Rezension zu "Fräulein Rühr-Mich-Nicht-An / Fräulein Rühr-Mich-Nicht-An 4 – Bis dass der Tod uns scheidet" von Hubert
erdbeerliebe.Mit dem Pompadour hat es Blanche sich nun komplett verkracht - Schuld ist sie selbst daran nicht, ihre Neider haben dafür gesorgt, dass der Besitzer des Bordells sie nun mit allen Mitteln sucht. Außerdem ist sie selbst immer noch dabei herauszufinden was es mit dem Verschwinden ihres Verlobten auf sich hat. Ihre Mutter kommt ihr dabei auch noch in die Quere..
An Handlungsraum mangelt es dem letzten Band der Reihe nicht. Leider etwas an dem Herz und dem Gefühl, den mir die ersten beiden Comics vermittelt haben: Diesen unterschwelligen Humor, das Augenzwinkern, dass trotz der ernsten Geschichte stets vorhanden war. In diesem Band verlor sich Blanche für mich vollkommen was zwar irgendwo aufgrund der fehlenden Unterstützung von allen Seiten auch nachvollziehbar ist, da sie jedoch stets als eine recht charmante Person protraitiert wurde verstehe ich nicht, wie sie auf einmal wirklich GAR keine Freunde mehr findet und hat.
Kleiner Spoiler: Als sie Antoine endlich findet hoffte ich auf etwas Empathie und Mitgefühl von Blanches Seite, denn der arme Mann ist auch zu bemitleiden. Doch als Blanche sich entscheidet ihm nicht zu helfen sondern einfach geht, verstand ich sie gar nicht mehr.
Der Comic endet sehr düster mit ihrer Aufgabe, was ich wirklich schade finde. Ich hätte mir sehr gehofft, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt und mehr Gefühl zeigt, Gefühl dass sie ja auch stets von anderen erwartet hat. Auch Jo bleibt mir am Ende zu bedeutungslos, neue Freunde konnte Blanche ja leider nicht gewinnen. Ich frage mich was die Autoren veranlasst hat ihrer Protagonistin so übel mitzuspielen - ein offenes Ende hätte ich ja noch in Ordnung gefunden, aber sie auf allen Wegen so scheitern & ihre Gegenspieler so gewinnen zu lassen empfinde ich doch als etwas harsch für eine Krimireihe die eigentlich sehr lebensfroh und bejahend begonnen hat.
Die Stärken des Novels wurden meiner Meinung nach nicht verfolgt. Das Pompadour als Schauplatz war genial, wieso davon abrücken?











