Horst Moser

 4.3 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Etwas bleibt immer, Am Ende der Liebe und weiteren Büchern.
Horst Moser

Lebenslauf von Horst Moser

Geboren 1975 in Meran, aufgewachsen in Bruneck. Unternehmer und Autor, wöchentlicher Blog „Innensicht“ (www.horstmoser.com). In seiner Freizeit singt er u. a. in einer Band. Bereits erschienen: „Am Ende der Liebe. Roman“ (2012). Bei Edition Raetia: „Etwas bleibt immer“ (2015)

Neue Bücher

Kleinstadtidyll

Neu erschienen am 18.09.2018 als Hardcover bei Edition Raetia.

Alle Bücher von Horst Moser

Etwas bleibt immer

Etwas bleibt immer

 (8)
Erschienen am 01.01.2015
Am Ende der Liebe

Am Ende der Liebe

 (1)
Erschienen am 17.02.2012
Kleinstadtidyll

Kleinstadtidyll

 (0)
Erschienen am 18.09.2018

Neue Rezensionen zu Horst Moser

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Rezension zu "Etwas bleibt immer" von Horst Moser

Der Mensch ist die Summe seiner Erfahrungen...
Aspasiavor 3 Jahren

Etwas bleibt immer, das Leben lässt die, die es leben, nicht unberührt, so wenig wie dieser Text seine Leser.

Im zweiten Roman von Horst Moser, erschienen im Raetia Verlag, wird die Geschichte dreier Mittdreißiger erzählt. Vera und die Brüder Stefan und Johannes verbringen eine scheinbar unbeschwerte Kindheit mit selbstvergessenen Spielen und Träumen unter der Eiche im Hof des Mietshauses, in dem ihre Familien wohnen.

Zweien gelingt vermeintlich erfolgreich der Übergang von der kindlichen Ungezwungenheit ins Korsett der Ansprüche eines Erwachsenenlebens. Vera macht Karriere in der Bank und Stefan etabliert sich als Anwalt. Nur Johannes, Stefans älterer Bruder, scheitert an seinen unerfüllbaren Erwartungen an sich selbst, die ihn immer wieder vor Zorn lodern lassen. Er glaubt mit einem Ortswechsel in ein kleines Nest im Süden Mexikos seine Dämonen hinter sich lassen zu können und damit auch seine schwer kontrollierbare Wut, die ihn zu ersticken droht.

Doch dort, an der Grenze von den noch ärmeren Nachbarn nach Mexiko, der Vorhalle ins gelobte Land, die Vereinigten Staaten von Amerika, erlebt er Menschen, die bereit sind dafür jeden Preis zu zahlen und Menschen, die ohne jeden Skrupel einen noch höheren Preis einfordern.

Die Anstrengungen der wenigen Idealisten vor Ort, erscheinen ihm verhöhnt von der Verrohung der Bestien, die sich an der Not der Flüchtlinge bereichern. Er kehrt um.

Im beschaulichen Innsbruck werden die Handlungsstränge zusammengeführt. Hier recherchiert der Journalist Miguel Svensson die Hintergründe eines Gewaltexzesses an einem Jugendlichen unter jener Eiche aus Kindertagen und wird so mit der Vergangenheit der drei Freunde, aber auch seiner eigenen, von ihm so fern geglaubten, konfrontiert.

Die Geschichten der Figuren dieses Romans, ihre Gefühle, sind uns wohlbekannt, es könnten unsere eigenen sein, oder wenigstens die eines guten Freundes. Wir alle straucheln durchs Leben, suchen vermeintliche Sicherheit, hoffen, scheitern. Einige machen weiter, andere haben nicht immer die Kraft dazu.

Dieses Vermögen weiterzumachen ist auch abhängig von dem, was war. Von der Vergangenheit, denn etwas bleibt immer.

Ihr entkommt niemand, vor ihr kann man nicht fliehen, weder ans Ende der Welt, noch in den Alkohol oder die harte Schale. Keiner von uns. Sie macht uns zu uns, unverwechselbar. Wir können nur entscheiden, ob wir sie als bloße Ansammlung von Klecksen auf einem reinen Tuch sehen wollen, die wir versuchen verschämt zu verstecken, oder uns mit ihnen stolz als ein Jackson Pollock Kunstwerk der Welt zeigen.

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biancaneve66s avatar

Rezension zu "Etwas bleibt immer" von Horst Moser

Fesselnd & intelligent
biancaneve66vor 3 Jahren


Ein Buch, das zum Nachdenken anregt - über vieles ... Ein Roman, der fesselt, sich aber nicht zwischen Tür und Angel lesen lässt.
Den Stil betreffend fallen dem Leser sofort die langen verschachtelten Sätze auf. sie wechseln sich ab mit kurzen, prägnanten Aussagen. Bereits nach den ersten war meine Reaktion, dass Horst Moser diesen Roman gar nicht anders hätte schreiben dürfen, dass die Wörter sonst gar nicht diese enorme Wirkung haben könnten.
"Wir sind die Summe all dessen, was wir in unserem Leben zulassen." Bei Menschen um die vierzig kommt da schon einiges zusammen, das sie zugelassen haben. Und doch, so scheint es, führen viele Entscheidungen in die Kindheit zurück. Zurück zu Ereignissen, Enttäuschungen, Selbstzweifeln. Horst Moser führt den Leser in die Kindheitstage von Manuel, Johannes, Stefan und Vera. Aus der Sicht des Erzählers bringt er uns die Wege nahe, die die vier Menschen im Laufe ihres Lebens gegangen sind. Oft hatte ich aber auch den Eindruck, dass die Erinnerungen aus Sicht der Protagonisten geschrieben waren. 
Die Geschichten der vier Menschen sind miteinander verwoben, immer wieder erfährt der Leser ein Aha-Erlebnis, beginnt zu begreifen.  Reaktionen der Menschen werden nachvollziehbar. Die Verbindung zwischen Mexiko und Europa wird auch zu einem Verbindungsglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart. 
Die einzelnen Episoden führen den Leser der Lösung des Rätsels näher, allerdings gibt es nicht auf alles eine Antwort. Aber es muss ja nicht immer alles erklärt werden ...

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B

Rezension zu "Etwas bleibt immer" von Horst Moser

Lesenswert!
BF4711vor 3 Jahren

Ein Buch auf das man sich einlassen muss und das man nicht eben mal schnell zwischendurch lesen kann, obwohl es nur relativ kurz ist. Trotzdem macht es Spaß, es zu lesen. Es ist nicht zu "schwer" und wirklich sehr interessant. Der Titel des Buches passt zu dem Leben der Hauptpersonen bzw. zu dem, was man darüber erfährt. 

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Gespräche aus der Community

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Edition_Raetia_Verlags avatar

Leserunde zu Horst Mosers „Etwas bleibt immer“

Sie nennen ihn „la bestia“

Ihr habt Lust auf eine fesselnde Geschichte und eine ebenso packende Leserunde? Dann bewerbt euch bis zum 30. September um eines von 10 E-Books zu gewinnen. Die drei besten Bewerbungen können außerdem eines von drei handsignierten Print-Exemplaren gewinnen.

Mehr zum Buch:
Der Journalist Manuel Svensson wird von Vera beauftragt, den Überfall auf ihren Vater genauer zu untersuchen. Svenssons Nachforschungen werden zu einer Reise in seine eigene Vergangenheit in Mexiko und in die Kindheit von Vera, Stefan und Johannes, die gemeinsam aufgewachsen sind und sich dann aus den Augen verloren haben.
In kunstvoll verknüpften Episoden erzählt Horst Moser vom Scheitern und vom Standhalten. Und immer wieder führen die Fäden der Handlung zurück in eine nur scheinbar unbeschwerte Kindheit.

Um an der Verlosung teilzunehmen, gilt es folgende Frage zu beantworten:
Was verbindet ihr mit Mexiko?

Auch der Autor Horst Moser wird an der Leserunde teilnehmen und eure Fragen beantworten!

Viel Glück wünscht euch das Team von Edition Raetia!



Hier ein kleines Video von unserem Autor:

###YOUTUBE-ID=_RteSgc15LA###
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

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