Horst Eckert Wolfsspinne

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Inhaltsangabe zu „Wolfsspinne“ von Horst Eckert

Ein hochbrisanter Thriller, der die offizielle Version zum Thema NSU infrage stellt. Eisenach, 2011: Zwei Männer liegen tot in einem Wohnmobil – Mitglieder des rechtsextremen Terror-Trios, das jahrelang unerkannt gemordet hat. Aber was passierte wirklich? Ein Mann hat den 'Nationalsozialistischen Untergrund' für den Verfassungsschutz beobachtet. Er kennt die Wahrheit. Doch er weiß, dass er für immer schweigen muss. Jahre später wird in Düsseldorf die Promiwirtin Melli Franck ermordet. Hauptkommissar Vincent Veih ahnt noch nicht, dass es sein persönlichster Fall werden wird. Und als weitere Morde geschehen, stößt er auf eine Fährte, die in die Vergangenheit weist: zur 'Aktion Wolfsspinne' – und zum NSU.

Die Vermischung von Realität und Fiktion macht dieses Buch zu einer spannenden Lektüre

— Bonbosai

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Die Wendungen waren unvorhersehbar &spannend, es war auch toll geschrieben, aber es wirkte leider alles sehr konstruiert & unwahrscheinlich.

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    Wolfsspinne

    walli007

    03. September 2017 um 12:52

    Die bekannte Düsseldorfer Wirtin Melli Franck wird in ihrem Lokal tot aufgefunden. Der Leiter der Mordkommission Vincent Che Veih übernimmt die Ermittlungen. Völlig unklar ist zunächst ein Mordmotiv. Melli Franck war ein eher unbeschriebenes Blatt und so liegt zunächst die Vermutung nahe, es könnte es um eine Zufallstat gehandelt haben. Schnell jedoch ergeben sich Hinweise, die doch eher auf einen geplanten Mord hindeuten. Spuren führen sowohl ins Drogenmilieu als auch in die rechte Szene. Und so gewinnt der Fall eine ungeahnte Brisanz. Gegen Vincent, der im Rahmen einer Demo gegen Rechts, an der er als Privatmensch teilgenommen hatte, in eine Rangelei geraten war, wird ebenfalls ermittelt.  Was mit einem relativ harmlos anmutenden Mord beginnt, wächst sich in Vincent Che Veihs drittem Fall zu einer komplizierten und vielschichtigen Ermittlung aus. Drogen, Politik, die Diskussion, wie sich Beamte in der Öffentlichkeit zu verhalten haben vor dem Hintergrund einer Mordserie, die bereits aufgeklärt schien. Für die Ermittler geht es hart zur Sache und für Vincent wird klar, welche seiner Kollegen wirklich hinter ihm stehen und welche eigene Ziele verfolgen. Die Situation ist vertrackt. Doch der Kommissar lässt sich nicht beirren und fährt mit seinen Nachforschungen zur Aufklärung des Mordes und der weiteren Umstände fort. Je tiefer er dabei vordringt, desto unglaublicher und gerade deswegen glaubhafter wird das, was er herausfindet. Puh, man zweifelt ja schon so manches Mal an den Vorgängen in diesem Staat. Hin und wieder kommt sogar der Gedanke, mit den Machenschaften des Staates ist es ähnlich wie mit den Packungsbeilagen der Medikamente. Je weniger man liest, desto besser, schließlich soll es ja helfen. Und so ist man hin und her gerissen zwischen dem Bedürfnis zu wissen und dem Wunsch, den Kopf in den Sand zu stecken. Schließlich enden viele Dinge, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden, mit strengeren Gesetzen und mehr Einfluss für den Staat. Da sollte es aber irgendwann eine Grenze geben. Gerade gegen den Rechtsextremismus müsste viel stärker vorgegangen werden. Natürlich sind auch andere Krawalle zu verfolgen, doch wirken diese im Vergleich harmloser. Beinahe könnte man befürchten, wir seien sie nie richtig losgeworden. Und so kann es nur eine Aufgabe sein, immer wieder zu mahnen, zu verfolgen und gewissen Entwicklungen möglichst früh entgegen zu treten. Gerade in der heutigen Zeit, in der Wahlen oder Abstimmungen mitunter sehr eigenartig ausgehen, wollen wir unsere Freiheit und Demokratie behalten, vielleicht sogar den Glauben an den Staat. Wenn dann im Rahmen einer einfachen Mordermittlung ordentlich aufgerüttelt wird und etliche Fragezeichen im Denkapparat erzeugt wurden, kann das Fazit nur lauten: äußerst lesenswert. 4,5 Sterne

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  • Genial komplexes Werk - sehr spannend und sehr ehrlich

    Wolfsspinne

    Kerstin_KeJasBlog

    08. January 2017 um 21:21

    Es verblüfft mich immer wieder wie es die AutorInnen schaffen mich so in eine Geschichte hineinzuziehen. Kopfkino, ausgelöst durch ein paar Worte oder Schilderungen bringen Erinnerungen an Vorfälle, Gesichter aus Zeitungsberichten und den Nachrichten, ein verbranntes Wohnmobil, Anschläge, Mord und Totschlag an unschuldigen Menschen. Band 1 (Schwarzlicht) fand ich schon gut, Band 2 (Schattenboxer) klasse aber dieser 3. Band toppt alles. Ein unwahrscheinlich komplexes Werk hat der Autor Horst Eckert hier geschaffen. Es liest sich aber trotz dieser Komplexität  unwahrscheinlich gut. Vielleicht auch da die Protagonisten so echt dargestellt sind. Der Einstieg mit dem Prolog lässt einen erahnen was da kommt und doch wurde ich durch die mehr als gelungenen Zeitsprünge und denen damit verbundenen Einzelschicksalen überrascht.  Vincent Che Veih ist auch hier der Hauptprotagonist. Als Leiter des KK11 kämpft er wieder gegen die Bösen, von denen sich so mancher auch in den eigenen Reihen befindet. Auch seine Mutter Brigitte, eine ehemalige Terroristin ist wieder mit dabei und mittlerweile habe ich mich echt an sie gewöhnt. Vincent ist und bleibt sich treu. Unerschütterlich geht er seinen Weg und stolpert duchaus auch mal über die Wackersteine die man ihm vor die Füße wirft. Ein integer und intelligenter Mensch. Neben Vincent ist da aber noch eine andere Person, die durch den Autor stückchenweise erzählt wird – Ronny. Er ist die Wolfsspinne – ein Meister der Tarnung, der irgendwann nach langer Vorbereitung und unendlicher Geduld blitzschnell zuschlägt. Ein V-Man, bereits vor Jahren eingeschleust in die Szene des nationalsozialistischen Untergunds (NSU) weiss selbst nicht mehr so genau wer oder was er wirklich ist. Er verschwimmt mit den Menschen in seinem Umfeld und wird zum Mittäter. Seinen Werdegang zu verfolgen war ein hin und her. Kann ich diesen Menschen verstehen? Kann ich seine Handlungen nachvollziehen? Mag ich ihn auch als Mörder? Seltsamerweise ja, denn um ein vielfaches schlimmer empfand ich die Auftraggeber. Was in dieser Geschichte vertuscht, bereinigt und gelogen wurde hat mich mehr als einmal erschrocken und nachdenklich gemacht.  Gewiss, dieser Thriller ist fiktiv aber da hängt ein riesiger Rattenschwanz an Realität hintendran. Mehr als einmal kam bei mir dieser Aha-Effekt auf. Sieh an, sieh an – so läuft es im Buch und wahrscheinlich auch in echten Leben. Geheimdienste, Verfassungsschutz, Terroristen, NSU, Drogenhandel, Korruption und die unersättliche Gier nach immer mehr Geld. Koste es was es wolle – selbst Menschenleben sind da nichts wert. Spannung, durchgehend vom Prolog an beginnend. Hier hatte ich keinen Durchhänger sondern musste durchlesen – bei den letzten 100 Seiten habe ich mich fast überschlagen, da diese rasante ‚Fahrt‘ durch die Jahre 2011 und 2015, zwischen Eisenach und Düsseldorf, immer schneller wurde und das Ziel um das Ende dieser Geschichte immer näher kam. So vieles das ich noch wissen wollte. Wer schafft es, wer bleibt auf der Strecke? Gibt es Gerechtigkeit? Kann sich Vincent den Weg zwischen den Hindernissen bahnen? Wer ist Unterstützer, wer Sympathisant? Wer spielt falsch und was erwartet Ronny, Vincent und all die anderen dieser Geschichte noch? Es wurde alles geklärt – keine offenen Fragen mehr. Fast, denn es bleibt ein bitterer Beigeschmack. Die Geschichte hat ein Ende aber im wahren Leben geht es einfach weiter….mit dem Wahnsinn. Absolute Leseempfehlung für alle die noch mit Herz und Verstand lesen und auch die Seiten 479 – 488 nicht überspringen. Was da steht? Die Namen der Opfer rechter Gewalt seit dem 3. Oktober 1990. Ein einziger wäre schon zuviel, hier sind es Dutzende. c)K.B. 01/2017

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  • super spannend und nah an der Realität

    Wolfsspinne

    robbylesegern

    10. December 2016 um 17:48

    Herr Eckert kann es einfach .Er vermischt auch in diesem, seinem neuen Buch " Wolfsspinne " Realität und Fiktion und bietet dem Leser damit mehr als spannende Lesestunden. Ich konnte mich kaum von seinem neuen Buch lösen, da die Nähe zur Realität mich immer wieder nur denken ließ. Ja, genauso ist es, da hat der Autor wieder ins Schwarze getroffen, aber worum geht es ?Es geht um Rechtsextremismus und seine Verflechtung in den deutschen Geheimdienst, es geht um den umstrittenen Tod zweier NSU Leute , die im Jahr 2011 in einem ausgebrannten Wohnwagen gefunden wurden und um einen Mord, der 2015 an einer Restaurantbesitzerin stattfand und Spuren zum Drogenmilieu zeigt.Schon Wolfgang Schorlau hat in seinem Buch " Die schützende Hand " den Tod der beiden Rechtsterroristen Mundlos und Böhnhardt als Thema genommen und einen sehr realitätsnahen Krimi geschrieben, dessen Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwammen. Horst Eckert leuchtet dieses Thema noch weiter aus und beschäftigt sich in seinem neuen Buch zum Teil mit dem " Mörder " der beiden Terroristen und seiner Verbindung zum deutschen Geheimdienst.Für den sympathischen Vincent Veih, den Kommissar des KK 11 in Düsseldorf, ist dieser Fall nicht nur ein persönlicher, sondern auch ein sehr schwieriger Fall, da er mehrere Morde aufklären muss, die alle im Zusammenhang miteinander stehen. Außerdem muss er sich gegen Kollegen und Vorgesetzte zur Wehr setzen, die ihn aus dem Amt boxen wollen. Also viele Baustellen für den Kommissar, dessen Privatleben auch wieder ein Rolle in diesem Buch spielt.Trotzdem dieses Buch der dritte Band einer Reihe ist, kann man es auch allein lesen, da es sich um einen abgeschlossenen Fall handelt. Aber ich kann nur sagen, dass man einiges verpasst, wenn man die anderen Bücher dieses Autor nicht liest, da sie alle für sich einfach großartig sind.Die Vermischung von Fiktion und Realität ist fließend und manchmal weiß man nicht, ob das Geschriebene sich wirklich ereignet hat, oder der Fantasie des Autors entstammt,. Auch wenn er die Namen der Rechtsterroristen Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe nicht nennt, weiß man sofort, um wen es sich handelt. Die Geschichte als solches ist gut aufgebaut, die Personen sehr realistisch dargestellt, auch in ihrem Handeln und die Geschehnisse , die geschildert werden, durchaus vorstellbar.Die Bücher von Herrn Eckert zu verpassen ist nicht nur eine Bildungslücke, sondern man verpasst auch super spannende Lesestunden, die ich nicht mehr missen möchte.Ich bin schon jetzt gespannt, welches Thema er sich in seinem nächsten Buch vornimmt.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931

    kubine

    01. December 2016 um 18:13
  • Sprachlich eine Zumutung

    Wolfsspinne

    Pongokater

    20. November 2016 um 18:01

    Für jeden, der auch an einen Krimi einen gewissen sprachlichen Anspruch hat, ist dieses Werk eine Zumutung. Mag der Inhalt noch so relevant sein, nach 30 Seiten bin ich ausgestiegen.

  • LeseMaus liest

    Wolfsspinne

    Zickemausi

    10. November 2016 um 00:40

    🐁🐁🐁🐁🐁Ein Highlight des Jahres Zuerst einmal fand ich es sehr spannend, das dieses Buch in Teilen an Orten spielt, die ich kenne und an denen ich zu Hause bin... Zum Inhalt, man wünscht sich das dieses Buch reine Fiktion ist und nichts der Wahrheit entspricht. Aber wir wissen es besser, und das macht mich wütend und auch traurig, das es möglich ist, das in Deutschland die NSU gedeckt und die Pegida so viel Zulauf hat. Ein Thriller, der sehr zeitaktuell ist und und mich vom Prolog an gefesselt hat und mich bis zum Anhang nicht mehr losgelassen hat! R. I. P ALLEN OPFERN RECHTER GEWALT!!!

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  • Wahrheit oder Fiktion ?

    Wolfsspinne

    MissNorge

    06. November 2016 um 10:17

    Kurz zum Inhalt~ 2011 ~In Eisenach wird eine Bank überfallen. Kurze Zeit später werden zwei männliche Leichen in einem ausgebrannten Wohnmobil aufgefunden. Wir kennen diesen Fall auch in "echt" wo die Polizei von Selbstmord ausgeht, Horst Eckert bringt hier aber eine dritte Person ins Spiel, die die Männer ermordet haben soll.~ 2015 ~Die Wirtin eines In-Restaurants, Melli Franck, wird brutal ermordet in ihrem Lokal aufgefunden. Veih und sein Team beginnen mit den Ermittlungen und kommen erst auf eine Spur die ins Drogenmillieu führt, aber dann kommen immer mehr Hinweise hinzu, das auch hier die NSU ihre Finger im Spiel hat.Meine Meinung Mein erster Politthriller und ich habe festgestellt, daß das Thema in einen Thriller verpackt wurde, der sehr gut recherchiert und packend zu lesen ist. Die verschiedenen Handlungsstränge sind übersichtlich und nähern sich logischerweise immer mehr an.Extrem berührend fand ich den Prolog, den Epilog und den Anhang. Im Prolog und Epilog kommt ein Kind eines der NSU-Opfers zu Wort und das berührt sehr, wie die Familie ihr "normales Leben" verliert und sehen muss wie sie weiter klarkommen, wie sehr der Vater vermisst wird. Der Anhang, der über 10 Seiten geht, führt uns nochmal namentlich alle Todesopfer rechter Gewalt vor Augen seit 1999. Diese extrem lange Liste hat mich echt geschockt.Horst Eckert schafft es die ganzen, immer noch aktuelle Themen, interessant zu beschreiben und in einer Story unterzubekommen, ohne das es beim Lesen gezwungen und überlastet wirkt. Als Charakter hat mir Ronny Vogt sehr gut gefallen, als Undercovermann, der bei der NSU-Truppe eingeschleust wurde und sich ihnen anpassen musste, um nicht aufzufliegen. Er ging über seine persönlichen Grenzen, er musste morden und seine Gedanken auf "rechts" drehen um in der Gruppe angesehen zu sein und vor allem um nicht aufzufallen. Beim Lesen der Geschichte verwendet Eckert zwar andere Namen für die NSU-Terror-Zelle, aber man weiß sofort wer eigentlich damit in echt gemeint ist.Tja und wer weiß wie es nun eigentlich wirklich war? Haben uns Geheimdienst und Verfassungsschutz die Wahrheit gesagt? Ich glaube das wir Bürger gar nicht alles wissen sollen und auch niemals wissen werden. Ein Buch welches mich, aufgrund des brisanten Themas fesseln konnte, aber mich nicht zum Fan dieses Genres *Politthriller* machen wird.

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  • Rezension zu Wolfsspinne

    Wolfsspinne

    KruemelGizmo

    01. November 2016 um 15:54

    Eisenach, 2011: Zwei Männer werden tot in ihrem Wohnwagen aufgefunden, alles deutet zuerst auf einen erweiterten Selbstmord hin. Sie gehörten einer rechtsextremistischen Terror-Gruppe an, dem NSU. Aber was geschah wirklich? Ronny Vogt, Undercoverermittler beim Verfassungsschutz könnte diese Frage beantworten, doch er muss schweigen. Düsseldorf, 2015: Melli Franck, Wirtin des Promilokals „Greens“ wird ermordet aufgefunden. Hauptkommisar Vincent Veih ermittelt in diesem Fall. Die ersten Spuren führen ins Drogenmilieu, als aber weitere Morde geschehen, stößt Vincent auf eine Spur, die in die Vergangheit führt, zur „Aktion Wolfsspinne“, die eng mit der NSU verknüpft ist… Wolfsspinne ist der dritte Teil um den Hauptkommissar Vincent „Che“ Veih aus der Feder von Horst Eckert. Die Geschichte teilt sich in zwei Erzählsträngen, die sich erst nach und nach zusammenfügen und dann ein Gesamtbild entstehen lassen. In Eisenach ermittelt 2011 Ronny Vogt für den Verfassungsschutz in der rechtsextremen Szene und ist dem NSU dabei näher als ihm lieb ist. Als zwei Männer der NSU tot in einem Wohnwagen aufgefunden werden, weiß nur Ronny was genau geschehen ist und muss auf Anweisung seines Vorgesetzten schweigen. 2015: in Düsseldorf wird die Wirtin Melli Franck brutal ermordet, die ersten Spuren führen Vincent Veih und sein Team ins Drogenmillieu, aber bald ist klar das wesentlich mehr dahintersteckt. Die Ermittlungen erweisen sich mehr als schwierig, und das Vincent Veih sich auch noch gegen innerpolitische Machtkämpfe in der Abteilung wehren muss, gestaltet die Sache nicht einfacher. Für mich war dieser dritte Teil der erste den ich aus dieser Reihe gelesen habe. Für das Verständnis fand ich es nicht notwendig die beiden Vorgänger zu kennen, während der Geschichte wird genug erläutert um die Dynamik um Vincent Veih verstehen zu können. Die Geschichte beginnt wirklich spannend und schnell war ich von ihr richtig gefesselt. Dem  Autor ist es wunderbar gelungen aktuelle Themen, wie NSU, die Widersprüche des Prozesses, V-Leute des Verfassungsschutzes Fremdenfeindlichkeit, Flüchtlingspolitik und politische Ränke in den Führungsetagen der Polizei in einem spannenden und fesselnden fiktiven Politthriller zu verweben, ohne dass ich das Gefühl einer Verschwörungstheorie bekam. Die Protagonisten empfand ich glaubhaft und sympathisch, allerdings empfand ich Vincent Veih doch so ein klein wenig zu gut um wahr zu sein. Mit Ronny Vogt, hat der Autor einen Charakter geschaffen, der mir als Leser das Undercoverleben eines Ermittlers näher gebracht hat, die Konflikte die sie austragen müssen, gegen ihre inneren Überzeugungen zu handeln, sich gegen Beeinflussungen zu erwehren und in welche Gefahr sie sich und ihre Seele bringen können. Der Spannungsbogen war geschickt aufgebaut und blieb für mich konstant hoch bis zum Finale. „Wolfsspinne“ stellt für mich auf jeden Fall ein Lese-Highlight in diesem Jahr dar.   Mein Fazit: Ein wirklich spannender Politthriller, ein Pageturner und Lese-Highlight! Klare Leseempfehlung für diesen tollen Thriller!

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    • 9
  • Der Schoß ist fruchtbar noch

    Wolfsspinne

    Havers

    13. October 2016 um 11:44

    Wie Wolfgang Schorlau ist auch Horst Eckert ein Schwergewicht unter den deutschen Thrillerautoren. Beide behandeln in ihren Büchern aktuelle Themen der gesellschaftspolitischen Situation in Deutschland. Und beweisen einmal mehr, dass die Realität sehr oft wesentlich spannender als die Fiktion sein kann. Wie Schorlau in „Die schützende Hand“ beschäftigt sich Eckert in seinem neuesten Politthriller „Wolfsspinne“ mit den Aktivitäten der NSU und deren aktiver und monetären Unterstützung durch staatliche Stellen. Aber er geht noch einen Schritt weiter als der Stuttgarter Autor, belässt er es doch nicht bei der bloßen Auflistung der Fakten und deren Interpretation (wobei das allein schon höchst spannend ist), sondern entwickelt aus den tatsächlichen Ereignissen eine überaus realistische und plausible Was-hätte-sein-können-Story. Vincent Che Veih und Ronny Vogt, 2011 und 2015, Düsseldorf und Eisenach, Polizeiarbeit und Verfassungsschutz. Dazu Tötungsdelikte, Drogen, Banküberfälle, betrügerische Immobliengeschäfte sowie NSU, Neonazi-Organisationen, Pegida, Flüchtlinge und diverse private Verwicklungen. Das mag auf den ersten Blick eine unglaubliche Stoffmenge sein, aber die Meisterschaft Eckerts besteht darin, all diese unterschiedlichen Themen so gekonnt miteinander zu verquicken, dass der Leser zu keinem Zeitpunkt den Eindruck hat, eine völlig überfrachtete Geschichte zu lesen, im Gegenteil. Alles hat seine Berechtigung und jedes Steinchen ist an seinem Platz, um abschließend ein Mosaik zu präsentieren, wie es perfekter nicht sein könnte. Verschiedene Perspektiven und Orts- und Zeitenwechsel bringen von Beginn  an Spannung und ein hohes Tempo in die Handlung, das bis zum Ende anhält. Und jeder Leser, der auch nur ansatzweise durch die Medien mit den Ermittlungen in der NSU-Affäre vertraut ist, wird den quasi fiktiven Personen reale Namen zuordnen können. Als gelernter Journalist hat Eckert ausgezeichnete Recherchearbeit geleistet, die seinen neuesten Thriller um Vincent Veih und das Düsseldorfer KK11 nicht nur zu einer spannenden sondern zugleich auch einer erschreckenden Lektüre machen. Siehe dazu auch den Anhang, in dem unzählige Opfer rechtsextrem motivierter Gewalttäter seit 1990 aufgezählt werden, denn „statt die Radikalisierung der Szene zu stoppen, förderte der Geheimdienst sie mit Steuergeldern“ (S. 415). Absolut beschämend! Wie bereits Bertolt Brecht in „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ schrieb: „Der Schoß ist fruchtbar noch…“. „Wolfsspinne“ ist definitiv ein Highlight unter den Thriller-/Krimiveröffentlichungen  in diesem Jahr. Deshalb nachdrückliche Leseempfehlung meinerseits!

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  • Neues vom NSU.

    Wolfsspinne

    Gulan

    10. October 2016 um 15:39

    Ronny fuhr nicht schneller als achtzig Sachen und hielt sich strikt auf der rechten Spur, um keinen Unfall zu riskieren. Er war noch immer aufgewühlt. Eine Art Schüttelfrost und Übelkeit. Auch das Pfeifen im Ohr wollte nicht vergehen. Schluss damit, sagte sich Ronny. Nie mehr Undercover. Gebt mir einen Schreibtischjob: Eingangspost sortieren, Stempel auf Aktenstücke drücken, Vorgänge abheften, irgend so etwas. Nur eine letzte Sache gab es noch zu tun. Eine weitere Person war auszuschalten, und Ronny war sich bewusst, was vom Gelingen der Aktion Wolfsspinne abhing. Nicht bloß die Karriere einiger Beamter. Nicht nur seine eigene Freiheit. Es ging um weitaus Grundsätzlicheres. (S. 162) Hauptkommissar Vincent Veih ermittelt im Mordfall an einer Düsseldorfer Promiwirtin. Die Tote konsumierte und dealte in kleinem Rahmen mit Crystal Meth. Somit verfolgt die Mordkommission eine Spur ins Drogenmilieu. Dort hält sich auch der LKA-Undercover-Beamte Ronny Vogt auf. Er ist erst seit kurzem in Düsseldorf und war vorher für den Thüringer Verfassungsschutz in der Neonaziszene tätig. Dabei war er bei den Geschehnissen rund um den NSU näher dran als ihm lieb sein konnte. Und nun scheint ihn diese Vergangenheit in Düsseldorf wieder einzuholen. Ronny ist beim Imbissbudenbetreiber Bischoff eingeschleust worden, da dieser im Verdacht steht, nicht nur Pommes und Würste, sondern auch Crystal Meth in der Stadt zu verteilen. Doch Bischoff setzt Ronny bevorzugt im Imbisslokal des Pächters Dennis Molitor ein, einer stadtbekannten Neonazigröße. Da Ronnys V-Mann-Aktivitäten nie aufgedeckt wurden, ist er bei den Neonazis ein geachteter Mann, stand er damals doch in engem Kontakt zum Nationalsozialistischen Untergrund. Doch seine Tarnung droht aufzufliegen, als ausgerechnet sein Cousin Vincent Veih, den er seit Anfang der 90er nicht mehr gesehen hat, im Rahmen seiner Ermittlungen bei den Bischoffs auftaucht. Nachdem ich erst vor kurzem der zweiten Teil der Reihe, „Schattenboxer“, gelesen habe, habe ich mir nun den nächsten Teil deutlich schneller vorgenommen. Mit „Wolfsspinne“ greift Autor Horst Eckert eines der heißesten Themen derzeit in Deutschland auf: Der NSU und das zunehmende Wiedererstarken rechtsradikaler Gruppen. Aber anders als sein Kollege Wolfgang Schorlau in „Die schützende Hand“ begnügt sich Eckert nicht mit der Enthüllung der Ungereimtheiten, sondern erzählt die Geschichte weiter. Dabei verwendet er allerdings nicht die Klarnamen des NSU-Trios, Beate Zschäpe heißt bei ihm Liese Schittko. Außerdem begnügt sich Horst Eckert nicht nur mit dem Thema NSU und „neue Rechte“, sondern zieht Verbindungen zwischen verschiedenen Milieus und schafft Raum für weitere Themenfelder wie Crystal Meth und schmutzige Immobiliendeals. So ergeben sich zwei Handlungsstränge, die sich freilich am Ende miteinander verbinden. Eckerts Protagonist Vincent Che Veih ist eine authentische, durchweg positiv besetzte Figur. Leiter des Kommissariats, ein ehrlicher, loyaler, unbestechlicher Polizist. Das Besondere an ihm ist seine Familiengeschichte: Mutter Ex-RAF-Terroristin, Großvater Ex-Nazi, der später in der Düsseldorfer Polizei Karriere machte. Manch einer mag dies für zu konstruiert halten, aber Eckert versteht es geschickt, diese Konstellationen für seine Plots zu nutzen, so dass er entgegen seiner alten Überzeugung doch eine Krimireihe begonnen hat (siehe unten). In diesem Buch tritt dann noch ein Verwandter von Vincent auf den Plan. Ronny, sein Cousin aus dem Osten, vom ewigen Undercover-Job ausgebrannt, aber immer noch im Dienst. Seine Vergangenheit lastet auf ihm, war er doch so etwas wie der vierte Mann der NSU und weiß genau, was damals im November 2011 in Eisenach tatsächlich passierte, als zwei rechte Terroristen in einem Wohnmobil starben. Der Roman ist zugleich Whodunnit und Politthriller. Und was man bei Horst Eckert auf jeden Fall mit dazubekommt: Einen waschechten Polizeiroman. Der Leser bekommt also nicht nur die Ermittlungsarbeit und den üblichen Privatkram der Hauptfigur mit, sondern einen Einblick in eine Mordkommission und Polizeibehörde, mit Intrigen, Verfehlungen, Machtspielen, aber auch Loyalität und Freundschaft. Sehr selten in deutschen Landen. Der Autor erzählt die Geschichte mit wachsender Spannung, wechselnden Perspektiven und einer gelungenen Mischung aus Fakten und Fiktion. Insgesamt ist „Wolfsspinne“ ein absolut stimmiger Kriminalroman mit politisch-brisantem Thema.

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    • 9
  • Ein brisanter Thriller, der geschickt (erschreckend viel) Realität und (weniger) Fiktion vermischt

    Wolfsspinne

    marion_gallus

    07. October 2016 um 22:02

    Die bekannte Gastronomiebesitzerin Melli Franck wird in ihrem Restaurant brutal ermordet. Ermittlungsfäden führen ins Drogenmilieu, doch Vincent Veih deckt während seinen Ermittlungen Zusammenhänge auf, die um viele Jahre zurückreichen. Dem Kommissar werden seine Ermittlungen erschwert, man will ihn wegen angeblichem Fehlverhalten während einer Demo aus der Leiterfunktion kicken. Doch Vincent Veih geht seiner Spurensuche ungeniert weiter und er deckt Verbindungen auf, die zur sogenannten Aktion „Wolfsspinne“ führen, einer verdeckten Aktion die vor langer Zeit direkt zum NSU (Nationalsozialistischen Untergrund) führte …. *** Ich lese die Romane von Horst Eckert „erst“ seit seinem Roman „Sprengkraft“. Und auch wenn ich mich wiederhole: Ich lese die Krimis/Thriller von ihm einfach sehr gerne, weil er die wunderbare Gabe hat, spannende politische Thriller zu schreiben, die mich fesseln, obwohl ich politische Thriller nicht mag. Dies ist der dritte Roman um seinen Kommissar Vincent Che Veih, dem Ermittler mit einer Mutter, die eine extrem terroristische Vergangenheit hat und einem Großvater, der auch nicht ohne Ruf ist. Der Roman wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einmal in der Gegenwart und dann immer wieder im Jahre 2011, als die Aktion „Wolfsspinne“ lief. Und diese zwei Plots verbinden sich im Laufe der Story miteinander, fügen sich immer mehr zusammen. Man merkt zum einen, dass sich dem Autor beim Thema NSU und Rechtsradikalismus mehr als die Nackenhaare sträuben und er zum zweiten sehr intensiv recherchiert hat. Dies zeigt sich nicht nur im Laufe der Handlung, wo er Realität und Fiktion geschickt miteinander verknüpft.Man merkt es auch am, für mich, extrem beklemmenden Anhang. Hier listet Eckert sämtliche Opfer rechter Gewalt seit dem ersten Tag der Deutschen Einheit im Jahre 1990 auf. Mich hat es betroffen gemacht, die Namen der Opfer von Mölln und Solingen (Familie Gen) wieder vor mir zu sehen. Schreckliche Ereignisse, die als weit entfernte Erinnerungen tief in meinem Hirn schlummerten. Unter all diesen Opfer sind sowohl Deutsche, als auch Ausländer und sie sind in allen Bundesländern zu verzeichnen. Erschreckend und leider immer noch unser täglicher Begleiter. Die Handlung ist spannend, fesselnd und hat mich absolut in ihren Bann gezogen. Verwicklungen und Verbindungen der irrsinnigsten Art und Weise werden hier aufgezeigt. Der Leser weiß stellenweise nicht mehr, wer nun überhaupt für wen arbeitet und ob diese Person tatsächlich die ist, die sie vorgibt zu sein. All dies ist sehr geschickt ausgearbeitet und man fiebert einfach mit. Neben Vincent Veih sticht für mich die sehr gute und tiefgründige Zeichnung des Charakters von Ronny Vogt heraus. Diese Figur ist aus sich selbst gewachsen. Mehr verrate ich nicht, lest einfach selbst.Auch wenn es sich hier um eine Reihe handelt bin ich der Meinung, dass auch jeder Roman für sich selbst steht und es dem Verständnis keinen Abbruch tut, wenn man „quer einsteigt“. .Mein Fazit: Ein hochbrisanter Politthriller, der geschickt (erschreckend viel) Realität und (weniger) Fiktion vermischt und dadurch eine spannende Lektüre bietet, die viel Stoff zum Nachdenken liefert und einen unangenehmen Nachgeschmack hinterlässt. © Buchwelten 2016

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  • Wirkt erschreckend authentisch ...

    Wolfsspinne

    angi_stumpf

    27. September 2016 um 22:11

    Die Geschichte: Melli Franck betreibt ein Restaurant, in dem sich auch Promis die Klinke in die Hand geben. Doch ihre Berühmtheit schützt sie nicht davor, Opfer eines grausamen Verbrechens zu werden: sie wird von Unbekannten misshandelt und ermordet. Hauptkommissar Vincent Veih soll mit seinem Team die Täter finden, doch davon lenken ihn persönliche Probleme leider sehr ab. Auf einer Demo gerät er zwischen die Fronten und ziert unfreiwillig die Titelblätter der Tageszeitungen. Trotzdem lässt er sich nicht von seiner Arbeit abbringen und ist bald auf einer Spur, die ihn in die Vergangenheit führt … was haben die NSU-Morde mit seinen Ermittlungen zu tun? Meine Meinung: Jeder wird sie aus den Medien kennen: die mit dem Unwort des Jahres 2011 betitelten “Döner-Morde”. Eine Verbrechensserie, die sich über mehrere Jahre erstreckte und bei deren Aufklärung viele Ungereimtheiten und Pannen auftraten. Die wahren Fakten sind an sich schon spannend und mysteriös, aber Horst Eckert macht daraus einen fesselnden Thriller, der die Ereignisse in der Vergangenheit geschickt mit fiktiven Verbrechen der Gegenwart verknüpft. Sein klarer, mitreißender und atmosphärischer Schreibstil sorgt dafür, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will. Dazu tragen auch die wunderbar gezeichneten, sympathischen Charaktere bei, allen voran Vincent Veih. Er ist eine Hauptfigur, mit der man gerne mitfühlt und der durch seine lebendige Gefühlswelt absolut glaubwürdig und authentisch erscheint. Durch seine besondere Familiengeschichte ist er alles andere als ein gewöhnlicher Polizist: seine Mutter saß im Gefängnis und hält die Identität seines Vaters geheim. Die Story ist vielschichtig und wird auf mehreren Zeitebenen erzählt. Die Rückblicke beleuchten die NSU-Mordserie aus einem Blickwinkel, der nur zu glaubhaft und plausibel erscheint. Der Autor stellt dabei eine wichtige Figur in den Mittelpunkt und damit auch deren schwierige emotionale Lage. Das macht das Ganze noch spannender und bewegender, so dass man sich als Leser immer mitten im Geschehen fühlt. “Wolfsspinne” ist zwar bereits Teil 3 einer Reihe, aber man kann das Buch auch gut ohne Vorkenntnisse lesen, denn es ist ein in sich geschlossener Fall, der hier gelöst wird. Fazit: Der spannende und extrem fesselnde Thriller mit einer sehr sympathischen Hauptfigur hat mich bestens unterhalten. Alles scheint nur zu authentisch und damit stellenweise wirklich erschreckend. Eine absolute Leseempfehlung!

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  • Konnte mich wieder überzeugen

    Wolfsspinne

    Girdie

    22. September 2016 um 21:45

    In „Wolfsspinne“ von Horst Eckert ermittelt der Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Che Veih bereits zum dritten Mal. Die Fälle sind in sich abgeschlossen, so dass man jedes Buch auch unabhängig von den anderen lesen kann. Titelgebend ist diesmal eine Aktion des Verfassungsschutzes aus dem Jahr 2011 die diesen Namen trägt, weil charakteristisch für Wolfsspinnen deren Schnelligkeit, Unnachgiebigkeit und ihre Perfektion in Sachen Tarnung ist.An der Aktion Wolfsspinne war Ronny Vogt beteiligt. Er wurde vom Verfassungsschutz in die Szene des Nationalsozialisten Untergrunds in Thüringen eingeschleust. Doch deren Aktivitäten nehmen zu und gleichzeitig steigt die Gefahr, dass die Polizei die Tarnung aufdeckt. Damit das nicht geschieht, erhält Ronny den Auftrag, dem entgegenzuwirken, allerdings nicht ohne ihn an den Rand seiner Dienstbeflissenheit zu bringen.Vier Jahre später bedient Ronny in einer Düsseldorfer Frittenbude. Er arbeitet immer noch für den Verfassungsschutz. Und wieder einmal droht seine Tarnung aufzufliegen, diesmal im Laufe der Ermittlungen im Mordfall Melli Franck. Frau Franck gehörte ein angesehenes Restaurant in Düsseldorf und sie war mit einem TV-Moderator liiert. Hauptkommissar Veih wird mit der Fallaufklärung beauftragt. Doch zunächst führen die Spuren ins Drogenmilieu. Noch während die Ermittlungen anlaufen wird Veih für seine Verteidigung gegen einen Teilnehmer bei einer Demo, an der er privat teilgenommen hat, belangt. Für die Aufklärung des Falls ist das nicht von Vorteil, ihm droht sogar die Abgabe der Leitung bei den Ermittlungen.Die Krimis von Horst Eckert sagen mir unter anderem wegen der realistischen Charaktere besonders gut zu. Die Figuren sind ausgereift, ihr Handeln ist schlüssig. Nicht nur Vincent Veih, sondern das ganze Ermittlerteam hat einen privaten Hintergrund, der manche Ansichten in Dienstangelegenheiten der jeweiligen Person erklärt. Veih scheint emotional nicht nur seiner Mutter sondern auch seiner früheren Freundin wieder näher gekommen zu sein. Dennoch gibt es immer noch die offene Frage nach seinem Vater. So wie Veih Loyalität einfordert, so gibt er sie auch, wird aber diesmal von Kollegen und Vorgesetzten enttäuscht, als die Anschuldigungen nach der Demonstration gegen ihn erhoben werden. Dennoch lässt er sich nicht einfach aus seiner Rolle drängen, bleibt ruhig und auf Fakten basiert.„Wolfsspinne“ ist so wie die beiden Vorgänger komplex aufgebaut. Horst Eckert erzählt die Geschehnisse auf zwei Zeitebenen und springt immer wieder ins Jahr 2011 zurück. So formt sich für den Leser mehr und mehr ein Bild, was genau vor vier Jahren wirklich geschah und zu Konsequenzen in der Gegenwart geführt hat und natürlich in den aktuellen Fall hineinspielt. Einige Tatsachen werden dem Leser bekannt vorkommen, das ist so gewollt. Der Autor hat sehr gut recherchiert und macht den Krimi durch das Einflechten realen aber verfremdeten Geschehens glaubwürdig. Auch diesmal schafft es der Autor wieder eine Spannungskurve aufzubauen und sie bis zum Ende gleichmäßig hochzuhalten. Meist kurze Sätze bauen die jeweilige Situation auf und schildern die ablaufenden Handlungen. Viele Dialoge mit schnellen Wortwechseln lassen den Leser die Seite überfliegen. Szenenwechsel fordern zwar die Aufmerksamkeit des Lesenden, sorgen aber für ständig neue Ereignisse.Für mich ist es immer wieder ein besonderes Vergnügen Kommissar Veih bei seinen Ermittlungen zu folgen, weil ich die Örtlichkeiten meist kenne. Zurück bleibt bei mir das Gefühl, dass nicht alles was wir in der Öffentlichkeit von einem Fall dargestellt bekommen, den Tatsachen entspricht. Und das sollten wir in Erinnerung behalten.Auch „Wolfsspinne“ konnte mich wieder spannungsmäßig fesseln und hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Daher empfehle ich das Buch gerne an alle Krimifans weiter.

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  • Horst Eckert at his best

    Wolfsspinne

    dubh

    19. September 2016 um 22:23

    Der Düsseldorfer Kriminalkommissar Vincent Che Veih ermittelt im Fall Melli Franck. Die Wirtin eines Promilokals wurde brutal vergewaltigt und ermordet. Schon bald zeigt sich, dass es um ihr "Greens" nicht sonderlich gut steht und erste Spuren führen ins Drogenmilieu...Veih, der gerade mit Seinesgleichen Probleme hat, da er als Privatperson eine Anti-Pegida-Demo besucht hat und in den Augen einiger Kollegen auffällig wurde, findet bei seinen Nachforschungen Verbindungen zu einer älteren Aktion, die "Wolfsspinne" genannte wurde. Sie stand in direktem Zusammenhang mit der rechtsextremen terroristischen Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund, die einige Jahre zuvor eine Mordserie begangen hat.Parallel zu den Ermittlungen des KK 11 im Jahre 2015 gibt es einen weiteren Handlungsstrang, der 2011 mit einem Banküberfall startet und im angeblichen Selbstmord zweier männlicher Terroristen mündet. Hier steht ein V-Mann des Verfassungsschutzes im Mittelpunkt, der den NSU bereits geraume Zeit infiltriert hat.Während die Rolle des Verfassungsschutzes und seiner V-Leute im Zusammenhang mit dem NSU und seinen Taten bis heute unklar ist, zeigt der vorliegende Krimi eine realistische Möglichkeit der Verstrickungen des Inlandsnachrichtendienstes auf. Gemeinsam mit den Ermittlungspannen, Widersprüchen und bis dato anhaltenden Verschleierungstaktiken wirft dies alles kein gutes Bild auf die entsprechende staatliche Einrichtungen und erzeugt auch zum jetzigen Zeitpunkt bei mir mindestens noch ein sehr mulmiges Gefühl. Horst Eckert hat mit "Wolfsspinne" wieder einmal bewiesen, dass er nicht nur ausgezeichnet recherchiert hat, sondern ein brillanter Erzähler mit einem politischen Gewissen ist. Denn eines ist klar: dem Autor ist wichtig, dass seine Leser begreifen, was sich rund um den NSU zugetragen hat. Hier geht es nicht nur um kaltblütige Morde, sondern darum, wie der deutsche Staat lange Zeit geschlampt und Hinweise ignoriert hat. Obwohl in zumindest einer seiner Behörden genügend Wissen vorhanden sein musste... Da von dieser Seite bis heute geschwiegen wird, verbindet Horst Eckert hier harte Fakten mit Fiktion - in meinen Augen aber sehr glaubhaft und ebenso spannend wie intelligent verpackt!Ganz nebenbei hat er mit Vincent Veih eine Hauptfigur geschaffen, die Ecken und Kanten hat und zudem keine ganz einfache Biografie. In diesem Fall handelt es sich aber nicht um die in vielen Krimis fast schon obligatorischen düsteren Stimmungen, sondern um eine interessante Familienkonstellation: mit einem überzeugten Nazi als Großvater und einer Mutter, die für ihre Taten als Mitglied der RAF lange Zeit ihres Lebens im Knast gesessen hat, hat sich Vincent Veih ausgerechnet entschieden, zur Polizei zu gehen. Dies führt nicht nur zur ein oder anderen Auseinandersetzung mit der nicht gerade reuigen Mutter, sondern beweist zeitgleich, dass es ihm ernst war und ist: er ist in meinen Augen ein Ermittler durch und durch.Ich kann es kaum erwarten, neue Fälle von Vincent Veih zu lesen, denn für mich ist klar, dass Horst Eckert einer DER Krimiautoren überhaupt ist! Mich überzeugt seine Rechercheleistung - gepaart mit einer intelligenten Entwicklung der Geschichte, Authentizität, präzisen Schilderungen und der gekonnten Spannung einfach komplett.Fazit: Lesen, unbedingt lesen!

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  • Unkontrollierter Wahnsinn

    Wolfsspinne

    Patno

    15. September 2016 um 21:34

    Meine erste Begegnung mit Hauptkommissar Vincent Veith war ein besonderes Leseerlebnis. Schon lange bin ich um die Thriller von Horst Eckert geschlichen. Mit "Wolfsspinne", erschienen im August 2016 bei Rowohlt Wunderlich ergab sich nun die Gelegenheit, die Schreibkunst des Autors in Augenschein zu nehmen. Restaurantchefin Melli Franck wird ermordet aufgefunden. Mit den Ermittlungen wird Hauptkommissar Vincent Veith beauftragt. Die Spur führt in die Drogenszene. Doch nachdem weitere Morde geschehen, stößt Veith auf die "Aktion Wolfsspinne." Eisenach 2011: Zwei Männer werden tot in einem Wohnmobil aufgefunden. Schnell wird klar, dass die beiden zu einer rechtsextremen Gruppierung gehören, die seit vielen Jahren im Untergrund agiert und unerkannt Straftaten verübt. Unter ihnen lebte auch ein V-Mann des Verfassungsschutzes, der die Szene ausspioniert hat. Nur er kennt die Wahrheit, muss jedoch schweigen. Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe - Namen, die wohl inzwischen jeder kennt. Der Fall ist so unbegreiflich, dass damit auch viele Verschwörungstheorien aufgeworfen werden. Horst Eckert setzt sich in seinem Thriller mit dieser brisanten Thematik auseinander und verarbeitet sie in einer Mischung aus Fiktion und Realität. Nebenbei integriert er auch aktuelle Zeitgeschehnisse in die Handlung, die den Leser zum Nachdenken anregen und Fragen aufwerfen. Das bringt Authentizität und man meint einem Tatsachenbericht zu folgen. Hier bedarf es ganz sicher einer enormen Recherchearbeit. Gebannt und gespannt folgte ich dem komplexen Geschehen. Hinzu kommt Eckerts intelligente Wortwahl und seine sachlich-nüchtere Schreibweise. Klar und präzise wird der Leser mit den Fakten konfrontiert. Das reißt mit und passt perfekt zur Handlung des Thrillers. Abgerundet wird die Story durch die lebensnahe Inszenierung der Charaktere. Es sind starke Persönlichkeiten, deren Gefühle und Gedanken echt wirkten. Zweifellos beherrscht dieser Autor die Kunst des Schreibens. Da gibt es nichts zu bemängeln, alles ist gut durchdacht und perfekt ausgearbeitet. Wer politische Thriller mit Realitätsbezug mag, sollte hier unbedingt zugreifen! Für mich war "Wolfsspinne" ein beeindruckendes Buch, das mich nicht nur bestens unterhalten hat, sondern auch noch eine Weile nachklingen wird. Meine 5 Sterne Leseempfehlung! Ganz bestimmt werde ich auch die beiden vorangegangenen Thriller von Horst Eckert "Schwarzlicht" und "Schattenboxer" lesen.

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