Hugo Meier Französische Erzähler 2

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Inhaltsangabe zu „Französische Erzähler 2“ von Hugo Meier

Achtzehn große Erzähler des 19. und 20. Jahrhunderts sind hier versammelt. Romantische und realistische Ergründungen des Menschen geleiten den Leser in die Moderne, wo Schriftsteller wie Proust, Sartre und Beckett neue Horizonte erschließen.

Die literarische Bewegung der Romantik wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts allmählich von der Weltsicht des Realismus abgelöst. Die Realisten kennen die Ansprüche der Romantiker an das Leben, sie verneinen aber deren Einlösbarkeit und lenken dafür den Blick auf die gröberen Triebkräfte der menschlichen Natur: Macht und Ansehen, Lust und Gewinn.

So folgt denn auch hier auf de Vignys Erzählung von den Schuldverstrickungen des Soldaten, den Gang Nervals durch die Traumwelt der Kindertage und Musstets ironisch-anmutige Fabel von der weißen Amsel eine Geschichte von Stendhal, die in ihrem Ton auf Neues vorausweist. Sie bereitet den Weg für die spätere Erzählkunst der Realisten: die feinen Strukturen eines Balzac, die nüchternen Schilderungen eines Flaubert, die Meisterskizzen von Maupassant und die unbarmherzigen Analysen Zolas. Daneben haben aber ebenso Daudets Humor in den Geschichten aus seiner provenzalischen Heimat und die düstere, von Poe beeinflusste Romantik eines Villiersde L'Isle-Adam Platz in der erzählerischen Welt des 19. Jahrhunderts.

Um die Jahrhundertwende halten fundamentale Neuerungen Einzug in die französische Literatur: so etwa der Bewusstseinsroman Prousts, der «nouveau roman» oder die Erzählungen der Existenzialisten, die alle in je eigener Weise die literarische Tradition sprengen.

Inhalt:

Alfred de Vigny "Laurette oder Das rote Siegel" / Gérard de Nerval "Sylvie. Erinnerungen an das Valois" / Alfred de Musset "Die Geschichte einer weißen Amsel" / Stendhal "Die Truhe und das Gespenst" / Honoré de Balzac "Madame Firmiani" / Prosper Mérimée "Matteo Falcone" / Gustave Flaubert "Ein schlichtes Herz" / Auguste Villiers de l´Isle-Adam "Vera" / Alphonse Daudet "Das Maultier des Papstes", "Meister Cornilles Geheimnis" / Guy des Maupassant "Mein Onkel Jules", "Das Modell" / Émile Zola "Die Heilige Jungfrau der Schuhwichse" / Marcel Proust "Ein Diner außer Haus" / Paul Valéry "Kindheit mit Schwänen" / Sidonie-Gabrielle Colette "Der Mörder", "Der Verblendete" / Jean Giono "Weihnacht" / Jean-Paul Satre "Die Wand" / Albert Camus "Der Gast" / Samuel Beckett "Der Ausgestoßene".

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