Hugo Hamilton Der irische Freund

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Inhaltsangabe zu „Der irische Freund“ von Hugo Hamilton

Über Freundschaft und Verrat, Heimat und Fremde
Wie ist das, wenn man sich in der Fremde eine neue Heimat aufbaut? In seinem neuen Roman erzählt Hugo Hamilton die Geschichte des Serben Vid Cosic, der nach Dublin geht und dort ein neues Leben, Arbeit, Freunde sucht. Der Blick des Fremden auf Irland, seine Menschen und seine Eigenheiten ist ebenso faszinierend wie die Geschichte der Freundschaft zwischen dem zurückhaltenden Vid und dem temperamentvollen Iren Kevin, einer Freundschaft, die auf Loyalität und Schuld gegründet ist und den Verrat schon in sich trägt.
Der Serbe Vid Cosic versucht in seiner neuen Heimat Dublin als Schreiner Fuß zu fassen. Er möchte alles wissen über Irland und seine Geschichte, seine Sprache und seine Menschen, möchte einer von ihnen sein. Als er durch einen Zufall auf Kevin Concannon trifft, einen jungen Anwalt, und schnell einen Freund in ihm findet, ist er unendlich dankbar. Aber von Anfang an liegt der Schatten der Gewalt über dieser Freundschaft, es ist eine Allianz aus Loyalität und Schuld. Als Vid von Kevin den Auftrag erhält, das Haus der Concannons von Grund auf zu renovieren, lernt er dabei auch Kevins Mutter kennen, seine jüngere Schwester, seine Freundin. Die Familie, die ihn so offen aufnimmt, fasziniert Vid zutiefst, aber erst spät, zu spät, begreift er, dass sein irischer Freund so viel Nähe gar nicht wollte … »Der irische Freund« ist ein grandioser Roman über das heutige Irland, über Heimat und Fremde und über den schmalen Grat zwischen Liebe und Gewalt, zwischen Freundschaft und Verrat.

absolut faszinierend geschilderte irische Lebensart

— Petra54

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    Der irische Freund

    Petra54

    01. November 2017 um 10:07

    „Der Blick des Fremden auf Irland, seine Menschen und seine Eigenheiten ist ebenso faszinierend wie die Geschichte einer Freundschaft“, verspricht der Klappentext. Der unvoreingenommene Blick auf Irland und seine Menschen mit ihrer Lebensart ist tatsächlich faszinierend, doch mehr noch direkt schockierend für mich. Probleme werden ziemlich brutal geschaffen und gelöst. Die gepriesene Freundschaft ist einseitig – ausgehend vom arglos freundlichen Serben Vid und schändlich missbraucht und betrogen vom irischen Anwalt Kevin. Vid erkennt, dass er die Worte und Sprüche nicht wörtlich nehmen darf, da sie für die Einheimischen oft eine ganz andere Bedeutung haben. Das irritiert ihn, denn er möchte gern verstanden und akzeptiert werden. Er darf das Haus der Familie seines „Freundes“ renovieren, merkt aber, dass er deutlich ausgegrenzt bleibt. Über dieser eigentlichen Geschichte steht der Mord an einer Schwangeren, womit auch (für mich unpassend) der Roman endet. Der Autor erzählt durchweg spannend, so dass ich am liebsten hier und da eingegriffen hätte. Das Buch ist hervorragend geschrieben bzw. gekonnt übersetzt von Henning Ahrens und erhält von mir die volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Der irische Freund" von Hugo Hamilton

    Der irische Freund

    Clari

    09. May 2011 um 19:22

    Fremd in Irland fühlt sich Vid Coçic,.den es aus seiner vom Krieg zerstörten Heimat Serbien dorthin verschlagen hat. Durch Zufall lernt er den Iren Kevin Concannon kennen, einen jungen und undurchsichtigen Anwalt, der ihm mit seiner Freundschaft ziemlich nahe rückt. Ob ihm das immer so recht ist? In eindringlicher Manier beschreibt der Icherzähler, wie Vid in ein Geflecht von Verbindungen hineingezogen wird, die ihm nicht geheuer sind. Als Bautischler wird er im Hause von Kevins Mutter gebraucht, die mit ihren beiden Töchtern zusammenlebt und neugierige Annäherungen an Vid sucht. Sie will alles wissen von ihm, und er will nichts verraten von sich und seinen Lebensgeheimnissen. Das gelingt nur schwer, denn obendrein ist Vid durch Kevin in ein Verbrechen hineingezogen worden, das ihm schwer zu schaffen macht. Irland mit seinen Menschen und ihren teils schroffen aber auch liebenswerten Zügen bekommt Gewicht durch die Erzählung, die sich geheimnisvoll und hintergründig entfaltet. Die Mischung aus Wut, Gewalt und Alkohol ist selbst in den besten Kreisen zu finden. Familiengeheimnisse, unausgesprochene Verärgerungen und immer wieder Brüche in Beziehungen sind an der Tagesordnung. Es nimmt nicht Wunder, dass allenthalben Rachetaten zu finden sind, die bis zum Mord reichen können. Vid ist irritiert und tut sich schwer, in den verworrenen Lebensgeschichten, die er überall erlebt, seinen eigenen Weg zu finden. Er erinnert sich an die Gewalt, die zwischen Bosniern und Serben herrschte, und die so viel Unglück über sein Heimatland gebracht hat. Wie schnell wird man in Handlungen hineingezogen, die einem Ungemach bereiten! Hier begegnet ihm das Gleiche wie einst in seiner Heimat. Er ist doch gerade vor dieser Gewalt geflohen! Freundschaft, Liebe, Verrat und Sehnsucht nach Heimat durchziehen den Roman wie ein roter Faden. Sie begleiten den Helden auf einem Weg, der kein gutes Ende zu nehmen verspricht. Hugo Hamilton zeigt sich hier als ein Meister der Beschreibungen von Beziehungsmustern, die in immer schnellerer Folge gute Freundschaften zerstören und Familien in Unversöhnlichkeit verharren lassen. Das Bild Irlands ist nicht zuletzt unter anderem geprägt von den dramatischen Folgen der Religionskriege, die den Bewohnern des Landes keine Ruhe ließen. Auch davon finden sich Spuren in dem Roman wieder. Hugo Hamilton hat das Thema Gewalt in seiner aufwühlenden Erzählung mit menschlichem Einfühlungsvermögen abgehandelt. Jeder einzelne der Protagonisten ist zu bedauern, weil sich Harmonie so gar nicht einstellen will. Hier finden sich überall die Spuren eines zerrissenen Landes mit seinen zerrissenen Bewohnern und lassen uns ratlos zurück.

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