Hugo Loetscher Der Immune

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Inhaltsangabe zu „Der Immune“ von Hugo Loetscher

Für den Immunen ist die Welt seit frühster Kindheit ein Theater. Seine Erzähl- und Beobachtungsgabe benützt er dennoch, um sich gegen Brutalität und Heuchelei zu ›immunisieren‹. Wie sollte man die Welt sonst ertragen? In der selbstkritischen Beschäftigung mit dem Ich gibt Hugo Loetscher in einer Fülle von Geschichten den Blick frei auf die Epoche, in der dieses Ich sich formte.

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  • Rezension zu "Der Immune" von Hugo Loetscher

    Der Immune
    Greta

    Greta

    "der immune sieht nach oben: ein besetztes theater, wo auf dem programm steht, dass die phantasie die macht übernimmt, und wo der mechaniker fehlt." . "er begann sich in dem maße zu immunisieren, als er die fähigkeit bewahren wollte, zu empfinden und zu agieren. trotzdem redete er immer wieder vom davonlaufen, sang das hohelied des alkohols und kannte das vakuum der gespensterstunde." . "sie war eine frau, die ein leben lang geblieben war und die nicht übrigbleiben wollte. ... sie stellte fest, dass eine ehefrau, die ihren mann verliert, einen titel erhält. als sie ein kind verlor, war sie zu keiner neuen bezeichnung gekommen. ... die alte frau begann aufs alter hin zu staunen. am liebsten aber suchte sie den flohmarkt auf, da fand sie dinge wieder, die sie als mädchen und junge frau gebraucht hatte und die oft im weg gewesen waren, sie staunte über die preise, sie hatte nicht gewusst, dass sie einst so reich gewesen war." . "es war die bücherlose zeit, das wasser verfasste seine memoiren mit hieroglyphen der erosion; die fische und schnecken drückten ihr leben in den stein als chronik, und das kohlenradion begann zu verfallen und machte alle fünftausend jahre einen strich." . "zwar wollte er immer etwas werden, das es noch nicht gab, aber um zu wissen, was es noch nicht gab, war er zunächst einmal auf die kenntnisnahme alles andern angewiesen." . "bei diesem immunisierungsprozess konnte es momente geben, die ihre peinlichkeit hatten. ... im kopf ging immer alles so einfach auf, und die wirklichkeit kümmerte sich überhaupt nicht darum. ... und er, der in einem wort unterschlupf suchte und dort auf das schlüsselwort wartete, erfuhr immer wieder, dass es keinen reim gab. seine augen versuchten zu hören, weil sie verstehen wollten, was ein blick sagte, und mit einem händedruck lernten die finger sprechen, auch wenn es oft genug nur beim stammeln blieb. manchmal wollte er nichts anderes als sich die ohren zuhalten. nichts mehr hören und nichts mehr vernehmen, und doch öffnete er dann wieder die handmuscheln, mit denen er die ohren abdeckte, in der hoffnung, es sei jener spray erfunden worden, der alle werbesprüche der wirtschaft und politik vertreibt." . "schreiben war nichts anderes, als die wörter zu suchen, die ihm fehlten; gern hätte er jedes wort, das es gab, mindestens einmal benutzt."

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