Hunter S. Thompson

 4,1 Sterne bei 534 Bewertungen
Autor*in von Angst und Schrecken in Las Vegas, Rum Diary und weiteren Büchern.
Autorenbild von Hunter S. Thompson (© MDCarchives)

Lebenslauf

Hunter S. Thompson wurde 1937 in Louisville, Kentucky, geboren. Er begann seine Laufbahn als Sportjournalist, bevor er Reporter für den Rolling Stone und als Begründer des Gonzo-Journalismus zu einer Ikone der Hippiebewegung wurde. Zu seinen großen Büchern zählen neben Fear and Loathing in Las Vegas die journalistischen Romane Hells Angels, Königreich der Angst und Rum Diary. Thompson nahm sich am 20.02.2005 in seinem Wohnort Woody Creek, Colorado, das Leben.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hunter S. Thompson

Cover des Buches Angst und Schrecken in Las Vegas (ISBN: 9783641102517)

Angst und Schrecken in Las Vegas

(166)
Erschienen am 21.12.2012
Cover des Buches Rum Diary (ISBN: 0888430489790)

Rum Diary

(102)
Erschienen am 29.04.2014
Cover des Buches Hell's Angels (ISBN: 9783641097240)

Hell's Angels

(56)
Erschienen am 31.10.2012
Cover des Buches Königreich der Angst (ISBN: 9783641097264)

Königreich der Angst

(32)
Erschienen am 31.10.2012
Cover des Buches Der Fluch des Lono (ISBN: 9783453408531)

Der Fluch des Lono

(32)
Erschienen am 11.10.2011
Cover des Buches Gonzo Generation (ISBN: 9783641102524)

Gonzo Generation

(23)
Erschienen am 21.12.2012
Cover des Buches Angst und Schrecken im Wahlkampf (ISBN: 9783641172145)

Angst und Schrecken im Wahlkampf

(17)
Erschienen am 28.05.2015
Cover des Buches Screwjack (ISBN: 9783936738155)

Screwjack

(3)
Erschienen am 01.03.2010

Neue Rezensionen zu Hunter S. Thompson

Cover des Buches Fear and Loathing in Las Vegas (ISBN: 9780007204496)
Synchrotones avatar

Rezension zu "Fear and Loathing in Las Vegas" von Hunter S. Thompson

Synchrotone
Ein Trip, der nicht mehr zurückführt

Ich habe dieses Buch nicht gelesen wie eine Geschichte. Es hat sich eher angefühlt wie ein Kontrollverlust, den ich miterlebe.

Im Kern geht es um eine Reise nach Las Vegas – offiziell ein journalistischer Auftrag. In Wirklichkeit wird daraus ein Rausch, in dem Realität, Wahrnehmung und Wahnsinn ineinanderfließen. Die Grenze verschwimmt so sehr, dass ich irgendwann selbst nicht mehr sicher war, was „wirklich“ passiert.

Was mich fasziniert hat, ist diese radikale Ehrlichkeit im Chaos. Alles wirkt überdreht, laut, oft grotesk. Gleichzeitig liegt darunter etwas sehr Klares: eine Leere. Eine Desillusionierung. Der sogenannte „American Dream“ taucht immer wieder auf und zerfällt Stück für Stück.

Die Figuren sind schwer greifbar, teilweise abstoßend. Trotzdem konnte ich ihre Dynamik verstehen. Es wirkt wie ein bewusstes Überschreiten aller Grenzen, fast wie ein Experiment: Wie weit kann man gehen, bevor alles auseinanderfällt?

Nicht jede Passage war angenehm. Vieles ist exzessiv, manchmal fast zu viel. Aber genau das gehört dazu. Dieses Buch will nicht gefallen. Es will zeigen, was passiert, wenn man sich komplett verliert.

Ich habe daraus kein klassisches „Lernen“ mitgenommen. Eher ein Gefühl: dass hinter all dem Lärm oft eine große Leere liegt. Und dass Eskalation manchmal nur ein anderer Weg ist, dieser Leere nicht begegnen zu müssen.

Empfehlen würde ich es Menschen, die sich auf extreme Texte einlassen können. Bücher, die nicht beruhigen, sondern einen mit voller Wucht gegen die eigene Wahrnehmung werfen.

Cover des Buches Rum Diary (ISBN: 0888430489790)
Finkenzonks avatar

Rezension zu "Rum Diary" von Hunter S. Thompson

Finkenzonk
Privilegiertenprobleme vor Traumkulisse

Hunter S. Thompson ist Kult, sein Erstling "Rum Diary" ist es nicht ... oder sollte es nicht sein. Der Roman spielt (vermutlich) Ende der 50er Jahre auf Puerto Rico. Der 32-jährige Journalist Paul Kemp heuert bei einer Zeitung an und verbringt die Tage mit trinken, Partys und jammern über sein sinnloses Leben. Das ist auf knapp 280 Seiten in bester Raymond-Chandler-Manier lakonisch, atmosphärisch und kurzweilig erzählt, hat aber zwei große Haken.

Denn wenn man genauer darüber nachdenkt, ist dieser Paul Kemp ein ganz schöner Lulli:  Als dollarschwerer Amerikaner aus gutem Haus stromert er halb depressiv durch einen ärmlichen Karibikstaat -  nicht gerade ein Protagonist, der zum Mitleiden einlädt (auf der Meta-Ebene könnte man sogar eine post-koloniale Perspektive herauslesen).

Das schlimmste sind aber die Frauenfiguren, beziehungsweise die Frauenfigur - es gibt nämlich nur eine relevante. Ich als mittelalter weißer cis-Mann höre wirklich nicht hinter jeder Ecke das Patriarchat raunen, aber Chenault ist nichts Weiteres als ein blondes Anhängsel, das sich wie eine Zecke an einen Versorger hängt und selbst dran Schuld ist, wenn sie nach einem heißen Party-Tanz gruppenvergewaltigt wird.

Natürlich muss man immer das Zeitcolorit beachten und sollte Geschichte nicht im Nachhinein umschreiben - wenn das Frauenbild damals so war, dann war es so. Aber ohne jegliche Einordnung, ohne Chenaults Perspektive, ohne eine andere Frauenfigur scheint es so, als ob der Autor hier seinen eigenen Blick auf die Welt wirft. Und das wirkt heutzutage nicht authentisch, sondern bitter. 


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