Hugo von Hofmannsthal Jedermann

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Inhaltsangabe zu „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal

»Geld regiert die Welt!« Auf diese Weisheit hat Jedermann sich zu Lebzeiten stets verlassen. Als er jedoch vor dem Richterstuhl Gottes steht, muß er erkennen, daß dort andere Maßstäbe angelegt werden ... Die Neubearbeitung des mittelalterlichen Mysterienspiels durch Hugo von Hofmannsthal stieß nicht nur bei Erscheinen auf große Resonanz. Alljährlich im Rahmen der Salzburger Festspiele aufgeführt, ist Jedermann bis heute von großer Aktualität und sorgt stets aufs neue für Diskussionen.

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    Jedermann

    Farbwirbel

    15. July 2016 um 12:13

    Hugo von Hofmannsthal, einer der wichtigsten österreichischen Literaten, umworben von Stefan George und Paradeautor der Wiener Moderne... Viele Attribute kann man ihm zugeben und vor allem eigentlich ein Neudenken und Umdenken. Umso mehr verwunderte mich dieses kleine Stück. „Jedermann“ ist ein kurzes Drame, dass einem barrocken Fastnachtspiel fast gleichkommt. Es handelt sich um ein Stück, welches den Reichtum als solches verurteilt und die christlichen Tugenden lobt. Jedermann ist hier eine Figur – mit sehr buchstäblichem Namen -, die der Wollust und dem Reichtum erlegen ist und dabei all die christlichen Werte vergisst. Ganz in der Tradition des goethschen Faust beginnt das Drama mit einem Gespräch zwischen Gott und Teufel. Dabei beauftragt Gott den Teufel, Jedermann zu sich zu holen und vor das Jüngste Gericht zu stellen. Dann lernt der Leser Jedermann kennen und lernt, wie selbstbezogen und verliebt in sein Leben er ist. Obwohl ihn seine Mutter zu mehr Christlichkeit ermahnt, kann er weder Nächstenliebe noch Güte für seine Mitmenschen aufbringen. JEDERMANN Ich kenn dich auch vom Ansehen nit. SCHULDKNECHT Ist doch dein Fuß, der auf mich tritt. - S. 15 Bei einem ausgelassenen Fest in seinem Haus kommt nun der Teufel herbei. Mit diesem verhandelt Jedermann eine Stunde, um jemanden zu finden, der mit ihm den ungewissen Weg zu Gott geht. JEDERMANN Dich strafen, Süße, ist mir fern, Lieb dich gleich meinem Augenstern, Habe müssen denken von ungefähr Wie deine Miene beschaffen wär, Wenn dir auf eins zukäm die Kund, Daß ich müsst sterben zu dieser Stund. BUHLSCHAFT Um Christi willen, was ficht dich an, Mein Buhle traut, mein lieber Mann, Ich bin bei dir, sieh doch auf mich, Dein bin ich heut und ewiglich. - S. 31 Jedermann meint, sichere Freundschaft in seinem Leben zu haben, doch täuscht er sich darin. Niemand will mit ihm. Dann tauchen auch noch die Personifizierungen des Glaubens und der Werke sowie des Mammons auf. Diese erinnern wiederum stark an Faust, der sich ja ganz ähnlich mit Personifikationen von Eigenschaften und Tugenden herumschlagen muss (Faust II). MAMMON (stößt ihn weg) Du, trau mir nit, dein Wut acht ich gering, Wir umkehrt wohl geschaffen sein. Ich steh gar groß, du zwergisch klein. Du Kleiner wirst wohl sein der Knecht Und dünkst dich, anders wärs gewesen, Das war ein Trug und Narrenwesen. JEDERMANN Hab dich gehabt zu meim Befehl. MAMMON Und ich regiert in deiner Seel. - S. 56 Ich kam beim Lesen nicht umhin, immer mehr Bezüge zu Faust zu entdecken. Auch der Teufel ist ganz dem Mephisto nachgezeichnet. Selbst die Auflösung des Dramas erinnert daran. Nun bin ich denn etwas verwundert. Das Stück „Jedermann“ ließe sich in Handlunng und in Motivik auch deutlich in die Sattelzeit verlegen und nicht zwingend in die Wiener Moderne. Aber vielleicht liegt genau da der Knackpunkt. Ein moderner Dichter bedient sich traditioneller, teilweise auch mittelalterlicher Bezüge und schafft damit wiederum eine Kritik an der modernen Gesellschaft, weil eben auch diese stets und immer noch diese Fehler macht... Dafür, dass das Werk so schmal ist, hat es mich ziemlich zum Nachdenken gebracht. Ich bin kein großer Fan christlich bezogener Literatur, aber das Werk hat mit dennoch recht gut gefallen.

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    • 10
  • Das Theaterstück

    Jedermann

    Liebes_Buch

    30. September 2014 um 18:35

    Den Jedermann kenne ich von der Berichterstattung in den Medien, wenn die Buhlschaft besetzt wird... Einmal lief eine Aufführung im Fernsehen, die so abschreckend war, dass ich ausschaltete. Mit den allerschlimmsten Befürchtungen habe ich nun das Buch gelesen und war angenehm überrascht! Der Jedermann soll sterben. Voller Schreck feilscht er beim Tod noch etwas Zeit heraus, um Beistand zu finden. Wie soll er vor Gott bestehen und muss er dem Tod allein gegenübertreten? Verzweifelt sucht er Hilfe bei seinem Gesellen, seinen Freunden, bei seinen Werken und beim Glauben. Ein Gespräch mit dem Mammon, hat er ebenfalls. Eine sehr niedliche Geschichte, die auf einem englischen Stück basiert, das wiederum auf einer holländischen Geschichte basieren soll... praktisch ein Märchen. Einziger Nachteil: das Stück ist gereimt. Da muss man durch. Trotzdem schön! Muss man tatsächlich gelesen haben :)

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  • Rezension zu "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal

    Jedermann

    brividolibro

    27. July 2012 um 12:22

    Es wird versucht, uns vor Augen zu führen, dass auch Geld und Erfolg ohne Verbindung mit Freundschaft und Liebe nicht ausreichen, um das Leben mit Glück zu erfüllen. Jedermann hat das Geld und auch den Erfolg, den viele Menschen sich wünschen. Wie in vielen anderen Geschichten dieser Art, gibt es einen Unterschied. Jedermann ist kein Geizhals, er weiß nur, wie er mit Geld umzugehen hat. Für ihn ist Geld sehr wertvoll, wichtiger, als sein Glaube zu Gott. Hofmannsthal wollte uns daran erinnern, dass der Glaube an Gott wichtiger ist, als Macht und Reichtum. Des Weiteren war es in seiner Absicht, uns zu zeigen, dass es im Leben wichtigere Sachen gibt, die wir uns widmen sollten. Es wird viel zu sehr darauf geachtet, wie andere Menschen über uns denken. Viel zu wichtig ist uns unser Ruf und dabei vernachlässigen wir unsere Freunde und Familie. Ebenso unsere Umwelt. Man verliert den Blick für das Wesentliche und schätzt nichts mehr. Es scheint, dass es unser Instinkt ist, unser 7. Sinn oder unsere Bestimmung. Haben wir Geld, wollen wir immer mehr davon haben und geben uns nicht zufrieden. Sind wir dann in der Lage einem Bettler oder einer verarmten Familie durch einen kleinen Geldbeitrag zu helfen, sind wir uns zu gut dafür. Wir denken, warum wir ihnen helfen sollen, schließlich haben wir uns unser Geld auch selbst erarbeitet. Doch ist das wirklich wichtig? Oft hängt der Reichtum auch mit Glück zusammen und warum ist es unserer Gesellschaft verpönt, jemandem zu helfen, der nicht so viel Glück hatte, wie wir vielleicht? Ich vermute, dass er mit diesem Werk darauf aufmerksam machen wollte, dass wir auch mal nach links und rechts schauen sollen, als immer nur gerade aus und unsere Mitmenschen gut behandeln sollen. PERSÖNLICHER EINDRUCK Mein persönlicher Eindruck von Hofmannsthals Werk Jedermann fällt höchst positiv aus. Sein Werk erinnert mich an das Werk von Nestroy, der Zerrissene, da es sich auch hier um einen Mann handelt, der viel Geld hat und falsch damit umgeht. Nachdem oder während ich dieses Werk bearbeitet habe, fiel mir schon die Ähnlichkeit zum Werk „der Zerrissene“ auf. Wie schon erwähnt, unterscheiden sie sich, weil Jedermann nicht geizig ist, sondern nur weiß, wie er mit seinem Geld umzugehen hat. Ich bin der Ansicht, dass es bedeutend ist, dass es auch diese Art von Büchern gibt. Auch wenn es den Anschein hat, dass es langweilig ist und uninteressant, so bin ich der Meinung, dass man durch dieses Werk viel über sich selbst lernen kann und wir uns dadurch über vieles Bewusst werden können. Was bei mir keinen Anklang gefunden hat, war der starke Bezug zu Gott und dem Glauben. Wenn man damit konfrontiert wird, dass wir entweder gläubig oder geizig sein können, hat man keine große Auswahl an Möglichkeiten. Ich finde, dass es in unserer Gesellschaft auch möglich ist, nicht an Gott zu glauben, aber trotzdem gutherzig sein kann. Würde jeder Mensch, der nicht an Gott glaubt, ein schlechter Mensch sein, würde es wohl viel schlimmer auf unserer Welt aussehen. Außerdem sehen wir in den Medien, dass 90% der Kriege auf der Welt Kriege sind, in denen es um den Glauben geht. Eine Religion verachtet die Andere und somit kommt es zum Krieg. Der Glaube an Gott oder besser gesagt, ein zu ausgeprägter Glaube an Gott, kann einen Menschen zu einem Monster werden lassen. Es hat mich und meinen Horizont bereichert und ich habe viel nachgedacht. Abgesehen von dem Aspekt mit Gott und dem Glauben, ist mein Fazit, beurteilt nach dem Schulnotensystem, Gut.

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  • Rezension zu "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal

    Jedermann

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch handelt vom reichen Jedermann, der vor Gott zur Rechenschaft gezogen werden soll. Darum wird ein Bote, der Tod, nach ihm gesandt... Es lässt sich flüssig lesen, nur der Einstieg fällt etwas schwer. Doch nach ein paar Seiten, gewöhnt man sich recht schnell daran. Die Handlung, finde ich persönlich auch sehr gut. Besonders das Dinge wie der "Glaube", eine menschliche Form bekommen. Weil der Glaube ist immer schwer zu beschreiben und ihn von Mensch zu Mensch, anders zu beschreiben, ist dadurch viel leichter möglich. Insgesamt ist dieses Werk, eine sehr nette Lektüre für zwischendurch. Es ist nicht zu lang,sonst würde es manchen Stellen nachlassen.

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    • 2
  • Rezension zu "Jedermann (6711 901)" von Hugo von Hofmannsthal

    Jedermann

    Gilfaen

    21. February 2011 um 19:54

    Ich bin etwas verwundert; gehört dieses Stück doch zu den s.g. Klassikern unter den Dramen, obwohl aus der eher neueren Epoche (1911 erschienen, ab 1920 regelmäßig bei den Salzburger Festspielen aufgeführt). Kennen gelernt habe ich es nicht in meiner Schulzeit, sondern während meiner Studienzeit, die ich in Österreich verbringe, wo dieses Drama in den Kanon dessen gehört, was "jeder Student einmal gelesen haben muss". Man kann über diese Aussage "Muss man(n)/Frau einmal gelesen haben" geteilter Meinung sein, aber für dieses Stück trifft das ohne weiteres zu. Gott bemerkt, dass er von den Menschen nicht mehr geschätzt wird und so beauftragt er den Tod eines gewissen Menschen abzuholen, den Jedermann. Dieser ist kein primitiver Geizhals, sondern ein kluger, gebildeter, aber habgieriger, sündig-lebender Mensch, ohne großen Glauben und Vertrauen in etwas, was nicht mit materiellen Werten zu tun hat. Als der Tod sich ihm offenbart, bittet er um eine Stunde Aufschub, um jemanden zu finden, der ihn vor den "Thron des Allmächtigen" begleiten kann, um bezeugen, dass er ein "guter" Mensch im Leben gewesen ist. Und er findet auch jemanden, nämlich den Glauben. Der Teufel, sich schon seiner Sache sicher, dass er diese Seele mit ihn die Hölle nehmen kann, stößt auf einen Jedermann, der schon den göttlichen Segen hat, trotz eines schadhaften Lebens, weil er wieder zum Glauben gefunden hat. Die Thematik dieses Stückes ist aktueller denn je. Menschen leben ein nicht gutes, ein korruptes, andere Menschen ausbeutendes Leben und finden Platz in Gottes Schoß bzw. glauben diesen zu haben, weil sie regelmäßig bei der Kollekte gut gespendet haben (Übertrieben formuliert). Dieses Stück hat mich allerdings nicht so positiv überrasch wegen der Thematik, sondern auch weil Hofmannsthals Umsetzung so gelungen ist. Die Personifikationen von Jedermanns Werke, seiner Liebe, seinem Glauben, die er für sich selbst sprechen lässt, sind sprachlich wunderbar aufbereitet. Das ganze Stück wird gereimt und so wird ein leichter, schneller Lesefluss erreicht. Man muss sich erst einmal reinfinden, gibt es auch viele Anspielungen auf andere Dramen, die Hofmannsthal persifliert, aber letzt endlich ist dies ein wirklich unterhaltsames Stück mit einer interessant aufbereiteten Thematik. Für mich wirklich ein Kanonstück.

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  • Rezension zu "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal

    Jedermann

    Nightfall

    11. April 2008 um 23:37

    Ich bin etwas verwundert; gehört dieses Stück doch zu den s.g. Klassikern unter den Dramen, obwohl aus der eher neueren Epoche (1911 erschienen, ab 1920 regelmäßig bei den Salzburger Festspielen aufgeführt). Kennen gelernt habe ich es nicht in meiner Schulzeit, sondern während meiner Studienzeit, die ich in Österreich verbringe, wo dieses Drama in den Kanon dessen gehört, was "jeder Student einmal gelesen haben muss". Man kann über diese Aussage "Muss man(n)/Frau einmal gelesen haben" geteilter Meinung sein, aber für dieses Stück trifft das ohne weiteres zu. Gott bemerkt, dass er von den Menschen nicht mehr geschätzt wird und so beauftragt er den Tod eines gewissen Menschen abzuholen, den Jedermann. Dieser ist kein primitiver Geizhals, sondern ein kluger, gebildeter, aber habgieriger, sündig-lebender Mensch, ohne großen Glauben und Vertrauen in etwas, was nicht mit materiellen Werten zu tun hat. Als der Tod sich ihm offenbart, bittet er um eine Stunde Aufschub, um jemanden zu finden, der ihn vor den "Thron des Allmächtigen" begleiten kann, um bezeugen, dass er ein "guter" Mensch im Leben gewesen ist. Und er findet auch jemanden, nämlich den Glauben. Der Teufel, sich schon seiner Sache sicher, dass er diese Seele mit ihn die Hölle nehmen kann, stößt auf einen Jedermann, der schon den göttlichen Segen hat, trotz eines schadhaften Lebens, weil er wieder zum Glauben gefunden hat. Die Thematik dieses Stückes ist aktueller denn je. Menschen leben ein nicht gutes, ein korruptes, andere Menschen ausbeutendes Leben und finden Platz in Gottes Schoß bzw. glauben diesen zu haben, weil sie regelmäßig bei der Kollekte gut gespendet haben (Übertrieben formuliert). Dieses Stück hat mich allerdings nicht so positiv überrasch wegen der Thematik, sondern auch weil Hofmannsthals Umsetzung so gelungen ist. Die Personifikationen von Jedermanns Werke, seiner Liebe, seinem Glauben, die er für sich selbst sprechen lässt, sind sprachlich wunderbar aufbereitet. Das ganze Stück wird gereimt und so wird ein leichter, schneller Lesefluss erreicht. Man muss sich erst einmal reinfinden, gibt es auch viele Anspielungen auf andere Dramen, die Hofmannsthal persifliert, aber letzt endlich ist dies ein wirklich unterhaltsames Stück mit einer interessant aufbereiteten Thematik. Für mich wirklich ein Kanonstück.

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