Hugh MacLennan Barometer Rising

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Inhaltsangabe zu „Barometer Rising“ von Hugh MacLennan

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  • Rezension zu "Barometer Rising" von Hugh MacLennan

    Barometer Rising
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    02. April 2011 um 12:57

    "Barometer Rising" wurde 1941 veröffentlicht und gilt als das erste Werk der wirklichen kanadischen Literatur. Der Roman spielt während des Ersten Weltkriegs, und in einer Zeit, in der Kanada erneut in eine Katastrophe schlitterte, forderte Autor Hugh MacLennan zum ersten mal ein wirkliches, kanadisches Selbstbewusstsein! Protagonist ist Neil Macrae, der aus dem Krieg zurückkehrt. Unerkannt und heimlich streift er durch seine Heimatstadt Halifax - unter Lebensgefahr, denn wenn er entdeckt wird, kommt er vor das Kriegsgericht und wird zum Tode verurteilt. Er soll in einer Schlacht in Frankreich einen schweren Fehler begangen haben, der vielen Soldaten das Leben kostete. Jedoch ist Neil unschuldig und der Fehler wurde ihm von Colonel Wain angehängt, um ihn aus dem Weg zu räumen, da Neil mit Wains Tochter Penelope liiert war. Penelope, genannt Penny, ist die weibliche Protagonistin. Sie hat Neil nie vergessen können und traut ihren Augen nicht, als er plötzlich wieder vor ihr steht. Jedoch muss Neils Unschuld zunächst bewiesen werden. Weniger Tage später geschieht ein schlimmes Unglück - die Explosion von Halifax, ein wahres Ereignis. Bis zum Atombombenabwurf auf Hiroshima war dies die größte menschengemachte Katastrophe der Welt. Im Hafen von Halifax stießen zwei Munitionsschiffe zusammen, explodierten, und zerstörten die ganze Stadt. Penny und Neil überleben und helfen den Einwohnern der Stadt, sie richten ein Lazarett ein. Inmitten dieser Katastrophe müssen sich die Kanadier zum ersten Mal selbst helfen - sie können sich nun nicht auf das Mutterland Britannien oder die benachbarte Supermacht USA verlassen, sondern müssen aus eigener Kraft aufstehen. Neil und Penny verkörpern dabei das junge, freiheitliche Kanada, das sich nicht mehr von der alten Ordnung unterdrücken lässt. Colonel Wain hingegen, der Vertreter der kolonialen Mächte, der in Kanada immer nur eine Kolonie sah, die man ausbeuten kann, die aber keinen eigenen Wert hat, stirbt bei der Explosion. Das Unglück, so schlimm es auch ist, ist für das Land ein Weckruf, endlich aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen und seinen eigenen Weg zu gehen. Doch immer noch muss Neil seine Unschuld beweisen, um wieder in Kanada Fuß fassen zu können, und er weiß auch noch nicht, dass Penny eine Tochter von ihm hat... Der Roman ist sehr spannend und sehr schnell zu lesen, die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen. Auch ohne Vorkenntnisse zur Geschichte Kanadas kann man ihn gut verstehen.

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