Horst Kunze

 4,3 Sterne bei 4 Bewertungen

Lebenslauf

Horst Kunze (1909–2000) war ein Herausgeber, Publizist, Bibliotheksdirektor, Bibliophiler und hat sich zeit seines Lebens mit der Bücherwelt und dem versteckt Skurrilen darin auseinandergesetzt und ist dabei häufig zum Schatzheber seltener literarischer Kabinettstückchen geworden, was uns Bücherliebhabern das Herz stets hat höher schlagen lassen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Horst Kunze

Cover des Buches Dunkel war’s, der Mond schien helle (ISBN: 9783867301671)

Dunkel war’s, der Mond schien helle

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Erschienen am 01.07.2019
Cover des Buches Vom Bild im Buch (ISBN: 9783323001817)

Vom Bild im Buch

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Erschienen am 01.01.1988
Cover des Buches Besinnliches und Heiteres vom Buch (ISBN: 9783359001997)

Besinnliches und Heiteres vom Buch

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Erschienen am 01.01.1987
Cover des Buches Ich sehe viele, die nicht da sind (ISBN: 9783811852815)

Ich sehe viele, die nicht da sind

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Erschienen am 01.01.1994

Neue Rezensionen zu Horst Kunze

Cover des Buches Dunkel war’s, der Mond schien helle (ISBN: 9783867301671)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Dunkel war’s, der Mond schien helle" von Horst Kunze

Mehr als nur eine Blödelei
aus-erlesenvor 5 Jahren

Es werden immer wieder die Stimmen derer laut, die den Untergang der deutschen Sprachkultur bedauern und anprangern. Die Verweigerung längst im deutschen Sprachgebrauch angelangter Anglizismen trägt dann aber auch manchmal allzu lächerliche Züge. Warum also nicht dem, was es schon gibt, Raum zu geben? Dem, was erhaltenswert ist, einen Ort der Nachschlagbarkeit zu geben. Dort, wo es Not tut, nachzuhaken?
Wem der Titel dieses Buches ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert, kommt nicht umhin ein wenig in dem Buch zu blättern. Einmal aufgeschlagen kann man es kaum wieder aus der Hand geben. Denn der Titel hat noch ein paar Zeilen mehr zu bieten als den scheinbaren Unfug, dass es dunkel ist, wenn der Mond hell scheint. 
Horst Kunze hat Reime aus längst vergangenen Zeiten zusammengetragen, irre Wortspiel gefunden und witzige Dichtung in diesem Buch zu einem Kompendium des deutschen Humors zusammengefügt. Hohe Worte, für ein hohes Gut. Denn die Sprache ist das originäre Primärmerkmal für eine Kultur. Nur wer sie beherrscht, kann sie gestalten. 
Nicht immer sind die Verfasser der Zeilen bekannt. Zwischen „Alles, was sich reimt, ist gut“ und „Reim Dich oder ich fress‘ Dich“ wird man immer wieder das Buch absetzen müssen, um innezuhalten. Manchmal muss man noch einmal nachlesen, um den Sinn zu erfassen oder den Witz dahinter zu erkennen. Oft jedoch bekommt man sich nicht mehr ein ob der den Gedichten innewohnenden Witzes. 
Und wer sich die Mühe macht den einen oder anderen Vers, Absatz oder das gesamte Werk zu verinnerlichen, wird sich des Applauses der Zuhörer sicher sein können. Nicht geht über ein geschickt (und vor allem vollständig) vorgetragenes Gedicht. Modern (neudeutsch) nennt man das Poetry Slam. Der Kern jedoch ist Komik. Gassenhauer und Schlager – so heißt denn auch ein Kapitel mit geistigen Ergüsse, die man teilweise schon einmal gehört hat. Wie das Lied vom lieben Augustin – aufmerksame Wienbesucher haben in der des Museumsquartiers vielleicht auch schon sein Denkmal entdeckt. 
Alles ist hin, wenn man mit der eigenen Sprache auf Kriegsfuß steht (oder stehen tut). Der Volksmund sagt, dass man ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und einen Sohn zeugen soll. Erst dann kann man sich als erfolgreich bezeichnen. Wem das alles nicht vergönnt ist, kann immer noch mit kompaktem Wissen, aus diesem Buch, die Zuhörer auf seine Seite ziehen. Vielleicht sogar bis aufs Kanapee, denn das bleibt einem immer erhalten… 

Cover des Buches Ich sehe viele, die nicht da sind (ISBN: 9783811852815)
Schelmuffskys avatar

Rezension zu "Ich sehe viele, die nicht da sind" von Horst Kunze

Rezension zu "Ich sehe viele, die nicht da sind" von Horst Kunze
Schelmuffskyvor 17 Jahren

Galletti war einer der letzten Universalgelehrten (gest. 1828). Er verfasste nicht nur eine "Geschichte Thüringens" in sechs, eine "Geschichte Deutschlands" in zehn, sondern auch eine "Kleine Weltgeschichte" in 27 Bänden. Der Band versammelt Grundlagen aus allen Wissensgebieten. Ein paar Beispiele:

Astronomie und Physik:
"Was die Farbe des Mondes betrifft, so ist sie gewöhnlich groß."

Geschichte:
"Moses ließ die Bibel ins Lateinische übersetzen."

Naturgeschichte:
"Das größte Insekt ist der Elephant."
"Das Känguru springt 32 Fuß. Es würde noch sehr viel weiter springen, wenn es 4 statt 2 Beine hätte."

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