Hubertus Halbfas Religiöse Sprachlehre

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Inhaltsangabe zu „Religiöse Sprachlehre“ von Hubertus Halbfas

Die religiöse Sprache ist weitgehend verflacht. In dieser Situation, in der es fast überall an der Kompetenz mangelt, die christliche Tradition in den Fluss der Zeit zu bringen, ist vor allem eine religiöse Sprachlehre notwendig. Hubertus Halbfas deckt einmal mehr ein drängendes Desiderat auf. Als praktischer Theologe hat er sich ein Leben lang damit befasst, wie alte religiöse Traditionen heute zur Sprache kommen können. Hier legt er die Summe seiner Erkenntnisse in einer systematisch gebündelten Sprachlehre vor. Er konzentriert sich dabei auf erzählende Gattungen, biblische Formen und dogmatische Traditionen, die er in exemplarischen Beispielen vorstellt und so zum Sprechen bringt, dass sie auch heute verstanden werden. Seine Bemühungen belegen: Einerlei, wie weit sich Menschen aus dem kirchlichen Milieu entfernt haben und dem christlichen Glauben fremd gegenüberstehen, der Weg der Sprache ist der breiteste Weg, auf dem religiöse Traditionen, auch solche, die dem modernen Lebensgefühl fremd sind, dem heutigen Bewusstsein neu erschlossen werden können.

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  • Rezension zu "Religiöse Sprachlehre" von Hubertus Halbfas

    Religiöse Sprachlehre

    michael_lehmann-pape

    27. September 2012 um 10:38

    Die Erschließung christlicher Sprachformen für die Gegenwart Metaphorische und symbolische Sprachformen, Mythen, Sagen und Legenden, im Ganzen oder in Elementen, dies ist die Welt der religiösen Sprache, für die es zur Erschließung in der Gegenwart nicht genügt, alte Texte nur zu repetieren, sondern für die „neue Fäden“ in die Gegenwart hinein geknüpft werden sollen und müssen, um ihren Erlebnisinhalt und ihre „eigentliche Botschaft“ zum schwingen und sprechen zu bringen. Diese Transformation der Texte und damit die Aktualisierung ihres Bedeutungsinhaltes ist quasi das Lebenswerk von Hubertus Halbfas. So, wie man auch diesem neuen Werk sein Brennen für sein Thema abspürt und daher auch nachsichtig mit manchen harschen Urteilen über moderne Umgangsformen mit den tradierten Texten sein sollte. Denn in seiner Analyse trifft Halbfas ja durchaus wunde Punkte. Aufgrund der „mangelnden“ Vorbereitung durch Kirche und Schule erschließen sich die auf den ersten Blick rätselhaften Texte nicht auf Anhieb und werden so oft und oft einfach als unverständlich beiseite geschoben. „So bleibt es bei einer Lehre, welche die meisten Zeitgenossen verfehlt und ratlos macht“. Umgekehrt kann man daraus schleißen, das Halbfas eigentliches Anliegen jenes ist, die „Fachwelt in Kirche und Theologie“ auf ihre „eigentliche“ Aufgabe hin zu mahnen und darin nicht müde zu werden: „Übersetzer“ der tradierten Sprachformen im besten Sinne zu sein und damit die Überlieferung „in den Sprachformen“ lebendig zu gestalten. Eine Mahnung, der es Halbfas nicht an sprachlicher und emotionaler Deutlichkeit Fehlen lässt. Das „Handwerkszeug“ für diese „Übersetzungsaufgabe“ gibt der Religionspädagoge Halbfas im Buch reichhaltig, ausführlich und fundiert mit an die Hand. Wobei er betont, dass die gängige didaktische „Konzeption der Korrelationslehre“ zu vernachlässigen ist, so es denn gelingt, sich in den Sprachformen „an sich“zurecht zu finden und eben jene „neuen Fäden“ in die Gegenwart hinein zu knüpfen. Religiöser Analphabetismus lässt sich in den Augen des Verfassers eben nur „durch Sprach- und Urteilskompetenz“ überwinden. Um für diese Kompetenzen die Grundlagen zu legen bietet Halbfas eine systematisch strukturierte und im Stil verständliche Sprachlehre, innerhalb derer er nicht nur auf tradierte biblische Sprachgattungen zurückgreift, sondern ebenfalls dogmatische Texte und Traditionen sprachlich zugänglich und übersetzbar gestaltet. Dabei gilt, dass in vielen Bereichen Schüler und Gesellschaft als „nachchristlich“ anzusehen sind, aber eben nur eine sprachliche Kompetenz auch mit den religiösen Traditionen echte Verständigungsmöglichkeiten eröffnen, die den Kern der jeweiligen Sache treffen. Auf diesem Hintergrund erst sind seine Ausführungen im 2. Teil des Buches recht zu verstehen, die er mit „Die Wahrheit der Formen“ betitelt. Sehr zu empfehlen im Buch ist hier vor allem die „neue“ Aufschlüsselung des „dogmatischen“ apostolischen Glaubensbekenntnisses, welches Halbfas in hohem Maße metaphorisch und nicht geschichtlich versteht und auslegt. Ein konkretes und anschauliches Beispiel dessen, was er grundsätzlich meint und mit seiner Sprachlehre erreichen möchte. Alles in allem legt Halbfas im Buch eine Form der Essenz seines wissenschaftlichen Forschens, das in Stil und Form überzeugend dargestellt wird und tradierte Sprachformen in ihrer Eigenart und historischen Bezogenheit ebenso darlegt, wie es Übersetzungshilfen für die Gegenwart zu geben vermag. Für das religionspädagogische Arbeiten ist das Buch ebenso geeignet, wie für den interessierten Laien, um die alten Texte in ihrer gemeinten Botschaft für die Gegenwart verstehen zu lernen.

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  • Rezension zu "Religiöse Sprachlehre" von Hubertus Halbfas

    Religiöse Sprachlehre

    WinfriedStanzick

    19. September 2012 um 09:34

    Wie kann in der heutigen Zeit die Tradition und die Überlieferung der biblischen Botschaft und ihrer Erzählungen einer Bevölkerung bzw. Schülerschaft vermittelt werden, die immer mehr zu religiösen Analphabeten werden? Das ist die zentrale Frage, mit der sich der katholische Religionspädagoge Hubertus Halbfas in diesem Buch auseinandersetzt. „In dieser Situation, da es fast überall an der Kompetenz mangelt, die christliche Glaubenstradition noch einmal in den Fluss der Zeit zu bringen, ist vor jeder sonstigen Aufrüstung eine religiöse Sprachlehre notwendig. Eine solche Sprachlehre unterscheidet metaphorische und symbolische Rede, benennt literarische Formen und kann auch die je spezifische ‚Wahrheit’ der Mythe, der Sage oder der Legenden zur Sprache bringen.“ Religiösen Analphabetismus durch Sprach- und Urteilskompetenz zu überwinden, das ist sein Ziel. Halbfas will, dass alle Gruppierungen der Gesellschaft (Christen, nicht mehr Christen, Agnostiker, Atheisten oder Mitglieder anderer Religionen) ein Bildungsniveau gewinnen, „das eine Verständigung untereinander erlaubt und die eigene Kultur wie das religiöse Erbe als eine gemeinsam zu gestaltende Aufgabe“ begreift. Doch das ist erst der Anfang. Es stellt sich noch die epochale Herausforderung, „die an gegenständliches Denken gebundene theistische Gottesrede zu überschreiten.“ Bis man Gott wieder ohne Anführungszeichen beizeichnen könne, seien auf dem Weg zu einer „theologischen Sprachlehre“ theologisch und kirchlich noch große Umbrüche fällig. „Das Recht, von Gott glaubwürdig zu reden, müssen sich die Kirchen und ihre Lehrer in einem mühsamen Prozess erst wieder verdienen.“ Das ist harter Tobak, doch Halbfas legt seinen Finger in tatsächliche, nicht nur behauptete Wunden, die man schmerzhaft spürt, wenn man die zunehmend verflachende Verkündigung in Kirchen und Schulen sich anschaut.

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