Hugo von Hofmannsthal Andreas

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Inhaltsangabe zu „Andreas“ von Hugo von Hofmannsthal

Hofmannsthals fragmentarischer Bildungsroman zeigt uns einen jungen Helden auf der Suche nach seiner gesellschaftlichen Identität. Andreas' Bildungsreise von Wien nach Venedig wird zu einem unheimlichen Spiel mit surrealen Erlebnissen.

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  • Rezension zu "Andreas" von Hugo von Hofmannsthal

    Andreas

    Kaivai

    23. March 2007 um 21:04

    Im Jahr 1778 fährt der junge Andreas von Ferschengelder nach Venedig. Auf seiner Reise drängt sich ihm eine zwielichtige Gestalt als Diener auf. Andreas kann nicht "nein" sagen. In Kärnten sind die Beiden auf dem Hof der Familie Finazzer zu Gast. Andreas verliebt sich in die Tochter des Hauses, Romana. Dem Tag seines seligsten Glücks folgt der Morgen an dem sein Diener das Böse ins Haus getragen hat und Andreas mit Schimpf und Schande davonziehen muß. Andreas erreicht Venedig. Und dort zersplittert seine Welt. Das liegt nicht nur an den Erfahrungen, die er macht. Das liegt auch an den Umständen der Romanentstehung. Hofmannsthal konnte das Buch nicht fertigstellen. Bis nach Venedig hinein ist es ein Roman, doch dann bricht er ab und was bleibt sind Skizzen. Es ist wie die Fahrt in einer Landschaft und abrupt geht der Weg nach unten, in einen Steinbruch. Aber was für einer: ein Edelsteinbruch. Hier liegt viel mehr Kraft als in der Landschaft. Es ist wie das Vordringen in das Herz eines Romans, das sonst unter Haut verborgen ist. In Venedig konzentriert sich Andreas auf zwei Personen: Sacromozo, einen 40jährigen Malteserritter, der an der Unreinheit der Welt verzweifelt und Maria/Mariquita, eine Frau, die sich durch traumatische Erlebnisse gespalten hat in eine scheue vergeistigte und eine wilde weltliche Person. Andreas wird durch Abgründe geführt. Ihm wird bewußt gemacht, was alles dazu gehört ein Mensch zu sein ("Andreas Weg: zuerst liebesfähig werden, dann lernen, daß Geist und Körper eins sind.") Es verändert ihn radikal, verwirrt ihn aber ebenso. Auf seiner Rückreise nach Wien ist er verwandelt, aber ohne "das Gefühl des Selbst, auf das wie auf einem Smaragd die Welt ruhen muß". Er sehnt sich nach Romana.

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  • Rezension zu "Andreas" von Hugo von Hofmannsthal

    Andreas

    Herby

    12. January 2007 um 08:57

    Ein wirklich brillantes Buch muss nicht immer ein Ende haben, wie Hugo von Hofmannsthals Andreas-Roman beweist: Er ist Fragment geblieben, und doch ganz große Literatur. Und wem der Text alleine nicht reicht, dem sei die großartige Kritische Ausgabe der Werke Band XXX empfohlen, die alle Varianten und Versuche des Autors enthält, seinen Protagonisten Andreas Ferschengelder wieder aus Venedig, der Stadt der Gefahren und Gefährdungen, herauszubringen.

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