Horst Hamann

 4.2 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Absolute New York, America und weiteren Büchern.

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Horst HamannAmerica
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America
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Erschienen am 10.10.2012
Horst HamannMannheim Vertical
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Mannheim Vertical
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Erschienen am 17.08.2007
Horst HamannDas tägliche Dal - Dal
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Das tägliche Dal - Dal
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Erschienen am 08.02.2016
Horst HamannMuseum Ritter
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Museum Ritter
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Erschienen am 08.05.2015
Horst HamannDie Weltmeister
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Die Weltmeister
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Erschienen am 01.04.2006
Horst HamannVertical New Yorkers
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Vertical New Yorkers
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Erschienen am 01.07.2009
Horst HamannNew York Panorama
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New York Panorama
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Erschienen am 01.09.2007
Horst HamannNew York
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New York
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Erschienen am 01.10.2001

Neue Rezensionen zu Horst Hamann

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Absolute New York" von Horst Hamann

"Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken."
R_Mantheyvor 3 Jahren

Statt mit einem üblichen Vorwort beginnt dieser sehr umfangreiche und schwere Bildband mit einem lesenswerten Text des amerikanischen Schriftstellers E.B. White, den er 1948 an einem sehr heißen Tag in New York über diese Stadt niederschrieb. White, der 1985 verstarb, sollte diesen Text wohl später aktualisieren. Aber dazu hatte er keine Lust. "Um mit New York Schritt zu halten, müsste man die Texte schon mit Lichtgeschwindigkeit veröffentlichen ...", schrieb er dazu. Und so liest man heute Dinge über New York, die merkwürdigerweise recht aktuell und zeitlos klingen.

Wirklich überrascht wird man jedoch am Ende, wenn man folgende Sätze liest: "Die subtilste Veränderung in New York betrifft etwas, über das die Menschen nicht gerne sprechen, das aber in jedem Kopf steckt. Die Stadt ist, zum ersten Mal in ihrer langen Geschichte, zerstörbar. Ein einziges Flugzeug, ..., kann diesen Inseltraum blitzschnell zerstören, die Türme niederbrennen ...".

Vielleicht wurde dieser einleitende, 66 Jahre alte Text mit seiner verstörenden Prophetie an seinem Ende gerade wegen ihr ausgewählt. Die Türme des WTC sieht man jedenfalls sehr oft auf Hamanns Bildern. Der Fotograf erreichte mit seinem Klassiker "New York Vertical", der sich über 300000 mal verkaufte, Kultcharakter. Einige solcher Bilder, die Hamann mit einer vertikal gehaltenen Panorama-Kamera aufnahm, sind auch in diesem Band enthalten, wenngleich sie hier eher selten erscheinen.

Hamann folgt bei seinen New-York-Bildern in diesem Buch sehr oft den Linien und der Geometrie dieser Stadt. Höhenangst kann er jedenfalls nicht haben, denn sein Standpunkt muss gelegentlich recht abenteuerlich gewesen sein. Wenn er nicht den Gebäuden oder Brücken New Yorks seine Aufmerksamkeit schenkt, dann sieht man gelegentlich auch die Totale, was bei New York allein schon wegen der Kontraste immer reizvoll ist. Andere Bilder zeigen Stellen, an die sich Touristen eher selten verirren. Stille Plätze, wie Friedhöfe, aber auch zerschlissene Flecken. Besonders diese Fotos erschließen sich vielleicht nicht immer, weil man ihre Bedeutung oder eventuelle Botschaften nicht unbedingt ohne Hintergrundkenntnisse erkennen kann.

Ähnlich verhält es sich mit den Menschen, die Hamann aufnahm. Darunter sind auch einige prominente Zeitgenossen. Am Ende des Buches findet man Daten zu den einzelnen Fotografien. Sie enthalten Informationen über das Motiv, den Ort, das Jahr, in dem sie entstanden und die Kamera, die benutzt wurde. Das ganze Buch trägt fast schon monumentalen Charakter und besitzt wohl auch das Potential, ein Klassiker zu werden.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "America" von Horst Hamann

Ist das Amerika?
R_Mantheyvor 3 Jahren

Keine Frage: Dieser Bildband mit Fotografien von Horst Hamann ist prächtig und hochwertig. Auch wenn Amazon.de Roger Willemsen wegen seines überdrehten Textes zu Beginn des Buches gleich als Autor des gesamten Werkes etabliert, so sind es wohl doch in erster Linie die technisch perfekten Bilder Hamanns, die den Betrachter fesseln sollen. Doch sie zeigen in der Mehrzahl verfallene Bruchbuden in amerikanischen Kleinstädten, Autowracks, landschaftliche oder architektonische Öde, Friedhöfe, Verfall, Stillstand und Leblosigkeit. Das soll Amerika sein? Gemeint sind die USA oder vielmehr eine temporäre Sichtweise Hamanns auf dieses riesige Land. Mehr nicht.

Vielleicht fängt Hamann mit seinen Bildern eine oder auch nur seine Stimmung ein, und vielleicht bilden seine depressiven Fotografien in der Gesamtheit dieses Buches irgendeine Art von Kunst. Und vielleicht bekommt er dafür bei manchen anderen Leuten Beifall oder Zustimmung, was zu respektieren wäre. Genau so wie die andere Seite, die mit dieser Art von Einseitigkeit nicht sehr viel anzufangen weiß und zu der ich mich wohl zählen muss. Letztlich sagen diese Fotografien wohl mehr über ihren Autor aus als über das Land, das er meint.

Nur selten kommt bei Hamanns Bildern die Panoramasicht zur Anwendung, die sonst die Bücher dieses Verlages so faszinierend macht. Stattdessen besitzen die Fotografien ein ungewöhnlich in die Breite gezogenes Seitenverhältnis. Sie bleiben unkommentiert und stehen immer rechts im aufgeschlagenen Buch, während die linke Seite leer bleibt, sieht man einmal von einer winzigen Seitenzahl ab. Erst am Ende des Buches erfährt man, wo die Bilder entstanden.

Zu Beginn des Buches versucht sich Roger Willemsen mit dem "schweifenden Blick". In diesem zweiseitigen Text geht es um die fortwährende Beschleunigung des Lebens und "die singuläre Bedeutung der Fotografie in diesem Prozess". Da stehen dann solche bedeutungsvollen Sätze wie: "Ihre dem Fluss der Geschwindigkeit entrissenen Fragmente sind Residuen von Bewusstsein." Oder: "Horst Hamanns Ansichten von Amerika kondensieren den Blick, der um die Beschleunigung ringsum, die Flüchtigkeit, das Transitorische weiß. Sie spüren zugleich das Land auf, wo seine Ikonographie zerschlissen wirkt, wo im schweifenden Blick, in der Anordnung der Gegenstände in der Horizontale vermeintlich unscheinbare Orte dramatisch wirken können."

Und schließlich erfahren wir noch, dass wir es immer wieder "mit Bildern zu tun bekommen, die sich wehren, Bilder zu werden". Etwas leichter lesbar, weniger gespreizt und wesentlich verständlicher sind dagegen die beiden Texte am Ende des Buches, von denen einer vom Autor selbst stammt.

Auch wenn mir die depressive Sicht des Autors auf "Amerika" nicht besonders zusagt, so kann es durchaus sein, dass sie anderen gefällt. Ich würde mir eine Bewertung dieses Buches gerne ersparen. Da das nicht geht, gebe ich aus Respekt vor dem Autor gerne einen Stern mehr.

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H

Rezension zu "New York Vertical /Vertical New Yorkers" von Horst Hamann

Rezension zu "New York Vertical /Vertical New Yorkers" von Horst Hamann
HelmutKohlvor 10 Jahren

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