Howard Jacobson Shylock

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Inhaltsangabe zu „Shylock“ von Howard Jacobson

Von rebellischen Töchtern und verblendeten Vätern Der reiche Kunstsammler Simon Strulovitch aus Manchester hat Sorgen: Seine aufmüpfige Tochter Beatrice ist in die Kreise der leichtlebigen Erbin Plurabelle und ihres persönlichen Assistenten D’Anton geraten. Nicht der richtige Umgang für ein jüdisches Mädchen, klagt Strulovitch seinem Zufallsbekannten Shylock. Dieser rät zur Zurückhaltung. Doch als Beatrice sich auch noch mit dem Fußball-Beau und Unterwäsche-Modell Howsome einlässt, sieht ihr Vater rot. Er verlangt, dass der junge Mann zum Judentum konvertiert. Mit Hilfe einer kleinen Operation ließe sich heute manches arrangieren. Aber das Leben hält nicht nur für Strulovitch ein paar Lektionen bereit. Howard Jacobson fragt in diesem tiefsinnigen, gleichzeitig amüsanten und stellenweise irrwitzigen Roman: Was macht einen Mensch zum Juden? Und was heißt es, Jude zu sein in einer säkularen Welt? – Ein höchst burlesker Umgang mit dem vermeintlichen Antisemitismus des umstrittensten Dramas von Shakespeare.

Es ist einfach nur Schade. langweilig, blasse Figuren, wenig Inhalt.

— Janinezachariae
Janinezachariae

Bissig, philosophisch und witzig. Wer hätte gedacht, dass eine Diskussion über Religion und Glauben so unterhaltsam sein kann?

— killmonotony
killmonotony

Amüsante Umsetzung mit viel Wortwitz

— leserattebremen
leserattebremen

Sehr verkopfte Verarbeitung vom Kaufmann von Venedig. Hätte ich das Original gekannt, wäre es vielleicht besser gelaufen.

— miro76
miro76

Wieder mal ein Roman von Jacobson, der definitiv das Zeug zum Nobelpreis hätte

— bianca_magrathea
bianca_magrathea

Kurios. Ich sammle noch all meine Gedanken.

— Eltragalibros
Eltragalibros

Schönes Buch! Etwas Durchaltevermögen erwünscht

— Bjjordison
Bjjordison

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  • Shylock - und die einzige Interessante Figur im ganzen Roman

    Shylock
    Janinezachariae

    Janinezachariae

    10. August 2017 um 22:26

    Howard Jacobson hat einiges vom Original genommen und in diese Geschichte gepackt. Shylock hat im Original Kredite mit hohen Zinsen angeboten, während der Kaufmann selbst keine Zinsen verlangte. Der Kaufmann hat den Juden beleidigt, bespuckt, kurzum: er war alles andere als freundlich ihm gegenüber. Doch als der Kaufmann selbst Geld braucht (den Grund lasse ich mal außen vor), muss er zu Shylock, ist aber so selbstgerecht, dass er trotzdem sagt, er würde ihn auch weiterhin so behandeln, wie seit jeher. Shylock willigt trotzdem ein, doch verlangt er keine Zinsen, sondern 1 Pfund Fleisch vom Kaufmann. *** Nehmen wir einmal diese ‘Ausgangsposition’ und übertragen es auf das aktuelle Buch. Denn auch hier gab es in Shylocks Vergangenheit einen solchen ‘Fall’, aber das Fleisch wurde nicht eingefordert. Simon Strulovitch trifft Shylock auf dem Friedhof und lädt ihn zu sich nach Hause ein. Mr Strulovitch fragt Shylock was für ein Stück Fleisch er denn ursprünglich verlangt hätte. War es das Herz oder etwas, was unterhalb der Gürtellinie ist …? *** Ich gebe es zu: diese Rezension fällt mir schwer, wie bei den meisten dieser Reihe. Simon S. hat eine Tochter, 16, die er sehr stark behütet. So sehr, dass sie manch ein Warnsignal nicht so sieht und erkennt und zu einem Objekt für einen berühmten Fußballer wird, der sehr viel älter ist als sie. Das alles ging aber nicht von dem Fußballer direkt aus, sondern von … *** Okay, ich werde einfach meine Beurteilung abgeben, denn das gehört dazu wenn man bloggt. Ich finde, dass Shylock ein interessanter Charakter ist. Eigensinnig, geheimnisvoll und doch sehr vielschichtig und tiefgründig. Er führt Unterhaltungen (oder Monologe – wenn Simon S eingeschlafen ist), die ich mit großem Interesse verfolgt habe – aber nicht alles davon gut fand. Doch all die anderen Charaktere in diesem Buch waren für mich eher einseitig, oberflächlich und uninteressant. Ich hätte auch nur das von Shylock gebraucht, alles andere war für mich einfach nur langweilig, nichtssagend – wobei das nicht richtig stimmt. Ich habe mich eher über die Dummheit  aufgeregt. *** Am Ende gibt es noch eine Erkenntnis, die mich etwas milder gestimmt hat. Ich hatte die gesamte Zeit das Gefühl gehabt, dass sich Howard Jocobson über die Juden lustig gemacht hat. Zudem sprechen Shylock und Simon Strulovitch sehr oft über die Erziehung der Tochter, Beschneidung – was ich als barbarisch empfinde, aber trotzdem muss man nicht ein (gefühltes) halbes Buch damit füllen und es am Ende ins Lächerliche ziehen. Denn es ist eine sehr ernste Angelegenheit und ich finde es geschmacklos, wie damit umgegangen wurde. Es ist geschmackloser als die vulgäre Sprache aus dem Buch ‘Der weite Raum der Zeit’ von Jeanette Winterson, welches ‘Das Wintermärchen’ von Shakespeare darstellte. Und doch gibt es sehr interessante Gespräche zwischen Shylock und Simon S. Außerdem hab ich etwas Neues über Willian Shakespeare erfahren. Es gibt dennoch zu viel, was dagegen spricht. *** Obwohl ich die Hogarth Reihe sehr schätze und es fabelhaft finde, dass William Shakespeare so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, bin ich schon enttäuscht. Es fühlt sich an, als würden die meisten Autoren den Engländer so einschätzen, als ob er nur die fleischigen Gelüste im Sinn hatte. Natürlich ging es ihm auch um das ‘zwischenmenschliche’, aber im Großen und Ganzen hatte er andere Absichten. Es macht mich fertig, zu lesen, wie sie die Geschichten neu interpretieren. Das Frauen oftmals mehr als Objekt dargestellt worden sind. Was nicht stimmt. Denn sie sind stärker als manch ein Mann. Frauen haben in den Stücken nicht immer eine große Rolle, aber wenn, dann können sie zeigen, was sie drauf haben. In ‘Der Kaufmann von Venedig’ verkleiden sich zwei Frauen als Mann, um ihre Männer während einer Gerichtsverhandlung zu unterstützen und dienen als Richter und Schreiber. Das sind hochangesehene Positionen, doch durch ihre Finesse haben sie gezeigt, wie intelligent sie doch sind. Mir ist durchaus bewusst, dass Shakespeare das Thema ‘Transgender’ schon damals behandelt hatte. Nicht so intensiv, aber doch oft genug. Frauen verkleiden sich häufig als Männer, weil sie sonst kaum etwas zu sagen hätten. Sie müssen sich beweisen und ich finde, William Shakespeare hat die Frau nicht nur als Objekt betrachtet. Er hat sie hochgehoben und zu etwas gemacht, was einzigartig ist. Er hat ihnen Leben eingehaucht und sie mutig und entschlossen gezeigt. Ich würde gerne besser urteilen, über dieses Buch ‘Shylock’. Ich habe mir einiges von Howard Jacobson angeschaut und durchgelesen. Es gibt ein paar sehr interessante Informationen, die ich erhalten habe und ich hab sehr viel nachgedacht. Verdammt viel sogar. Es ist wie es ist.

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    • 3
  • Rezension: Shylock

    Shylock
    killmonotony

    killmonotony

    06. May 2017 um 14:27

    Ich habe gestern „Shylock“ von Howard Jacobson beendet und bin positiv überrascht! Dies ist Jacobsons Version vom „Kaufmann von Venedig“, die im Rahmen des Hogarth Shakespeare Projekts erschienen ist. Es war irgendwie etwas komplett anderes als erwartet, aber trotzdem hat es mir richtig gut gefallen. Doch erst mal zum Inhalt: Es geht generell um drei jüdische Männer, die alle drei ihre jeweiligen Töchter vor den Gefahren der Welt (speziell: der Goi [Nicht-Juden]; spezieller: der Christen) bewahren möchten, und das um jeden Preis. Wir lernen Peter Shalcross und seine Tochter Plurabelle kennen, den leicht wahnsinnigen Simon Strulovitch und seine Tochter Beatrice, und Shylock, dessen Tochter Jessica bereits vor ihm geflüchtet ist. Shalcross begeht Selbstmord und hinterlässt Plurabelle Forderungen an die Männer, die an ihr Herz (und ihre Wäsche) wollen. Erzürnt davon, ignoriert Plury diese und stellt ihre eigenen Anforderungen für Bewerber auf. Auf einem jüdischen Friedhof „erscheint“ dem nachdenklichen Strulovitch Shylock, und die beiden beginnen ein Gespräch, das quasi das gesamte Buch lang fortgeführt wird: Was macht einen guten Juden aus? Ist das Christentum tatsächlich so anders als das Judentum? Und am Allerwichtigsten: Wie kann er (Strulovitch) verhindern, dass seine Beatrice mit einem Goi durchbrennt? Als diese dann tatsächlich einen solchen, nämlich den etwas dümmlichen Fußballschönling Gratan, mit nach Hause bringt, ist Strulovitch außer sich vor Zorn. Aus Angst, Beatrice komplett zu vergraulen, bemüht er sich, Fassung zu behalten, stellt Gratan aber trotzdem eine Forderung: Um seinen Segen zu bekommen, muss er zum Judaismus konvertieren – inklusive Beschneidung. Was geschieht mit mir?, dachte Strulovitch. Werde ich zu einem jener Juden, die sich dauernd beleidigt fühlen? Gott behüte. So ein Mensch beleidigt nur sich selbst. Ich werde nicht so, versprach er sich. Ich werde es mir nicht erlauben, mich selbst noch vom Rascheln einer Maus beleidigt zu fühlen. Und wenn die Maus bösartig war? Eine bösartige, mürrische, menschenfeindliche Mamser-Maus? „Shylock“ hat mir von der Handlung her ziemlich gut gefallen, obwohl ich mit der Ausführung anfangs Schwierigkeiten hatte: Am Anfang des Buches war ich von der Erzählweise und vor allem von der hochgestochenen Sprache noch nicht überzeugt, da es mir sehr so vorkam, als hätte sich Howard Jacobson bewusst so gewichtig ausgedrückt, damit man es möglichst schwer hat, allen Gedankengängen und Gesprächen der Charaktere zu folgen.  Aber im Verlauf kommt man gut rein und vor allem der Humor lockert alles ein wenig auf. Die Gespräche zwischen Shylock und Strulovitch sind interessant, wenn auch nicht zwingend realistisch. Es dreht sich generell immer um die Frage, wie sehr sich Juden und Christen unterscheiden. Strulovitch vertritt einen sehr fragwürdigen Standpunkt, da er gewissermaßen zwischen dem Jüdischsein und Nicht-Jüdischsein hin- und hergerissen ist: Zum einen verachtet er Bräuche und Rituale der Juden, zum Beispiel der wöchentliche Gang in die Shul. Noch während er an den Kirchgängern vorbeigeht, schimpft er darüber und schnaubt verächtlich, weil sie es anscheinend nicht richtig machen. Er ist besessen davon, nicht an jüdischen Traditionen festzuhalten, indem er beispielsweise auf ebendiese Gebräuchlichkeiten verzichtet, gleichzeitig kritisiert er aber alle, die diesen seiner Meinung nach nicht korrekt nachgehen. Er möchte für seine Tochter auch nicht zwingend einen Juden als Mann an ihrer Seite, zwingt nun aber diesen Goi Gratan dazu, zum Judentum zu konvertieren, da er sonst nicht gut genug für sie sei. Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • Der neue Kaufmann von Venedig

    Shylock
    leserattebremen

    leserattebremen

    03. February 2017 um 14:05

    Shylock und Strulovitch lernen sich zufällig kennen, auf einem jüdischen Friedhof kommen sie ins Gespräch und der Kunstsammler Strulovitch lädt Shylock in sein Haus ein. Dessen Tochter ist verschwunden, während Strulovitchs Teenager-Tochter Beatrice grundsätzlich zwar noch zu Hause wohnt, aber eindeutig ihre Grenzen testet. Neuester Coup ist die Freundschaft zu It-Girl Plurabelle und die Beziehung zu seinem Fußballprofi, der zu allem Überfluss auch noch kein Jude ist. Für Strulovitch gibt es nur eine Möglichkeit, die Beziehung zu legitimieren: Der Fußballprofi soll sich nachträglich beschneiden lassen. Das erscheint dem jedoch etwas zu gewagt und die Geschichte nimmt Fahrt auf. Howard Jacobsons Roman „Shylock“ ist im Rahmen des Hogarth Shakespeare-Projekts bei Knaus erschienen und ist eine Neubehandlung von Shakespeares Stoff aus „Der Kaufmann von Vendig“. Schwerpunkt des Romans sind die Gespräche zwischen Shylock und Strulovitch, in denen es hauptsächlich um ihre jüdische Identität geht, inwieweit sie sie beeinflusst und wo die Grenzen sind, die sie nicht überschreiten würden. Strulovitch wurde selber von seinem Vater enterbt, als er eine Christin heiratete, trotzdem stellt er jetzt fest, dass er als Vater ebenso handelt und sich nicht vorstellen kann, dass Beatrice keinen Juden heiratet. Die Gespräche zwischen Shylock und Strulovitch sind höchst amüsant zu lesen, sie haben sich scheinbar völlig in eine Blase zurückgezogen, aus der sie Entscheidungen treffen, die am Leben vorbeizugehen scheinen. So hat Beatrice dann auch entsprechend wenig Verständnis für die Vorstellungen ihres Vaters. Die Geschichte mit der nachträglichen Beschneidung führt Jacobson am Ende derart ad absurdum, dass man beim Lesen nur noch lachend den Kopf schütteln kann. Der Roman „Shylock“ von Howard Jacobson ist ein witziger Parforceritt durch das jüdische Selbstverständnis der Hauptfiguren und sehr unterhaltsam zu lesen, daher kann ich den Roman nicht nur Shakespeare-Fans guten Gewissens weiterempfehlen. 

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  • Shylock

    Shylock
    Buecherschmaus

    Buecherschmaus

    Im Rahmen des Hogarth Shakespeare Projects, im Herbst 2015 anlässlich des 400. Todestages des großen Dramatikers 2016 gestartet, erschien im April 2016 Howard Jacobsons Adaption von „Der Kaufmann von Venedig“ („The merchant of Venice“) unter dem Titel „Shylock“ auf Deutsch (Originaltitel: „Shylock is my name“).„Der Kaufmann von Venedig“ ist sicher das problematischste, oder besser gesagt, das am meisten umstrittene Drama William Shakespeares. Ist es nun ein antisemitisches Stück oder will es nur den herrschenden Antisemitismus zeigen? Seit Jahrhunderten streiten sich darum die Gelehrten, die Leser, die Theatergänger. Einige finden das Stück mittlerweile als unaufführbar. Dass das ganz und gar nicht der Fall ist, davon konnte ich mich letztes Jahr in einer wunderbaren Aufführung im Globe Theatre überzeugen.Die Geschichte ist bekannt: Um seinem Freund Bassanio, der um die reiche Portia freien möchte, finanziell unter die Arme zu greifen, obwohl er selbst gerade in der Klemme steckt (Handelsschiffe von ihm sind mit wertvoller Fracht unterwegs, doch ihr Ankommen ist ungewiss), geht der Kaufmann Antonio mit dem jüdischen Geldverleiher Shylock einen Handel ein: sollte Antonio das Geld nicht rechtzeitig zurückzahlen können, darf der Jude ihm ein Pfund Fleisch aus der Brust schneiden. Allerlei Liebesverwicklungen ranken sich darum herum, aber auch das persönliche Leid Shylocks, dessen geliebte Frau Leah tot und die einzige Tochter Jessica mit einem Christen durchgebrannt ist – für Shylock ein unverzeihlicher Verrat. Nun, wie es zu befürchten stand, die Schiffe gelten als verloren, Shylock fordert seine Schuld, kann aber letztendlich durch eine kluge List der in Männerkleidern auftretenden Portia von seinem grausamen Vorhaben abgebracht werden. Schlussauftritt – wir befinden uns in einer Shakespeare Komödie – alle Paare glücklich, alle Differenzen gelöst, nur Shylock steht allein, nicht nur seiner Tochter, sondern auch eines Großteils seines Vermögens und seines Glaubens beraubt.Die Art und Weise, wie sich Howard Jacobson dieses Stückes annimmt, unterscheidet sich in seiner Ernsthaftigkeit, in seinem fast philosophischen Ansatz sehr von den eher leicht-beschwingten Adaptionen von Ann Tyler und Jeanette Winterson. Auch er verlegt die Geschichte stark modernisiert in die Gegenwart und versucht doch, in möglichst vielen Personen und Details nah am Original zu bleiben. Da ist der reiche jüdische, gänzlich unreligiöse Kunsthändler Strulovitch, dessen 16 jährige Tochter mit einem leicht unterbemittelten Fußballstar durchbrennt. Da bemüht sich sein Gegenspieler D´Anton um eine wertvolle Zeichnung, die sich im Besitz seines Kontrahenten befindet. Sein Freund Barnaby möchte damit das berühmte Fernsehmoderatorin und begeisterte Paulo Coelho Leserin Anna Livia Plurabelle Cleopatra Eine-Schönheit-ist eine-ewige-Freude-weiser-als-Salomon Christine beeindrucken. An diesem reichlich abgedrehten Namen erkennt man bereits, dass Jacobson in der Umsetzung der Handlung so manches Mal die satirischen Pferde durchgehen. Insgesamt gleicht sie oft einer burlesken Posse, nicht ganz unpassend bei Shakespeare, aber in der Zeichnung der meisten Nebenfiguren dadurch viel zu überzeichnet und eindimensional. Da möchte Jacobson gerne mal so den einen oder anderen Seitenhieb, z.B. gegen den (nicht nur) britischen Geld- und Promiadel, loswerden. Das wird dann boshaft und ziemlich krachledern. Aber eigentlich geht es dem Autor auch gar nicht darum. Howard Jacobson befasst sich in seinen Werken immer wieder und sehr intensiv mit dem Judentum, dem Jüdischsein, dem jüdischen Selbstverständnis, aber auch dem vermeintlichen Selbsthass. Und um genau diese Themen dreht sich auch „Shylock“, und zwar auf sehr ernsthafte und tiefgründige Art und Weise.„Selbst der mal jüdische, dann wieder nicht-jüdische Strulovitch war niemals nicht-jüdisch genug, um die Sicherheit, in der er lebte, für selbstverständlich zu halten.“Jacobson stellt dafür Strulovitch, quasi als eine Art Alter Ego, Shakespeares Shylock zur Seite. Sehr bald erkennt man, dass beide jeweils Versionen des anderen sind. „Der einzelne Jude bringt die Juden mit, wohin er auch kommt.“Dabei kippt die Geschichte ein klein wenig fort vom Realismus, um den sich die beiden anderen Shakespeare-Neuinterpretinnen Winterson und Tyler bemüht haben. Wie die Gespenster, die hin und wieder durch das Werk des großen englischen Dramatikers irren, tritt hier Shylock auf, als ewiger Jude sozusagen. Eine Figur, die gerne vom Antisemitismus missbraucht wurde. „Der Talmud erlaubt es einem sturen Querdenker wie ihm, offen mit anderen, lange schon toten sturen Querdenkern zu debattieren.“So begegnet Strulovitch, der vor kurzem seine Mutter beerdigt hat und dessen Frau nach einem Schlaganfall zum Pflegefall wurde, auf dem Friedhof Shylock, der sich in Zwiesprache mit seiner Leah befindet. Schon bald rücken er und seine (Streit)gespräche mit Strulovitch ins Zentrum des Romans. Diese Debatten sind scharfsinnig und erhellend. Manchmal verrennt sich Jacobson dabei aber ein wenig zu sehr in seine Thematik. Beispielsweise nimmt für meinen Geschmack die Frage der Beschneidung, die von D´Anton quasi als modernes Äquivalent zum Pfund Fleisch des Originals verlangt wird, zu viel Raum ein. „Du bist beschnitten worden, um bereits in den ersten Tagen deines Lebens unser Dasein nicht mit einer Idylle zu verwechseln.“Man merkt dort, dass hier jemand über sein Lebensthema schreibt, das Fremd-Sein, das Anders-Sein, das Jüdisch-Sein, wie ein Kritiker schrieb das „Leben in einer feindlichen Mehrheitsgesellschaft“. Das ist manchmal ein wenig anstrengend. Birgt aber auch interessante Einsichten und ist immer völlig tabulos.„Ein guter Jude wird getreten, ein schlechter tritt zurück. Unsere berühmte Ethik hat uns in einen schönen Schlamassel gebracht.“Immer ist es der geschundene Shylock, ausgestoßen, in seine Rolle gedrängt und verachtet, der seinen Platz verzweifelt zu behaupten versucht. „Es ist moralisch und historisch falsch, nicht zu wissen, dass Jesus ein jüdischer Denker war und Sie bösartigen Unsinn reden, wenn Sie ihn gegen uns ins Feld führen. Nächstenliebe ist ein jüdisches Konzept. Erbarmen ebenfalls.“Mehr als bei den beiden anderen bisher erschienenen Neuerzählungen ist bei „Shylock“ die Kenntnis des Originals, des Kaufmanns von Venedig, unbedingt zu empfehlen. Nur dann wird man die philosophischen Diskurse, aber auch die Referenzen an dieses Drama ganz erfassen können. „Die Bosheit, die ihr mich lehrt, will ich ausüben.“heißt es im Original. Bei Jacobson wird daraus„Ich bin zu dem geworden, was ihr aus mir macht.“Howard Jacobsons Beitrag zum Shakespeare Projekt ist sicher nicht der zugänglichste der Reihe, dafür aber der bisher ernsthafteste und philosophischste.

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    • 6
  • Feiner Stoff

    Shylock
    bianca_magrathea

    bianca_magrathea

    25. July 2016 um 10:58

    Wieder mal ein Roman von Jacobson, der definitiv das Zeug zum Nobelpreis hätte

  • Shakespeare neu interpretiert: „Shylock“ von Howard Jacobson

    Shylock
    storiesonpaper

    storiesonpaper

    12. July 2016 um 10:34

    „Shylock“ ist für mich ein Beispiel dafür, dass man nicht jedes Drama oder jeden Roman neu interpretieren muss. Trotzdem ich die Geschichte schnell gelesen hatte, habe ich mich lange um eine Rezension gedrückt und nun fällt es mir schwer, meinen Eindruck in Worte zu fassen. „Shylock“ verliert sich in endlosen Gedanken über das Jüdisch-sein, die nicht viel für die Handlung tun. Die Charaktere wirken seltsam fremd und konstruiert. Zu keinem der Protagonisten konnte ich Sympathie aufbauen und es war mir relativ gleichgültig, was mit ihnen passieren würde. Die Handlung schien für mich in einer Blase zu schweben und ich hätte mir anstatt der „jüdischen Dialoge“ lieber etwas mehr Lebendigkeit in Form einer etwas größeren literarischen Welt gewünscht, die die Figuren authentischer wirken lassen. Was den Aufbau betrifft, was es sehr schade, dass hier, im Gegensatz zur ersten Neuinterpretation von Jeannette Winterson, darauf verzichtet wurde, die Handlung des Originalstücks noch einmal zusammenzufassen. Zwar war es dennoch verständlich, aber es wäre schön gewesen, hier eine Gleichmäßigkeit einzubauen. Fazit: Ich vergebe nicht oft nur 2 von 5 Sternen, doch leider mangelte es mir in „Shylock“ an Spannung und Überraschung, sodass ich meine Bewertung nur so niedrig ansetzen kann. Vielleicht wäre es anders gewesen, hätte ich vorher schon einmal andere Romane von Howard Jacobsons gelesen und hätte seine Art zu erzählen gekannt.

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  • Tolle Neufassung!

    Shylock
    Bjjordison

    Bjjordison

    08. May 2016 um 06:24

    In der Neuerzählung von „Der Kaufmann von Venedig“ wird die Geschichte von Strulovitch erzählt, dessen Tochter in die falschen Kreise gerät und sich in einen Fussballer verliebt. Das Problem ist, er ist kein Jude. Ihr Vater hat damit ein Problem, weil er das eigentlich nicht so vorgesehen hat. Ich habe die Originalgeschichte leider nicht gelesen und von daher kann ich nur sagen, war es für mich teilweise sehr schwer in die Handlung reinzukommen. Stellenweise ging es sehr gut, aber dann hat es manchmal wieder gestört. Daher würde ich jedem empfehlen vorher das Original zu lesen. Die Erzählweise des Autors war sehr schön, aber auch sehr anspruchsvoll und so muss man doch ein gewisses Durchhaltevermögen haben, damit man das Buch nicht gleich wieder zur Seite legt. Ich konnte auch keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren herstellen und ich denke es liegt mit der Schreibweise zusammen. Ich glaube, aber der Autor hat das auch nicht beabsichtigt. Die Thematik mit dem Problem der anderen Religion ist doch, so glaube ich, dass Hauptaugenmerk des Autors. Howar Jacobson versteht es aber sehr gut, daraufhinzuweisen, was einem wichtig sein sollte und was nicht. Die Chemie zwischen Shylock und Strulovitch hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich nicht so rausfinden konnte, ob Shylock real ist oder ob er nur ein Hirngespinst von Strulovitch, weil ja nur die beiden kommunizieren. Deswegen eher schwierig zu beurteilen. Das Ende war für mich nicht vorhersehbar, aber es war gut beschrieben.

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  • "We were not put on earth to be forever sad"

    Shylock is My Name
    Joachim_Tiele

    Joachim_Tiele

    11. March 2016 um 12:40

    We were not put on earth to be forever sad Shylock is My Name ist eine aus einer ganzen Reihe von Auftragsarbeiten des Verlages Hogarth, in denen anlässlich des 400. Todestages Shakespeares namhafte Bestsellerautoren ein Shakespeare-Stück neu aufbereiten sollen (das vorliegende ist das zweite dieser Reihe). Ein anspruchsvoller PR-Gag, könnte man meinen, aber mit Howard Jacobson hat sich ein Autor an den Merchant of Venice gemacht, der mit 73 Jahren nichts mehr zu verlieren hat und gleichzeitig seit mehr als 50 Jahren Spezialist in Sachen Shakespeare und der Geschichte des Judentums ist, als jüdischer Engländer qua Geburt für das Thema prädestiniert, denn das Stück wird bis heute von der Frage begleitet, ob es – so, wie es Shakespeare geschrieben hatte – ein antisemitisches Stück oder ein Stück über Antisemitismus sei. Jacobson macht daraus einen Roman über jüdisches Leben in einer nicht-jüdischen Welt. Dies tut er auf eine ungewöhnliche Weise, indem er das Thema von Anfang an von der Religiosität im Sinne individuellen Glaubens abtrennt, aber gleichzeitig nicht vernachlässigt, was eine religiöse Enkulturation aus einem Land und seinen Bewohnern macht, etwa die stark auf den Apostel Paulus zurückgehende Christlichkeit eines judenfreien (der Verfasser verwendet dieses Wort auf Deutsch) Englands zu Zeiten Shakespeares oder die einer säkularen areligiösen jüdischen Oberschicht im gegenwärtigen England. Ein Alterswerk also, dem man gewisse Übertreibungen in der Behandlung seines Gegenstands nachsehen kann und soll? Nicht wirklich, denn Jacobson gehört einer Generation an, die Jugendlichkeit im heutigen Sinne in weiten Teilen geprägt und bis ins hohe Alter nicht vorhat, diese aufzugeben. Also nichts Verstaubtes oder Altväterliches an diesem Roman, aber auch kein Ranschmeißen an junge oder jugendliche Leser. Shylock is My Name ist damit ein Roman über ein seit Jahrhunderten bestehendes Problem, das der Verfasser aus einer modernen Perspektive zumindest verstehbar machen will. Sein Shylock ist ein wohlsituierter jüdischer Kunstsammler und Mäzen namens Strulovitch mit einer jugendlichen Tochter in der Ablösung vom Elternhaus und einer durch einen Schlaganfall stark beeinträchtigten Ehefrau, dem während der trauernden Kontemplation am Grab seiner Mutter ähnlich einer inneren Vision sein Gewissen begegnet, in Form des historischen Shylock aus Shakespeares Drama, mit dem er in einen fortwährenden inneren Dialog tritt. Ähnlich dem öfter bei Shakespeare auftretenden Geist handelt es sich bei ihm um eine mal sichtbare, mal verborgen bleibende zweite Persönlichkeit im Widerstreit mit der eigentlichen. Beider Antagonist ist ein dem Antonio in Shakespeares Stück nachempfundener D’Anton, ein wohlsituierter christlicher Kunsthändler und Mäzen, der Strulovitch in so gut wie jedem Aspekt außer der enkulturierten Herkunft aus jüdischer beziehungsweise christlicher Tradition ähnlich und ebenbürtig ist. Zwischen den beiden Männern entsteht ein Streit, bei dem es um Strulovitchs Tochter und ihren nicht-jüdischen Freund geht, und bei dem aus dem Pfund Fleisch als Pfand aus Shakespeares Stück die Vorhaut D’Antons wird, die er verlieren soll, wenn Strulovitchs minderjährige Tochter und ihr Freund nach deren Flucht ins Ausland nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder auftauchen. Dies ist das Spielmaterial des Romans, in dem sich Strulowitchs Tochter Beatrice sehr Shylocks Tochter Jessica annähert, eine Anna Livia Plurabelle in einer der Portia bei Shakespeare nachempfundenen, diese aber übersteigernde und verzerrende Figur auftaucht, und eine Menge mehr an Nebenfiguren, die man leicht als Äquivalente der Figuren des klassischen Dramas ausmachen kann, sofern man dieses kennt und sich zumindest am Anfang des Romans die Mühe einer Zuordnung macht. Jacobson macht es dem Leser nicht leicht. Da ist zum einen die Sprache, die nicht unbedingt die Shakespeares ist, aber auf eine dieser vergleichbaren Weise eine höchst elaborierte moderne Literatursprache darstellt, die vermutlich auch englisch-muttersprachliche Leser gelegentlich in ein Wörterbuch schauen lässt, wenn sie dem Roman folgen wollen. Diese wird manchmal mit fast derber Umgangssprache kontrastiert, aber dies nicht an Stellen, an denen man es, insbesondere im Zusammenhang mit Körperlichkeit, erwarten würde, die durchgehend geschmack- und rücksichtsvoll beschrieben werden. Inhaltlich besteht die Gefahr, dass man relativ schnell den Zusammenhang verlieren kann, wenn man das Original und die literaturwissenschaftlichen Debatten darüber nicht kennt. Eine literarische Belesenheit in der Nähe humanistischer Bildung kann hier helfen, aber auch das, was man als Herzensbildung bezeichnet, also die Fähigkeit, ein Problem erkennen und seine Lösung empathisch begleiten zu können. Über eine dieser beiden Bildungen sollte man verfügen oder man kann leicht Gefahr laufen, weite Teile des Textes als sinnloses Geplapper über Religion oder die Erziehung von Töchtern zu empfinden, was sie nicht sind, wenn man tiefer in den Text einsteigt. Hinweise zur Erschließung der Tiefenstruktur seines Romans gibt der Verfasser jede Menge, von Noam Chomsky (dem Erfinder des Begriffs der sprachlichen Tiefenstruktur) über mehrere Romane Philip Roths, zu ergoogelnde Sachinformationen über das religiöse Ritual der Beschneidung wie über die Beschneidung aus medizinischen oder sozialen Gründen, wie etwa die glaubensunabhängige Beschneidung der männlichen Mitglieder des britischen Königshauses, bis hin zu einer kürzlich erschienenen Doktorarbeit über das Verhältnis von Vätern und Töchtern bei Shakespeare… In seinem Reichtum an Beziehungen und Anspielungen ist der Roman nahezu unendlich, und allein dies bringt seine Lektüre in die Nähe von Arbeit. Diejenigen, die schon immer auch anspruchsvolle Literatur über die Bedarfe von Schule und Universität hinaus zu ihrer eigenen Unterhaltung gelesen haben, sind dabei natürlich im Vorteil, aber es gibt auch eine durchaus bescheidenere (im subjektiven Sinne des Verfassers, den man als Leser übernehmen kann) Wahrheit, die der Roman herausarbeitet. Lässt man alle historischen, philosophischen, psychologischen, literarischen, literaturhistorischen und weltanschaulichen Anspielungen beiseite, dann geht es in dem Roman um menschliche Erniedrigungen, absichtsvoll oder nicht Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen und mit den unterschiedlichsten Mitteln beigebracht, die als Folge eine scheinbar unüberwindliche Trauer in die Seelen und Persönlichkeiten dieser Menschen eingraviert haben, aber aus der man – schlussendlich und mit viel innerer Arbeit – heraustreten kann. Der Zirkel lässt sich unterbrechen, nicht voraussetzungslos, aber doch als eine Art neue kulturelle Leistung. Vorbereitet wird diese durch einen Monolog der Shylock-Geist-Figur, den Shylock bei Shakespeare nicht hatte, in einem mit der Überschrift Act Five besonders herausgestellten Kapitel, in Teilen textidentisch mit der Rede Portias in der berühmten Gerichtsszene im vierten Akt des Dramas, aber auch eine überreligiöse, dennoch auf jüdische Vorbilder verweisende Variante der biblischen Bergpredigt. Diese wird von der Strulovitch-Seite der Figur zunächst zutiefst abgelehnt, führt sie aber zu einem Brief an D’Anton, dessen letzter Satz lautet We were not put on earth to be forever sad und damit eine direkte Antwort auf den ersten Satz des Stückes bei Shakespare ist, in dem dessen Antonio sagt: I know not why I am so sad. Die Shakespeare-Forschung ist sich weitgehend darüber einig, dass diese sadness als Melancholie zu verstehen ist, als die Verwundung der Seele durch eine in ihren Gründen nicht verstehbare Traurigkeit, deren inadäquate Versuche zu ihrer Überwindung durch Jahrhunderte vielen Menschen unaussprechliches Leid gebracht haben. Um diesen Satz als glaubwürdige Quintessenz schreiben zu können, musste jedes Wort des Romans geschrieben werden, der dadurch, wie sein Vorbild bei Shakespeare, zu Weltliteratur wird, indem er sie von der Renaissance bis in die Gegenwart fortschreibt. Ein Buch, das das Leben seiner Leser begleiten kann. Eine deutschsprachige Ausgabe des Buches ist unter dem Titel Shylock für Mitte April 2016 im Knaus-Verlag angekündigt. 11.03.2016 – Joachim Tiele

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  • Leserunde zu "Shylock is My Name" von Howard Jacobson

    Shylock is My Name
    PenguinRandomHouseUK

    PenguinRandomHouseUK

    Liebe Leser, Im Februar möchten wir euch das zweite Buch unserer neuen Hogarth Shakespeare-Reihe vorstellen: Shylock is my Name von Howard Jacobsen Bei Hogarth Shakespeare werden einige „Shakespeare Plays“ von etablierten Autoren in die heutige Zeit versetzt.  Howard Jacobsen kennt der ein oder andere vielleicht schon durch seine Bücher Die Finkler Frage oder J. Bei Shylock is My Name erzählt er die Geschichte vom Kaufmann von Venedig – nur ein bisschen anders. Wir sind gespannt was ihr davon haltet und bieten deshalb wieder 25 Leseexemplare an. DAS BUCH ‘Who is this guy, Dad? What is he doing here?’  With an absent wife and a daughter going off the rails, wealthy art collector and philanthropist Simon Strulovitch is in need someone to talk to. So when he meets Shylock at a cemetery in Cheshire’s Golden Triangle, he invites him back to his house. It’s the beginning of a remarkable friendship. Elsewhere in the Golden Triangle, the rich, manipulative Plurabelle (aka Anna Livia Plurabelle Cleopatra A Thing of Beauty is a Joy Forever Christine) is the face of her own TV series, existing in a bubble of plastic surgery and lavish parties. She shares prejudices and a barbed sense of humour with her loyal friend D’Anton, whose attempts to play Cupid involve Strulovitch’s daughter – and put a pound of flesh on the line. Howard Jacobson’s version of The Merchant of Venice bends time to its own advantage as it asks what it means to be a father, a Jew and a merciful human being in the modern world. DER AUTOR Howard Jacobson won the Bollinger Everyman Wodehouse award in 2000 for The Mighty Walzer and then again in 2013 for Zoo Time. In 2010 he won the Man Booker Prize for The Finkler Question and was also shortlisted for the prize in 2013 for his most recent novel, J. He has written fourteen novels and five works of non-fiction. HIER GEHT ES ZUR LESEPROBE Jetzt heißt es bewerben, warten und English Breakfast Tea trinken! Der Lostopf wird dann wieder entscheiden. Viel Erfolg und liebe Grüße aus London, Svenja

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