Horwath Tommi Der blaue Stein

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Inhaltsangabe zu „Der blaue Stein“ von Horwath Tommi

Vor langer, langer Zeit, war‘s gestern oder war‘s heut, lebte in unserem Dorf ein junger Mann, bei dem war so viel los im Kopf, dass er gerne ein Dichter werden wollte. Also erlernte er das Handwerk des Schreibens und beherrschte es binnen kürzester Zeit so gut, dass seine kunstvollen Schriftzeichen mehr an lebendige Bilder erinnerten, als an eine Schrift, deren Zweck es ist, nur einen Inhalt zu vermitteln. Da er als einer der wenigen im Dorf des Schreibens und des Lesens mächtig war, wurde ihm die Aufgabe zuteil, Ankündigungen aufzuschreiben, sie an die Türe des Wirtshauses zu nageln und sie laut vorzulesen, damit jeder wusste, was dort geschrieben stand. Diesen Beruf übte er mit großer Leidenschaft aus und die Arbeit ging ihm leicht von der Hand. Viele der Dorfbewohner fanden seine Schriftstücke so hübsch, dass sie mit diesen, anstatt Bilder aufzuhängen, ihre Wände damit beklebten. Nun passierte es, dass der junge Mann mit allem, was er aufschrieb, immer unzufriedener wurde. Und mit der Unzufriedenheit wurde er immer nervöser. Er hatte das Gefühl, als würde er jedes Mal einen Teil von sich selbst hergeben, der dann für immer verloren war. So wurde er immer weniger und seine Hände wurden immer schwächer. Es machte ihm zwar nichts aus, die Ankündigungen aufzuschreiben und vorzulesen, doch unzufrieden wollte er auch nicht sein. Wird als versiegelte Schriftrolle im Mittelalterstyle geliefert.
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