Hugo Ball

 4.2 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Hermann Hesse, Sämtliche Werke und Briefe / Gedichte und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Sämtliche Werke und Briefe / Die Flucht aus der Zeit

Neu erschienen am 10.12.2018 als Hardcover bei Wallstein.

Sämtliche Werke und Briefe / Erzählende Prosa

Erscheint am 01.01.2019 als Hardcover bei Wallstein.

Sämtliche Werke und Briefe / Kritische Prosa 1 und 2

Erscheint am 01.01.2019 als Hardcover bei Wallstein.

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Hermann Hesse

Hermann Hesse

 (7)
Erschienen am 01.01.2016
Sämtliche Werke und Briefe / Gedichte

Sämtliche Werke und Briefe / Gedichte

 (2)
Erschienen am 01.06.2007
Sämtliche Werke und Briefe / Hermann Hesse

Sämtliche Werke und Briefe / Hermann Hesse

 (1)
Erschienen am 01.04.2011
Flametti

Flametti

 (1)
Erschienen am 17.03.2016
Briefwechsel 1921 bis 1927

Briefwechsel 1921 bis 1927

 (1)
Erschienen am 20.10.2003
Der Künstler und die Zeitkrankheit

Der Künstler und die Zeitkrankheit

 (1)
Erschienen am 26.06.1988
Tenderenda Der Phantast

Tenderenda Der Phantast

 (1)
Erschienen am 13.03.2012
Sämtliche Werke und Briefe / Dramen

Sämtliche Werke und Briefe / Dramen

 (0)
Erschienen am 01.05.2008

Neue Rezensionen zu Hugo Ball

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Duffys avatar

Rezension zu "Hermann Hesse" von Hugo Ball

Ein enger Kenner
Duffyvor 2 Monaten

Hugo Ball (1886 bis 1927) war nicht nur selbst ein Schreiber, sondern er wurde auch noch ein enger Freund Hesses, als der ins Tessin zog. Diese Biografie erschien 1927 zu Hesses 50. Geburtstag und kann natürlich auch vom heutigen Standpunkt nicht vollständig sein, denn Hesse lebte ja noch 35 Jahre länger.
Wer mit den heutigen Maßstäben an eine Biografie an dieses Buch herangeht, der wird vielleicht enttäuscht sein, denn es wimmelt keineswegs vor numerischen Daten. Ball hat selbstverständlich die genauen Lebensabschnitte korrekt aufgezählt, doch viel wichtiger ist seine Einteilung in Phasen der künstlerischen Tätigkeiten und in welchem Kontext sie stattfanden. Der Gefühlsmensch Hesse steht im Vordergrund und welche Auswirkungen die einzelnen Phasen auf sein Schreiben hatten. Die Erziehung, das Elternhaus und die Einflüsse, denen sich der Schriftsteller zu verschiedenen Zeiten ausgesetzt sah, korrespondierten ja immer mit seinem literarischen Werk. Sicher kam Ball auch die zum Schluss seines eigenen Lebens enge Freundschaft zu Hesse zugute. Es dürfte so manche intensive Begegnung zustande gekommen sein, die in dieses Buch einfloss.
Interessant und ergiebig ist diese Biografie allemal, schon alleine wegen der gleichzeitgen Existenz von Künstler und Autor. Einen Schwerpunkt legt Ball jedoch auf die Deutung von Hesses Werk und wie es mit dem Menschen Hesse korrespondiert. Das liest sich spannend und ist sicher weit entfernt von dem, was die nüchternen Daten und Interpretationen hergeben können.
Für Hesse-Verehrer sicher ein Gewinn, jeder andere Interessent muss unvoreingenommen an dieses fast 100 Jahre alte Buch herangehen. Eine Kenntnis von Hesses Werk bis zum "Steppenwolf" wäre sicher sinnvoll, um in den Genuß von Balls Betrachtungen zu kommen.

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aus-erlesens avatar

Rezension zu "Flametti" von Hugo Ball

Hugo Balls andere Seite
aus-erlesenvor 4 Monaten

Soll man diesen Flametti mögen oder verachten? Als großer Zampano schart eine exklusive Truppe um sich, die auf den Zuschauerrängen im Varieté für Ahhs und Ohhs sorgt. Doch hinter den Kulissen brodelt ein Vulkan, der unweigerlich irgendwann einmal zum Ausbruch kommen muss. 
Ein Ausbrecherkönig und eine Horde Indianer sind da noch die harmlosen Figuren in diesem Spiel der Eitelkeiten. In erster Linie ist Flametti Geschäftsmann. Penibel rechnet er jeden Franken ab. Bleibt auch nur ein Krümel in der Kasse übrig – nachdem alle bezahlt wurden – ist Flametti glücklich und unglücklich zugleich. Glücklich, weil der Krümel ihm gehört. Unglücklich, weil er weiß, dass der Krümel von einem noch größeren Kuchen stammt, den er auch gern noch verputzen möchte. Doch die lieben Angestellten erlauben ihm es einfach nicht.
Ständig muss er sich um neue Engagements kümmern. Schon über ein Jahr im Voraus muss der Tourneeplan stehen. Sonst wird es eng. Und der Magen knurrt. Von Kuchen weit und breit nichts zu sehen. 
Auch die Artisten sind sich untereinander nicht grün. Sticheleien und Eitelkeiten verkehren das karge Leben unterm Zirkuszelt in eine glamouröse Show. Da sind Eifersüchteleien vorprogrammiert. Wer eine Chance sieht seinen eigenen Vorteil noch vorteilhafter zu gestalten, nutzt diese Minichance. Und Flametti muss den ganzen Laden irgendwie zusammenhalten. 
Image ist alles. Störung des Betriebsfriedens ist geschäftsschädigend. Und eine Klage wegen Verführungen einer Minderjährigen ist geradezu existenzbedrohend. Doch Flametti wäre nicht Flametti, kenne er auch in dieser scheinbar aussichtslosen Situation nicht den Weg zum sicheren Hinterausgang…
Hugo Ball gilt zusammen mit Tristan Tzara, Hans Arp und Marcel Janco als Begründer des Dada, der letzten Kunstrichtung, die es kunstvoll verstand nicht verstanden werden zu wollen. Ihr Cabaret Voltaire in Zürich, das sie gründeten ist die Wiege des Dada. Dieser kleine Roman brachte Hugo Ball allerdings nur Schmach und Häme seiner einstigen Wegbreiter ein. Die bisher dagewesene Kunst zu negieren, war ihr Ziel. „Flametti oder vom Dandysmus der Armen“ war in ihren Augen jedoch Mainstream. Und eine ungerechte Abrechnung mit ihren Idealen.
Dem Leser kann es egal sein – dieses Buch liest sich wie ein Bilderbogen aus längst vergangenen Tagen. Einhundert Jahre ist dieses Buch nur schon alt. Die Zeit ließ ihre Finger davon. Kein Wort hat in dieser Zeit an Dramatik und Nachhaltigkeit eingebüßt. Die Eloquenz von damals ist bis heute ein Leckerbissen für jedermann. Jeder Charakter im Buch ist derart plastisch dargestellt, dass es unmöglich ist einen Grauschleier über die Geschichte zu legen. 

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