Horst Warnatsch Verbrennungen: Das Feuer, das er sich zum Freund gemacht ...

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Inhaltsangabe zu „Verbrennungen: Das Feuer, das er sich zum Freund gemacht ...“ von Horst Warnatsch

Ein neuer Fall für das LKA 45 in Hamburg, unter anderem zuständig für Brandstiftungsdelikte und Brandursachenermittlung, wenn es zu Todesopfern gekommen ist. Aber auch Brandserien werden übernommen, sofern Erfolg versprechende Spuren erkennbar sind. Das Ermittler-Team Sammy Saalfeld und Theo Kaufmann hat es dieses Mal mit einer Serie von kleinen und größeren Brandlegungen zu tun, die einen ähnlichen Ablauf und ein ganz bestimmtes gemeinsames Ziel erkennen lassen: nämlich Menschen und Institutionen an den Pranger zu stellen, deren Fehlverhalten von den zuständigen Ämtern unzureichend geahndet wurden. Ein Schwerpunkt bildet sich im Hamburger Stadtteil Ottensen, im Nernstweg, heraus. Dann brennt es in genau dieser Straße; in einer Altbauwohnung, die, wie Saalfelds Recherchen ergeben, zeitweise Bleibe und Spielwiese für einen pädophil veranlagten Menschen gewesen ist. Die Kripo vermutet, dass sie ihren Täter womöglich in einem der Mietshäuser gegenüber finden könnten, weil die Geschehnisse von dort gut zu beobachten gewesen wären. Die Angelegenheit ist insofern dringlich, weil eine Woche zuvor ganz in der Nähe die Leiche eines 11jährigen Jungen aufgefunden worden ist. Die Ermittlungen sind ein Geduldsspiel, führen dann völlig unerwartet in menschliche Abgründe, wie sie Saalfeld und Kaufmann nie für möglich gehalten haben.

Verbrennungen

— rebecker
rebecker
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    Verbrennungen: Das Feuer, das er sich zum Freund gemacht ...
    rebecker

    rebecker

    19. April 2016 um 06:24

    Ein 11-Jähriger Junge wird zu Grabe getragen, er wurde von einem Pädophilen sexuell missbraucht und getötet. Grausame Vorstellung, aber leider auch realistisch. Ein stiller Beobachter verfolgt die Beerdigung und verhält sich ausgesprochen verdächtig. Bei der Mieterin dieser Wohnung handelt es sich um eine alleinstehende alte Dame, die ihre Räumlichkeiten vermutlich gar nicht mehr selber nutzt. An dieser Stelle hat mich der polizeiliche Hinweis an der Wohnungstür irritiert, der besagt, dass Frau Michelsen entweder im Heim oder im Krankenhaus aufhältig ist. Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas in der Realität umgehend überprüft wird.Das prägnante Cover passt zum Titel und der Handlung. Die Sprache ist gut verständlich und lässt sich angenehm lesen. Mehrere Handlungsstränge verwirren zunächst, führen aber irgendwann zusammen. Das gelegentliche Einstreuen des Lieblingsliedes des ermordeten Marc-Leon empfand ich als kleinen positiven Gänsehautfaktor, weil man immer wieder an den Jungen erinnert wird. Die Personenbeschreibungen im Allgemeinen fand ich ein wenig zu detailliert, wie auch beispielsweise die Büroeinrichtung. Dadurch wird die Phantasie des Lesers eingeschränkt. Insgesamt gesehen ein sehr interessanter Thriller, der sicher genauso passiert sein könnte. Im ersten Kapitel ist immer nur die Rede von „Er“, sodass ich ständig auf der Lauer lag endlich zu erfahren, wer sich dahinter verbirgt, leider vergebens. Ich gebe gerne vier Sterne und eine Empfehlung.Liebe Grüße Rebecker

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