Silo

von Hugh Howey 
4,1 Sterne bei253 Bewertungen
Silo
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Positiv (190):
Cremedoses avatar

Außergewöhnlich Dystopie!

Kritisch (14):
angelamariaas avatar

Konnte mich nicht überzeugen .. Schade!

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Inhaltsangabe zu "Silo"

In einer feindlichen, zerstörten Umwelt gibt es nicht mehr viele Menschen. Sie haben sich in ein riesiges Silo unter der Erde geflüchtet. Um zu überleben, müssen sie die strengen Regeln des Silos befolgen. Aber einige Wenige tun das nicht. Sie sind gefährlich. Sie wagen es zu hoffen und zu träumen und stecken andere mit ihrer Hoffnung an. Ihre Strafe ist einfach und tödlich. Sie müssen nach draußen. Raus aus dem Silo. Juliette ist eine von ihnen. Vielleicht ist sie die Letzte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492305037
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:560 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:10.06.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.03.2013 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Andreas-Schvor 7 Monaten
    Origineller Endzeitroman mit Überraschungen

    Bei "Silo" von Hugh Howey handelt es sich um einen Endzeitroman unserer Erde. Klaustrophobisch veranlagt darf der Leser aber nicht sein, denn wie der Titel bereits ahnen lässt, handelt es sich bei diesem Roman um das Zusammenleben einer Gemeinschaft eben in einem Silo.

    Das Buch verfügt über circa 540 Seiten. Im Laufe der Erzählung erfährt man häppchenweise, was eigentlich auf der Erde geschehen oder eher vermeintlich geschehen ist.
    Und dies macht auch schon den besonderen Reiz dieses Romans aus. Es handelt sich dabei um eine originelle dystopische Idee, die für mich komplett neu war. Die Erzählung ist auch noch zusätzlich mit Überraschungen gespickt. Den eines ist gewiss, es kommt meistens anders, als man denkt.
    Wie man sich aber auch aufgrund des Titels denken kann, ist die grundlegende Überlegung dieses Romans auch die Frage: Wieviel Freiheit benötigt der Mensch und zusätzlich wie weit darf man bei der Fälschung der Wahrheit gehen, damit man eine vermeintliche Fehlentwicklung vermeidet.
    Die Charaktere der verschiedenen Protagonisten sind sehr lebhaft beschrieben. Auch hier erfährt der Leser ein auf und ab. Ein vermeintlicher Bösewicht entwickelt sich überraschend zu einem Guten oder doch nicht? 
    Im Laufe des Romans werden dem Leser viele Frage beantwortet. Aber wie es eben im Leben so ist, werden einige neue Fragen auch aufgeworfen und diese gehören natürlich beantwortet. Deshalb handelt es sich bei "Silo" um den Auftaktroman einer Triologie. 

    "Silo" von Hugh Howey beschreibt eine originelle dystopische
    Welt. Der Roman ist mit Überraschungen gespickt. Der Ausspruch es kommt öfters anderes als man denkt, begleitet dem Leser laufend. Die verschiedenen Charaktere sind lebhaft beschrieben. Während der Erzählung werden viele Fragen beantwortet aber auch viele Fragen aufgeworfen. Somit ist genügend Stoff für den zweiten Teil dieser Triologie vorhanden.
    Der Roman hat auf jeden Fall seine vier Sterne verdient. Leider ist es nicht möglich auch halbe Sterne zu vergeben, denn dann wäre dieser noch dazugekommen.

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    sursulapitschis avatar
    sursulapitschivor 8 Monaten
    Originell und überraschend

    Hier haben wir mal einen höchst originellen Weltuntergang.
    Nachdem die Erde von giftigen Gasen verseucht ist, leben ein paar Menschen in einem riesigen Silo weiter. Über die Jahrhunderte, die dieses Silo existiert, haben sich strenge Regeln etabliert. Wer dagegen verstößt, wird ausgesetzt.
    In der obersten Etage leben die Honoratioren und ganz unten, im Hunderterbereich, die Mechaniker, die austauschbar sind. Die Begabteste von ihnen ist Juliette. Ausgerechnet ihr wird der Sherrifposten angeboten.

    Dieses Buch fesselt direkt. Man wird hineingeworfen in diese seltsame Welt und beginnt nach und nach zu verstehen, wie sie funktioniert. Man verfolgt das Schicksal verschiedenster Protagonisten gespannt. Nicht jeder überlebt hier. 

    „Silo“ ist ein Überraschungspaket. Man kann sich auf gar nichts verlassen. Schon nach 50 Seiten geschehen Dinge, mit denen man nicht im Entferntesten gerechnet hat und so geht es auch weiter. Der Autor hat gute Ideen und keine Hemmungen.

    Auch das Hörbuch ist wunderbar gelesen und sehr empfehlenswert. Ich bin gegeistert und mache direkt weiter mit dem zweiten Teil.

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    brokkolinos avatar
    brokkolinovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Postapokalypse - unter der Erde! Und ist das, was du durch die Außenkameras siehst, real? Großartige Trilogie!
    Postapokalypse - unter der Erde!

    (gelesen von Peter Bieringer, Dauer ca. 16 h)

    Inhalt:
    Die Welt ist ein Silo unter der Erde, über 100 Stockwerke tief. Die Gemeinschaft versorgt sich selbst, jedes Stockwerk hat seine entsprechende Aufgabe: die Farmen, die Mechanik, die Versorgung, die IT, Wohnräume, Arrestzellen... Alles geht einer gewissen Ordnung nach, so wird z.B. der Verbrauch der Wertstoffe genauso überwacht wie die Geburten. Und wer gegen das Silo-Gesetz verstößt, wird in die vergiftete Außenwelt entlassen, in der kein Lebewesen überlebt. Aber ist das so? Ist da draußen niemand?

    Bewertung:
    Zu Beginn des Buches wird aus der Sichtweise verschiedener Personen erzählt , teilweise auch mit längeren Rückblenden. Wer wie ich wechselnde Sichtweisen in Büchern nicht so gerne mag, muss nur ein wenig durchhalten - es pendelt sich auf einen Erzählstrang ein, der von wiederholenden, bekannten Figuren aufgenommen wird. Die Geschichte ist in Teil 1 offensichtlich in einer Postapokalypse situiert, wir erfahren aber kaum etwas über die Apokalypse selbst und die Außenwelt. Wobei zum Ende hin das Thema greifbarer wird und dem Leser klar wird, dass er sich nur noch gedulden muss (bis zum 2. Teil). Wir lesen viel über die Kontrolle des Wohn-Silos, die nach Bereichen geordnete Gesellschaft, die Beziehung der Bewohner zueinander und die Angst, die allen in den Gliedern steckt. Howey ist dabei nicht allzu kritisch, vielmehr präsentiert er dem Leser seine Tatsachen, die Lügen und die Manipulation, und überlässt dem Leser trotzdem auch das Urteil über solche.
    Das vorherschende Lesegefühl ist düster, man hat Angst gleich kippt alles und manchmal tut es das auch und lässt den Leser misstrauisch zurück. Aber es keimt Hoffnung.

    Manche Bilder aus anderen Dystopien kommen einem unweigerlich in den Sinn z.B. Panem und Distrikt 11 oder auch die unterirdische Welt von Metro 2033. Das is charmant, nützlich, aber wirkt keinesfalls kopiert.

    Die starken Charaktere (besonders die Hauptfigur Jules), die gewaltige Kulisse und die anhaltende Lese-Spannung waren für mich eine positive Überraschung hinter dem nicht-aussagekräftigen Titel. Definitiv wird die Reihe von mir weitergelesen. Empfehlen kann ich dieses Buch allen Freunden von Spannung, Dystopie und weiblichen Hauptrollen.

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    Anne-Sophie_Fuchss avatar
    Anne-Sophie_Fuchsvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine irre Vorstellung einer nicht ganz abwegigen Endzeit. Ein Buch, das Eindruck hinterlässt.
    Wie viel Freiheit braucht ein Mensch?

    Obacht, Endzeitstimmung-Alarm!

    Denn darum geht's in Hugh Howeys Science-Fiction-Werk "Silo". Die Menschheit lebt eingeschlossen tieftieftief unter der Erde. In einem komplex-konzipierten Untergrundsilo, das alle Bewohner in Stockwerke kategorisiert. Für mich als Freiheits-Fan der blankestesteste Horror, ever.

    "Die Kinder spielten, als Holston in den Tod hinaufstieg."

    Verbunden sind alle über das Herz des Silos - die Treppe. Erkannt wird sich an der Farbe des Overalls und Botschaften werden über Träger und Kabel überbracht. Wer stirbt, wird zum Nährboden für Pflanzen, Nahrung und neues Leben. Irre, oder? Und gar nicht mal so blöd. Nichts kommt ins Silo rein und niemand kommt raus - außer er will es so. Dann wird er kurzerhand zur "Reinigung" geschickt - und stirbt in der giftigen Außenwelt.

    Klingt verworren und kompliziert? Ist es auch ein bisschen. So richtig erfährt der Leser nicht, warum die Menschen unter der Erde leben. Das hebt sich der Autor für einige weitere Bände auf, die die Vorgeschichte erzählen (mega spannend!).
    Ist aber auch nicht weiter wild, denn im Fokus steht ein anderer Gedanke:
    Was passiert, wenn einer der Bewohner anfängt, zu träumen?

    Und die gibt es. Die Menschen, die zweifeln, träumen und hoffen. Die hinterfragen, wer im Silo welche Absichten verfolgt. Was steckt in den unzähligen Servern der IT, ist das Bild auf den Monitoren wirklich real, oder nur Manipulation?

    Ok, kommen wir zum Punkt.

    Die Vorstellung ist krass. Aber vor allem für uns, weil wir die Freiheit kennen. Sauerstoff, Bienchen und Blümchen und all das. Wer im Silo geboren wird, kennt nur das. Dass da aber genau so Leute leben, die alles hinterfragen, ist ja eigentlich klar. Und dieser Gedanke, wie damit umgegangen wird, ist genauso krass.

    Ich hätte mir gern noch mehr Spannung gewünscht. Und wo war eigentlich der Bösewicht? Der, den man mit jeder Seite neu fürchtet, weil er den Helden im nächsten Kapitel völlig zerstören könnte? Dennoch: ein Buch mit einer wichtigen und fesselnden Kernidee, die dem Leser einiges an Vorstellungskraft kostet.

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    lui_1907s avatar
    lui_1907vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dystopie mit Intrigen und sympathischen Charakteren.
    Bei mir lief ein Film ab

    Was macht ein gutes Buch aus? Für mich ist es immer wichtig, dass während des Lesens ein Film abläuft - das die Charaktere lebendig werden und man ein bestimmtes Gefühl aufbaut.
    Das schafft "Silo" zu 100 %.

    Eine "Stadt" unter der Erde. Da die Welt nicht mehr bewohnbar ist, leben die Menschen in unterirdischen Silos. Alles beginnt mit dem "Selbstmord" von Polizeichef Holston. Er wird zur sogenannten Reinigung (von Kameralinsen) nach draußen geschickt. Wie alle bisher "Rausgeschickten" überlebt er die Aktion nicht. Daraufhin benötigt das Silo einen neuen Sheriff - und findet diesen in Hauptfigur Juliette - "eine von ganz unten". Doch lange bleibt sie nicht auf ihrem Posten .... Aber lest selber ;-)

    Das Buch umfasst viele einzelne Handlungen (u.a. werden viele Geheimnisse rund um´s Silo gelöst), welche zu einer kompletten Story gut zusammengeführt werden.

    Obwohl es viele Personenwechsel gibt, die ich übrigens sehr  sympathisch fand, kann man zu jedem einzelnen eine Beziehung aufbauen.

    Einzig das etwas zu schnelle Ende fand ich etwas störend, daher einen Sternabzug.


    Ich bin gespannt auf die nächsten zwei Bände.

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    NiWas avatar
    NiWavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine der besten Dystopien, die ich bisher gelesen habe.
    Fesselnder Auftakt

    Die Menschen leben seit Generationen in einem Silo unter der Erde. Keiner weiß, warum sie sich einst von der Erdoberfläche zurückgezogen hat. Aber was, wenn alles nur eine große Lüge ist?

    Hugh Howey hat mit „Silo“ eine fesselnde Dystopie geschaffen, die meine Erwartungen weit übertroffen hat.

    Ein Silo, der hundert Stockwerke in die Erde ragt, ist zum Zuhause der Menschheit geworden. Nur in der obersten Etage ist ihnen ein Blick nach draußen vergönnt und diese Aussicht muss regelmäßig gereinigt werden. Doch die Reinigung kommt einem Todesurteil gleich.

    In diesem ersten Band der Silo-Trilogie führt der Autor den Leser ins Leben im Silo ein. Man lernt das gesellschaftliche System und die Funktionsweise des Silos kennen. Aber man merkt schnell, dass sich niemand an den Untergang der Menschheit auf der Erde erinnern kann und auch keine Aufzeichnungen dazu vorhanden sind. Schon allein dadurch hat der Autor meine Neugier geweckt, weil ich natürlich unbedingt wissen wollte, welche Katastrophe die Menschen unter die Erde zwang.

    Noch mysteriöser und dadurch fesselnder ist das Geheimnis um den Ausblick im obersten Stock und der Aufwand, der betrieben wird, um es zu wahren. Hier wickelt der Autor seine Figuren und den Leser geschickt um den Finger, um ihn immer wieder auf eine falsche Fährt zu führen und lässt allesamt vor Überraschung nach Luft schnappen.

    Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut, weil Hugh Howey dazu mehrere Perspektiven anhand der Figuren einsetzt. Als Protagonistin würde ich zwar Juliette Nichols bezeichnen, die sich durch ihre Neugier in Lebensgefahr begibt, allerdings gibt es vor ihrem Auftritt auch andere Charaktere, die den Hintergründen ihrer Existenz auf den Grund gehen möchten. Immer wenn man glaubt, es begriffen zu haben, wird man mit einem gewaltigen Irrtum konfrontiert und fängt wieder von vorne an. Der Autor hat nicht nur einen höchst interessanten dystopischen Rahmen geschaffen, sondern seine Geschichte in einer vollendeten Spannungsform zum Leben erweckt.

    Positiv anmerken möchte ich, dass die Figuren verschiedenen Altersgruppen entsprechen und es nicht die typische Besetzung aus Jugendlichen ist, die ihre Welt in die Revolution führt. Ganz im Gegenteil. Es liest sich sehr erwachsen und auch die Protagonistin Juliette Nichols zählt zu den wenigen Mittdreißigern, die man in diesem Genre trifft.

    Der Silo selbst ist ein geniales Meisterwerk, wie es mir bisher noch nie untergekommen ist. Technisch ausgereift, andrerseits mit einer mittelalterlich anmutenden Gesellschaft bestückt und von wirren Regeln geprägt, hat mich seine Beschreibung an jede einzelne Seite gefesselt, weil es so real und furchteinflößend wirkt.

    Meiner Meinung nach ist Hugh Howeys Trilogie-Auftakt „Silo“ eine der besten Dystopien, die ich bisher gelesen habe, und ich denke, dass es vielen Genre-Freunden und Interessierten ähnlich ergehen wird. Absolut empfehlenswert!

    Die Silo-Trilogie:
    1) Silo
    2) Level
    3) Exit

    Kommentare: 9
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    CoffeeToGos avatar
    CoffeeToGovor 2 Jahren
    der Auftakt macht definitiv Lust auf mehr!

    Inhalt
    Seit der Reinigung seiner Frau vor drei Jahren beschäftigt Sheriff Hoston nur eine Frage: Warum übernehmen die Verurteilten trotzdem noch die Reinigung der Außenlinsen am Silo? Schließlich hält er es nicht mehr aus und gibt seiner Neugier nach.
    Doch was er kurz vor seinem Tod entdeckt hat nicht nur für seine Nachfolgerin schlimme Folgen. Seine Entdeckung stürzt das Silo in großes Chaos.

    Eigene Meinung

    Silo ist (mal wieder) eine Dystopie. Diesmal sind die Menschen in einem unterirdischen Silo "gefangen", da die Erdoberfläche, auf Grund toxischer Gase, unbewohnbar geworden ist. Verlässt man den Silo, stirbt man innerhalb kürzester Zeit.
    Auch, wenn man irgendwann fast alle dystopischen Szenarien durch hat, hat mir "Silo" doch wieder sehr gut gefallen.

    Wir werden mit den Protagonisten im Unwissenden gelassen und so kommt auch nur nach und nach Licht ins Dunkel. Von Anfang an ist es spannend und ständig hat man das Gefühl, den Druck der vielen Erdmassen über den Bewohnern selber zu spüren. Das ganze Ausmaß der Silowelt wird erst fast am Ende offenbart und selbst da bleiben noch genug Fragen offen.

    Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht verschiedenster Protagonisten. Doch überraschenderweise werden einige von ihnen getötet, nachdem man sie lieb gewonnen hat. Hat mich etwas an die Bücher von George Martin erinnert und ich war froh zu sehen, dass es sich nicht wie bei ihm durch alle Bücher zieht. Und dass man die Figuren so schnell so lieb gewonnen hat, spricht nur für Howeys Schreibstil.

    Fazit
    Silo endet untypischerweise nicht mit einem Cliffhanger. Jedoch bleiben noch so viele Fragen offen, dass man sich sofort den zweiten Band "Level" vornehmen möchte. Die Tatsache, dass es im zweiten Band um die Vorgeschichte zu "Silo" handelt, macht nur noch neugieriger auf die Fortsetzung. Toller Auftakt der Sci-Fi-Dystopie.

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    VeraPestels avatar
    VeraPestelvor 2 Jahren
    kein Vergleich zu Philip K. Dicks ZEHN JAHRE NACH DEM BLITZ

    Die Menschheit lebt unter der Erde, in einem Silo. Vom obersten Stockwerk aus kann man mittels Kameras nach draußen schauen, auf die Erde, die grau und braun und leblos daliegt. Draußen ist es unwirklich, vergiftet, ein Leben dort ist nicht mehr möglich. Das Leben innerhalb des Silos ist streng gegliedert. Jeder hat seine Aufgabe. Alles wird überwacht.

    Holsten fungiert als Polizeichef. Seine Frau Allison, eine Computerexpertin, stößt auf alte, oft überschriebene oder gelöschte Dateien, die von den Aufständen erzählen und die Geschichte der Welt anders wiedergeben, als es offiziell getan wird. Was ist wirklich passiert? Wie kam es zu dem Silo und warum ist die Welt draußen verseucht? Ist das, was man sehen kann, wirklich wahr?

    Allison verstößt mit ihren Fragen gegen die Regeln. Sie fühlt sich zunehmend beengt, eingesperrt. Sie möchte endlich frei sein und gehen. Das bedeutet für sie zur Reinigung hinausgeschickt zu werden, und das ist ein Todesurteil.

    Die Verurteilten brechen nach kurzer Zeit auf der Oberfläche zusammen. Vorher sollen sie die Linsen der Kameras säubern, damit die Silobewohner einen klaren Blick auf die Erde behalten. Drei Jahre später meldet sich Holsten freiwillig zur Reinigung. Er hat sich in all den Jahren gefragt, was seine Frau herausgefunden hat. Seine Zweifel an allem werden immer lauter. Ist alles echt, was er sieht?

    Der Anfang des Romans zieht sich, ein endloser Abstieg der Bürgermeisterin in die untersten Etagen beherrscht unzählige Seiten. Sie steigt hinab in die Mechanik, um dort eine junge Frau zur neuen Polizeichefin zu machen. Durch diesen Gang durch das Silo lernen wir die Örtlichkeiten ein wenig kennen, die endlose Treppe, die Einteilung der Etagen, die Farmen, die IT-Abteilung, das Krankenhaus, und Stufe um Stufe geht es tiefer, Träger bevölkern die Treppe, alle tragen Overalls, jede Berufsgruppe hat eine andere Farbe. Doch die Charaktere sind und bleiben blass.

    So beginnt die Silo-Trilogie von Hugh Howey. Der erste Band Silo oder Wool wurde von ihm 2011 über amazon kapitelweise veröffentlicht und sofort ein großer Erfolg. Im Laufe der Zeit folgten Level und Exit. Erschienen als gebundene Ausgaben ist die Reihe bei Piper.

    Der Plot ist nichts Neues. Schon andere Autoren haben sich dieser Dystopie verstrahlte Erde und Leben unter der Erdoberfläche angenommen. Deshalb war ich sehr neugierig, was Hugh Howey daraus gemacht hat. Um es vorwegzunehmen: ich war etwas enttäuscht. Der Eindruck des ersten Bandes blieb. Es kamen keine Überraschungen mehr. Ziemlich zäh zieht sich das Thema und die Entwicklung des Plots über drei Bände. Philip K. Dick hat in seinem Roman Zehn Jahre nach dem Blitz lediglich 157 Seiten benötigt, um uns in Atem zu halten und dabei viel mehr Inhalt und Gesellschaftskritik transportiert. Schade. Das Thema hätte einiges mehr hergegeben. Howey marschiert mit uns durch seine Dystopie, setzt Szene an Szene ohne Überraschung. Brüche und Spannung gibt es nicht. Charismatische Charaktere auch nicht. Trotzdem habe ich weiter gelesen in der Hoffnung auf eine ungeahnte Wendung, eine Entwicklung. Sie kam nicht.
    Mir ist jetzt noch ganz schwindelig von all den vielen Stufen und Treppen, die ich mit hinauf und hinab gelaufen bin. Einen faden Geschmack hat auch eine seiner Protagonistinnen bei mir hinterlassen, immer ein Gutmensch, immer nur für andere da. Man ahnt sofort, sie wird immer alles richtig machen, immer machen und entscheiden, selbst wenn sie eigentlich krank und völlig ausgelaugt ist. Sie wird es machen. Und alle retten.

    Unschwer zu erraten ist das Ende, oder vielleicht nur das vorläufige, der dritte Band lässt das offen. Philip K. Dick geht in dieser Beziehung weiter und informiert uns umfassender.

    Diese Kompaktheit fehlt bei Howey. Er beschreibt stur und ohne einen besonderen sprachlichen Stil. Wir wissen am Ende, dass es Silos gibt, warum es sie gibt, wer dafür verantwortlich ist und wie dieser Jemand die Zeit überdauert hat, wer die Strippen weiterhin zieht und haben es die ganze Zeit geahnt.

    "Selten wurde eine Endzeitstimmung so packend geschildert." FAZ.

    "Besser nicht im Dunkeln lesen." Das schrieb der Sunday Telegraph

    Nachvollziehen kann ich diese Aussagen nicht. Ich stelle die Bände enttäuscht in mein Regal und werde mich weiter durch die Sience Fiction lesen.

     

     

     

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine spannende Geschichte, voller Action, Abenteuer, kleiner Romanzen, Andeutungen, die das Buch absolut fesselnd machten
    Eine spannende Geschichte, voller Action, Abenteuer, kleiner Romanzen, Andeutungen

    Die Geschichte beginnt mit Holston. Er ist der Sheriff einer ungewöhnlichen Gesellschaft. Die Bevölkerung lebt in einem unterirdischen Silo. Den Mittelpunkt bildet eine Art Treppenhaus, das die einzelnen Etagen verbindet. Es gibt nur im oberen Bereich kleine Möglichkeiten einen Blick nach außen zu erhaschen. Die Erde außerhalb des Silo ist verwüstet und absolut lebensfeindlich. In diesem Silo lebt und arbeitet eine Menschheit, die sich strengen Regeln stellen muss. Es gibt „Strafen“. Wie „ Die Säuberung“, der sich Houstons Frau gestellt hat, sie meldete sich freiwillig. Doch nach 3 Jahren ist sie nicht zurückgekehrt. Was hatte sie in den Computern der IT- Abteilung entdeckt, dass sie ihrem Mann das Versprechen gab, zurück zu kehren? Nun will auch Holston nach draußen.

    Der Silo- eine abgeschottete Welt einer kleinen menschlichen Bevölkerung in einer lebensfeindlichen Erde- oder gibt es da noch Geheimnisse?

    Gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel, die jeweils die Sichtweise einer Figur in den Mittelpunkt stellen und die abwechselnd erzählt werden. Immer wieder gibt es offene Enden, die mich als Leser neugierig zurücklassen vor Spannung und mich dazu zwingen schnell weiter zu lesen. Das Buch unterteilt sich zudem in mehrere Teile, die aber immer zusammenhängen.
    Die Idee hinter der Geschichte, diesen unterirdischen Silo, diese abgeschottete Menschheit, diese menschliche Population, die Regeln, die geheimnissvolle IT-Abteilung, die Geheimnisse, das fand ich unheimlich fesselnd dargestellt. Für mich war das Lesen des Buches reines Kopf Kino, ein Abtauchen in diese abgeschottete Welt ohne Sonnenlicht unter der Erde. Aber ich stelle mir als Leser auch viele Fragen. Was ist mit der Erde passiert, dass die Menschheit so einen Silo bauen müsste?

    Fragen über Fragen tauchen bei mir als Leser auf und lange Zeit bekomme ich keine Antworten. Dafür aber eine spannende Geschichte, voller Action, Abenteuer, kleiner Romanzen, Andeutungen, die mich an das Buch fesselten.  Ich trauerte mit den Figuren, wenn es Verluste gab, ich hibbelte mir ihnen und freute und bangte mit ihnen. Es war einfach eine Geschichte, die mich als Leser völlig in diese Welt eintauchen ließ und mich gefangen nahm. Den nächsten Band habe ich schon bereit liegen und freue mich nun auf das weitere Geschehen.

    Es ist eine spannende Geschichte, voller Action, Abenteuer, kleiner Romanzen, Andeutungen, die das Buch absolut fesselnd machten- vollste Leseempfehlung.

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    Kerrys avatar
    Kerryvor 3 Jahren
    1. Band der Silo-Trilogie

    Die Welt, wie die Menschheit sie einst kannte, existiert nicht mehr, ja schlimmer noch, sie ist fast zerstört, sodass es den Menschen nicht mehr möglich ist, auf der Erdoberfläche zu überleben. Einigen von ihnen gelang es, in einem Silo eine neue Zivilisation aufzubauen. Seit Generationen leben sie unter der Erde, müssen sich, um das Überleben aller zu gewährleisten, an strenge Regeln halten - doch nicht jeder tut es. Einige wenige rebellieren - ihre Strafe: die Verbannung an die Erdoberfläche.


    Holston ist Sheriff im Silo und seine Aufgabe ist es, für Recht und Ordnung zu sorgen. Das ist nicht immer ganz einfach, gibt es doch eine Strenge Hierarchie auf den 150 Etagen des Silos, beginnend, nahe der Erdoberfläche, mit der Führungsringe und endend ganz unten bei den Mechanikern. Diese sind auch in der gesamten Gesellschaftsschicht ganz unten angeordnet, obwohl sie es sind, die das Silo am Laufen halten. Holston nimmt seine Aufgabe sehr ernst, doch er ist nicht mit vollem Herzen dabei, denn vor drei Jahren entschied sich seine Frau, das Silo und somit ihn zu verlassen. Sie ist tot, das weiß er und dennoch, ein Leben ohne sie ist für ihn auch nach drei Jahren noch nicht denkbar. Im Laufe der letzten Wochen jedoch erahnte er, was seine Frau zu diesem dramatischen Schritt bewegte und er beschließt, ihr zu folgen.


    Da das Silo nicht ohne Sheriff sein kann, wird ein neuer gewählt und die Wahl fällt ausgerechnet auf Juliette, eine Mechanikerin. Tatsächlich ist sie die beste Wahl für diese Aufgabe, weiß sie doch um die Unzufriedenheit in den unteren Ebenen und vermag es, die Wogen zwischen den Gesellschaftsschichten zu glätten. Juliette ist jedoch nicht die formbare Figur, die die Führungsebene gerne in ihre sehen würde, nein, sie hat ihren eigenen Kopf und geht den Dingen auf den Grund. Tatsächlich beginnt sie, Nachforschungen aufzunehmen und Fragen zu stellen, über Ereignisse, die bisher immer heruntergespielt wurden. Sie kommt einigen Geheimnissen im Silo sehr nahe und bringt sich damit in akute Gefahr ...



    Der 1. Band der Silo-Trilogie! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders fasziniert war ich von der seit Jahrhunderten bestehen Gesellschaftsform, die in dem Silo herrscht und das tatsächlich ein Überleben der Menschheit über einen so langen Zeitraum unterhalb der Erde möglich ist. Manche Szenen empfand ich dann allerdings doch eine Kleinigkeit zu detailliert dargestellt. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Protagonistin Juliette, in der deutlich mehr steckt, als es auf den ersten Blick erscheint, denn sie weiß, was sie will und ist bereit, alles zu riskieren, um sich selbst treu zu bleiben. Den Schreibstil kann ich nur als bildgewaltig beschreiben, sodass ich das Buch fast wie im Rausch gelesen habe. Jetzt hoffe ich, dass ich bald dem Nachfolgeband " Level" habhaft werden kann.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Philips avatar
    Hallo zusammen,

    heute ist der neue Roman von Hugh Howey, genannt "Level" im Piper Verlag erschienen. Aus diesem Grund verlose ich gleich 5 Romane des neuen Buchs.
    Darüber hinaus könnt ihr noch 2 Exemplare des Vorgängerromans "Silo" gewinnen.
    Nutzt also gleich eure Chancen und nehmt am Gewinnspiel teil:

    Hier geht es zu dem Gewinnspiel (ihr könnt sowohl auf meinem Blog als auch auf Facebook daran teilnehmen und somit 2 Chancen nutzen!)

    Bei Fragen könnt ihr diese einfach stellen. Ich probiere sie dann so schnell es geht zu beantworten!

    Liebe Grüße und natürlich ganz viel Erfolg

    Philip - http://philipswelt.blogspot.de

    esposa1969s avatar
    Letzter Beitrag von  esposa1969vor 4 Jahren
    Habe gerne auf FB mitgemacht, lg Jarmila
    Zur Buchverlosung
    DieBuchkolumnistins avatar
    Bei unserer eBook-Aktion hattet ihr die Chance jeweils eines von 1000 Leseexemplaren von Silo Teil 1+2 von Hugh Howey zu gewinnen. Jetzt wollen wir euch die Möglichkeit geben euch in einer Leserunde zu diesem Buch auszutauschen!

    Mehr zum Buch:

    Drei Jahre nach dem mysteriösen Tod seiner Frau Allison setzt Sheriff Holston seiner Aufgabe ein Ende und entschließt sich, die strengste Regel zu brechen: Er will das Silo verlassen. Doch die Erdoberfläche ist hoch toxisch, ihr Betreten bedeutet den sicheren Tod. Holston nimmt das in Kauf, um endlich mit eigenen Augen zu sehen, was sich hinter der großen Luke befindet, die sie alle gefangen hält. Seine Entdeckung ist ebenso ungeheuerlich wie die Folgen, die sein Handeln nicht zuletzt für seine Nachfolgerin Juliette hat …

    Hugh Howeys verstörende Zukunftsvision ist rasanter Thriller und faszinierender Gesellschaftsroman in einem. »Silo« handelt von Lüge und Manipulation, Loyalität, Menschlichkeit und der großen Tragik unhinterfragter Regeln.

    Viel Spaß bei der Leserunde!

    hexe2408s avatar
    Letzter Beitrag von  hexe2408vor 5 Jahren
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