Hubert Mingarelli Das geraubte Licht

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Inhaltsangabe zu „Das geraubte Licht“ von Hubert Mingarelli

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  • Einfühlsam, poetisch und sensibel ohne Tatsachen zu beschönigen

    Das geraubte Licht
    loveisfriendship

    loveisfriendship

    Einfühlsam, poetisch und sensibel ohne Tatsachen zu beschönigen Wir schreiben das Jahr 1942. Elias hat sich auf den Friedhof zurückgezogen, weil er das Leben im Warschauer Getto nicht mehr ausgehalten hat. Eines Nachts stößt der Schmuggler Gad hinzu, der Elias von nun an fast jede Nacht besucht. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Art Freundschaft und sie schaffen es in diese Zeit, in der ein Menschenleben so gut wie nichts wert ist, ein wenig Vertrauen und Hoffnung zu bringen. Unglaublich zart und in poetischen Worten erzählt Hubert Mingarelli von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Jungen, die nichts gemein haben, außer dass sie sich beide nach Frieden, Liebe, Gerechtigkeit und Normalität sehnen in dieser von Unmenschlichkeit, Hass, Schrecken und Krieg geprägten Zeit. Ihrer beiden Träume nach für uns schon alltäglichen Dingen haben mich besonders bewegt. Während Elias das Unschuldige verkörpert, Gedichte "schreibt" und vor sich hin träumt, betrachtet Gad das, was geschieht, nüchtern und handelt aktiv. Elias ist sanft und feinfühlig, während Gad grob und rau ist und die Dinge realistisch sieht. Beide Männer gehen komplett unterschiedlich mit dem Erlebten um, beide sind traumatisiert. Beide sind dem psychischem Druck langsam nicht mehr gewachsen, immer auf der Hut, immer in Angst, um sie herum werden Menschen getötet oder deportiert. In meinen Augen passen Titel und auch Buchdeckel sehr gut zum Inhalt. Man sieht zwei Männer, in Licht getaucht, über den dunklen Soldaten erhoben, die mit Taschenlampen nach neuen Opfern suchen. Elias und Gad sprengen mit ihren Gedanken allen Hass, alle Grausamkeit und alle Dunkelheit. Sie holen sich durch ihre Gedanken das geraubte Licht zurück. So jedenfalls habe ich die symbolische Bedeutung von Gestaltung und Titel aufgefasst. Das geraubte Licht spielt auf seinen gut hundert Seiten durchgängig an einem Ort und es treten auch nur zwei Personen aktiv auf, Gad und Elias. Es ist ein eher ruhiges Buch, das einen trotzdem - oder gerade deswegen - mit einer solchen Wucht trifft, einen schockiert und mir an mehreren Stellen Gänsehaut beschafft hat. Gelungen finde ich auch, dass der Autor den Lesern eine Möglichkeit auf ein offenes Ende übriglässt, obwohl eigentlich klar ist, wie die Geschichte von Gad und Elias wohl ausgegangen ist. Fazit: Das geraubte Licht ist ein Roman, von dem eine unglaubliche Kraft ausgeht und der gerade durch sein Einfühlungsvermögen aufwühlt. "'Da wir gerade von einem Zug sprechen, wollen wir Ihnen sagen, was wir tun werden, wenn das alles vorbei ist. Wir werden eine Eisenbahnbrücke von Warschau bis zur Sargassosee bauen, die mittendrin plötzlich aufhört. Dann setzen wir Sie in einen Zug, Sie und alle anderen Stücke Hundescheiße Ihrer Art, und wenn der Zug am Ende der Brücke ankommt, werden Sie nicht einmal mehr die Zeit haben, den Atem anzuhalten.'" (Gads Brief an Heydrich)

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