Rezension zu "Crazy Family (Band 4) - Die Hackebarts drehen durch" von Markus Orths
Lesezauber_ZeilenreiseInhaltsangabe Verlag:
Das Kostbarste, was Walter Hackebart besitzt, ist eine seltene historische Klobürste. Abgesehen natürlich von seiner Frau Adrijana und den vier Kindern: Brooklyn, Zosch, Mönkemeier und Lulu. Als Walter das wertvolle Stück an den überaus reichen Grafen Sauberbart verkaufen will, wird die ganze Familie auf das gräfliche Schloss eingeladen. Aber oje, bei Sauberbarts herrscht strengste Etikette. Alles ist bis aufs Kleinste geregelt, und wer sich danebenbenimmt, muss in den Kerker. Wie lange halten die Hackebarts das aus, bis sie durchdrehen?
Herrlich verrückte Familiengeschichte
Wie sinnvoll sind eigentlich (Benimm-)Regeln? Und welche Rechte haben Kinder? Die Hackebarts finden auf diese Fragen – wieder einmal – eine ganz eigene Antwort. Zum Selberlesen für Kinder ab 10 Jahren oder zum Vorlesen für die ganze Familie
Meine Inhaltsangabe:
Vater Walter Hackebart wachsen die Kosten über den Kopf, das Geld ist immer knapp und die Rechnungen wollen bezahlt werden. So heckt er einen Plan aus, um für seine antike Klobürste, für die Graf Sauberbart ihm 100.000 Euro geboten hat, noch mehr herauszuschlagen. Der Einladung des Grafen folgend findet sich die ganze Familie Hackebart im Schloss der Familie Sauberbart ein, das zwar nicht wirklich alt ist, für das aber uralte Merowinger-Regeln gelten. Kinder müssen sich benehmen, um jeden Preis. Andernfalls landen sie im Verlies. Die Hackebart-Kids sind sich einig: diese Regeln sind zu alt, um sie zu befolgen und sollten dringend einmal überdacht werden. Währenddessen verfolgt Walter Hackebart heimlich weiter seinen Plan, in dem Opa Hackebart eine gewichtige Rolle spielt! Hin und hergerissen zwischen dem Wunsch, seine Familie zu einem guten Leben zu verhelfen und die fälligen Rechnungen zu bezahlen sowie dem überaus schlechten Gewissen sowie der Angst vorm Entdeckt werden zieht Papa Walter seinen Plan durch. Dass das nur chaotisch werden und schiefgehen kann, ist bei einer crazy Family wie den Hackebarts vorprogrammiert.
Erster Satz: »Herr Hackebart brauchte einen Verbündeten.«
Mein Eindruck:
Der Titel ist hier einfach echt Programm! Sowas von crazy, mehr geht eigentlich gar nicht. Und das ist so lustig und skurril und völlig gaga, dass es einfach Spaß macht, Teil davon zu sein. Nun sind die Hackebarts, die allesamt so liebenswert sind, also auf den schiefen Weg geraten bzw. auf dem besten Weg dorthin. Mir war klar, dass das nicht gutgehen kann, wie sich das alles dann aber entwickelte, war mir nicht klar. Und so durfte ich wieder mal ein buntes, schräges, liebenswertes und verrücktes Abenteuer erleben. Völlig überspitzt und total unrealistisch, dennoch oder gerade deswegen auch so unterhaltsam. Immer mit einer Prise Botschaft darin. Hier z.B. die Frage, ob man an Althergebrachtem unbedingt festhalten muss oder nicht vielleicht doch hier und dort mit der Zeit gehen sollte (»Folgen wir den alten Regeln, weil sie alt sind? Oder folgen wir den alten Regeln, weil sie gut sind?« - Seite 162). Ich habs sehr genossen und freue mich auf eine Fortsetzung (»Crazy Family: Die Hackebarts rocken die Schule«, erscheint im Sommer 2026). Schräg, schräger, Hackebarts! 5/5 Sterne. Wer es skurril, bunt und crazy mag, sollte hier zugreifen!















