Horst Lemke

 4,3 Sterne bei 464 Bewertungen

Lebenslauf

Horst Lemke (1922-1985) war ein deutscher Illustrator und Grafiker. Er studierte von 1939 bis 1941 an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Horst Lemke illustrierte viele erfolgreiche Kinderbücher, wie z.B. die späteren Werke von Erich Kästner, mit dem ihn eine persönliche Freundschaft verband.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Horst Lemke

Cover des Buches Der kleine Mann (ISBN: 9783855356096)

Der kleine Mann

(52)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Mary Poppins (ISBN: 9783791500904)

Mary Poppins

(38)
Erschienen am 24.09.2018
Cover des Buches Die Schildbürger (ISBN: 9783855356188)

Die Schildbürger

(29)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Rasmus und der Landstreicher (ISBN: 9783960521310)

Rasmus und der Landstreicher

(19)
Erschienen am 16.05.2019
Cover des Buches Der Löwe ist los (ISBN: 9783522184014)

Der Löwe ist los

(18)
Erschienen am 12.02.2015
Cover des Buches Gullivers Reisen (ISBN: 9783855356133)

Gullivers Reisen

(15)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Kommt ein Löwe geflogen (ISBN: 9783522168847)

Kommt ein Löwe geflogen

(12)
Erschienen am 01.03.1995

Neue Rezensionen zu Horst Lemke

Cover des Buches Der kleine Mann (ISBN: 9783855356096)
Featherstones avatar

Rezension zu "Der kleine Mann" von Erich Kästner

Featherstone
„Klein, aber oho!“ (S. 186)

Inhalt:

Mäxchen ist anders als andere Kinder seines Alters: Er ist nämlich nur wenige Zentimeter groß. Im Alltag stellt ihn das vor Herausforderungen, aber davon lässt er sich nicht unterkriegen. Er hat große Träume und beweist Kreativität, Kampfgeist und Geschicklichkeit bei der Bewältigung von Problemen…

Meine Meinung:

Ein nur wenige Zentimeter großer Protagonist und ein Zirkus als wichtiger Handlungsschauplatz versprechen eine fantasievolle und abwechslungsreiche Geschichte.  

Mit Mäxchen hat man einen sympathischen und liebenswerten Protagonisten mit dem man sich gut identifizieren kann. Auch die Nebenfiguren schließt man schnell ins Herz und sie sind eine Bereicherung für die Geschichte. Es ist schön zu sehen, wie sehr Mäxchens Wohl seinem Ziehvater Jokus am Herzen liegt. 

Das Buch hat eine schöne Botschaft. Mäxchen lässt sich nicht davon unterkriegen, dass er sehr viel kleiner ist als andere Kinder. Seine geringe Körpergröße macht er mit jeder Menge Optimismus, Kreativität, Geschicklichkeit und Kampfgeist mehr als wett. Selbst als er gegen Ende der Geschichte in eine gefährliche Situation gerät verlässt er sich nicht einfach darauf, dass Hilfe von außen kommen wird. Er überlegt sich selbst einen Plan, der ihm zur Rettung verhilft.

Die Geschichte an sich ist zeitlos, aber in einem kleinen Punkt hat man ihr das Alter dann doch in ziemlich lustige Weise angemerkt: Aus heutiger Sicht wirkt es etwas ungewöhnlich, dass das kleine Mäxchen davon träumt zum Werbegesicht für eine Zigarrenmarke und ein alkoholisches Getränk zu werden. Es gibt lustiger Weise auch jeweils eine passende Illustration, die ein Werbeplakat zeigt auf dem das kleine Mäxchen mit einer Zigarre bzw. einem Sektglas in der Hand zu sehen ist. Außerdem hatte ich zuvor noch nie die Redewendung „betrunken wie eine Strandhaubitze“ gehört. 

Das Erzähltempo der Geschichte ist eher langsam, aber die sympathischen Haupt- und Nebencharaktere lassen einem das verzeihen. Schade ist allerdings, dass der Klapptext den Großteil der Handlung verrät, die ohnehin nicht gerade vor überraschenden Wendungen strotzt. Der Klapptext verrät ein entscheidendes Ereignis, das erst nach etwa 130 von insgesamt 190 Seiten eintritt. 

Warum gebe ich dem Buch trotz der genannten Stärken bloß 3 Bewertungssterne? 

Die Geschehnisse, die den Höhepunkt und zugleich das Finale der Geschichte bilden, hätten noch etwas spannender und mitreißender in Szene gesetzt werden können. Die gefährliche und dramatische Situation wird aus meiner Sicht zu schnell und mit etwas zu einfachen Mitteln beseitigt.

Außerdem tritt das Buch in „große Fußstapfen“. Ich habe von Erich Kästner bereits einige andere Bücher gelesen, die mich noch mehr überzeugt haben – u.a. „Das doppelte Lottchen“, „Emil und die Detektive“, „Das fliegende Klassenzimmer“, „Pünktchen und Anton“ und „Drei Männer im Schnee“. Die genannten Bücher haben mich noch mehr begeistert.

Fazit:

Es handelt sich zweifellos um ein schönes Kinderbuch mit einer außergewöhnlichen Grundidee, das mit liebenswerten Charakteren und einer fantasievollen Handlung überzeugt. Im Vergleich mit anderen Büchern von Erich Kästner (z.B. „Das doppelte Lottchen“, „Emil und die Detektive“, „Das fliegende Klassenzimmer“, „Pünktchen und Anton“ und „Drei Männer im Schnee“) hat die Geschichte aber weniger Tiefgang, ist nicht ganz zu mitreißend und hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.

Cover des Buches Mary Poppins 2. Mary Poppins kommt wieder (ISBN: 9783791501345)
Genevieve_s avatar

Rezension zu "Mary Poppins 2. Mary Poppins kommt wieder" von P. L. Travers

Genevieve_
Zurück in der Cherry Tree Lane: Ein zeitloser Zauber

Ich habe Mary Poppins schon als Kind über alles geliebt, und auch dieser zweite Band von P.L. Travers ist für mich ein absolutes Herzensbuch. Wer nur die Disney-Filme kennt, wird beim Lesen vielleicht erst einmal überrascht sein: Die „echte“ Mary Poppins aus den Büchern ist nämlich gar nicht zuckersüß. Sie ist rätselhaft, oft herrlich schroff und ziemlich eitel – aber genau das macht sie für mich so faszinierend.


Worum geht es?

Nachdem Mary die Familie Banks am Ende des ersten Buches verlassen hat, versinkt das Haus in der Cherry Tree Lane im totalen Chaos. Doch zum Glück kehrt sie zurück – auf eine Weise, wie es nur Mary Poppins kann: an der Leine eines Drachens, der im Wind tanzt. Kaum ist sie da, kehren auch die Ordnung, die Disziplin und vor allem die Magie in den Alltag von Jane, Michael und den anderen Banks-Kindern zurück.


Warum ich dieses Buch liebe:

• Die „wahre“ Mary: Ich finde sie als literarische Figur viel spannender als eine reine „Gute Fee“. Sie ist streng, widerspricht sich ständig selbst und streitet nach jedem Abenteuer kategorisch ab, dass überhaupt etwas Magisches passiert ist. Diese Eigensinnigkeit gibt ihr eine Tiefe, die mich schon als Kind beeindruckt hat.

• Tiefe und Melancholie: P.L. Travers schreibt nicht einfach nur „nette“ Kindergeschichten. Sie baut Mythen und fast philosophische Fragen ein. Besonders berührt hat mich die Geschichte über das Baby Annabel, das noch mit dem Wind und den Vögeln sprechen kann, diese Gabe aber verliert, je älter es wird. Das ist wunderschön erzählt und geht weit über simplen Klamauk hinaus.

• Grenzenlose Fantasie: Jedes Kapitel ist ein eigenes kleines Abenteuer. Ob es ein Zirkus am Nachthimmel ist oder ein Ausflug in ein Kreidebild – die Fantasie im Buch ist grenzenlos und hat manchmal sogar einen leicht unheimlichen Unterton, den ich sehr mag.


Ein kurzer Blick zurück: Natürlich merkt man dem Buch an, dass es aus den 1930er Jahren kommt. Der Erziehungsstil ist strenger, als wir es heute gewohnt sind, und die Struktur ähnelt dem ersten Band sehr. Aber für mich gehört das einfach zum Charme dieser Klassiker dazu.


Mein Fazit: „Mary Poppins kommt zurück“ ist für mich ein zeitloses Meisterwerk. P.L. Travers schreibt mit einer Kraft und Poesie, die mich heute als Erwachsene noch genauso abholt wie damals in meiner Kindheit. Wer wissen will, warum die Autorin mit der Disney-Verfilmung so ihre Probleme hatte, muss dieses Buch lesen. Mary ist hier eine echte Naturgewalt: stolz, unberechenbar und absolut magisch.

Meine Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ 

Cover des Buches Mary Poppins (ISBN: 9783791500904)
Frischis avatar

Rezension zu "Mary Poppins" von P. L. Travers

Frischi
Mary Poppins - das etwas andere Kindermädchen

Als großer Fan des Films "Mary Poppins" war ich neugierig darauf, die Originalgeschichte von P.L. Travers kennenzulernen. Der Film hat mich mit seiner Magie und dem charmanten Charakter von Mary Poppins verzaubert, und ich wollte sehen, wie die literarische Vorlage im Vergleich dazu abschneidet.

Das Buch "Mary Poppins" entführt uns in die Welt der Familie Banks und ihrem außergewöhnlichen Kindermädchen, Mary Poppins. Anders als im Film, zeigt sich Mary Poppins im Buch als eine strengere und distanziertere Figur. An manchen Stellen finde ich sie, um es einfach zu sagen, wirklich nicht nett. Die Abenteuer, die sie mit den Kindern erlebt, sind zwar faszinierend, aber ihre Persönlichkeit ist deutlich kälter und weniger zugänglich.

Fazit

Während das Buch sicherlich seine eigenen Stärken hat, bleibt der Film für mich die bevorzugte Darstellung von Mary Poppins. Die Wärme und der Charme, die im Film vermittelt werden, fehlen mir im Buch an einigen Stellen.

Insgesamt bin ich froh, die Originalgeschichte gelesen zu haben, um die Unterschiede zu verstehen. Zukünftig werde ich jedoch lieber wieder zu dem Film greifen, um mein Löffelchen voll Zucker zu erhalten.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

479 Bibliotheken

30 Merkzettel

3 Leser*innen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks