Howard Buten

 4.3 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von When I Was Five I Killed Myself, Burt und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Howard Buten

Burt

Burt

 (3)
Erschienen am 01.01.1998
When I Was Five I Killed Myself

When I Was Five I Killed Myself

 (18)
Erschienen am 01.12.2002
Gymnopédie

Gymnopédie

 (0)
Erschienen am 01.01.1984
Ohne Rücksicht auf Verluste

Ohne Rücksicht auf Verluste

 (0)
Erschienen am 01.07.1996

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Rezension zu "When I Was Five I Killed Myself" von Howard Buten

Rezension zu "When I Was Five I Killed Myself" von Howard Buten
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

Kommunikation und unausgeschlossen die Miskommunikation sind Grundlage für fast jede Kontemplation. In dieser Weise natürlich die Basis der zwischenmenschlichen Interaktion und für die Literatur ohne Frage Ausgangspunkt.
Doch wie ist das mit der Kommunikation, kann sie wirklich einen emotionalen Faktor befriedigen, ab von der pragmatischen Seite?
Können Menschen, die nicht die gleiche Sprache sprechen, wirklich miteinander reden? Können Kinder von Erwachsenen wirklich verstanden werden?
Ohne Frage, Erwachsene sind auch einmal Kinder gewesen. Freud hat sich mit Komplexen und Verhaltensweisen von Kindern zutiefst auseinander gesetzt und Zeit seines Lebens psychoanalytisch damit gelebt und gearbeitet.
Doch wie ist es wirklich, wie geht man wirklich auf Kinder ein und kann man sie, wo man doch länger ein Erwachsener ist im Leben als ein Kind - und gar oft dazu neigt, das Kindsein hinter sich lassen zu wollen, es davon zu werfen, kann man sie wirklich wieder hervorholen, diese Erfahrungen und dadurch ein Verständnis aufbauen, dass einmal das eigene Leben gewesen ist?
Burt ist die Hauptfigur des vorliegenden Romans, der in seiner ersten Auflage unter dem Titel "Burt" 1981 in Amerika, geht dort aber kläglich unter.
Burt ist 8 Jahre alt und befindet sich in einer Anstalt für geistig behinderte und verhaltensauffällige Kinder, "for what he did to Jessica".
Ihm geht es nicht gut dort. Das merkt der Leser gleich von Anfang an. Die Umgebung gefällt ihm nicht, er weiß nicht genau, was er da soll und warum ihn seine Eltern dort überhaupt abgeliefert haben.
Dr. Nevele ist der zuständige Arzt, der dem Jungen helfen und mit ihm sprechen will. Doch Burt möchte mit diesem Mann, der sich ihm gegenüber irgendwie scheinheilig verhält, wie er empfindet, nicht näher auseinander setzen. Burt hat immer wieder Ausraster und geht in den 'Quiet Room', um sich dort zu beruhigen. Er schreibt seine Geschichte dort an die Wände.
Burt ist in dem Heim, da er mit Jessica geschlechtlichen Kontakt hatte. Durch Rückblenden auf die Schule und das Kennenlernen mit Jessica wird das Bild eines Jungen gezeigt, der unheimlich sensibel und in künsterischer Sicht extrem begabt ist.
Burt lernt die aufmüpfige und interessante Jessica kennen und beginnt langsam aber sich, sie zu mögen. Seine Gedanken kreisen um sie.
Er kann, im Heim, allein, nicht verstehen, warum sie ihm nicht schreibt, wo sie es doch versprochen hat und kommt mit dieser Umgebung nicht klar. Der einzige, der ihn ein wenig verstehen kann, ist Rudyard Walton, der eine andere Methode hat, sich Burt anzunähern.
Besonders erstaunlich neben der einfühlsamen Geschichte um Jessica und Burt ist die Sprache des Romans, die das kindliche Dasein vollkommen annektiert und den Einblick in die kindliche Psyche und das (Un-)Verständnis der Erwachsenen, die Burt umgeben, klar und deutlich macht.
Die Reclamausgabe ist um einen interessanten Aufsatz über den Autor Howard Buten bereichert, in dem Ernst Kemmerer von der äußerst eindrucksvollen Kindheit Butens berichtet und auch die inhaltlich-sprachlichen Aspekte des Buches noch einmal analysiert.
Sehr eindrucksvoll und die Nervengewinde drückend, wird Burt noch ein ganzes Weilchen in den Gedanken des Lesers verweilen, der sich fragt, warum Kommunikation oft so fehl geht und das Konzeptpsychologie oft nicht der richtige Ansatz sein muss, aber auch nicht als Grund für Fehlwege eingestuft werden kann. Gut dennoch, dass es dieses Buch von Buten gibt, das neben dem offensichtlich erhobenem Zeigefinger, der aber implizit ist und sich mit dem Witz der Erzählweise, der herrlichen Sprache eines 8-Jährigen mischt und vor allem auch erzählerisch überzeugen kann.

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