Horst Hamann America

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Inhaltsangabe zu „America“ von Horst Hamann

Horst Hamann wurde 1958 in Mannheim geboren. Fotografische “Seh-Fahrten” führten ihn um die ganze Welt und sind in zahlreichen Publikationen und Ausstellungen dokumentiert. Er verbrachte die Hälfte seines Lebens in den Vereinigten Staaten, wo vor allem der Bundesstaat Maine und New York City zu seiner zweiten Heimat wurden. Manhattan, das eine nachhaltige Faszination auf ihn ausübt, besuchte Hamann erstmals 1979. Zwischen 1991 und 1996 entstand die Serie New York Vertical. Der gleichnamige Bildband wurde in kürzester Zeit zum Klassiker und erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. Seine Idee, eine Panorama Kamera in die Senkrechte zu schwenken, sorgte weltweit für Aufsehen. Für seine innovative Sichtweise würdigte das „Museum Of The City Of New York“ Hamann als ersten lebenden deutschen Fotografen mit einer sechsmonatigen Einzelausstellung. Bürgermeister Rudolph Guiliani verlieh ihm dafür die Ehrenmedaille der Stadt. Die fotografische Auseinandersetzung mit Amerika begann vor fast 30 Jahren und hält bis heute an. Bereits in seiner ersten Einzelausstellung 1979 "Cars & Stripes" reflektiert Hamann den "American Way of Life". An dem Projekt "America" arbeitet Hamann bereits seit 28 Jahren. Mit diesem Werk verrät er uns, was Ihm dieses Land bedeutet. So erzählen seine Panoramen In unverwechselbarer Bildsprache von Freiheit, Weite, Offenheit, Unabhängigkeit, Spurensuche und Vergänglichkeit. Werte, in denen sich der Fotograf wiederfindet. Dieser Bildband ist eine Hommage an seine Wahlheimat - poetische und sensibel fotografiert. Lichtbilder in einem Kameraformat, das sich nicht stimmiger anwenden lässt.
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    America

    R_Manthey

    20. July 2015 um 11:53

    Keine Frage: Dieser Bildband mit Fotografien von Horst Hamann ist prächtig und hochwertig. Auch wenn Amazon.de Roger Willemsen wegen seines überdrehten Textes zu Beginn des Buches gleich als Autor des gesamten Werkes etabliert, so sind es wohl doch in erster Linie die technisch perfekten Bilder Hamanns, die den Betrachter fesseln sollen. Doch sie zeigen in der Mehrzahl verfallene Bruchbuden in amerikanischen Kleinstädten, Autowracks, landschaftliche oder architektonische Öde, Friedhöfe, Verfall, Stillstand und Leblosigkeit. Das soll Amerika sein? Gemeint sind die USA oder vielmehr eine temporäre Sichtweise Hamanns auf dieses riesige Land. Mehr nicht. Vielleicht fängt Hamann mit seinen Bildern eine oder auch nur seine Stimmung ein, und vielleicht bilden seine depressiven Fotografien in der Gesamtheit dieses Buches irgendeine Art von Kunst. Und vielleicht bekommt er dafür bei manchen anderen Leuten Beifall oder Zustimmung, was zu respektieren wäre. Genau so wie die andere Seite, die mit dieser Art von Einseitigkeit nicht sehr viel anzufangen weiß und zu der ich mich wohl zählen muss. Letztlich sagen diese Fotografien wohl mehr über ihren Autor aus als über das Land, das er meint. Nur selten kommt bei Hamanns Bildern die Panoramasicht zur Anwendung, die sonst die Bücher dieses Verlages so faszinierend macht. Stattdessen besitzen die Fotografien ein ungewöhnlich in die Breite gezogenes Seitenverhältnis. Sie bleiben unkommentiert und stehen immer rechts im aufgeschlagenen Buch, während die linke Seite leer bleibt, sieht man einmal von einer winzigen Seitenzahl ab. Erst am Ende des Buches erfährt man, wo die Bilder entstanden. Zu Beginn des Buches versucht sich Roger Willemsen mit dem "schweifenden Blick". In diesem zweiseitigen Text geht es um die fortwährende Beschleunigung des Lebens und "die singuläre Bedeutung der Fotografie in diesem Prozess". Da stehen dann solche bedeutungsvollen Sätze wie: "Ihre dem Fluss der Geschwindigkeit entrissenen Fragmente sind Residuen von Bewusstsein." Oder: "Horst Hamanns Ansichten von Amerika kondensieren den Blick, der um die Beschleunigung ringsum, die Flüchtigkeit, das Transitorische weiß. Sie spüren zugleich das Land auf, wo seine Ikonographie zerschlissen wirkt, wo im schweifenden Blick, in der Anordnung der Gegenstände in der Horizontale vermeintlich unscheinbare Orte dramatisch wirken können." Und schließlich erfahren wir noch, dass wir es immer wieder "mit Bildern zu tun bekommen, die sich wehren, Bilder zu werden". Etwas leichter lesbar, weniger gespreizt und wesentlich verständlicher sind dagegen die beiden Texte am Ende des Buches, von denen einer vom Autor selbst stammt. Auch wenn mir die depressive Sicht des Autors auf "Amerika" nicht besonders zusagt, so kann es durchaus sein, dass sie anderen gefällt. Ich würde mir eine Bewertung dieses Buches gerne ersparen. Da das nicht geht, gebe ich aus Respekt vor dem Autor gerne einen Stern mehr.

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