Inhalt: Philip Randall ist ein junger, erfolgreicher Anwalt, der glaubt, sich alles leisten und nach Lust und Laune über die Stränge schlagen zu können. Doch die Affäre mit der Frau seines besten Freundes bringt ihn in eine heikle Situation. Denn es gibt eindeutige Fotos von Philips Treffen mit der Geliebten, und der Mann, der sie besitzt, steht dem Anwalt in Skrupellosigkeit in nichts nach. Philips Versuch, die delikate Angelegenheit aus der Welt zu schaffen, endet in einer Katastrophe, und der clevere Senkrechtstarter muss erkennen, dass er nicht alle Fäden in der Hand hält …
Meinung: Da mich vor kurzem „Der Drahtzieher“ von Howard Roughan restlos begeistern konnte, musste auch „Der Senkrechtstarter“ in meinem Bücherregal einziehen. Noch immer geflasht vom anderen Buch des Autors, ging ich mit hohen Erwartungen an den Roman heran. Diesmal wurden sie nicht ganz erfüllt.
Der Klappentext versprach ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel und die Story startete auch wie „Der Drahtzieher“ rasant und mit einem sehr unterhaltsamen Schreibstil (der zog sich zu meiner Freude wieder durch das ganze Buch).
Ziemlich schnell wird klar, wie die Affäre von Philip und Jessica abläuft. Und wer darüber Bescheid weiß. Der ungebetene Dritte beginnt schon bald, Philip mit Fotografien zu erpressen. Und da Philips Schwiegervater sein Leben in gewisser Weise in der Hand hat, will er um jeden Preis vermeiden, dass die Sache auffliegt. Also muss ein Plan her, um den Erpresser zufriedenzustellen. Geld. Eine Menge Geld fordert er von ihm. Trotz seines Wohlstandes hat Philip keine Ahnung, wie er die Summe unbemerkt vom Konto bekommen soll, daher schmiedet er einen anderen Plan, in dem der Erpresser sein Leben lässt. Doch dabei geht leider so einiges schief und für Philip steht nun viel mehr auf dem Spiel.
Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Leider war es diesmal die Story, die mich nicht überzeugen konnte. Sie ist – wie der Hauptcharakter – ziemlich oberflächlich. Der Klappentext verrät beinahe alles. Von einem Thriller erwarte ich mir, dass zusätzlich zur Inhaltsangabe auf dem Buchrücken noch ein paar Wendungen folgen. Doch leider war alles sehr vorhersehbar. Mann wird erpresst – er wehrt sich dagegen – es geht schief – und die Polizei steht vor der Tür. Das war nicht sonderlich überraschend. Bei jedem Kapitel hatte ich gehofft, dass noch irgendetwas passiert, aber leider wurde ich hier enttäuscht. Für mich eindeutig zu wenig Spannung für einen Thriller.
Die Protagonisten waren mir nicht unbedingt sympathisch und Philips Freundeskreis erschien mir als pubertärer Haufen. Nicht wirklich ein Minuspunkt, aber ein bisschen nervig.
Leider war das Buch nur okay von der Story her. Der Schreibstil ist ein großer Pluspunkt, weshalb ich 3,5 von 5 Sternen vergebe.





