Hubert Michelis Der Spieler

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Inhaltsangabe zu „Der Spieler“ von Hubert Michelis

Sein Leben lang war er ein Spieler gewesen, ein Frauenheld und Trinker!
Während seiner Jugend, durch die Geliebteseines Vaters verführt, entwickelt sich der verwöhnte Fabrikantensohn zu einem Spieler. Bald verzockt er wie ein Wahnsinniger horrende Summen in Spielcasinos, an der Börse und am Neuen Markt. Er genießt das Leben in vollen Zügen – ein Dasein getrieben von grenzenloser Gier nach Macht, Geld und Sex. Liebe kennt er nicht.

Mit Fünfzig, seines Lebens überdrüssig, empfindet er nur noch Tristesse und Ekel vor sich selbst. Jetzt ist er am Ende - „Rien ne va plus!“. Mit einem minutiös ausgearbeiteten Plan reist er nach Paris, um eine letzte Woche „Dolce Vita“ zu erleben. Und sich kommenden Sonntag, Punkt Mitternacht, in seinem Hotelzimmer zu erschießen.

Sehr fesselnder Roman über Dekadenz und Lebenssinn

— Krimileseratte

Interessantes Buch, das einen Menschen darstellt, der dem Spiel, Sex und dem Alkohol verfallen ist und andere mit ins Verderben reißt.

— HubertMichelis

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  • Vom Zocken, Rausch und Sex

    Der Spieler

    Krimileseratte

    12. November 2016 um 08:17

    Der im SPICA Verlag erschienene Roman „Der Spieler – Rien ne va plus“ von Hubert Michelis ist für mich eine der Neuentdeckungen des letzten Jahres. Michelis beschreibt in seinen eindrücklichen Werken hauptsächlich die Entfremdung des Menschen von sich selbst. Dies betrifft sowohl die individuelle Ebene als auch gesellschaftliche Tendenzen. Schicksale gnadenloser Selbstentfremdung begegnen uns in seinen Kurzgeschichten und Romanen in Form von Obdachlosen, Drogenabhängigen oder Häftlingen. Mit „Der Spieler – Rien ne va plus“ legt er solch einen Entwurf der Frage existenzialistischen Scheiterns mustergültig vor, wenn auch der Protagonist ein ganz anderer ist. Der Schauplatz der Handlung ist Köln. Es geht um einen Unternehmers-Sohn, einen späteren Spieler wie er im Buche steht. Der Roman startet fulminant mit dem mysteriösen Tod der Mutter. Jahre später sprechen sich Vater und Sohn aus. Zwar bringt der Vater dem nicht in allen Belangen wohl geratenen Sohn materielle Sicherheit, Freiheit, Vertrauen und Stolz entgegen, aber der Spross entwickelt sich dennoch zum Frauenheld, Trinker und Zocker. Die Obsession des Sohnes reißt ihn langsam aber sicher in den Abgrund. Er verliert hohe Summen in den Casinos dieser Welt und an der Börse. Seine ihn vorantreibende Charaktereigenschaft ist die Gier. Nach Geld, Sex und Macht, wobei die Begriffe aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeit beinahe beliebig austauschbar sind. Aber mit 50 hat er das Ende der Fahnenstange erreicht und empfindet nicht nur Ekel vor sich selbst, sondern ist auch des Lebens überdrüssig. Obwohl er weiß, dass sprichwörtlich nichts mehr geht, plant er einen letzten Coup. Er will in Paris eine letzte glanzvolle Woche verbringen, um sich dann in seinem Zimmer zu erschießen … Aber auch hier ist nichts gewiss …Michelis ist ein begnadeter Autor, der es beispielhaft versteht, das Innenleben der Charaktere ebenso wie die soziopolitischen Gesellschaftszustände scharfsinnig und gnadenlos zu sezieren. Das Grandiose darin besteht in der Symbiose, die Innenwelten der Charaktere mit der Außenwelt der Gesellschaft eingehen. Beide befinden sich in einem maroden, ethisch-moralisch kaputten Zustand und interagieren auf eine verhängnisvolle Art und Weise. Hinzu kommt aber eine feinsinnige Prise Humor, welche die Nordrhein-Westfalen auszeichnet. Nur dadurch macht Michelis die Beschreibungen seiner Protagonisten und deren Welt erträglich. Es ist eben doch nicht alles nur zum Verzweifeln. Eine unbedingte Lese-Empfehlung!

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  • Rien ne va plus! Nichts geht mehr!

    Der Spieler

    HubertMichelis

    07. January 2016 um 20:14

    Ein Roman für einen Tag, wenn man die Zeit hat, denn man kann es nicht mehr weglegen! Es ist die Geschichte eines Lebemannes, des Industriellensohnes, Peter Schenk. Nach dem Tod der Mutter gerät er auf die schiefe Bahn und entwickelt sich zu einem Spieler und  Zocker, Frauenhelden und Trinker, der keine LIebe kennt, nur Sex. Er zerstört viele menschiche Existenzen und hinterlässt eine "Schneise der Verwüstung". Mit Fünfzig ist er am Ende: Rien ne vas plus und empfindet nur noch Ekel und Abscheu über sich selbst und will sich in Paris, - nach einer letzten Woche "dolce Vita" am Sonntag, punkt Mitternacht in seinem Hotelzimmer erschießen ...  Das Buch hat 424 Seiten. Es ist gut lesbar und anspruchsvoll zugleich. Eine Geschenkidee!

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