Horst Moser Etwas bleibt immer

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Inhaltsangabe zu „Etwas bleibt immer“ von Horst Moser

Der Journalist Manuel Svensson wird von Vera beauftragt, den Überfall auf ihren Vater genauer zu untersuchen. Svenssons Nachforschungen werden zu einer Reise in seine eigene Vergangenheit in Mexiko und in die Kindheit von Vera, Stefan und Johannes, die gemeinsam aufgewachsen sind und sich dann aus den Augen verloren haben.

In kunstvoll verknüpften Episoden erzählt Horst Moser vom Scheitern und vom Standhalten. Und immer wieder führen die Fäden der Handlung zurück in eine nur scheinbar unbeschwerte Kindheit.

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt - über vieles ... Ein Roman, der fesselt, sich aber nicht zwischen Tür und Angel lesen lässt.

— biancaneve66

Der Titel ist Programm - auch von diesem Buch wird etwas in meinem Gedächtnis bleiben!

— BF4711

ein sehr gefühlvoll, die Wortegeflechte stark durchdachtes Werk

— Rebecca1120

Eine Erzählung, auf die sich der Leser einlassen muss und sollte

— Lienz

Spannend bis zur letzten Seite

— Berndabook

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  • Fast eine Parabel

    Etwas bleibt immer

    Lienz

    Das Buch gliedert sich in Episoden aus dem Leben von Manuel, Vera, Stefan und Johannes, die letztlich zu einem Ganzen zusammenlaufen. Auf dem Buchrücken kommt der Literaturredakteur der Tiroler Tageszeitung zu Wort, der laut Wikipedia reichweitenstärkste Tageszeitung des österreichischen Bundeslandes Tirol: „Ein Krimi? Ja, vielleicht. Schließlich wird ermittelt. Aber kein Konfektionsschmöker von der Stange. In glasklaren Sätzen zerlegt Horst Moser allzu einfach Wahrheiten, allzu naheliegende Schlüsse. Fraglos, ein behutsamer Text, unaufgeregt und doch drängend, ja dramatisch – und, das vielleicht Wichtigste: von zeitlose Aktualität.“ Auf die im Vorfeld der Leserunde gestellte Frage, was ich mir von dem Buch erwarte, habe ich Folgendes gesagt: „Was verbindet die Stadt im Bergkessel [Innsbruck] mit der Weite Mexikos? Drogen? Urlaub? Eine Reportage? Geht es um Freundschaft?“ Am Ende der Lektüre glaube ich verstanden zu haben, dass diese Erzählung eine Art Analogie darstellt. Um das zu erforschen, habe ich u.a. den englischsprachigen Wikipedia-Artikel zur Parabel herangezogen (den deutschen habe ich nicht verstanden). Ich denke, dass Horst Moser die im Buchtitel universelle Wahrheit „Etwas bleibt immer“ am Beispiel der vier genannten Personen darlegen wollte. Auf dieses Buch muss der Leser sich einlassen. „Etwas bleibt immer“ ist definitiv „kein Konfektionsschmöker von der Stange“. Ich jedoch bin ein Konfektionsschmökerleser, und zwar der Gattung Krimi- und Thrillerfan mit einem gehobenen Anspruch an Sprache und logisch aufgebauten Inhalt. Horst Mosers vorliegendes Buch fällt nicht in meine Kategorie. Oder ich nicht in die Kategorie „Leser für ein Buch dieser Art“. Somit dürfte ich hinlänglich dargelegt haben, dass dieses Buch meinen Geschmack eigentlich nicht getroffen hat. Diesem meinen persönlichen Geschmack möchte ich allerdings nicht mehr als ein halbes Herz zurechnen. Mit der Sprache habe ich mich schwer getan. Aus meiner Sicht waren die Sätze keineswegs „glasklar“, sondern, ich zitiere aus meinen Postings zum Buch, „ich empfinde diese Verschachtelung als meinem Lesefluss abträglich. Vor allem, weil z.T. m.E. Informationen in Einschüben und Relativsätzen erscheinen, die den Handlungsstrang nicht berühren.“ Dafür ziehe ich ein Herz ab. Soweit der subjektive Teil meiner Bewertung. Horst Moser erzählt von den Schicksalen vierer Menschen, die nur dem Anschein nach voneinander losgelöst sind. Das Leben verkettet viel mehr miteinander, als auf den ersten Blick ersichtlich. Diese Tatsache zeigt das Buch durch eine Art Verschleierung der Orte und Geschehnisse. Im Leser entsteht das Gefühl, wie durch Mattglas zu blicken und nicht alles haarscharf zu sehen. Das damit transportierte Lesegefühl regt an, Fragen zu stellen. An sich selbst. An das, was man erlebt und abgeurteilt hat. Ist man dabei richtig gelegen? Hätte man es auch aus einem anderen Blickwinkel sehen können? Diese sehr philosophische Fragestellung hat das Buch in mir bewirkt. Und das gefällt mir. Gesamtfazit: Eine außergewöhnliche Geschichte voller Tiefgründigkeit, die auf mich wirkt wie Schokolade aus 99% Kakao: Man muss sie sich in besonderer Weise auf der Zunge zergehen lassen muss, um den vollen Umfang dieses Genusses zu spüren. Jeder Leser mit gehobenem Intellekt ist mit dem im Übrigen drucktechnisch sehr schönen Buch gut beraten. 3,5 Sterne.

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    • 3
  • Leserunde zu "Etwas bleibt immer" von Horst Moser

    Etwas bleibt immer

    Edition_Raetia_Verlag

    Leserunde zu Horst Mosers „Etwas bleibt immer“ Sie nennen ihn „la bestia“ Ihr habt Lust auf eine fesselnde Geschichte und eine ebenso packende Leserunde? Dann bewerbt euch bis zum 30. September um eines von 10 E-Books zu gewinnen. Die drei besten Bewerbungen können außerdem eines von drei handsignierten Print-Exemplaren gewinnen. Mehr zum Buch: Der Journalist Manuel Svensson wird von Vera beauftragt, den Überfall auf ihren Vater genauer zu untersuchen. Svenssons Nachforschungen werden zu einer Reise in seine eigene Vergangenheit in Mexiko und in die Kindheit von Vera, Stefan und Johannes, die gemeinsam aufgewachsen sind und sich dann aus den Augen verloren haben. In kunstvoll verknüpften Episoden erzählt Horst Moser vom Scheitern und vom Standhalten. Und immer wieder führen die Fäden der Handlung zurück in eine nur scheinbar unbeschwerte Kindheit. Um an der Verlosung teilzunehmen, gilt es folgende Frage zu beantworten: Was verbindet ihr mit Mexiko? Auch der Autor Horst Moser wird an der Leserunde teilnehmen und eure Fragen beantworten! Viel Glück wünscht euch das Team von Edition Raetia! Hier ein kleines Video von unserem Autor:

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    • 89
  • Der Mensch ist die Summe seiner Erfahrungen...

    Etwas bleibt immer

    Aspasia

    11. November 2015 um 21:23

    Etwas bleibt immer, das Leben lässt die, die es leben, nicht unberührt, so wenig wie dieser Text seine Leser. Im zweiten Roman von Horst Moser, erschienen im Raetia Verlag, wird die Geschichte dreier Mittdreißiger erzählt. Vera und die Brüder Stefan und Johannes verbringen eine scheinbar unbeschwerte Kindheit mit selbstvergessenen Spielen und Träumen unter der Eiche im Hof des Mietshauses, in dem ihre Familien wohnen. Zweien gelingt vermeintlich erfolgreich der Übergang von der kindlichen Ungezwungenheit ins Korsett der Ansprüche eines Erwachsenenlebens. Vera macht Karriere in der Bank und Stefan etabliert sich als Anwalt. Nur Johannes, Stefans älterer Bruder, scheitert an seinen unerfüllbaren Erwartungen an sich selbst, die ihn immer wieder vor Zorn lodern lassen. Er glaubt mit einem Ortswechsel in ein kleines Nest im Süden Mexikos seine Dämonen hinter sich lassen zu können und damit auch seine schwer kontrollierbare Wut, die ihn zu ersticken droht. Doch dort, an der Grenze von den noch ärmeren Nachbarn nach Mexiko, der Vorhalle ins gelobte Land, die Vereinigten Staaten von Amerika, erlebt er Menschen, die bereit sind dafür jeden Preis zu zahlen und Menschen, die ohne jeden Skrupel einen noch höheren Preis einfordern. Die Anstrengungen der wenigen Idealisten vor Ort, erscheinen ihm verhöhnt von der Verrohung der Bestien, die sich an der Not der Flüchtlinge bereichern. Er kehrt um. Im beschaulichen Innsbruck werden die Handlungsstränge zusammengeführt. Hier recherchiert der Journalist Miguel Svensson die Hintergründe eines Gewaltexzesses an einem Jugendlichen unter jener Eiche aus Kindertagen und wird so mit der Vergangenheit der drei Freunde, aber auch seiner eigenen, von ihm so fern geglaubten, konfrontiert. Die Geschichten der Figuren dieses Romans, ihre Gefühle, sind uns wohlbekannt, es könnten unsere eigenen sein, oder wenigstens die eines guten Freundes. Wir alle straucheln durchs Leben, suchen vermeintliche Sicherheit, hoffen, scheitern. Einige machen weiter, andere haben nicht immer die Kraft dazu. Dieses Vermögen weiterzumachen ist auch abhängig von dem, was war. Von der Vergangenheit, denn etwas bleibt immer. Ihr entkommt niemand, vor ihr kann man nicht fliehen, weder ans Ende der Welt, noch in den Alkohol oder die harte Schale. Keiner von uns. Sie macht uns zu uns, unverwechselbar. Wir können nur entscheiden, ob wir sie als bloße Ansammlung von Klecksen auf einem reinen Tuch sehen wollen, die wir versuchen verschämt zu verstecken, oder uns mit ihnen stolz als ein Jackson Pollock Kunstwerk der Welt zeigen.

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  • Fesselnd & intelligent

    Etwas bleibt immer

    biancaneve66

    10. November 2015 um 12:19

    Ein Buch, das zum Nachdenken anregt - über vieles ... Ein Roman, der fesselt, sich aber nicht zwischen Tür und Angel lesen lässt. Den Stil betreffend fallen dem Leser sofort die langen verschachtelten Sätze auf. sie wechseln sich ab mit kurzen, prägnanten Aussagen. Bereits nach den ersten war meine Reaktion, dass Horst Moser diesen Roman gar nicht anders hätte schreiben dürfen, dass die Wörter sonst gar nicht diese enorme Wirkung haben könnten. "Wir sind die Summe all dessen, was wir in unserem Leben zulassen." Bei Menschen um die vierzig kommt da schon einiges zusammen, das sie zugelassen haben. Und doch, so scheint es, führen viele Entscheidungen in die Kindheit zurück. Zurück zu Ereignissen, Enttäuschungen, Selbstzweifeln. Horst Moser führt den Leser in die Kindheitstage von Manuel, Johannes, Stefan und Vera. Aus der Sicht des Erzählers bringt er uns die Wege nahe, die die vier Menschen im Laufe ihres Lebens gegangen sind. Oft hatte ich aber auch den Eindruck, dass die Erinnerungen aus Sicht der Protagonisten geschrieben waren.  Die Geschichten der vier Menschen sind miteinander verwoben, immer wieder erfährt der Leser ein Aha-Erlebnis, beginnt zu begreifen.  Reaktionen der Menschen werden nachvollziehbar. Die Verbindung zwischen Mexiko und Europa wird auch zu einem Verbindungsglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart.  Die einzelnen Episoden führen den Leser der Lösung des Rätsels näher, allerdings gibt es nicht auf alles eine Antwort. Aber es muss ja nicht immer alles erklärt werden ...

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  • Lesenswert!

    Etwas bleibt immer

    BF4711

    01. November 2015 um 12:36

    Ein Buch auf das man sich einlassen muss und das man nicht eben mal schnell zwischendurch lesen kann, obwohl es nur relativ kurz ist. Trotzdem macht es Spaß, es zu lesen. Es ist nicht zu "schwer" und wirklich sehr interessant. Der Titel des Buches passt zu dem Leben der Hauptpersonen bzw. zu dem, was man darüber erfährt. 

  • Jeder muss seine Erfahrungen machen und damit umgehen

    Etwas bleibt immer

    Rebecca1120

    25. October 2015 um 17:28

    In der Geschichte geht es um zwei sehr unterschiedliche Brüder, die auch die Jugendfreunde von Vera sind. Jeder von ihnen hat seine Probleme und Sehnsüchte und muss sich mit den Erwartungen der Eltern und dem Sinn ihres Lebens auseinander setzen. Kommissar Manuel Svensson hat mit ihnen nicht direkt etwas zu tun. Aber er muss sich mit dem Geschehnissen um Johannes befassen und der wiederum hat genau wie er furchtbare Erlebnisse im Mexiko hinter sich. Mir hat der Schreibstil von Horst Moser nicht so zugesagt, weil die Handlungsabschnitte, in denen Episoden der einzelnen Protagonisten vorkommen mir zu abgehackt sind. Wenn ich dachte, jetzt geht die Geschichte in eine bestimmte Richtung, dann kam ein neuer Handlungsstang. War für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Es hat auch volle Konzentration beim Lesen erfordert, da die Sätze zum Teil ellenlang sind. Beispielsweise ist auf der Seite 98 ein Satz, der aus 89 Wörtern besteht und 16 Kommata beinhaltet. Das geht in meinen Augen gar nicht. Den Satz musste ich 2x lesen, um ihn zu verinnerlichen. Auf der anderen Seite sind dann aber wieder Sätze zu finden, die mich schon berührt haben. Ein Beispiel hierfür ist, als Veras Vater seine schwächliche Lage selbst beschreibt: „ Jeder braucht Mauern, an die er sich lehnen kann, Ziegel oder Steine, die er sein Eigen nennt und die ihn beschützen, ein Heim geben.“ Auf das Buch muss man sich einlassen. Denn es behandelt die Krisen der Menschen, Krisenherde in der Welt und ist somit ganz aktuell.

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  • eine besondere Entdeckung

    Etwas bleibt immer

    Berndabook

    15. September 2015 um 17:21

    Eher zufällig bin ich auf dieses Buch gestoßen, ich wurde eher vom Bild als vom Titel angezogen. Gekauft habe ich es, weil es in meinem Heimatort spielt, das machte mich neugierig. Also: Ein Journalist, wird nach einem Überfall in Innsbruck mit seiner Vergangenheit in Mexiko konfrontiert. Das ist die Ausgangssituation. Es entwickelt sich dann eine packende und wirklich gut erzählte Geschichte rund um insgesamt vier Personen, und das in einem ganz eigenen Ton erzählt, wie ich finde. Am schönsten finde ich, dass es kein typischer Polizist ist, der ermittelt, dieser hier hat Ecken und Kanten und eine wirklich interessante Vergangenheit hinter sich. Der Leser wird dadurch nicht ständig (sorry) unterfordert. Und dass die Auflösung erst auf der letzten Seite kommt, rundet die Geschichte einfach ab. Ich kann nur weiterempfehlen. Und Innsbruck und Mexiko werden wunderbar lebendig umschrieben. Chapeau!

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  • Was bleibt?

    Etwas bleibt immer

    wauzele

    18. August 2015 um 23:06

    Alles beginnt mit dem Überfall auf einen Innsbrucker Zeitungshändler. Vera, die Tochter des Händlers, beauftragt daraufhin den Journalisten Svensson, die näheren Umstände des Überfalls aufzuklären. Doch was haben die beiden anderen Protagonisten, Stefan und Johannes, mit alldem zu tun? Und wie passt Mexiko ins Bild? Erst nach und nach beginnen die einzelnen Handlungsstränge ein Gesamtbild zu ergeben. Eindrucksvoll gelingt es dem Autor Horst Moser, die Menschen und Orte in all ihrer Vielfalt, mit all ihren positiven und negativen Seiten zu beschreiben und miteinander in Verbindung zu bringen. Zwar fehlen der Geschichte die typischen Spannungselemente eines Kriminalromans, aber dennoch ist man als Leser gefesselt von den Schicksalen der vier Protagonisten, will wissen, wie sie zu den Menschen geworden sind, die sie sind, und in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Und schließlich bleibt ja auch bis zum Schluss die Frage offen, wer nun für den Überfall auf Veras Vater verantwortlich ist … Kurzum: „Etwas bleibt immer“ ist ein Roman, den man erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand legen will!

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