Letzte Ausfahrt Brooklyn

von Hubert Selby 
3,8 Sterne bei49 Bewertungen
Letzte Ausfahrt Brooklyn
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Inhaltsangabe zu "Letzte Ausfahrt Brooklyn"

Hubert Selbys Zyklus von sechs Prosastücken ist eine Beschreibung menschlicher Höllen und ein Plädoyer zugleich. Mit reporterhafter Genauigkeit fixiert Selby Sprache - seine Gestalten sind Negativhelden einer kranken Gesellschaft. Gewalt, Schmutz und verbrechen, Räusche statt Träume, Gift statt Hoffnung, roher Sex statt Liebe regieren diese steingraue Welt. Das Buch - oberflächlich betrachtet ein Katarakt des Unrats, ein Wort-Stalaktit aus Brutalität, Mord und Perversion - ist ein moderner Klagegesang vom Menschenmüll, aufgefressen und ausgespien von dem Riesenkraken New York.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499114694
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:246 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.09.1975
Das aktuelle Hörbuch ist bei Rowohlt, Reinbek erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Letzte Ausfahrt Brooklyn" von Hubert Selby

    Im New York der 50er Jahre lebt eine Nachkriegsgeneration, die getrieben ist von Hoffnungslosigkeit, Perversion, Lust an Gewalt oder sogar Mord. Die Atmosphäre in Hubert Selbys Prosawerk Letzte Ausfahrt Brooklyn ist deshalb alles, nur nicht schön: düster, trost-, schonungs- und hoffnungslos, roh, erschreckend, grau in grau und oft auch schwarz. Soziales Elend und Figuren am Rande der Gesellschaft, Gewalt und Vernachlässigung, Sex statt Liebe, Alkohol und Drogen, verborgene Homosexualität – dies sind einige der Motive, die Selby in einem Zyklus von insgesamt 6 Prosastücken zu einem Kaleidoskop zusammenfügt – und zwar dokumentarisch, illusionslos, sachlich, unkommentiert und nüchtern. Zweifellos gelingt Selby ein schonungsloses und wohl leider auch realistisches Portrait dieser Generation – dennoch gab es selten ein Buch, das ich streckenweise so angewidert und schockiert gelesen habe – im Vergleich dazu war Feuchtgebiete für mich bisweilen ein Zuckerschlecken. Da eine Wertung oder gar Kritik in diesem Buch völlig fehlt, konnte ich mich insgesamt nicht mit diesem Werk anfreunden.

    Kommentare: 10
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    PaulTemplevor 8 Jahren
    Rezension zu "Letzte Ausfahrt Brooklyn" von Hubert Selby

    In einem kaum zu bändigendem Sprachgewitter hetzt Selby den Leser durch sechs Prosastücke, deren Protagonisten Schmerz, Gewalt und Isolation aus der Gesellschaft erfahren und schonungslos durchleben. Freundschaft, Zuneigung oder gar Liebe - dies alles gibt es anscheinend nicht im Brooklyn der 60er Jahre. Das rohe und brutale Leben lässt den Personen schlicht dazu keinen Platz.

    Abstoßend und berührend zugleich!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Letzte Ausfahrt Brooklyn" von Hubert Selby

    Der Altmeister haut einem die Episoden nur so um die Ohren. Gewalt ist Gewalt, keine "Kunst", wie ein Kopfschuss in einem Tarantino-Film. Selby hat einen ganz eigenen, unglaublich oralen Schreibstil, das macht dieses Buch authentisch. Man merkt, Selby war dabei, Fiktion mischt sich zwar unter den Plot, aber vieles ist so echt, das man meint, es anfassen zu können. Letztendlich ist "Letzte Ausfahrt Brooklyn" ein Sittengemälde ohne Sitten, und vor allem ohne beknackte Happy Ends.

    Kommentare: 2
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    Beaglevor 9 Jahren
    Rezension zu "Letzte Ausfahrt Brooklyn" von Hubert Selby

    Das Buch zeichnet sich besonders durch seine Sprache aus, der Slang der einzelnen Personen wird groß geschrieben. Dabei schreibt Selby in sehr verschachtelten Sätzen. Das Thema oder besser gesagt die einzelnen Themen selbst sind interessant gewählt, sie zeigen das Schicksal mancher Menschen im New York der 50er Jahre. Das keine besondere Spannung aufkommen will liegt wohl an der schon angesprochenen Sprache die das Buch sehr langatmig macht.

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