Hubert Selby Requiem für einen Traum

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Inhaltsangabe zu „Requiem für einen Traum“ von Hubert Selby

Roman. 315 S. (Quelle:'Fester Einband/01.05.1986')

Harte Lektüre vom Scheitern.

— MitAussicht
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  • Von Träumen und Albträumen

    Requiem für einen Traum

    Babscha

    21. July 2014 um 21:45

     Jeder hat seinen Traum. Harry und Tyrone, die beiden jungen Burschen aus der New Yorker Bronx, haben den ihren. Nämlich mit ihrem Drogenhandel groß raus zu kommen und ein schönes bequemes Leben zu führen mit immer genug Geld, Frauen und Heroin an Bord, das wär´s. Und ihre Bekannte Marion, die Dritte im Bunde, träumt fleißig mit: aus allen gesellschaftlichen Konventionen auszubrechen und ihrem Leben irgend einen Sinn zu geben, und das möglichst an der Seite von Harry, ihres weißen Ritters, mit dem alles anders werden soll in einer Welt der Kunst und Malerei mit eigenem angeschlossenen Café. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Zunächst geht es bei den Dreien mal darum, ihren lockeren Lebensstil und den eigenen täglichen Druck mit kleinen, aber unfeinen Drogendeals zu finanzieren. Denn dafür reicht die gemeinsame Energie so gerade. Alles andere lässt sich im Drogenrausch zumindest schön zusammen phantasieren. Als dann die Szene in der City eines Tages immer mehr "austrocknet" und jeder Tag zu einem Wettlauf gegen den drohenden Entzug wird, brechen für das Triumvirat katastrophale Zeiten an. Und dann ist da noch Sarah, eine weitere träumende Protagonistin. Sie ist Harrys Mutter, verarmte Witwe, die in ihrer kleinen Wohnung den Traum von einem glamourösen Auftritt in einer der Fernsehshows träumt, mittels derer sie rund um die Uhr ihr eigenes tristes Leben ausblendet. Dazu muss sie aber erst mal abnehmen. Schon schwierig, wenn man dann mit nur marginaler Willensstärke ausgestattet ist und der tägliche, pillenunterstützte Kampf gegen den Kühlschrank zur Lebensaufgabe wird und immer bizarrere Züge annimmt. Selbys bereits 1978 geschriebener Klassiker hat trotz der seither vergangenen Zeit und dem erkennbar direkten Bezug zu der gerade in den 70ern massiven Drogenproblematik in den Großstädten nichts von seiner Wucht und seinem Tiefgang eingebüßt. Die harte gefühllose Sprache des Buches und seine atemlosen Dialoge machen am Beispiel der drei Hauptpersonen das ganze Elend eines völlig drogenbestimmten Daseins deutlich, einer Welt, aus der es keinen Ausweg gibt und die jeden Einzelnen unaufhaltsam in den Abgrund zieht.

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