Horváth Ödön von

 4.3 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Jugend ohne Gott.

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Jugend ohne Gott

Jugend ohne Gott

 (9)
Erschienen am 01.01.1983

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Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Horváth Ödön von

Rezension von "Jugend ohne Gott"
_Buecherwurm_vor 9 Monaten

Rezension: Ödön von Horvath hat es natürlich geschafft, eine vollkommen zeitlose Geschichte zu schreiben, doch muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht war. Denn die Geschichte alleine wäre sehr interessant, allerdings war sie für meinen Geschmack etwas zu langweilig und durch den Schreibstil nicht wirklich flüssig zu lesen. Natürlich kann man die Ausdrucksweise auf die damalige Zeit zurückführen, doch trägt sie nicht wirklich zum "Besser-werden" des Buches bei.


Fazit: Durchaus ein empfehlenswertes Buch für alle, die sich für sozialkritische Bücher interessieren. Ich, für meinen Teil war und bin etwas enttäuscht und würde es nicht nochmal lesen. 
Deshalb 3 von 5 Sternen.


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Draco_Tenebriss avatar

Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Horváth Ödön von

Jugend und Lehrer ohne Gott - und ohne Hirn
Draco_Tenebrisvor einem Jahr

Dieses Buch würde ich eigentlich niemandem weiter empfehlen, es sei denn, man wird in der Schule oder im Studium dazu gezwungen, es zu lesen. Eigentlich hat mich dieses Buch vorher überhaupt nicht interessiert, aber als ich im Kino den Trailer zur neuen Verfilmung gesehen hab, da dachte ich: Ok, musst du lesen, ist sicher lustig.

Am Ende stellte sich dann folgendes heraus: „Jugend ohne Gott“ ist ein stinklangweiliges, lang gezogenes, komisches Buch, dass keinen Sinn macht. Man sucht vergebens nach einem roten Faden, den es da einfach nicht gibt. Man will die Zusammenhänge verstehen lernen, aber irgendwie macht einem die Hauptfigur, ein Lehrer, ständig den Strich durch die Rechnung.
Und wenn man denkt: „Ok, aber jetzt hab ich es verstanden!“, dann beginnt sofort der nächste Abschnitt des Buches, der mit dem letzten gar nichts mehr zu tun hat.


Was mich am allermeisten gestört hat, war der Lehrer, aus dessen Sicht das Ganze erzählt wird. Der Lehrer entpuppt sich als echter Jammerlappen, der seine Schüler mit dem Anfangsbuchstaben abkürzt und darüber Buch führt. Faulheit? Dummheit? Will er besonders special sein? Man weiß es nicht. So schwadroniert er ständig um sein Lieblingsthema, die „Neger“ herum, meckert und nörgelt an seinen Schülern herum wo es nur geht und erscheint insgesamt als recht charakterschwach.
Und ja, das Wort „Neger“ und diverse alte Begriffe standen ebenso in diesem Buch, weil es aus einer alten Zeit stammt.
Ab einem bestimmten Punkt beginnen sie dann plötzlich, in ein Armee-ähnliches Lager zu ziehen und dort beginnt dann das Chaos. Das wahrlich chaotisch ist, denn der Autor hat es geschafft, die Dinge so zu schreiben, so dass man sie nicht versteht. Das fand ich sehr schade, weil der Roman eigentlich eine sehr gute Idee beinhaltet.
Auch wenn es nur „eine Idee“ ist, die der Autor schlecht umgesetzt hat – so könnte diese „Idee“ irgendwann einmal düstere Wirklichkeit werden. Nun, zum Glück ist es „nur ein mieses Buch“, welches mir nicht gefallen hat, selbst wenn der Schreibstil nicht übel war.

Insgesamt kann ich sagen: „Jugend ohne Gott“ würde mir viel besser gefallen, würde es einen roten Faden haben, dem man folgen kann. Und ich würde es mehr mögen, wenn der Lehrer nicht so ein strunzdummer Vollidiot wäre, der sich selbst bemitleidet und hintenrum über andere lästert.
Dann würde es zu meinen Favoriten zählen. Aber so? Nein! Schade, schade, hätte mir mehr erwartet!

Fazit: Nicht weiter empfehlbar. Und jeder der es nicht lesen muss, der soll froh sein, es nicht gelesen zu haben.

Kommentare: 1
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Alaiss avatar

Rezension zu "Jugend ohne Gott" von Horváth Ödön von

Jugend ohne Menschlichkeit
Alaisvor einem Jahr

Die Ende August 2017 in die Kinos kommende Neuverfilmung, die die Handlung neu darstellen soll und in eine uns nahe Zukunft verlegt, bewog mich, diesen so berühmten und mir leider immer noch unbekannten Roman endlich zu lesen - eine Entscheidung, die ich nicht bereut habe, obwohl mir beim Lesen eiskalte Schauer über den Rücken liefen ...
Zur Handlung: Ein Lehrer unterrichtet in Zeiten, in denen Rassismus, Unmenschlichkeit und die Verhöhnung des Guten regieren und Widerspruch äußerst gefährlich ist. Seine Aufgabe als Lehrer besteht darin, die Kinder auf den Krieg vorzubereiten. So muss er hilflos mitansehen und sogar dazu beitragen, dass die Kinder, die er unterrichtet, immer gefühlskälter und grausamer werden. Eines Tages jedoch kommt es in dem vorgeschriebenen Zeltlager zur vormilitärischen Ausbildung, das die früheren Osterferien abgelöst hat, sogar zu einem Mord ...
Dass dieser Roman 1937 erschienen ist, war für mich nur an der Formulierung "brave Hausfrau" und einem inzwischen als rassistisch geltenden und daher nicht mehr verwendeten Wort erkennbar. Ansonsten erscheint er, auch wenn er sich hervorragend in den Kontext der Nazizeit einfügen lässt, durch seine klare, dichte Sprache eher erschreckend zeitlos. Dass die Erzählung so allgemeingültig für die Romanwelt wirkt, von der der Autor erzählt, liegt sicher auch daran, dass keine Namen genannt werden - der Lehrer heißt einfach "der Lehrer", die Namen der Kinder werden mit ihren Anfangsbuchstaben abgekürzt, ein Mädchen wird zwar Eva genannt, doch scheint auch dieser Name nicht Ausdruck einer einzigartigen Persönlichkeit zu sein, sondern auf die Eva der Bibel zu verweisen.
Ich empfand die Handlung als sehr spannend, den Umgang mit der Sprache als meisterhaft, die Erzählweise auch für die heutige Zeit noch als innovativ und gelungen.

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