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Hubertus HinseDrudenherz
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Drudenherz
Drudenherz
 (3)
Erschienen am 18.10.2017
Hubertus HinseRoter Herzfleck, Blauer Hecht und eine Fürstenhochzeit - Geschichten und Anekdoten aus Regensburg
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Roter Herzfleck, Blauer Hecht und eine Fürstenhochzeit - Geschichten und Anekdoten aus Regensburg

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Rezension zu "Drudenherz" von Hubertus Hinse

Bayerische Mythen verwoben mit einem Fantasy Thriller mit regionalem Touch
Aleshaneevor 3 Monaten

"Glauben ist ein Geschenk, das man nicht leichtfertig gibt." S. 46

Und genau das ist der Knackpunkt, der das Leben von Hias, einem jungen Mann aus Bayern, völlig aus den Fugen bringt.
Es beginnt ganz profan mit toten Hühnern auf dem Rosnerhof, wo die junge, eher widerwillige Bäuerin Franziska versucht, den geerben Hof irgendwie aufrecht zu erhalten. Doch es wird nicht bei den gefiederten Leichen bleiben.

Gekonnt verflicht Hubertus Hinse alte Sagen und Bräuche und lässt Hias plötzlich Moosleute, den Schnitter und andere "Geister" sehen - doch reicht allein der Glaube, um sie für uns Menschen sichtbar zu machen? Und wieso tauchen sie plötzlich rund um den Rosnerhof auf und versetzen alle in Angst und Schrecken?

Der Grund liegt weit in der Vergangenheit und es gibt auch einige Passagen, die uns zurück bis ins 17. Jahrhundert führen. Nach und nach erkennt man dann auch die Ursachen; kann aber noch bis zum Ende Miträtseln, bis alle Puzzlestückchen ein komplettes Bild ergeben. Wobei ich schon oft am überlegen war, was das eine mit dem anderen zu tun hat und wie das zusammenhängt, aber es ergab am Ende auf jeden Fall einen runden Abschluss. Ein bisschen Krimi, ein bisschen Mystik und sympathische Charaktere, die für die ein oder andere Überraschung sorgen.
Der Wechsel zwischen den Passagen ist meistens richtig gut gelungen mit abgestimmten Übergängen, solche kleinen Details find ich immer sehr schön und fallen mir positiv auf!

Insgesamt ist der Schreibstil schon sehr ungewöhnlich und für manche sicher gewöhnungsbedürftig. Ich hätte mir allerdings noch etwas mehr Mundart erwartet und gewünscht, gerade in den Dialogen. Da werden zwar manchmal bayerische Begriffe mit eingeworfen, aber an sich hält sich der Autor hier dann doch ans hochdeutsche. Das war fast ein bisschen schade, denn es hätte die Atmosphäre noch mehr unterstrichen. Man ist ja doch im Regensburger Umfeld unterwegs und die Schauplätze werden auch sehr anschaulich beschrieben - über etwas mehr Dialekt hätte ich mich deshalb gefreut.

Ich bin mit keiner Erwartung an das Buch herangegangen und war deshalb positiv überrascht, dass es mir doch so gut gefallen hat. Der Stil sticht auf jeden Fall aus der Masse und auch wenn es nicht durchweg immer fesselnd war, gab es immer wieder Motivation und Überraschungen, die zum weiterlesen animiert haben.

Ein zweiter Band scheint bisher nicht veröffentlich zu sein, vielleicht kommt das ja noch, denn das Ende klärt zwar alle Fragen, hätte aber noch Potenzial für eine Fortsetzung.

Fazit: 3.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

Kommentare: 1
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Federchens avatar

Rezension zu "Drudenherz" von Hubertus Hinse

Traust du dich, die Drude bei ihrem Namen zu rufen?
Federchenvor 7 Monaten

Hias ist Mitarbeiter des Ordnungsamtes und wird in den Todesfall der Gutsbesitzerin Franzsika involviert. Unfreiwillig versteht sich, denn zuvor hatte er es nur mit dem Hühnersterben und der Lärmbelästigung auf dem Rosnerhof zu tun. Doch alles ändert sich, als er diesen Schwefelgeruch wahrnimmt und seine Tanten ihm etwas über die alten Mythen und Mären Bayers erzählen. Ein alter Korndämon soll sein Unwesen treiben und Hias sieht für einen kurzen Moment die Realität mit den Mythen vereint. Doch welche Rolle spielt Rosalie, die geheimnisvolle Freundin Franziskas in diesem ganzen düsteren Treiben?

"Drudenherz" ist ein Herzensprojekt von Hubertus Hinse. Mit viel Liebe zum Detail lässt er vor allem die alten Sagen und Legenden, die es in und um Bayern gibt, zum Leben erwachen. Er erläutert die einzelnen Begriffe, wie man solchen Wesen am besten begegnet und bindet dies gekonnt in den Plot mit ein. Besonders Menschen mit einem Hang zu Mythen kommen da auf ihre Lesekosten. Der Autor zaubert dabei eine düstere Stimmung, die ab und an bedrohlich wirkt, um im nächtsen Moment mit einer mythischen Auflösung zu überraschen. Gerade zu Beginn jedoch fällt es dem Leser nicht ganz so leicht, in die Geschichte hineingezogen zu werden. Insbesondere die Charaktere sind anfangs eher flach, entwickeln sich aber im Laufe der Handlung mit dieser stetig weiter. Dies ist vor allem beim Protagonisten Hias spürbar. Nimmt der Leser in zu Beginn als normal zuweilen auch langweilig wahr, der seine Aufgaben erledigt und dann nach Hause geht, so zeigt gerade diese Figur, wie man an Stärke, Mut und Willenskraft gewinnen kann.

(c) buchgefieder.blogspot.com

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NicoleGozdeks avatar

Rezension zu "Drudenherz" von Hubertus Hinse

Spannende Mythen-Fantasy, aber leider nicht ganz mein Fall
NicoleGozdekvor 10 Monaten

Meine Meinung zu „Drudenherz“:

Die Geschichte ist im ländlichen Bayern, genauer in Nittendorf in der Nähe von Regensburg, angesiedelt. Das wusste ich zum Glück schon vorher, denn in der Geschichte wird die nächstgrößere Stadt erst recht spät genannt und wenn man sich – wie ich – in Bayern nicht so gut auskennt (ich habe zwar fünf Jahre in Franken gewohnt, aber ohne Auto fehlt mir die Ortskenntnis der gebürtigen Bayern), dann sagt einem der Ort ohne Google nichts.

Der Einstieg in die Geschichte war für mich daher einerseits spannend – es passieren schon auf den ersten Seiten merkwürdige Vorfälle -, andererseits aber hatte ich auch den Eindruck, dass mir der persönliche Bezug teilweise fehlte, wodurch sich das Gefühl, nicht zu den Eingeweihten zu gehören, mit der Zeit bei mir festigte. Manches Wissen wurde vorausgesetzt wie über Nittendorf oder die Aufgaben des Ordnungsamts.

Dass Hias zum Ordnungsamt gehört und nicht zur Polizei, wurde mir im Laufe der Handlung irgendwann klar, dennoch empfand ich es schwierig, es richtig einzuordnen, da auf die Figuren und besonders auch auf die Hauptfigur Hias mir nicht ausreichend eingegangen wurde. Teilweise ist es Absicht, denn die Geheimnisse von einigen Figuren werden im Laufe der Geschichte nach und nach sowie in Rückblicken enthüllt, dennoch hätte ich mir mehr Infos zu Hias‘ beruflichen und privaten Hintergrund gewünscht.

Kommen wir zu den Mythen und Sagen: Zum Glück wurde hier ein wenig mehr auf den ahnungslosen Leser eingegangen und einiges erklärt. Zusammen mit dem Protagonisten Hias erfahren wir Leser, worum es sich bei den merkwürdigen Vorfällen und seltsamen Wesen handelt. Besonders die Moosleute – kleine dienstbare Wesen und arme Seelen, die Abbitte leisten müssen, wenn auch teilweise etwas frech -, haben mir gefallen. Besonders niedlich fand ich es, als der Moosmann zum ersten Mal Auto fährt und staunt.

Der Wind entpuppte sich dann als Holzhetzer, der Jagd auf die armen Seelen bzw. Moosleute macht. Andere übernatürliche Wesen waren jedoch nicht so leicht als solche zu erkennen wie die Drude, ein verfluchte, zerrissene Seele, die verschiedene Gestalt annehmen kann, ewig lebt und verdammt ist, Menschen zu Tode zu drücken. Hierbei handelt es sich um Menschen, die einmal gelebt haben und bei denen die Taufe schiefgelaufen ist. Irgendwie eine gruselige Vorstellung.

Was ein Bilmesschnitter, eine Klagemutter oder ein Feilenhauer sind, will ich hier nicht erklären – das könnt ihr bei Interesse selbst nachlesen, aber dieser Aspekt des Romans hat mir gut gefallen. Statt regionalem Krimi erinnerte mich das an regionale Fantasy und die lokalen Mythen und Sagen empfand ich als willkommene Abwechslung zu den bereits bekannten Vampiren, Werwölfen und Co.

Im Laufe des Buchs kommen jedoch nicht nur kurze erklärende Passagen vor, sondern auch längere Rückblicke, zum Beispiel ins Pestjahr 1632 und ins 18. Jahrhundert, bei denen ich mich manchmal gefragt habe, wohin uns diese Rückblicke führen sollen. Ich empfand manche der Rückblicke als zu lang beziehungsweise als zu ausschweifend und nicht genug aussagekräftig. Hier hätte ich mir teilweise eine Straffung gewünscht, denn die wichtigen Informationen, die der Leser aus den Einblicken in die Vergangenheit der übernatürlichen Wesen ziehen sollte, kamen später in der Gegenwart in Form von eingestreuten Informationen. Die Rückblicke schienen mir nur als atmosphärische Eindrücke für die Leser zu fungieren und wenig handlungsrelevant zu sein. Dadurch vermisste ich hier manchmal den roten Faden, auch schienen mir die Rückblicke im Verhältnis zur Haupthandlung mit Hias, um die es für mich als Leserin ging und die ich spannend fand, zu viel Raum einzunehmen.

Fazit:

„Drudenherz – Das Erwachen der Magie“ ist eine lesenswerte Exkursion in die regionalen Mythen Bayerns und eine spannende Geschichte, die mich persönlich jedoch nicht ganz packen konnte. Einige Elemente wie die Mythen fand ich sehr gelungen und interessant, statt der langen Rückblicke hätte ich mir mehr Einblicke und Hintergrundinformationen über Hias und Nittendorf gewünscht, da ich ein wenig den Eindruck hatte, dass die Figurenvorstellung ein wenig zu kurz kam und ich als Nicht-Ortskundige vom Autor als potentielle Leserin zu wenig berücksichtigt wurde.

Daher insgesamt eine interessante und ungewöhnliche regionale Fantasygeschichte – Rural Fantasy – mit ein paar Schwächen. Erwachsene Leser, die sich für regionale Mythen und Sagen Bayerns, Krimis und Fantasy interessieren, werden dennoch ihre Freude an dem Roman haben.

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Gespräche aus der Community

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H
Liebe Community! 
Sagen - Legenden - Mord - Magie 

Hiermit möchte ich Euch meinen Debütroman, den Mythen Thriller DRUDENHERZ: Das Erwachen der Magie vorstellen ...und drei Exemplare der Printausgabe verlosen! 
Orks, Aliens und Comic-Superhelden beherrschen die Medien. 
Aber wer kennt noch die spannende Welt der alten Sagen, der Druden, Moosleute, Waldgeister, Perchten und der Wilden Jagd?
DRUDENHERZ erzählt die alten Geschichten neu:
Als Thriller voller Mythen. Als Mythen-Thriller!
Klappentexte: Lautes Heulen zerreißt die nächtliche Stille im ländlichen Nittendorf und bringt Tod und Verwüstung über den alten Rosnerhof. Wer trachtet Jungbäuerin Franziska nach dem Leben? Und was führt ihre geheimnisvolle Freundin Rosalie im Schilde? Polizei und Ordnungsamt ermitteln und versuchen die Fäden zu entwirren.
Doch das Wesen, das durch die Nacht streift, ist nicht von dieser Welt. Langsam und lautlos schreitet die dunkle Gestalt durch das Feld, dessen Ähren sich unterwürfig vor der Macht des Bösen verneigen. Seine glänzende Sichel verbrennt alles, was sie berührt. Der Bilmesschnitter, der alte Korndämon, ist gekommen. Er wird zum Werkzeug der Rache...

Bayerische Sagen im Thriller-Format.
In den 1850er Jahren erforscht Franz Xaver von Schönwerth die faszinierende Sagenwelt der Oberpfalz. Riesen, Zwerge, Druden, Elfen und Dämonen geben sich ein Stelldichein. Die Oberpfalz ist voll von schaurigen Gestalten und geisterhaften Erscheinungen. Manche böse und brutal, andere freundlich oder sogar hilfsbereit. Einflüsse aus dem Böhmischen mischen sich mit Erzählungen aus dem Niederbayerischen. Doch dieser wunderbare Reichtum an Geschichten gerät zusehends in Vergessenheit. DRUDENHERZ transportiert die alten Mythen in die Moderne um sie vor dem Vergessen zu bewahren: Traditionelle Oberpfälzer Sagen eingebettet in einen spannenden Thriller um Landvertreibung, Erpressung und Mord.



Die Leseprobe gibt's hier auf der Seite des Verlags oder hier auf meiner Homepage. Auf der Homepage findet Ihr noch zusätzliche Infos rund um das Projekt - denn es wird wohl nicht nur beim ersten Band bleiben ;-) 



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Wenn Ihr ein Exemplar von DRUDENHERZ gewinnen wollt, lest Ihr bitte die Leseprobe und schreibt mir einen Kommentar, was Ihr nach einer solchen Leseprobe von dem Buch erwartet. Schon landet Ihr im Lostopf! 




Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen und drücke die Daumen! 
Beste Grüße, 
Hubertus 

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