Howard O. Sturgis

 3.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Tim.

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Tim

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Erschienen am 01.05.2009

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Rezension zu "Tim" von Howard O. Sturgis

Liebe in seiner unschuldigen Form
Nespavanjevor 7 Monaten

Tim – der Hauptcharakter in dieser Geschichte wächst ohne Eltern auf. Seine Mutter verstorben, sein Vater arbeitet im Ausland, verbringt er viel Zeit in der Natur. Bei einem Jagdunfall – lernt er Carol kennen und lieben. Zumindest die Zuneigung zum einige Jahre Älteren bleibt stets platonisch und unschuldig. Um seinen Schwarm nahe zu bleiben, versucht Tim alles um auch nach Eton zu kommen.

 

Sturgis veröffentlichte seinen Debütroman im Jahr 1891, und ist wohl angelehnt an den eigenen Erfahrungen, die der Schriftsteller in Eton gemacht hat. Er gilt zwar nicht als erster homosexueller Roman im 19. Jahrhundert, dass ist dem Roman Joseph and His Friend von Bayard Taylor vorbehalten, gehört meiner Meinung nach zur klassischen schwulen Literatur. Leider ist dieser Roman zurzeit vergriffen und nur antiquarisch auf Deutsch erhältlich und ist auch der einzige der Romane von Howard O. Sturgis der überhaupt auf Deutsch übersetzt worden ist. Dabei gilt Sturgis letzter Roman – Belchamber – als sein erfolgreichster Roman, allerdings erst nach dem Tod des Schriftstellers. Der zu Lebzeiten ausbleibende Erfolg, dürfte auch der Grund sein, dass jener der letzte Roman war, den er geschrieben hat.

 

Man sollte den Roman natürlich auch im Kontext der Zeit lesen, in dem er veröffentlicht wurde, dem Leser umfängt die Atmosphäre einer Zeit die nicht mehr ist und gerade am Anfang vielleicht ein wenig ungewöhnlich wirkt. und wenn man rein die Basis, die Quintessenz des Romans hervorruft, dann merkt der aufmerksame Leser, dass die Thematik in LGBTIQ Romanen auch in zeitgenössischen Büchern dieselbe ist. An dieser Stelle könnte ich von Raziel Reid – Moviestar – oder – Jetzt sind wir jung – von Julian Mars einen Vergleich ziehen, auch wenn sprachlich hier Welten und Jahrhunderte dazwischenliegen. Wer nun Gefallen an klassischen LGBTIQ Literatur gefunden hat, dem kann ich – Das Bildnis des Dorian Gray - von Oscar Wilde oder - Weltengift – von Peter Rosegger empfehlen. Letzteres ist in einer sehr schönen Ausgabe im Septime Verlag neu aufgelegt worden.

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