarzer Schwan – und ich freue mich schon darauf. Mein Fazit: 4,5 von 5 Sternen – Sprengkraft ist ein spannender, fesselnder, sehr hintergründiger aber absolut nicht „schwieriger“ Thriller um ein hochbrisantes Thema in unserer Zeit. © Buchwelten 2011

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  • Rezension zu "Sprengkraft" von Horst Eckert

    Sprengkraft

    Karr

    26. June 2011 um 15:34

    Die "Sprengkraft" dieses Romans ist aber seine perfekte Thriller-Spannung - mit schnellen Schnitten, einer konsequent vorwärtstreibenden Geschichte und einem Finale, das wirklich überraschend ist. In Düsseldorf geht eine Bombe hoch - im wahrsten Sinn des Wortes: In einem Hinterzimmer einer Hintehofmoschee knallt es gewaltig und ein paar jugendliche Araber sind tot, einer schwer verletzt. Keine Routine für die Düsseldorfer Kripo - der Fall geht an Anna Winkler, eine junge Kommissarin, die vor einiger Zeit noch in Ex-Jusoglawien war, um dort beim Aufbau der Polizei zu helfen - und an ihren Kollegen Martin Zander. Der ist der "Padre", ein - nun sagen wir mal: Bulle von der eher zweifelhaften Sorte, dem immer noch die "Geschichte aus dem Einbruchsdezernat" nachhängt, wo mal was verschwunden ist, was nicht hätte verschwinden sollen. Wie auch immer - Anna Winkler und Martin Zander sind eh nicht allein für den Fall zuständig, schnell mischen hier alle mit, die meinen, bei einem möglichen terroristischen Hintergrund was zu sagen zu haben: Die Obermuftis aus dem Düsseldorfer Präsidium (hier treffen wir einmige ehemalige Helden aus Eckerts früheren Polizeiromanen wieder) , das BKA mit einem smarten Ermittler und nicht zuletzt auch Verfassungsschutz und Innenministerium und Bundesanwaltschaft und und und... War's denn nun wirklich eine Terrorzelle, die sich da aus Versehen selbst in die Luft gespröengt hat - so eine Art von "Sauerlandgruppe"? Mit Moritz Lemke ist das nicht die Frage. Lembke ist der Pressesprecher der FREIHEITLICHEN, einer eher... sagen wir: rechtsgestrickten Splitterpartei, die sich gerade auf dem Weg an den rechten Rand der Mitte befindet, mit ihrer neuen Vorsitzenden. Früher war Moritz Lemke mal ein seriöser politischer Journalist in Köln, jetzt ist er der Scharfmacher vom Dienst: Schnell hat er sich mit den Freiheitlichen an die Spitze derer gesetzt, die die Bombenbexplosion in Düsseldorf für ihre Zwecke ausnutzen wollen. Wer die Krimis von Horst Eckert kennt, der wird hier nicht nur viele Figuren seines Personenensembles aus dem Düsseldorfer Präsidium wiederentdecken, sondern auch einige Themen, die er schon früher behandelt hat: Korruption, Gewalt, menschliche Unzuglänglichkeit. Die "Sprengkraft" dieses Romans ist aber seine konsequente Hinwendung zum Polit-Thriller - mit schnellen Schnitten, einer konsequent vorwärtstreibenden Geschichte und einem Finale, das wirklich überraschend ist. Denn: Nichts ist so, wie es scheint.

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  • Rezension zu "Sprengkraft" von Horst Eckert

    Sprengkraft

    michael_lehmann-pape

    18. May 2011 um 15:48

    Terror in Deutschland? Vielfältig sind die Erzählfäden, die Horst Eckert in ebenso klarer wie temporeicher Sprache spinnt. Lange Zeit wie unverbunden stehen die Handlungsstränge nebeneinander, bevor sich im letzten Drittel des Buches nach und nach alles zusammenfügt, bis zur letzten Seite aber jederzeit überraschende Wendungen in den Raum stellt. In drei Richtungen beginnt Eckert seinen Roman. Zunächst wird ein alter Fall in Düsseldorf aufgerollt. Der schon länger zurückliegende Mord an einem marokkanischen Drogendealer beschäftigt den 52jährigen Kommissar Martin Zander und seine junge Kollegin Anna Winkler. Zander, der es zu Zeiten mit dem Gesetz nicht allzu genau nahm, selber damit ins Zwielicht gerät und erpressbar wurde, der in der Gegenwart noch in seinen Ermittlungen durchaus auch unkoschere Wege zu gehen versteht, hat im Auftrag des Polizeidirektors dringlich aufzuklären, wer im damaligen Mordfall die undichte Stelle seiner ehemaligen Abteilung war. Denn es gab eine. Moritz Lemke, gerade arbeitslos gewordener, freier Journalist erhält das Angebot, für die eher rechts stehende Partei „Die Freiheitlichen“ eine Kampagne zu entwerfen und anzutreiben, die einerseits einen Imagewechsel installieren soll und andererseits die Partei über die 5% Hürde zu hieven hat. Eine Arbeit, die ihn vor eine private Zerreißprobe in mehrfacher Hinsicht stellen wird. Rafi, Said und Yassin haben sich dem fundamentalistischen Verständnis des Islam zugewendet und planen einen Anschlag zu. Da explodiert bei einem ihrer konspirativen Treffen eine Bombe. Paul Veller, Landeskriminalamt, beginnt mit den Ermittlungen. Schnell steht der Verdacht im Raum, dass ein massiver Terroranschlag in Düsseldorf geplant war. Ein Verdacht, der den „Freiheitlichen“ massiven Auftrieb verleiht, der Martin Zander und Anna Winkler dem Ermittlungsteam um Veller hinzufügt (eine Zusammenarbeit, die auch private Folgen haben wird), währenddessen Zander mehr und mehr unter Druck gerät und nebenher die Puzzelstücke des damaligen Informanten seiner Abteilung versucht, zusammenzufügen. Und dann kommt doch alles anders, als die Protagonisten (und der Leser) dachten. Temporeich, gründlich recherchiert, mit Figuren versehen, die differenziert und voller Eigenwendungen im Raum stehen bietet der Roman ein nicht nachlassendes Lesevergnügen. Klar und präzise versteht Eckert, zu formulieren und aufzuzeigen. Sowohl die Traditionen und Lebensweisen arabisch stämmiger Gemeinschaften in Düsseldorf mitsamt der zunehmend kritischen Reaktion der deutschen Bevölkerung, als auch die Ermittlungsarbeit der Polizei, wie auch die politischen Verschachtelungen und Ränkespiele, hintergründige Absichten und gegenseitiges Misstrauen. Wie er den morbiden, rechten Hintergrund der besseren Gesellschaft darstellt und ins Spiel bringt, das hat eine überzeugende Kraft im Roman. Ebenso, wenn er ungefiltert das Zerlegen einer Leiche darstellt. Denn nicht jeder der Protagonisten, bei denen es Eckert gelingt, jede der Hauptfiguren zu einem Sympathieträger zu gestalten, wird das Ende des Romans erleben. Zudem legt Eckert wert auf eine Entwicklung seiner Personen, die deutlich erkennbar im Roman stattfinden. Sei es die junge Polizistin, die einige klare, private Entscheidungen zu treffen haben wird, sei es der ehemalige Grüne und grundsätzlich liberale Journalist Moritz Lemke, der an ganz anderem Ort zum Schluss anlangen wird, als er es zu Beginn sich hätte vorstellen können. Rasant, spannend, realistisch und logisch aufgebaut gilt zu recht, was hr2 Kultur formuliert: „Eckert braucht den Vergleich zu Grisham und John le Carré nicht zu scheuen“.

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  • Rezension zu "Sprengkraft" von Horst Eckert

    Sprengkraft

    Gospelsinger

    31. March 2011 um 19:22

    Ein junger marokkanischer Mann namens Rafi freundet sich mit dem Islam an und meint, er könne nun seiner Mutter Vorschriften machen. Der PR-Profi Moritz Lemke, der sich mühsam von Auftrag zu Auftrag hangelt, bekommt ein attraktives Jobangebot von einer rechten Partei, die für die Mitte wählbar werden will, und nimmt trotz aller ideologischen Bauchschmerzen an. Vor eineinhalb Jahren wurde ein marokkanischer Dealer auf offener Straße erschossen. Martin Zander und Anna Winkler rollen den bis heute ungelösten Fall wieder auf. In einer Hinterhofmoschee explodiert eine Bombe. Alles hängt mit allem zusammen, sagen wir Politikwissenschaftler, und das trifft auch auf diese auf den ersten Blick unterschiedlichen Ereignisse zu. Terror als Machtinstrument, verblendete Jugendliche, Gewalt und Angst vor Gewalt sind die Themen dieses spannenden Politthrillers. Aber auch die Korruption durch Macht, das Aufgeben aller Ideale, wenn dafür Macht und Geld winken. Vor dem Hintergrund der Integrationsdebatte und Sarrazins Polemik ist dieser Thriller hochaktuell. Der schnörkellose und gut lesbare Schreibstil trägt dazu bei, die Handlung rasant vorwärts zu treiben. Geschickt werden die verschiedenen Handlungsstränge bis zum packenden Finale miteinander verschlungen. Die Charaktere wirken mit ihren Ecken und Kanten, mit ihren auch negativen Eigenschaften, authentisch. Und die Geschichte ist realistisch. Erschreckend realistisch.

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  • Rezension zu "Sprengkraft" von Horst Eckert

    Sprengkraft

    Die Zwei

    26. January 2011 um 14:36

    Jetzt habe ich auch meinen ersten Kandidaten auf den Titel „Best of 2011“ gefunden.  „Sprengkraft“ von Horst Eckert, kann ich allen Krimi und Thriller Begeisterten nur wärmstens empfehlen. Das große Thema des Roman ist an der Integrationsdebatte von Mohammedanern in unserer Gesellschaft festgemacht. Zu Anfang werden 3 jugendliche Islamgläubige als Figuren mit ihren Hintergründen eingeführt. Dieser Teil schildert die Gedankenwelt und das langsame Abdriften in die extremistische Ecke. Parallel dazu, wird über Rauschgiftermittlungen in einem alten Fall, ein Ermittlerpaar dem Leser bekannt gemacht. Das Ganze spielt in Düsseldorf und Köln, wobei der Autor jede Menge Lokalkolorit wirken lässt. Man wird durch Düsseldorfer wie Kölner Stadtteile geführt, bis hin zu einzelnen Straßen und Lokalen. Der Kommissar ist ein Typ mit Ecken und Kanten der einem sehr schnell recht liebenswert und wirklichkeitsnah erscheint. Glatte, stromlinienförmige Typen gibt es hier nicht, fast jeder hat an seiner Vergangenheit zu tragen und dadurch gewinnt die Story sehr an Tiefe. Nachdem recht schnell in einer Hinterhofmoschee eine Bombe explodiert ist, zündet der Autor die volle Palette der Polizeiarbeit mit LKA, BKA, Bundesanwaltschaft, Geheimdiensten und politischen Verwicklungen sowie Einflussnahmen. Maulwürfe bei der Polizei sind genau so vertreten wie wie ein Bauunternehmer der aus Gründen der Einflussnahme auf den Landtag, eine Partei am Rechtsliberalen Rand zusammen mit einer ehemaligen CDU Bundestagsabgeordneten gründet und Stimmung in den einschlägigen Gazetten der Republik macht. Kurzum das Hörbuch und Buch sei allen wärmstens empfohlen. Man fällt von einem „Aha“ Erlebnis ins nächste. Für mich ist der Roman ob als Buch oder Hörbuch ein ganz heißer Kandidat für den 1. Platz in meinen Hör - / Bucherlebnissen 2011.

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  • Rezension zu "Sprengkraft" von Horst Eckert

    Sprengkraft

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. January 2011 um 23:33

    Sehr guter Polit-Krimi. Unbedingt lesenswert.

  • Rezension zu "Sprengkraft" von Horst Eckert

    Sprengkraft

    hebersch

    26. October 2009 um 07:49

    Genial, wie der Schriftsteller wieder einmal aktuelle politische Situationen (geplanter Moscheebau in Köln) mit einem spannend erzählten Kriminalfall verknüpft. Man nimmt ihm die unheilvolle Rolle der staatlichen Behörden glaubhaft ab und kann nur hoffen, dass unsere Gesellschaft die Brisanz und Sprengkraft die Horst Eckert skizziert auch aushält. Aktueller und spannender Thriller, der auch die Funktion der Medien und der Parteien (Inclusive Interessengrupen) thematisiert. Ein tolles und kluges Buch.

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  • Rezension zu "Sprengkraft" von Horst Eckert

    Sprengkraft

    dubh

    16. May 2009 um 19:52

    Horst Eckert hat sich mal wieder einem sehr aktuellen Thema gewidmet: die Angst unserer Gesellschaft vor islamistischem Terror. Anna Winkler und der ihr neu zugeteilte Kollege Martin Zander sollen sich um einen alten Fall kümmern, der seit mehreren Monaten ungeklärt ist: ein Dealer mit marokkanischer Herkunft wurde auf offener Straße erschossen. Der Täter konnte nie ermittelt und gefasst werden - vermutlich weil es einen Maulwurf in der Drogenfahnung gab. Die zweite Geschichte, die erzählt wird, ist die von Rafi, dem kleineren Bruder des Erschossenen, der sich mittlerweile zu einem Fundamentalisten entwickelt und mit anderen religiösen Fanatikern zusammengetan hat. Sie sind auf der Suche nach einer Bombe um möglichst viele Ungläubige zu töten... Die dritte und letzte Ebene des Krimis spielt in einer ganz anderen 'Szene': in Düsseldorf formiert sich eine rechtspopulistische Partei neu und macht sich die wachsende Angst vor einem möglichen Dschihad in Deutschland zu Nutze. Dabei wird natürlich auch gerne Öl ins Feuer gegossen und getrickst, was das Zeug hält. Doch als die Bombe tatsächlich zündet, sind 'Die Freiheitlichen' diejenigen, die heftig provitieren. Doch wer lenkt die Partei eigentlich? "Sprengkraft" ist ein sehr spannender Krimi, der Probleme in der Gesellschaft thematisiert und auch Mißstände anspricht. Anhand der Figur Moritz Lemke, einem PR-Profi, zeigt Horst Eckert, wie leicht Menschen mit politischer Macht manipulierbar sind: während Lemke anfangs den Job bei den 'Freiheitlichen' nur aus Geldsorgen annimmt, wird er selbst immer tiefer in die Meinungsmache hineingezogen - obwohl er anfänglich noch einen deutlich anderen politischen Standpunkt hatte. Auch die Auflösung des Falles (oder besser gesagt mehrerer Fälle) wirkt auf mich durchdacht und logisch, wenngleich auch nicht völlig unerwartet. Aber dies trägt schließlich auch zur Realitätsnähe bei... Zudem gefällt mir an diesem Krimi die Darstellung der Polizeiarbeit. Ich hatte nicht den Eindruck, dass plötzlich alles stillsteht, nur noch der eine, womöglich blutige Fall existiert - wie so oft bei Krimis/ Thrillern. Nein, hier gibt es mehrere Handlungsstränge und die wirken auf mich alle sehr plausibel und realistisch. Zudem sind die Kollegen Anna Winklers auch nicht die 'Superbullen', wie man sie aus so manch anderem Genretitel kennt, sondern ganz normale Menschen, die duchschnittliche Meinungen und Fehler haben. So ist Martin Zander an der Seite Winklers ein ziemliches Arschloch: rassistisch und sexsistisch, dass selbst die relativ ruhige Kommissarin so ihre Probleme hat. Und auch wenn dieses Gehabe manchmal fast ein wenig überzogen scheint, so erfüllt es seinen Zweck: es zeigt, mit welchen Problemen auch in dieser Berufsgruppe zu kämpfen ist. Bei den 'Freiheitlichen' wiederum hat sich Eckert auch so mancher Anleihe bedient: nicht nur einmal fühlte ich mich an die Jörg Haiders und Ronald B. Schills dieser Welt erinnert... Chapeau, Horst Eckert ist in meinen Augen definitiv einer der besten (deutschen) Krimischreiberlinge!

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