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Arwen10

vor 5 Jahren

Bewerbung und Verlosung

Heute möchte ich euch mal ein ganz anderes Buch vorstellen. Ein Leser einer Leserunde hat mir das Buch empfohlen und den Kontakt zum Verlag hergestellt.
Ein großes Dankeschön, an den Plenk Verlag, der uns für diese Leserunde einige Freieexemplare zur Verfügung stellt. Und darum geht es:


Der Bergbrenner von Hubert S.Ilsanker














Zum Inhalt:

Hubert S. Ilsanker ist Wurzengraber, Schnapsbrenner und Musikant. Sein Arbeitsplatz sind die uralten Brennhütten hoch über dem Königssee – Priesberg, Wasseralm, Funtensee und Eckeralm am Rossfeld –, wo er in alter handwerklicher Brenntechnik aus den wild wachsenden Enzian- und Meisterwurzpflanzen edle Destillate herstellt. Ein Jahr lang nimmt er den Leser zu seiner einzigartigen Arbeit in die Berge mit, wo die Natur den Lebensrhythmus vorgibt und Hast und Eile drunten bleiben. Schon während seiner Schulzeit arbeitete der Autor bei den Holzknechten in den Bergen und versuchte sich auch als Wurzengraber am Priesberg. Als er dann als Schnapsbrenner Arbeit fand, nahm er die stillgelegten Brennhütten Funtensee und Wasseralm im Steinernen Meer, die nur zu Fuß erreichbar sind, wieder in Betrieb und führt seither eine 400 Jahre alte Tradition fort. Für ihn der schönste Arbeitsplatz. Auf den Brennhütten ist das Leben bestimmt von der harten Arbeit des Wurzengrabens, dem Einbringen aus den Steilhängen und dem mühsamen, monotonen Kleinhacken der Wurzeln auf Kaffeebohnengröße. Auch müssen die Hütten gepflegt werden und Reparaturen gibt es immer. Trotzdem verleiht diese Arbeit tiefe Zufriedenheit und am Abend sitzen die Wurzengraber zusammen, wo es auch mal ausgelassen hergehen kann. „Die Wurzengraber sitzen in der Brennhütte beieinander. Draußen dichter, nasser Nebel, der ihnen den Feierabend leicht macht. Speck und Brot und einen aufs Recht. Zufriedene Gesichter, mit Stolz und Ehrfurcht vor dem Besonderen, einer der wenigen zu sein, die das Privileg haben, Wurzen zu graben.“ Der Schinderei folgt das geduldige Abwarten des stundenlangen Gär- und Destillationsprozesses. Dann ist auch mal Zeit zum Sinnieren, ein Lied zu schreiben oder die Abgeschiedenheit zu genießen. „Mittags sitz ich auf einem Stein im Halbschatten einer Zirbe in teilweise absoluter Stille. Wirklicher Stille. Also überhaupt keine Geräusche. Nichts. Als wären die Leitungen von den Ohren ins Gehirn gekappt.“ Wenn es aber tagelang regnet und kein Besucher kommt, drücken Einsamkeit und Verlassenheit aufs Gemüt. „Als mich damals, nach Wochen, jemand besuchen wollte, stellte ich mich tot... Jetzt war schon so lange keiner da, da brauche ich den auch nicht mehr ... Einsiedelei, Angst vor dem Fremden, seine Ruhe haben wollen, einen Gruß, ein Gespräch vermeiden – das war ich. Kaum zu glauben!“ Seine tief verwurzelte Liebe zur Natur macht ihn zu einem feinsinnigen Beobachter: sei es die großartige Berglandschaft, Mäuse in seinen Hütten, der Auerhahn, der die Skifahrer als Rivalen angreift, ein Hirsch, der seine Posaune beschnuppert, die zahlreichen Murmeltiere oder die Blütenpracht im Bergsommer, wenn vom Funtenseetauern ein blauer Bach aus Eisenhut herabläuft. Durch seine lebendige Erzählweise fühlt sich der Leser immer hautnah in die Bergwelt versetzt. „.. Egal, wie viel Schnee noch liegt, die Zeit des Schlafens ist vorbei. Beim genauen Hinsehen erkennt man einen Kopf mit kleinen Ohren und braunem Fell, dunkle Augen, die im grellen Licht blinzeln. Nach einem halben Jahr die ersten Sonnenstrahlen! Schließlich kommt ein abgemagertes, armseliges Mankei zur Gänze aus dem Schnee gekrochen. Es muss ein schrecklicher Anblick für den Nager sein, keine grünen Almmatten vorzufinden, wo doch jetzt Fressen angesagt wäre, um wieder zu Kräften zu kommen.“ Das Buch lebt auch von Geschichten voll Humor und Witz sowie der für Berchtesgaden typischen Antreiberei. Die Brennhütten liegen in einem sehr beliebten Wandergebiet und der Autor ist bei Einheimischen und Gästen bekannt dafür, dass bei ihm Lustigsein nicht verboten ist. „Eine sehr fröhliche Runde saß gestern vor der Hütte – Musikanten, die freiweg zusammenspielen konnten ... Die Wanderer blieben stehen und gesellten sich dazu, tranken Bier und bezahlten für die Musikanten Schnaps. Sie merkten nichts davon, dass es diese Musikgruppe noch nie gab...“ Tagebuchartig erzählt der Autor nicht nur von seiner einzigartigen Arbeit und der großartigen Natur, sondern auch von seinen Begegnungen mit Menschen unterschiedlichster Charaktere, wo auch Konflikte nicht ausbleiben. Eingestreut sind Spruchweisheiten, Gedichte und Lieder. „Es gibt Tage, an denen kommen besonders viele Gäste mit Hund. Da gibt es Hunde, die in den Wassertrog sprangen, dass die Schnapsgläser flogen und die Schnapsflaschen umfielen, und die Hundehaare auf der Wasseroberfläche den nebenstehenden Nichthundebesitzer dazu brachten, sich mit dem Hundebesitzer anzulegen.“ Hubert Ilsanker ist auch Musiker. Er spielt im Oxn-Augn-Trio die Posaune, dichtet und komponiert Lieder mit poetischen und zeitkritischen Texten, z. B. von eisernen Vögeln, die es mit dem majestätischen Flug des Adlers nicht aufnehmen können. Ein authentisches Buch, amüsant und unterhaltsam, mit bezaubernd poetischen Momenten. Ein Buch voller Lebensfreude, bei dem man sich beim Lesen gerne Zeit lässt – wozu der Autor eingangs auffordert –, um in den Geschichten zu verweilen. Es ist auch ein Zeitdokument vom ursprünglichen Leben und Arbeiten in den Bergen – ehe die Zeit endgültig alles verweht.

(Quelle: http://www.plenk-verlag.de)


Bewerbt euch bitte bis zum 24. September, 12 Uhr. Danach erfolgt die Bekanntgabe der Gewinner.

Heute möchte ich von euch wissen, welches Handwerk eurer Meinung nach in Vergessenheit geraten ist bzw. in Gefahr ist, bald vergessen zu sein. Und /oder kennt ihr noch alte Rezepte uä. von unseren Vorfahren , die von Generation zu Generation weitergegeben wurden ?


Vorraussetzung für ein Freieexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension. Für eine weite Verbreitung der Rezension auf diversen Verkaufsplattformen, Blogs uä. sind der Verlag und der Autor sehr dankbar.


Beginn der Leserunde: Sobald alle Gewinner ihr Buch haben.

Autor: Hubert S. Ilsanker
Buch: Der Bergbrenner

Arwen10

vor 5 Jahren

Infos zu Verlag und Autor

Hier die Homepage des Verlages, der landschaftlich wunderbar gelegen ist:

http://www.plenk-verlag.com/

misslittledarkangel

vor 5 Jahren

Bewerbung und Verlosung

Gerne würde ich dieses Buch lesen.

Heute möchte ich von euch wissen, welches Handwerk eurer Meinung nach in Vergessenheit geraten ist bzw. in Gefahr ist, bald vergessen zu sein. Und /oder kennt ihr noch alte Rezepte uä. von unseren Vorfahren , die von Generation zu Generation weitergegeben wurden ?

Im Bereich Handwerk fällt mir gerade nix ein... Rezepte kenn ich noch eine selber gemachte Schweinskopfsülze, Kalbskopf, Saure Nierle und selbstgemachtes Sauerkraut bzw. rohe Klöse.

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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 5 Jahren

Kapitel 3 und 4
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Ich finde es herrlich, wie sehr Hubert mit sich und der Welt im Einklang ist. Ich kenne wenige so entspannte Menschen. Aber das muss an der Natur liegen. Wenn ich wandern gehe bin ich nach ein paar Tagen auch total entspannt. Leider geht das Gefühl schnell vorbei, sobald ich wieder zu Hause bin.

Man bekommt immer mehr Informationen über seine Arbeit, die ja sehr anstrengend ist. Ich finde das alles sehr interessant. Den feinen Humor finde ich auch toll. Ich musste schon öfter mal schmunzeln. :)

Lesemaus87

vor 5 Jahren

Kapitel 5 bis Kapitel 7
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Ich habe vorhin das Buch beendet. Dieser Teil des Buches, war wie die anderen beiden Teile auch, wieder sehr interessant. War echt interessant über das Leben von Hubert, über das Schnapsbrenne und über die Natur zu lesen. Am besten fand ich die Ideen mit der Klobrille und der Lärchenbirne. ;)

Lesemaus87

vor 5 Jahren

Fazit/Rezension

Hier meine Rezension zum Buch:

http://www.lovelybooks.de/autor/Hubert-S.-Ilsanker/Der-Bergbrenner-797233071-w/rezension-993991896/

Dankeschön, das ich bei der Leserunde mit dabei sein durfte ;)

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 5 Jahren

Kapitel 5 bis Kapitel 7
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In den Ferien wohnt die Familie bei ihm und hilft bei der Bewirtschaftung der Hütten. Ich stell mir das schon schwierig vor, dauernd von Frau und Kindern getrennt zu sein. Und wenn dann auch noch alle, wie in der Priesberg-Hütte, in einem Raum schlafen, ist da ja wenig Raum für Zweisamkeit.

Hubert hat Humor. Das Klo mit der pinken Brille ist wirklich ein Knaller! :D Und die Lärchenbirne, eigentlich eine Schnapsidee, wird sogar ein unerwarteter Erfolg.

Hubert philosophiert wieder über die Menschen. Er schreibt, dass jeder das Gefühl hat, der Mittelpunkt der Welt zu sein, doch in der Einsamkeit sind Kleinigkeiten wichtiger. Da kann ich zustimmen. Wenn ich ein paar Wochen alleine wandern gehe, ist für mich auch nur wichtig, wo ich als nächstes schlafe und wo ich Essen herbekomme. Fernsehen, Sport, Politik etc. verliert schnell an Bedeutung und fehlt auch gar nicht. Das ist anders, wenn ich zu Hause bin. In der Natur zählen andere Dinge.

Auch über das Glück haben denkt Hubert nach. Er hat recht, man nimmt vieles zu selbstverständlich hin und wenn man zu routiniert wird, können sich leichter Fehler einschleichen, die eine fatale Auswirkung haben könnten. Auch bei ihm wäre einiges fast schief gegangen.

Dass er bei all der harten Arbeit noch Zeit hat, mit seiner Band zu proben und aufzutreten, ist schon erstaunlich. Vor allem, weil er ja weite Wege zurücklegen muss, von den Hütten.

Das Buch hat mir gut gefallen. Der Tagebuchstil hat gut gepasst, dazu die schönen Bilder und Noten, das hat was. Allerdings passiert irgendwann nicht mehr viel Neues.

SiCollier

vor 5 Jahren

Fazit/Rezension
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Die Fairness gebietet es, daß ich mich hier nochmals zu Wort melde, da ich das Buch ja gewonnen hatte.

Nach rund 150 Seiten habe ich abgebrochen, vor allem auch weil ich das Gefühl hatte, auf den restlichen ca. 180 Seiten käme nicht mehr viel Neues (ich hatte es in der LR schon geschrieben): Er steigt auf eine Hütte auf, repariert die, gräbt nach Wurzeln, destilliert, räumt wieder auf und zieht zur nächsten Hütte weiter. Dazwischen steigt er ins Tal ab, um Musik zu machen. So weit habe ich es verstanden, aber das für etliche weitere Hütten und Abstiege zu lesen, fehlte mir die Motivation.

Ich denke, das Buch hat zwei Zielgruppen: die dort wohnenden Einheimischen sowie die Touristen, die dort ihren Urlaub verbringen. Zu der Zeit, da wir noch nach Südtirol in Urlaub fuhren, habe ich dort auch ähnliche Bücher erworben, dort auch reingelesen. Aber zuhause stehen die "brav" im Bücherregal, wecken Erinnerungen, werden aber nicht mehr gelesen, einfach weil die Umgebung dazu fehlt. Insofern war ich, obwohl mich der Verlagswerbetext durchaus angesprochen hat, die falsche Zielgruppe für das Buch.

Erschwerend kam hinzu, daß ich direkt zuvor ein literarisch sehr gewichtiges, rund 1.600 Seiten starkes Opus gelesen habe. Dagegen hatte es jedes andere Buch schwer, so daß ich möglicherweise, hätte ich den "Bergbrenner" zu einer anderen Zeit in die Hände bekommen, anders reagiert und ausgelesen hätte.

Danke, daß ich das Buch versuchen durfte. Mein Exemplar habe ich schon vor geraumer Zeit an misslittledarkangel weitergeschickt.

Arwen10

vor 5 Jahren

Fazit/Rezension

@misslittledarkangel deine Beiträge und die Rezi fehlen ! Ich brauche diese, um sie an den Verlag zu schicken, Danke ! Das Buch dürfte schon einige Zeit bei dir angekommen sein.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 5 Jahren

Fazit/Rezension
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http://www.lovelybooks.de/autor/Hubert-S.-Ilsanker/Der-Bergbrenner-797233071-w/rezension-1002895311/

http://www.amazon.de/review/R3CGDN6JT0RXB7/

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