Hubert Achleitner

 3,8 Sterne bei 97 Bewertungen
Autor von flüchtig, Flüchtig und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hubert Achleitner

Hubert Achleitner, bekannt als Hubert von Goisern, wurde 1952 in Bad Goisern in Österreich geboren. Studium an der Musikhochschule Wien. Er gilt als Erfinder des sogenannten »Alpenrock« und als prononciertester Vertreter der »Neuen Volksmusik«. »flüchtig« ist sein erster Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Flüchtig (ISBN: 9783442491537)

Flüchtig

Erscheint am 20.09.2021 als Taschenbuch bei Goldmann.

Alle Bücher von Hubert Achleitner

Cover des Buches flüchtig (ISBN: 9783552059726)

flüchtig

 (92)
Erschienen am 25.05.2020
Cover des Buches flüchtig: Roman (ISBN: B081HZKYPC)

flüchtig: Roman

 (1)
Erschienen am 25.05.2020
Cover des Buches Flüchtig (ISBN: 9783442491537)

Flüchtig

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Erscheint am 20.09.2021
Cover des Buches Flüchtig (ISBN: 9783837151268)

Flüchtig

 (4)
Erschienen am 25.05.2020

Neue Rezensionen zu Hubert Achleitner

Cover des Buches flüchtig (ISBN: 9783552059726)vanessaliests avatar

Rezension zu "flüchtig" von Hubert Achleitner

flüchtig
vanessaliestvor 6 Monaten

Das Buch habe ich nur sehr zufällig in die Hände bekommen und es läuetet nun mein Lesejahr 2021 ein. Hoffentlich setzt es aber nicht den Ton für die kommenden Bücher. Ich war nur so mittelmäßig begeistert.

Maria und Herwig sind zwar seit 30 Jahren verheiratet, aber eine Beziehung führen sie nicht wirklich mehr. Eines Tages ist Maria weg, hat sich Herwigs Volvo gekrallt und ist auf und davon. Nach Griechenland um noch einmal neu anzufangen und sich selbst zu finden.

Es gab in diesem Buch vieles, was ich sehr schön fand. Hubert Achleitner, auch bekannt als der Hubert von Goisern, ist eigentlich Musiker. „flüchtig“ ist sein Debutroman. Den Musiker und auch den Österreicher merkt man dem Buch an, kaum ein Kapitel zieht vorrüber, ohne dass ein paar Töne im Kopf anschwingen, ohne eine wirklich eindringliche Beschreibung der Natur. Ich fand die Einblicke in die Kultur der Samen spannend und ich mochte auch alles was mit dem heiligen Berg, der Mönchsrepublik in Griechenland zu tun hatte – wie überaus spannend, ich hatte davon keine Ahnung und ich hab meine Lektüre immer mal wieder unterbrochen um mir Bilder anzuschauen. Ein ungewöhnliches Setting, aber im Rückblick wirklich gut gewählt und sehr atmosphärisch erzählt. Mir war, als würde ich selber im Schlafsaal des Klosters liegen. Oder in einem kleinen Fischerboot sitzend auf die Einsiedeleien blicken.
Alles was Atmosphäre und Setting angeht war wirklich schön zu lesen.

Was mir weniger gut gefallen hat waren die Charaktere. Ich konnte noch am ehesten mit Herwig sympathisieren, aber Maria war mir ganz fern. Die Geschichte folgt in ihrem Haupterzählstrang abwechselnd Maria und Herwig und die Teile mit Maria fand ich anstrengend zu lesen. Sie und ich – wir wurden einfach nicht miteinander warm. Sie ist egoistisch, kalt, die Szene mit den Pilzen fand ich mehr als grenzwertig – im Grunde kann man Herwig nicht vorwerfen, dass er eine Affäre mit Nora angefangen hat, obwohl natürlich beide einfach die Kraft hätten finden müssen sich im Guten zu trennen… ich schweife ab ^^‘

Gestört habt mich auch, dass die Geschichte wirklich zu sehr in die Länge gestreckt wurde, der Autor kommt schnell vom hundertste ins tausendste, muss unbedingt zu jeder Person (auch wenn sie nur in einem Nebensatz erwähnt wird) eine Seitenlange Hintergrundgeschichte bieten und verzettelt sich leicht. Das war mir alles zu sehr durcheinander, zu wenig stringent und auch zu langatmig.

Den Schreibstil hab ich sehr gerne gelesen, Achleitner hat eine sehr poetische Art sich auszudrücken und benutzt teilweise Wörter die schon leicht veraltet anmuten (oder vielleicht einfach zu sehr österreichisch sind. Das Wort „vif“ als deutsches Wort, war mir zum Beispiel nicht bekannt), was ich allerdings eher positiv anmerken möchte. So hat es sich teilweise, besonders in den Naturbeschreibenden Szenen angefühlt als würde man fort gezogen, was zum träumen eingeladen hat.

Insgesamt kann „flüchtig“ auf jeden Fall durch Setting und Atmosphäre punkten, die Handlung selber hatte für mich allerdings zu viele Schwächen. Trotzdem ein vielversprechendes Debut, das auf jeden Fall herausragende Momente mit sich bringt.

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Cover des Buches flüchtig (ISBN: 9783552059726)B

Rezension zu "flüchtig" von Hubert Achleitner

Alles im Leben ist flüchtig
bookflower173vor 6 Monaten

"Ich weiß zwar nicht, wie es weitergeht, aber zurück will ich auf keinen Fall."

Nach 30 Jahren Ehe verlässt Maria ihren Ehemann Herwig, kurz Wig genannt. Sie verschwindet spurlos, kündigt ihren Job und nimmt das ganze Geld auf ihrem gemeinsamen Konto mit. Als Herwig einige Zeit später einen Brief von Maria erhält, in dem sie sich erklärt, macht er sich mit seinem Vater, der aus dem Seniorenheim geflüchtet ist, auf die Suche nach ihr. Die Reise beginnt in Österreich und endet in Griechenland. Doch diese Reise ist auch eine Reise zu sich selbst. Wie entwickelt sich das Leben zweier Menschen, die vor kurzem noch eins waren, unabhängig voneinander?

Meinung:

Der Titel "flüchtig" ist super gewählt und beschreibt den Inhalt sehr gut. Es wird sehr gut deutlich, dass alles im Leben, auch das Leben selbst, flüchtig ist und nichts für immer so bleibt, wie es einmal war.

Im Buch passiert nicht viel. Man lernt eher viele verschiedene Nebenfiguren kennen, die alle auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind, die an unterschiedlichen Dingen im Leben gescheitert sind und unterschiedliche Sorgen haben. Manchmal schweifte es mir aber doch zu sehr von der Haupthandlung ab, sodass der Roman einige Längen hat.

Trotzdem ist der Roman sehr spannend aufgebaut. Denn wir erfahren zunächst nicht, was in Marias Brief steht. Erst stückchenweise erfahren wir rückblickend, was im Leben von Maria und Wig geschehen ist. Die Erzählperspektive wechselt oft, was auch zur Varietät des Romans beiträgt

Aber darin liegt auch das Besondere am Roman. Es geht um das wirkliche Leben. Nichts wird verschönert und es gibt kein perfektes Happy End. Doch die poetische und zarte, beflügelte Sprache lässt tief in das Innere der Figuren blicken und regt damit auch selbst zum Nachdenken an. Als Leser reflektiert man dadurch auch über das eigene Leben.

Schön finde ich auch die Verweise auf Lieder, die dem Buch eine schöne Lebendigkeit verleihen. Der Roman wird dadurch auf tolle Weise durch Musik begleitet.


Fazit:

Das Buch ist eine emotionale und tiefsinnige Reise ins Innere der Menschen, sodass man automatisch auch selbst über das eigene Leben nachdenkt. Es passiert nicht viel, weshalb der Roman manchmal etwas langatmig wirkt, aber irgendwie passt das zu diesem Roman sogar recht gut.

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Cover des Buches flüchtig (ISBN: 9783552059726)tinstamps avatar

Rezension zu "flüchtig" von Hubert Achleitner

Wohin führt der Weg?
tinstampvor 9 Monaten

Als Österreicherin kommt man kaum an Hubert von Goisern vorbei, auch wenn er nicht gerade die Musik spielt, die ich höre. Umso neugieriger war ich auf sein literarisches Erstlingswerk unter seinem Klarnamen Hubert Achleitner. Der Musik bleibt er auch in seinem Roman treu, denn es kommen immer wieder musikalische Assoziationen, sowie Songs und Interpreten, vor.


Maria und Herwig stecken nach 30 Jahren in der Ehekrise. Beide sind sich nicht treu, doch als Herwigs Affäre schwanger wird, während Maria sich jahrelang nach einem Kind gesehnt hat, ist es genug. Als Maria davon erfährt kündigt sie ihren Bankjob, nimmt Herwigs Volvo und verlässt ihn ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Sie möchte ihr altes Leben hinter sich lassen, denn noch ist es nicht zu spät aus der Tretmühle des Lebens auszusteigen. Auf dem Weg durch Österreich nimmt sie die Tramperin Lisa mit. Nach einem Aufenthalt bei einer Hippiegruppe setzen sie ihre Reise gemeinsam Richtung Griechenland fort. Herwig, der als Mittelschullehrer tätig ist, versucht herauszufinden wo Maria steckt. Doch erst durch Lisa, die ihn Monate später besucht, erhält er Neuigkeiten von seiner flüchtigen Ehefrau...


Wir begleiten beide Protagonisten auf ihren Wegen. Während wir zuerst mehr über Maria und ihre Vergangenheit erfahren und sie später auf ihren Weg nach Griechenland begleiten, wechselt die Erzählweise immer mehr zu Herwig. In Rückblenden lernen wir Maria als Kind und Jugendliche kennen, erleben ihr erstes Kennenlernen mit Herwig. Beide verlieben sich ineinander und heiraten. Zu Beginn schweben sie noch auf rosa Wolken, doch nach und nach schleicht sich der Alltag ein. Der unerfüllte Kinderwunsch tut der Ehe zusätzlich nicht gut und lässt die beiden immer mehr auseinanderdriften. Jeder sucht sich ein Ventil und eine neue Leidenschaft. Bei Maria ist es der Sport, Herwig kifft lieber mal. Ich konnte teilweise mit Maria mitfühlen, aber oftmals blieb sie mir fremd. Herwig ist ein eher phlegmatischer Mensch. Er versucht zuerst nicht wirklich seine Ehe zu retten...im Gegenteil. Erst kurz bevor Maria verschwindet, denkt er über die Zukunft nach - doch dann ist es zu spät...


Lisa kam mir etwas zu kurz. So richtig konnte ich sie nicht fassen - genauso wie andere Nebenfiguren.


 Hubert Achleitner schreibt sehr poetisch und blumig, schweift aber oftmals etwas ab. Es geht um Träume, Sehnsüchte und schließlich um Selbstfindung. Achleitner kann mit Wörtern umgehen und man merkt auch, dass hier jemand schreibt, der schon länger im Leben steht. Besonders gerne mochte ich die musikalischen Einflechtungen. Er spricht jedoch auch weitere Themen an, wie die Religion oder die Innenpolitik Österreichs, erzählt über griechische Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg oder streut erotische Sequenzen ein. Oftmals kommt er vom Hundertsten ins Tausende. Er verliert sich in der Erzählung über den Berg Athos oder über Nichtigkeiten der einen oder anderen Nebenfigur. So kommt es leider auch zu einigen Längen in der Geschichte, die den Leser nicht immer an der Stange halten kann. Das Schicksal rund um Maria bleibt am Ende offen...


Fazit:
"flüchtig" ist ein interessantes Romandebüt des Musikers. Die poetische und blumige Sprache, sowie die musikalischen Einflüsse haben mir gefallen, jedoch verliert sich der Autor viel zu oft in Nebensächlichkeiten. 

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