Hugh Howey Silo

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Inhaltsangabe zu „Silo“ von Hugh Howey

In einer feindlichen, zerstörten Umwelt gibt es nicht mehr viele Menschen. Sie haben sich in ein riesiges Silo unter der Erde geflüchtet. Um zu überleben, müssen sie die strengen Regeln des Silos befolgen. Aber einige Wenige tun das nicht. Sie sind gefährlich. Sie wagen es zu hoffen und zu träumen und stecken andere mit ihrer Hoffnung an. Ihre Strafe ist einfach und tödlich. Sie müssen nach draußen. Raus aus dem Silo. Juliette ist eine von ihnen. Vielleicht ist sie die Letzte.

Postapokalypse - unter der Erde! Und ist das, was du durch die Außenkameras siehst real? Großartige Trilogie!

— brokkolino

Interessante , beklemmende Idee. Durchaus packend geschrieben. Macht neugierig auf die nächsten Teile.

— Wichella

Eine irre Vorstellung einer nicht ganz abwegigen Endzeit. Ein Buch, das Eindruck hinterlässt.

— Anne-Sophie_Fuchs

Mich konnte leider nur der Mittelteil des Buches fesseln, der Rest konnte mich nicht ganz mitreißen.

— Sorlana

Gute SciFi, zieht einen direkt rein in die Welt des Silos. Zum Ende hin baut der Roman leider etwas ab.

— wallofbooks

Gute Grundidee, aber nicht besonders spannend umgesetzt und viele Fragen bleiben offen.

— leucoryx

Vielversprechender Auftakt, der jedoch einige Fragen offen lässt...Teil zwei wird wohl bald gelesen werden ;-)

— Sylvia

Erwartungen nicht erfüllt!Langatmige Mitte,zu schnell gegen Ende!Schwammige Charaktere,aber ein moderner Schreibstil!Schade!

— LadyOfTheBooks

Dystopie mit Intrigen und sympathischen Charakteren.

— lui_1907

Sehr gut durchdachte Dystopie, die mich gut unterhalten hat :)

— _Jassi

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ungemein Lesenwert nicht nur für eingefleischte Fans

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  • Postapokalypse - unter der Erde!

    Silo

    brokkolino

    10. October 2017 um 11:08

    (gelesen von Peter Bieringer, Dauer ca. 16 h)Inhalt:Die Welt ist ein Silo unter der Erde, über 100 Stockwerke tief. Die Gemeinschaft versorgt sich selbst, jedes Stockwerk hat seine entsprechende Aufgabe: die Farmen, die Mechanik, die Versorgung, die IT, Wohnräume, Arrestzellen... Alles geht einer gewissen Ordnung nach, so wird z.B. der Verbrauch der Wertstoffe genauso überwacht wie die Geburten. Und wer gegen das Silo-Gesetz verstößt, wird in die vergiftete Außenwelt entlassen, in der kein Lebewesen überlebt. Aber ist das so? Ist da draußen niemand?Bewertung:Zu Beginn des Buches wird aus der Sichtweise verschiedener Personen erzählt , teilweise auch mit längeren Rückblenden. Wer wie ich wechselnde Sichtweisen in Büchern nicht so gerne mag, muss nur ein wenig durchhalten - es pendelt sich auf einen Erzählstrang ein, der von wiederholenden, bekannten Figuren aufgenommen wird. Die Geschichte ist in Teil 1 offensichtlich in einer Postapokalypse situiert, wir erfahren aber kaum etwas über die Apokalypse selbst und die Außenwelt. Wobei zum Ende hin das Thema greifbarer wird und dem Leser klar wird, dass er sich nur noch gedulden muss (bis zum 2. Teil). Wir lesen viel über die Kontrolle des Wohn-Silos, die nach Bereichen geordnete Gesellschaft, die Beziehung der Bewohner zueinander und die Angst, die allen in den Gliedern steckt. Howey ist dabei nicht allzu kritisch, vielmehr präsentiert er dem Leser seine Tatsachen, die Lügen und die Manipulation, und überlässt dem Leser trotzdem auch das Urteil über solche.Das vorherschende Lesegefühl ist düster, man hat Angst gleich kippt alles und manchmal tut es das auch und lässt den Leser misstrauisch zurück. Aber es keimt Hoffnung.Manche Bilder aus anderen Dystopien kommen einem unweigerlich in den Sinn z.B. Panem und Distrikt 11 oder auch die unterirdische Welt von Metro 2033. Das is charmant, nützlich, aber wirkt keinesfalls kopiert.Die starken Charaktere (besonders die Hauptfigur Jules), die gewaltige Kulisse und die anhaltende Lese-Spannung waren für mich eine positive Überraschung hinter dem nicht-aussagekräftigen Titel. Definitiv wird die Reihe von mir weitergelesen. Empfehlen kann ich dieses Buch allen Freunden von Spannung, Dystopie und weiblichen Hauptrollen.

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  • Wie viel Freiheit braucht ein Mensch?

    Silo

    Anne-Sophie_Fuchs

    13. September 2017 um 16:34

    Obacht, Endzeitstimmung-Alarm! Denn darum geht's in Hugh Howeys Science-Fiction-Werk "Silo". Die Menschheit lebt eingeschlossen tieftieftief unter der Erde. In einem komplex-konzipierten Untergrundsilo, das alle Bewohner in Stockwerke kategorisiert. Für mich als Freiheits-Fan der blankestesteste Horror, ever. "Die Kinder spielten, als Holston in den Tod hinaufstieg." Verbunden sind alle über das Herz des Silos - die Treppe. Erkannt wird sich an der Farbe des Overalls und Botschaften werden über Träger und Kabel überbracht. Wer stirbt, wird zum Nährboden für Pflanzen, Nahrung und neues Leben. Irre, oder? Und gar nicht mal so blöd. Nichts kommt ins Silo rein und niemand kommt raus - außer er will es so. Dann wird er kurzerhand zur "Reinigung" geschickt - und stirbt in der giftigen Außenwelt. Klingt verworren und kompliziert? Ist es auch ein bisschen. So richtig erfährt der Leser nicht, warum die Menschen unter der Erde leben. Das hebt sich der Autor für einige weitere Bände auf, die die Vorgeschichte erzählen (mega spannend!). Ist aber auch nicht weiter wild, denn im Fokus steht ein anderer Gedanke: Was passiert, wenn einer der Bewohner anfängt, zu träumen? Und die gibt es. Die Menschen, die zweifeln, träumen und hoffen. Die hinterfragen, wer im Silo welche Absichten verfolgt. Was steckt in den unzähligen Servern der IT, ist das Bild auf den Monitoren wirklich real, oder nur Manipulation? Ok, kommen wir zum Punkt. Die Vorstellung ist krass. Aber vor allem für uns, weil wir die Freiheit kennen. Sauerstoff, Bienchen und Blümchen und all das. Wer im Silo geboren wird, kennt nur das. Dass da aber genau so Leute leben, die alles hinterfragen, ist ja eigentlich klar. Und dieser Gedanke, wie damit umgegangen wird, ist genauso krass. Ich hätte mir gern noch mehr Spannung gewünscht. Und wo war eigentlich der Bösewicht? Der, den man mit jeder Seite neu fürchtet, weil er den Helden im nächsten Kapitel völlig zerstören könnte? Dennoch: ein Buch mit einer wichtigen und fesselnden Kernidee, die dem Leser einiges an Vorstellungskraft kostet.

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  • Bei mir lief ein Film ab

    Silo

    lui_1907

    21. March 2017 um 15:51

    Was macht ein gutes Buch aus? Für mich ist es immer wichtig, dass während des Lesens ein Film abläuft - das die Charaktere lebendig werden und man ein bestimmtes Gefühl aufbaut. Das schafft "Silo" zu 100 %.Eine "Stadt" unter der Erde. Da die Welt nicht mehr bewohnbar ist, leben die Menschen in unterirdischen Silos. Alles beginnt mit dem "Selbstmord" von Polizeichef Holston. Er wird zur sogenannten Reinigung (von Kameralinsen) nach draußen geschickt. Wie alle bisher "Rausgeschickten" überlebt er die Aktion nicht. Daraufhin benötigt das Silo einen neuen Sheriff - und findet diesen in Hauptfigur Juliette - "eine von ganz unten". Doch lange bleibt sie nicht auf ihrem Posten .... Aber lest selber ;-)Das Buch umfasst viele einzelne Handlungen (u.a. werden viele Geheimnisse rund um´s Silo gelöst), welche zu einer kompletten Story gut zusammengeführt werden. Obwohl es viele Personenwechsel gibt, die ich übrigens sehr  sympathisch fand, kann man zu jedem einzelnen eine Beziehung aufbauen.Einzig das etwas zu schnelle Ende fand ich etwas störend, daher einen Sternabzug. Ich bin gespannt auf die nächsten zwei Bände.

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  • Fesselnder Auftakt

    Silo

    NiWa

    01. October 2016 um 07:08

    Die Menschen leben seit Generationen in einem Silo unter der Erde. Keiner weiß, warum sie sich einst von der Erdoberfläche zurückgezogen hat. Aber was, wenn alles nur eine große Lüge ist? Hugh Howey hat mit „Silo“ eine fesselnde Dystopie geschaffen, die meine Erwartungen weit übertroffen hat. Ein Silo, der hundert Stockwerke in die Erde ragt, ist zum Zuhause der Menschheit geworden. Nur in der obersten Etage ist ihnen ein Blick nach draußen vergönnt und diese Aussicht muss regelmäßig gereinigt werden. Doch die Reinigung kommt einem Todesurteil gleich. In diesem ersten Band der Silo-Trilogie führt der Autor den Leser ins Leben im Silo ein. Man lernt das gesellschaftliche System und die Funktionsweise des Silos kennen. Aber man merkt schnell, dass sich niemand an den Untergang der Menschheit auf der Erde erinnern kann und auch keine Aufzeichnungen dazu vorhanden sind. Schon allein dadurch hat der Autor meine Neugier geweckt, weil ich natürlich unbedingt wissen wollte, welche Katastrophe die Menschen unter die Erde zwang. Noch mysteriöser und dadurch fesselnder ist das Geheimnis um den Ausblick im obersten Stock und der Aufwand, der betrieben wird, um es zu wahren. Hier wickelt der Autor seine Figuren und den Leser geschickt um den Finger, um ihn immer wieder auf eine falsche Fährt zu führen und lässt allesamt vor Überraschung nach Luft schnappen. Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut, weil Hugh Howey dazu mehrere Perspektiven anhand der Figuren einsetzt. Als Protagonistin würde ich zwar Juliette Nichols bezeichnen, die sich durch ihre Neugier in Lebensgefahr begibt, allerdings gibt es vor ihrem Auftritt auch andere Charaktere, die den Hintergründen ihrer Existenz auf den Grund gehen möchten. Immer wenn man glaubt, es begriffen zu haben, wird man mit einem gewaltigen Irrtum konfrontiert und fängt wieder von vorne an. Der Autor hat nicht nur einen höchst interessanten dystopischen Rahmen geschaffen, sondern seine Geschichte in einer vollendeten Spannungsform zum Leben erweckt. Positiv anmerken möchte ich, dass die Figuren verschiedenen Altersgruppen entsprechen und es nicht die typische Besetzung aus Jugendlichen ist, die ihre Welt in die Revolution führt. Ganz im Gegenteil. Es liest sich sehr erwachsen und auch die Protagonistin Juliette Nichols zählt zu den wenigen Mittdreißigern, die man in diesem Genre trifft. Der Silo selbst ist ein geniales Meisterwerk, wie es mir bisher noch nie untergekommen ist. Technisch ausgereift, andrerseits mit einer mittelalterlich anmutenden Gesellschaft bestückt und von wirren Regeln geprägt, hat mich seine Beschreibung an jede einzelne Seite gefesselt, weil es so real und furchteinflößend wirkt. Meiner Meinung nach ist Hugh Howeys Trilogie-Auftakt „Silo“ eine der besten Dystopien, die ich bisher gelesen habe, und ich denke, dass es vielen Genre-Freunden und Interessierten ähnlich ergehen wird. Absolut empfehlenswert! Die Silo-Trilogie: 1) Silo 2) Level 3) Exit

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    • 10
  • der Auftakt macht definitiv Lust auf mehr!

    Silo

    CoffeeToGo

    19. September 2016 um 07:50

    Inhalt Seit der Reinigung seiner Frau vor drei Jahren beschäftigt Sheriff Hoston nur eine Frage: Warum übernehmen die Verurteilten trotzdem noch die Reinigung der Außenlinsen am Silo? Schließlich hält er es nicht mehr aus und gibt seiner Neugier nach. Doch was er kurz vor seinem Tod entdeckt hat nicht nur für seine Nachfolgerin schlimme Folgen. Seine Entdeckung stürzt das Silo in großes Chaos. Eigene Meinung Silo ist (mal wieder) eine Dystopie. Diesmal sind die Menschen in einem unterirdischen Silo "gefangen", da die Erdoberfläche, auf Grund toxischer Gase, unbewohnbar geworden ist. Verlässt man den Silo, stirbt man innerhalb kürzester Zeit. Auch, wenn man irgendwann fast alle dystopischen Szenarien durch hat, hat mir "Silo" doch wieder sehr gut gefallen. Wir werden mit den Protagonisten im Unwissenden gelassen und so kommt auch nur nach und nach Licht ins Dunkel. Von Anfang an ist es spannend und ständig hat man das Gefühl, den Druck der vielen Erdmassen über den Bewohnern selber zu spüren. Das ganze Ausmaß der Silowelt wird erst fast am Ende offenbart und selbst da bleiben noch genug Fragen offen. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht verschiedenster Protagonisten. Doch überraschenderweise werden einige von ihnen getötet, nachdem man sie lieb gewonnen hat. Hat mich etwas an die Bücher von George Martin erinnert und ich war froh zu sehen, dass es sich nicht wie bei ihm durch alle Bücher zieht. Und dass man die Figuren so schnell so lieb gewonnen hat, spricht nur für Howeys Schreibstil. Fazit Silo endet untypischerweise nicht mit einem Cliffhanger. Jedoch bleiben noch so viele Fragen offen, dass man sich sofort den zweiten Band "Level" vornehmen möchte. Die Tatsache, dass es im zweiten Band um die Vorgeschichte zu "Silo" handelt, macht nur noch neugieriger auf die Fortsetzung. Toller Auftakt der Sci-Fi-Dystopie.

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  • kein Vergleich zu Philip K. Dicks ZEHN JAHRE NACH DEM BLITZ

    Silo

    VeraPestel

    28. July 2016 um 20:08

    Die Menschheit lebt unter der Erde, in einem Silo. Vom obersten Stockwerk aus kann man mittels Kameras nach draußen schauen, auf die Erde, die grau und braun und leblos daliegt. Draußen ist es unwirklich, vergiftet, ein Leben dort ist nicht mehr möglich. Das Leben innerhalb des Silos ist streng gegliedert. Jeder hat seine Aufgabe. Alles wird überwacht. Holsten fungiert als Polizeichef. Seine Frau Allison, eine Computerexpertin, stößt auf alte, oft überschriebene oder gelöschte Dateien, die von den Aufständen erzählen und die Geschichte der Welt anders wiedergeben, als es offiziell getan wird. Was ist wirklich passiert? Wie kam es zu dem Silo und warum ist die Welt draußen verseucht? Ist das, was man sehen kann, wirklich wahr? Allison verstößt mit ihren Fragen gegen die Regeln. Sie fühlt sich zunehmend beengt, eingesperrt. Sie möchte endlich frei sein und gehen. Das bedeutet für sie zur Reinigung hinausgeschickt zu werden, und das ist ein Todesurteil. Die Verurteilten brechen nach kurzer Zeit auf der Oberfläche zusammen. Vorher sollen sie die Linsen der Kameras säubern, damit die Silobewohner einen klaren Blick auf die Erde behalten. Drei Jahre später meldet sich Holsten freiwillig zur Reinigung. Er hat sich in all den Jahren gefragt, was seine Frau herausgefunden hat. Seine Zweifel an allem werden immer lauter. Ist alles echt, was er sieht? Der Anfang des Romans zieht sich, ein endloser Abstieg der Bürgermeisterin in die untersten Etagen beherrscht unzählige Seiten. Sie steigt hinab in die Mechanik, um dort eine junge Frau zur neuen Polizeichefin zu machen. Durch diesen Gang durch das Silo lernen wir die Örtlichkeiten ein wenig kennen, die endlose Treppe, die Einteilung der Etagen, die Farmen, die IT-Abteilung, das Krankenhaus, und Stufe um Stufe geht es tiefer, Träger bevölkern die Treppe, alle tragen Overalls, jede Berufsgruppe hat eine andere Farbe. Doch die Charaktere sind und bleiben blass. So beginnt die Silo-Trilogie von Hugh Howey. Der erste Band Silo oder Wool wurde von ihm 2011 über amazon kapitelweise veröffentlicht und sofort ein großer Erfolg. Im Laufe der Zeit folgten Level und Exit. Erschienen als gebundene Ausgaben ist die Reihe bei Piper. Der Plot ist nichts Neues. Schon andere Autoren haben sich dieser Dystopie verstrahlte Erde und Leben unter der Erdoberfläche angenommen. Deshalb war ich sehr neugierig, was Hugh Howey daraus gemacht hat. Um es vorwegzunehmen: ich war etwas enttäuscht. Der Eindruck des ersten Bandes blieb. Es kamen keine Überraschungen mehr. Ziemlich zäh zieht sich das Thema und die Entwicklung des Plots über drei Bände. Philip K. Dick hat in seinem Roman Zehn Jahre nach dem Blitz lediglich 157 Seiten benötigt, um uns in Atem zu halten und dabei viel mehr Inhalt und Gesellschaftskritik transportiert. Schade. Das Thema hätte einiges mehr hergegeben. Howey marschiert mit uns durch seine Dystopie, setzt Szene an Szene ohne Überraschung. Brüche und Spannung gibt es nicht. Charismatische Charaktere auch nicht. Trotzdem habe ich weiter gelesen in der Hoffnung auf eine ungeahnte Wendung, eine Entwicklung. Sie kam nicht. Mir ist jetzt noch ganz schwindelig von all den vielen Stufen und Treppen, die ich mit hinauf und hinab gelaufen bin. Einen faden Geschmack hat auch eine seiner Protagonistinnen bei mir hinterlassen, immer ein Gutmensch, immer nur für andere da. Man ahnt sofort, sie wird immer alles richtig machen, immer machen und entscheiden, selbst wenn sie eigentlich krank und völlig ausgelaugt ist. Sie wird es machen. Und alle retten. Unschwer zu erraten ist das Ende, oder vielleicht nur das vorläufige, der dritte Band lässt das offen. Philip K. Dick geht in dieser Beziehung weiter und informiert uns umfassender. Diese Kompaktheit fehlt bei Howey. Er beschreibt stur und ohne einen besonderen sprachlichen Stil. Wir wissen am Ende, dass es Silos gibt, warum es sie gibt, wer dafür verantwortlich ist und wie dieser Jemand die Zeit überdauert hat, wer die Strippen weiterhin zieht und haben es die ganze Zeit geahnt. "Selten wurde eine Endzeitstimmung so packend geschildert." FAZ. "Besser nicht im Dunkeln lesen." Das schrieb der Sunday Telegraph Nachvollziehen kann ich diese Aussagen nicht. Ich stelle die Bände enttäuscht in mein Regal und werde mich weiter durch die Sience Fiction lesen.      

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  • Jugendbuch- Challenge bei LovelyBooks 2016

    Buchraettin

    Lest ihr gerne Jugendbücher? Habt ihr Lust, dies gemeinsam mit anderen begeisterten Jugendbuchliebhabern zu tun und neue Bücher kennen zu lernen? Dann macht gleich bei unserer Jugendbuch-Challenge 2016 mit. Diese Challenge soll vor allem viel Spaß machen und zum Entdecken neuer Bücher einladen. Anmeldungen sind natürlich jederzeit möglich!Hier geht es zu Challenge 2017https://www.lovelybooks.de/thema/Jugendbuchchallenge-2017-1358395874/ Hier sind die Regeln: Es sollen jeweils 2 Bücher aus den unten folgenden Kategorien gelesen werden - Natürlich könnt ihr auch mehr lesen! Die Challenge läuft vom 1.1. bis 31.12.2016. Es zählen all jene Rezensionen, die ab dem 1.1.2016 geschrieben worden sind. (hier bei LB) Da dies eine Challenge ist, soll sie selbstverständlich eine kleine oder auch größere ;-) Herausforderung sein und dazu anregen, vielleicht auch Bücher aus einem Genre zu lesen, das ihr so sonst eher nicht gelesen und dann auch nicht entdeckt hättet. Es sollte zu jedem Buch eine Rezension geschrieben werden, eine Kurzmeinung reicht leider nicht aus. Die Rezension sollte die hier bei Lovely Books sein, die hier verlinkt wird, alle anderen zählen hier nicht. Für die Jugendbuch-Challenge zählen alle Bücher, die für ein Lesealter ab ca. 13 Jahren bis ca. 18 Jahren empfohlen sind. Das Alter der Hauptfiguren im Buch sollte in diesem Rahmen liegen. Das hier ist ein Beispiel für einen Sammelbeitrag: Jeweils 2 Bücher pro Unterpunkt - insgesamt 12 Bücher sollen gelesen werden. Fantasy, Science Fiction, Dystopie (Erscheinungsdatum 2016) Gesellschaftsliteratur, aktuelle Jugendthemen, historische Jugendbücher (Erscheinungsdatum 2016) Liebesromane, Romantic Fantasy (Erscheinungsdatum 2016) Krimis und Thriller aus dem Jugendbuchbereich (Erscheinungsdatum 2016) Alte Schätze, Jugendbuchreihen, Sachbuch, Hörbuch und 2 dürfen frei ausgewählt werden! ( auch in Bezug auf das Erscheinungsdatum, gilt auch für Punkt 5 und hier dürfen auch englische Bücher einsortiert werden)   Jeder Teilnehmer erstellt einen Sammelbeitrag, um dort seine Rezensionen übersichtlich zu sammeln und zu aktualisieren. Verlinkt in diesem Sammelbeitrag außerdem ein Regal mit dem Namen "Jugendbuchchallenge 2016", das ihr in der Bibliothek in eurem Profil erstellt. Bitte schickt mir den Link des Sammelbeitrages per persönlicher Nachricht. Dann verlinke ich diesen mit eurem Namen in der Teilnehmerliste. Die aktuellen Verlosungen, Leserunden usw. verlinke ich nachfolgenden Beitrag. ( Es gibt keine Garantie für Vollständigkeit, ich mache das hier alles in meiner Freizeit:) Thema Halloween Halloween in der Kinder und Jugendliteraturgruppe Thema Lesemuffel Tipps für Lesemuffel in der Kinder und Jugendliteraturgruppe Kleiner Anreiz um die Challenge zu schaffen. Das LB Team wird ein Buchpaket stellen, das wird dann verlost Anfang nächstes Jahr unter allen, die die Challenge geschafft haben:) Liste für Neuerscheinungen im Jugendbuchbereich 2016    Challenge Beendet Mira20 MiraxD danielamariaursula Marbuerle Mrs_Nancy_Ogg Connychaos lenicool11 Floh Seelensplitter cytelniczka73 Enys Books annlu ank3006 Lotta22, Icelegs Teilnehmer 62.61.60.59. EnysBooks challenge beendet58. JamieRose57. anjazwerg56. icelegs Challenge beendet55. Peachl54. Lea-Krambeck53. Mira12352. czarnybalerinja51. ShellyBooklove50. Lotta22 Challenge beendet49. saskiaundso48. yunasmoondragon747. BeaSurbeck46. freakygirli45. Mira20  Challenge beendet44. Buchgeborene43. Curin42. ChubbChubb41. Getready40. Gwendolina39. annlu Challenge beendet38. Danni8937. Kuhni7736. ch3yenne35. Paulamybooksandme abgemeldet 22.134. Solara30033. Schluesselblume32. Kylie131.littleowl 30. MiraxD  Challenge beendet 29. DieBerta 28. danielamariaursula   Challenge beendet 27. Mabuerle Challenge beendet 26. Delphyna 25. Mrs_Nanny_Ogg Challenge Beendet 24. Connychaos   Challenge beendet 23. christaria 22. ban-aislingeach 21. marinasworld 20. lenicool11 Challenge beendet 19.Bambi-Nini 18.JuliB abgemeldet 17.Cithiel 16.Buchgespenst15.cytelniczka73  Challenge beendet 14.Bookfantasyxy 13.Vielleser18 12.xxslxa 11.buchfeemelanie 10.Claddy 9.Foreverbooks02 8.Floh Challenge beendet 7.Lesezirkel 6.Alchemilla 5.Seelensplitter Challenge beendet 4.Xallaye 3.anke3006 challenge beendet  2.Katja78 1.Buchraettin

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    • 1098
  • Eine spannende Geschichte, voller Action, Abenteuer, kleiner Romanzen, Andeutungen

    Silo

    Buchraettin

    20. June 2016 um 07:42

    Die Geschichte beginnt mit Holston. Er ist der Sheriff einer ungewöhnlichen Gesellschaft. Die Bevölkerung lebt in einem unterirdischen Silo. Den Mittelpunkt bildet eine Art Treppenhaus, das die einzelnen Etagen verbindet. Es gibt nur im oberen Bereich kleine Möglichkeiten einen Blick nach außen zu erhaschen. Die Erde außerhalb des Silo ist verwüstet und absolut lebensfeindlich. In diesem Silo lebt und arbeitet eine Menschheit, die sich strengen Regeln stellen muss. Es gibt „Strafen“. Wie „ Die Säuberung“, der sich Houstons Frau gestellt hat, sie meldete sich freiwillig. Doch nach 3 Jahren ist sie nicht zurückgekehrt. Was hatte sie in den Computern der IT- Abteilung entdeckt, dass sie ihrem Mann das Versprechen gab, zurück zu kehren? Nun will auch Holston nach draußen. Der Silo- eine abgeschottete Welt einer kleinen menschlichen Bevölkerung in einer lebensfeindlichen Erde- oder gibt es da noch Geheimnisse? Gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel, die jeweils die Sichtweise einer Figur in den Mittelpunkt stellen und die abwechselnd erzählt werden. Immer wieder gibt es offene Enden, die mich als Leser neugierig zurücklassen vor Spannung und mich dazu zwingen schnell weiter zu lesen. Das Buch unterteilt sich zudem in mehrere Teile, die aber immer zusammenhängen. Die Idee hinter der Geschichte, diesen unterirdischen Silo, diese abgeschottete Menschheit, diese menschliche Population, die Regeln, die geheimnissvolle IT-Abteilung, die Geheimnisse, das fand ich unheimlich fesselnd dargestellt. Für mich war das Lesen des Buches reines Kopf Kino, ein Abtauchen in diese abgeschottete Welt ohne Sonnenlicht unter der Erde. Aber ich stelle mir als Leser auch viele Fragen. Was ist mit der Erde passiert, dass die Menschheit so einen Silo bauen müsste? Fragen über Fragen tauchen bei mir als Leser auf und lange Zeit bekomme ich keine Antworten. Dafür aber eine spannende Geschichte, voller Action, Abenteuer, kleiner Romanzen, Andeutungen, die mich an das Buch fesselten.  Ich trauerte mit den Figuren, wenn es Verluste gab, ich hibbelte mir ihnen und freute und bangte mit ihnen. Es war einfach eine Geschichte, die mich als Leser völlig in diese Welt eintauchen ließ und mich gefangen nahm. Den nächsten Band habe ich schon bereit liegen und freue mich nun auf das weitere Geschehen. Es ist eine spannende Geschichte, voller Action, Abenteuer, kleiner Romanzen, Andeutungen, die das Buch absolut fesselnd machten- vollste Leseempfehlung.

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    • 2
  • 1. Band der Silo-Trilogie

    Silo

    Kerry

    05. April 2016 um 23:34

    Die Welt, wie die Menschheit sie einst kannte, existiert nicht mehr, ja schlimmer noch, sie ist fast zerstört, sodass es den Menschen nicht mehr möglich ist, auf der Erdoberfläche zu überleben. Einigen von ihnen gelang es, in einem Silo eine neue Zivilisation aufzubauen. Seit Generationen leben sie unter der Erde, müssen sich, um das Überleben aller zu gewährleisten, an strenge Regeln halten - doch nicht jeder tut es. Einige wenige rebellieren - ihre Strafe: die Verbannung an die Erdoberfläche. Holston ist Sheriff im Silo und seine Aufgabe ist es, für Recht und Ordnung zu sorgen. Das ist nicht immer ganz einfach, gibt es doch eine Strenge Hierarchie auf den 150 Etagen des Silos, beginnend, nahe der Erdoberfläche, mit der Führungsringe und endend ganz unten bei den Mechanikern. Diese sind auch in der gesamten Gesellschaftsschicht ganz unten angeordnet, obwohl sie es sind, die das Silo am Laufen halten. Holston nimmt seine Aufgabe sehr ernst, doch er ist nicht mit vollem Herzen dabei, denn vor drei Jahren entschied sich seine Frau, das Silo und somit ihn zu verlassen. Sie ist tot, das weiß er und dennoch, ein Leben ohne sie ist für ihn auch nach drei Jahren noch nicht denkbar. Im Laufe der letzten Wochen jedoch erahnte er, was seine Frau zu diesem dramatischen Schritt bewegte und er beschließt, ihr zu folgen. Da das Silo nicht ohne Sheriff sein kann, wird ein neuer gewählt und die Wahl fällt ausgerechnet auf Juliette, eine Mechanikerin. Tatsächlich ist sie die beste Wahl für diese Aufgabe, weiß sie doch um die Unzufriedenheit in den unteren Ebenen und vermag es, die Wogen zwischen den Gesellschaftsschichten zu glätten. Juliette ist jedoch nicht die formbare Figur, die die Führungsebene gerne in ihre sehen würde, nein, sie hat ihren eigenen Kopf und geht den Dingen auf den Grund. Tatsächlich beginnt sie, Nachforschungen aufzunehmen und Fragen zu stellen, über Ereignisse, die bisher immer heruntergespielt wurden. Sie kommt einigen Geheimnissen im Silo sehr nahe und bringt sich damit in akute Gefahr ... Der 1. Band der Silo-Trilogie! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders fasziniert war ich von der seit Jahrhunderten bestehen Gesellschaftsform, die in dem Silo herrscht und das tatsächlich ein Überleben der Menschheit über einen so langen Zeitraum unterhalb der Erde möglich ist. Manche Szenen empfand ich dann allerdings doch eine Kleinigkeit zu detailliert dargestellt. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Protagonistin Juliette, in der deutlich mehr steckt, als es auf den ersten Blick erscheint, denn sie weiß, was sie will und ist bereit, alles zu riskieren, um sich selbst treu zu bleiben. Den Schreibstil kann ich nur als bildgewaltig beschreiben, sodass ich das Buch fast wie im Rausch gelesen habe. Jetzt hoffe ich, dass ich bald dem Nachfolgeband "Level" habhaft werden kann.

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  • herausragende Dystopie mit superviel Spannung

    Silo

    Sandra1978

    08. March 2016 um 20:32

    Inhalt : Juliette lebt im Silo zusammen mit hunderten anderen Menschen und arbeitet als Mechanikerin. Das Silo : Knapp 150 Stockwerke, auf denen ganz oben die Silochefetage ( Mayor und Sheriff ) untergebracht sind. Darunter folgt die IT, ganz unten sind die Mechaniker, dazwischen Versorgungstrakte, medizinische Abteilungen, Wohnungen etc. Die Erdoberfläche ist seit hunderten von Jahren unbewohnbar. Das Silo ist der einzige Lebensraum für die übriggebliebenen Menschen. An der Oberfläche sind Kameras angebracht, die die Außenwelt zeigen – in den oberen Stockwerken werden die Außenbilder auf Leinwänden ins Innere übertragen. Zumindest ist dass die Wahrheit, die jeder kennt. Die einzigen Menschen, die an die Oberfläche gehen, sind Verbrecher und Verrückte. Als letzte Handlung, bevor sie an der vergifteten Luft ersticken, müssen Sie die Kameralinsen reinigen, damit die Siloinsassen weiterhin den Blick nach draußen „geniessen“ können. Warum das alle zum Tode Verurteilten noch freiwillig machen und nicht einfach davonlaufen – das weiß keiner. Als Sheriff Holston dahinterkommt, was seine Frau vor 3 Jahren bewogen hat, anscheinend durchzudrehen und sich freiwillig rausschicken zu lassen, beschließt er, dass er des Lebens im Silo müde ist, und folgt ihr nach. Da Juliette vor einigen Jahren sehr erfolgreich bei einer seiner Ermittlungen geholfen hat, soll sie ihm – gegen einige Widerstände – nachfolgen. Doch Juliette hat Feinde, die eigentlich jemand anders auf ihrem neuen Platz als Sheriff sehen wollen. Außerdem stellt Juliette unbequeme Fragen – der Abgang von Sheriff Holston lässt ihr keine Ruhe und sie stößt bei Ihren Recherchen auf Ungereimtheiten, die manche Mitbewohner mit viel Einfluss lieber im Dunklen lassen wollen. Und so steht Juliette eines Tages, bevor sie weiß, wie ihr geschieht, auf der anderen Seite der Schleuse…. Das Buch Die Idee, eine Dystopie zu schreiben, in der die Erdoberfläche verwüstet wurde und die letzten Menschen irgendwo eingepfercht leben und einer Lüge glauben, ist nicht neu. Tatsächlich habe ich schon einige Bücher gelesen, in denen sich die Grundszenarien wie dieses hier bis fast aufs Haar gleichen. ABER – aber, aber : SILO ist ein Meisterwerk und sticht aus allen gleichartigen Romanen heraus. Der Autor versteht es eine unglaubliche Spannung aufzubauen und immer wieder Wendungen zu vollbringen, mit denen keiner in dieser Form gerechnet hat. Immer wenn man denkt, man weiß schon wie es ausgeht, wird man wieder eines Besseren belehrt. Sehr detailliert beschrieben, entsteht das Silo richtiggehend plastisch vorm inneren Auge beim Lesen, man kann sich als Leser mit Haut und Haar in die beschriebenen Situationen der Protagonisten hineinversetzen, die ebenfalls sehr lebendig und anschaulich charakterisiert sind. Auch hat man es hier nicht, wie in so vielen ähnlichen Romanen, mit gerade erwachsen gewordenen Teenagern zu tun, sondern die Protagonisten sind gestandene Personen mittleren Alters – die Protagonistin Juliette ist Mitte 30 und viele andere wichtige Handelnde sind ebenfalls noch deutlich älter. Hier wird ein Querschnitt durch klassische „Typen“ gezogen – weshalb vermutlich auch fast jeder Leser hier „seine“ Person findet, mit der er oder sie sich besonders identifizieren kann. Silo ist der erste Band einer Trilogie. Da ich bereits den 2. Band, „Level“ bereits begonnen habe, kann ich auch hier schon versprechen, dass der Inhalt anders aufgebaut ist, als man es von einer „Fortsetzung“ erwarten würde…..und mich bereits nach den ersten 70 Seiten mindestens genauso fesselt wie „Silo“. Diese Dystopie ist wirklich zu Recht ein Bestseller und sticht aus Ihresgleichen durch vollendetes schriftstellerisches Können heraus – UNBEDINGT lesen, ihr werdet nicht mehr aufhören können.

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Bedrückende und spannende Dystopie

    Silo

    Jaelle

    06. December 2015 um 17:14

    »Die Saat hat schlechte Tage und jede Menge gute, aber verrückt wird sie trotzdem nicht. Aber wenn man sie zu lange lagert, zu lange allein lässt, egal, dann tut die Saat irgendwann, was sie eben tut, wenn man sich nicht darum kümmert.« Nach einer unbekannten, apokalyptischen Katastrophe ist die Landschaft völlig verseucht, die Luft vergiftet und der Boden unfruchtbar. Die Menschen leben in einem Silo, der weit über einhundert Stockwerke tief im Boden eingegraben und absolut autark ist. »Liebe ist verboten, denn Liebe ist Gefahr für den neuen Staat« (Songtext von Peter Maffay) So ist es im Silo auch, Beziehungen sind nur dann erlaubt, wenn sie genehmigt sind. Nur dann dürfen Paare an einer Lotterie teilnehmen, die den Gewinnern ein Jahr lang erlaubt, ein Baby zu zeugen. Das am härtesten geahndete Verbot allerdings ist einfach: Nicht über »draußen« reden. Nicht mal unter Liebenden, nicht unter Freunden, nicht darüber schreiben. Bei Zuwiderhandlung droht die »Reinigung«. Man wird in einen Raumanzug gesteckt und muss den Silo verlassen, um die Linsen der Kameras zu reinigen. Der Anzug hält nicht lange die giftigen Dämpfe ab und zersetzt sich, so dass die Reinigung einem Todesurteil gleichkommt. Vor drei Jahren entdeckte die Frau des Polizeichefs Holsten Ungereimtheiten in den Daten des Silos. Sie vermutete ein Geheimnis, welches sich um die Außenwelt dreht und von der IT-Abteilung verheimlicht wird. Um ihre Vermutung zu beweisen, ging sie freiwillig zur Reinigung. Holsten verkraftet das all die Jahre nicht und meldet sich schließlich ebenfalls. Dabei entdeckt er ein bahnbrechendes Geheimnis, kann das aber nicht mehr mitteilen. In der nächste Geschichte lernen wir die Bürgermeisterin Jahns und damit das Leben im Silo kennen. Sie steigt die Stockwerke hinunter, um die von ihr ausgewählte neue Polizeichefin kennenzulernen. Jahns merkt mit jeder Stufe mehr, wie alt sie ist. Und je tiefer sie kommt, umso intensiver ist ihr Gefühl, dass dies ihr letzter Gang durch den Silo ist. Den größten Teil nimmt die Erzählung der Ereignisse um die neue Polizeichefin Juliette ein. Sie entdeckt das unglaublichste Geheimnis und kämpft verzweifelt um ihr Überleben. Ich wollte mal etwas anderes lesen. Ein Genre, welches ich doch meist recht skeptisch betrachte, sollte es sein: Science-Fiction. Die Entstehungsgeschichte ist – so weit ich gehört habe – ist eher außergewöhnlich: Hugh Howey hat eine Kurzgeschichte geschrieben und veröffentlicht. Nach überwiegend positiven Reaktionen schrieb er eine weitere Geschichte, die direkt an die erste anknüpft. Auch diese kam gut an – und so entstand eine ungewöhnliche, zusammen gesetzte und doch runde, abgeschlossene Story, die mich nicht mehr los ließ. Den geneigten Leser erwartet eine dystopische Science-Fiction-Story, die einen durch die beängstigende Umgebung metaphorisch Stockwerk um Stockwerk tiefer in sich hineinsaugt. Den Folgeband »Level« werde ich auf jeden Fall lesen.

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  • viel zu lang

    Silo

    dominona

    02. August 2015 um 20:29

    Laut der IT im Silo ist die Welt draußen vergiftet, aber was ist wirklich? Mehrere Menschen beginnen umzudenken und glauben nichts mehr.
    Die Story ist interessant, aber man merkt, dass es eigentlich nur ein kürzerer Roman war der mit Macht und Gewalt gestreckt wurde. Das Buch schwankt zwischen spartanisch und emotional. Ich denke, die Idee hätte besser umgesetzt werden können

  • Interessante Dystopie, leider mit Schwächen

    Silo

    anra1993

    19. July 2015 um 11:07

    Das Cover finde ich eigentlich schön anzusehen. Auf den ersten Blick sieht es aus, als ob es von Ringe gezeichnet ist. Aber auf dem zweiten erkennt man, dass es sich hierbei um ein Silo, mit seinen Treppen handelt. Auch die Farben finde ich gut gewählt, da sie durch das Gelb und Schwarz die Schatten- und Glanzseiten verbinden. Die Charaktere waren leider etwas oberflächlich gehalten. Zwar wird etwas aus Juliettes Kindheit erzählt, aber ich konnte mich trotzdem nicht richtig mit ihr identifizieren und mich in sie hineinversetzen. Im Laufe des Buches, muss sich der Leser entscheiden, ob man wirklich jedem Charakter trauen kann, oder ob es nicht besser ist, die Entscheidungen zu hinterfragen. Die Idee des Buches finde ich gut. Es zeigt auf, dass die Menschen sich irgendwann selbst vernichten werden, aber dies auch im Hintergrund schon geplant wird, und wie man einzelne Individuen retten und diese nach ihren Vorstellungen formen kann. Aber was passiert, wenn jemand aus diesem Schema ausbricht und andere sich ihm anschließen? Die Spannung habe ich oben schon einmal kurz erwähnt. Das Buch beginnt damit, dass wir erst einmal von Holsten erfahren, der wiederum im Laufe des Buches nicht mehr eine ganz so starke Rolle spielen wird. Das hat sich für mich leider direkt schon etwas gezogen. Im Laufe des Buches gibt es somit starke Schwankungen. Zum Einen war ich wirklich gefesselt, zum Anderen habe ich einfach gehofft, dass es endlich zu Ende ist. Das Setting hat mich sehr beängstigt. Wie wäre es, wenn wir Gefangene in einem Silo wären, das wir nicht verlassen dürften, da die Welt uns da draußen umbringen würde? Jeder kleinste Fehltritt wurde dort hart bestraft und wer nicht nach den Regeln tanzt, aus der Welt ausradiert. Das Ende war für mich dann noch einmal sehr unerwartet und spannend. In sich ist das Buch erst einmal abgeschlossen und die Geschichte um Juliette wird erst im dritten Teil fortgesetzt, was auch mal sehr interessant ist. Letztendlich finde ich die Idee gut, jedoch konnte das Buch mich nicht voll und ganz überzeugen, da es auch wirklich große Schwächen aufzeigt.

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  • Silo von Hugh Howey

    Silo

    vormi

    07. April 2015 um 21:18

    Dies ist auf jeden Fall etwas für Fans von Dystopien und, wahrscheinlich noch mehr, für Begeisterte Endzeit-Roman-Leser. Der Titel ist hier Programm, denn nach einer humanitären Katastrophe mußten sich alle Überlebenden in ein Leben in einem Silo zurecht finden. Wir begegnen den Menschen hier nun schon nach mehreren Generationen überleben im Silo. Wir lernen hier zum Glück auch erst mal über das Leben, lieben und arbeiten unter den für uns unvorstellbaren Lebensbedingungen. Nebenbei lernen wir auch die Protagonisten nennen. Die natürlich nicht alle sympathisch sind, aber sehr echt und lebensnah getroffen. Stimmungen und Schwingungen untereinander und die Gruppendynamik wurden vom Autor meisterhaft eingefangen und weitergegeben. Das Buch habe ich verschlungen! Und ich freue mich auf die Fortsetzung, denn ich möchte zu gerne wissen, wie es den Silobewohnern weiter ergehen wird. Ein sehr begabter Autor!

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